- Zwei Kaninchenweibchen beißen sich... Beitrag #1
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Sleepless
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Hallo, ich habe mich egrade erst angemeldet wegen zwei zuckersüßen Fellbüscheln, die im Moment in meinem Garten sitzen und mich heute den ganzen Tag Nerven gekostet haben.
Ich habe die beiden jetzt seit drei Tagen, vorher gehörten sie einer guten Freundin, die sie jetzt aber nicht mehr halten kann. Ich habe sie aufgenommen, damit sie nicht bei irgendeinem Idioten landen, der sich nicht richtig um sie kümmert oder sie falsch hält oder damit sie gar aus Ratlosigkeit ins Tierheim abgeschoben werden. Aber ehrlich gesagt weiß ich von diesen Tieren abgesehen von ihrer Körpersprache nicht viel...
Das dicke, fette Problem ist: Es sind zwei Weibchen, eine auf 3 Jahre geschätzt, schwarz, kleiner als die andere, auch neugieriger und deutlich ängstlicher. Die andere ist vielleicht 5 (echt, meine Freundin weiß es nicht!), ging in ihrem neuen Zuhause als allererstes mal Heu fressen, während die andere erst mal nervös jede Ecke zwei mal inspizierte, zutraulicher, weniger ängstlich und größer als die andere. Es besteht null Zweifel, wer von den beiden das "Leittier" ist - nur die Kaninchen scheinen das noch nicht richtig begriffen zu haben. ´
Sie kennen sich nicht, wurden bisher mit (leider kürzlich verstorbenen) kastrierten Rammlern gehalten und soweit ich das beurteilen kann mögen sie sich einfach nicht. Ich dachte zuerst, das Gebeiße würde sich vielleicht geben, wenn man sie sich durch ein Gitter beschnuppern lässt (Zitat von einer gewissen Kaninchenhalterin: "Im Zoo machen die das ja auch so." :eusa_doh
. Habe aber inzwischen gelesen, dass das das Falscheste ist, was man machen kann. Statt´dessen soll man sie auf neutralem Raum zusammenführen, was zu Essen und viele mindestens zweiausgängige Verstecke bereit halten und viel Platz zum weglaufen. Dann soll man sie einfach macvhen lassen bis klar ist, wer hier der Boss ist.
So, es kann jetzt sein, dass das total verweichlicht, ahnungslos und absolut nach Stadtmensch klingt, aber: Ist das euer Ernst?! Ich schilder mal möglichst genau den Ablauf, denn ich meine die Frage absolut ernst:
Phase eins: Beide auf neutralem Raum. Schwarze beschnuppert aufgeregt neues Terrain, Braune widmet sich erstmal den verstreuten Leckerein.
Phase zwei: Schwarze beginnt, Braune zu necken. Das heißt: schnuppert von hinten an ihrer Blume, springt über sie drüber und macht kleine "Angriffe", also kurze,s chnelle Schritte vorwärts. Braune verjagt sie immer wieder auf dieselbe Art, aber ignoriert sie sonst relativ. Braune ist viel entspannter und nimmt Karton-Hütte in Beschlag, Schwarze sitzt angespannt mit aufgestellten Ohren da und atmet schnell.
Phase drei: Schwarze macht eine Provokation zu viel - Braune greift an. Blitzschnelles im Kreis gejage und Gesuhle, mit Krallen und Zähnen wird zerfetzt, was zu erreichen ist (aber ich glaube sie haben nur auf den Körper gezielt), dabei wird so komisch ge"wrmnggnwrmngrgnmw"t. Irgendwann MUSSTE ich einfach eingreifen
. Hab sie ein paar mal getrennt und bin nun um zwei Bisswunden reicher (das war die böse Braune :evil:. Wenn sie nicht so zum fressen süß und ich nicht selbst schuld wäre und wüsste, dass sie das nicht mit Absicht gemacht hat, könnte ich fast böse sein. Obwohl es mehr weh tat, als ich gedacht hatte.)
Phase vier: Die Braune nimmt der Schwarzen das Essen weg und die Schwarze flieht jedesmal, wenn sie mit ihren Krallen nach ihr wischt. Ab und zu kommt es noch zu Beißereien. Ich bin dazu übergegangen, einen Besen einzusetzen. Der wird nun auch misstrauisch in Angriffsstellung beäugt. (Borstiges Kaninchen?)
