Hallo,
meine Eltern haben früher auch einmal eine Blaustirnamazone gehabt.
Ich kann mich noch daran erinnern ( schon ca. 30 Jahre her :wink: ) als wir unseren Vogel bekommen haben.
Er ( sie ?) hat den ganzen Nachmittag benötigt um aus der Transportkiste in den Käfig zu gehen.
Der Käfig war damals ein großes, für den Vogel umgebautes Terrarium.
Die Amazone war total eingeschüchtert und drückte sich nur immer in eine Ecke. Musste er sich einmal erleichtern, so ging es drei Schritte zur Seite und danach wieder zurück.
Zum Fressen kletterte er immer rückwärts in der Ecke herunter nahm sich ein paar Körner ( nur
weiße Sonnenblumenkerne! ) und kletterte wieder hinauf, ohne uns den Rücken zuzukehren.
Es war ein Trauerspiel!
Doch mit viel Geduld und Ruhe wurde der Vogel nach über einem Jahr allmählich immer zutraulicher.
Den Käfig haben wir nach einem halben Jahr so geändert, dass die Amazone den Käfig verlassen konnte und auf einem Ast oberhalb des Käfigs sitzen konnte.
Nach einem Umzug bekam unser Papagei dann auch einen neuen Käfig und einen Kletterbaum.
Der Vogel war nun handzahm und ging nur Abends zum Schlafen oder zum Fressen in den Käfig. Tagsüber trohnte er auf seinem Kletterbaum und hatte Alles im Blick.
Er hätte sich in der ganzen Wohnung bewegen können, bis auf zwei oder drei Ausflüge ist er aber immer auf seinem Platz geblieben und hat auch nie irgendwelchen Unsinn gemacht.
Der Versuch eine zweite Blaustirnamazone mit ihm zu vergesellschaften scheiterte leider daran, dass er dem anderen Vogel äußerst agressiv begegnete, obwohl wir eine lange Eingewöhnungsphase hatten. Mein Vater musste beherzt dazwischen gehen um die Streithähne zu trennen, was für ihn auch nicht ohne Blessuren abging.
Nach etwa 20 Jahren saß unser Papagei morgens plötzlich tot auf seiner Stange.
Es sah aus, als ob er noch schlafen würde.
Liebe Grüße
Friedel