Phase fünf: Spätnachts. Die Braune erkundet munter die Bude und frisst alles, was ihr zwischen die Backen kommt. Die Schwarze kommt überhaupt nicht mehr aus ihrer Hütte heraus, wenn doch, wird sie bei Sichtkontakt sofort von der Braunen attackiert. Ab und zu kommt die Braune an die Hütte. Hin und wieder verjagt sie die Schwarze, wann anders flieht sie durch den Hinterausgang und ich (schwaches Herz) greife ein weil ich denke: Jetzt lass ihr doch ihre letzte Zuflucht!
Phase sechs: Circa zehn Stunden Vergesellschaftung und ich gebe auf. Mitleid mit dem schwarzen, verschreckten Nervenbündel, stress mit der Mutter ("Wie ein Tierversuch! Du sperrst zwei fremde Tiere zusammen und guckst, was passiert."
) und außerdem Sorge um den leicht angepinkelten Laminatboden. Zurück in den Außenstall, zwei Quadratmeter, jetzt durch eine zentimeterdicke Holzplatte in der Mitte getrennt. Und sie sitzen entspannt in der Ecke. Seufz. Bin müde, aber kann nicht schlafen.
Ich habe fragen. Erste Frage: Ist diese Vergesellschaftung als fehlgeschlagen anzusehen? Zweite Frage: Habe ich zu früh eingegriffen? Dritte Frage: WIE LANGE DAUERT DAS DENN, BIS DIE SICH VERSTEHEN? Vierte Frage: Geht das überhaupt mit zwei Weibchen? Fünfte Frage: Muss ich die ganze Zeit danebensitzen oder ist es besser, wenn ich weg gehe? Fünfte Frage: Wäre es besser zu warten, bis wir ihr Außengehege gebaut haben und sie dann dort zusammen rein lassen? Sechtse Frage: Wäre das Problem höchstwahrscheinlich durch einen Rammler in ihrer Mitte gelöst?
Also, wisst ihr, wenn mir jetzt jemand sagt, dass das alles ganz normal ist, man sie einfach beißen und zittern lassen muss und ich sie einfah so lange zusammen lassen soll, bis sie zusammen schlafen und fressen, wenn mir das jemand wirklich hoch und heilig verspricht und beim Leben seiner Ninis darauf schwört... dann werde ich nicht mehr eingreifen und sie zusammen setzen. Aber wenn nicht... Was, wenn sie sich verletzen? Nachher kriegen sie was am Auge (große Augen, lange Krallen!) oder töten sich sogar! Das kann ich doch nicht riskieren! Vielleicht sollte ich einfach jemanden suchen, der sich besser damit auskennt?

(willicheigentlichnet...)
Das Schlimme ist, so etwas auszustehen und absolut nicht sicher zu sein, dass man das richtige tut und es irgendetwas bringt...
Wäre unendlich dankbar für Hilfe!!!
Ich habe die beiden jetzt seit drei Tagen, vorher gehörten sie einer guten Freundin, die sie jetzt aber nicht mehr halten kann. Ich habe sie aufgenommen, damit sie nicht bei irgendeinem Idioten landen, der sich nicht richtig um sie kümmert oder sie falsch hält oder damit sie gar aus Ratlosigkeit ins Tierheim abgeschoben werden. Aber ehrlich gesagt weiß ich von diesen Tieren abgesehen von ihrer Körpersprache nicht viel...
Das dicke, fette Problem ist: Es sind zwei Weibchen, eine auf 3 Jahre geschätzt, schwarz, kleiner als die andere, auch neugieriger und deutlich ängstlicher. Die andere ist vielleicht 5 (echt, meine Freundin weiß es nicht!), ging in ihrem neuen Zuhause als allererstes mal Heu fressen, während die andere erst mal nervös jede Ecke zwei mal inspizierte, zutraulicher, weniger ängstlich und größer als die andere. Es besteht null Zweifel, wer von den beiden das "Leittier" ist - nur die Kaninchen scheinen das noch nicht richtig begriffen zu haben. ´
Sie kennen sich nicht, wurden bisher mit (leider kürzlich verstorbenen) kastrierten Rammlern gehalten und soweit ich das beurteilen kann mögen sie sich einfach nicht. Ich dachte zuerst, das Gebeiße würde sich vielleicht geben, wenn man sie sich durch ein Gitter beschnuppern lässt (Zitat von einer gewissen Kaninchenhalterin: "Im Zoo machen die das ja auch so." :eusa_doh
So, es kann jetzt sein, dass das total verweichlicht, ahnungslos und absolut nach Stadtmensch klingt, aber: Ist das euer Ernst?! Ich schilder mal möglichst genau den Ablauf, denn ich meine die Frage absolut ernst:
Phase eins: Beide auf neutralem Raum. Schwarze beschnuppert aufgeregt neues Terrain, Braune widmet sich erstmal den verstreuten Leckerein.
Phase zwei: Schwarze beginnt, Braune zu necken. Das heißt: schnuppert von hinten an ihrer Blume, springt über sie drüber und macht kleine "Angriffe", also kurze,s chnelle Schritte vorwärts. Braune verjagt sie immer wieder auf dieselbe Art, aber ignoriert sie sonst relativ. Braune ist viel entspannter und nimmt Karton-Hütte in Beschlag, Schwarze sitzt angespannt mit aufgestellten Ohren da und atmet schnell.
Phase drei: Schwarze macht eine Provokation zu viel - Braune greift an. Blitzschnelles im Kreis gejage und Gesuhle, mit Krallen und Zähnen wird zerfetzt, was zu erreichen ist (aber ich glaube sie haben nur auf den Körper gezielt), dabei wird so komisch ge"wrmnggnwrmngrgnmw"t. Irgendwann MUSSTE ich einfach eingreifen
Phase vier: Die Braune nimmt der Schwarzen das Essen weg und die Schwarze flieht jedesmal, wenn sie mit ihren Krallen nach ihr wischt. Ab und zu kommt es noch zu Beißereien. Ich bin dazu übergegangen, einen Besen einzusetzen. Der wird nun auch misstrauisch in Angriffsstellung beäugt. (Borstiges Kaninchen?)
Phase fünf: Spätnachts. Die Braune erkundet munter die Bude und frisst alles, was ihr zwischen die Backen kommt. Die Schwarze kommt überhaupt nicht mehr aus ihrer Hütte heraus, wenn doch, wird sie bei Sichtkontakt sofort von der Braunen attackiert. Ab und zu kommt die Braune an die Hütte. Hin und wieder verjagt sie die Schwarze, wann anders flieht sie durch den Hinterausgang und ich (schwaches Herz) greife ein weil ich denke: Jetzt lass ihr doch ihre letzte Zuflucht!
Phase sechs: Circa zehn Stunden Vergesellschaftung und ich gebe auf. Mitleid mit dem schwarzen, verschreckten Nervenbündel, stress mit der Mutter ("Wie ein Tierversuch! Du sperrst zwei fremde Tiere zusammen und guckst, was passiert."
Ich habe fragen. Erste Frage: Ist diese Vergesellschaftung als fehlgeschlagen anzusehen? Zweite Frage: Habe ich zu früh eingegriffen? Dritte Frage: WIE LANGE DAUERT DAS DENN, BIS DIE SICH VERSTEHEN? Vierte Frage: Geht das überhaupt mit zwei Weibchen? Fünfte Frage: Muss ich die ganze Zeit danebensitzen oder ist es besser, wenn ich weg gehe? Fünfte Frage: Wäre es besser zu warten, bis wir ihr Außengehege gebaut haben und sie dann dort zusammen rein lassen? Sechtse Frage: Wäre das Problem höchstwahrscheinlich durch einen Rammler in ihrer Mitte gelöst?
Also, wisst ihr, wenn mir jetzt jemand sagt, dass das alles ganz normal ist, man sie einfach beißen und zittern lassen muss und ich sie einfah so lange zusammen lassen soll, bis sie zusammen schlafen und fressen, wenn mir das jemand wirklich hoch und heilig verspricht und beim Leben seiner Ninis darauf schwört... dann werde ich nicht mehr eingreifen und sie zusammen setzen. Aber wenn nicht... Was, wenn sie sich verletzen? Nachher kriegen sie was am Auge (große Augen, lange Krallen!) oder töten sich sogar! Das kann ich doch nicht riskieren! Vielleicht sollte ich einfach jemanden suchen, der sich besser damit auskennt?
Das Schlimme ist, so etwas auszustehen und absolut nicht sicher zu sein, dass man das richtige tut und es irgendetwas bringt...
Wäre unendlich dankbar für Hilfe!!!