Kastrationsfragen Hündin(nen)

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DyingDream

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Hat hiermit jemand Erfahrung?
Also hat jemand seine Hündin schon mal kastrieren lassen oder kennt jemand eine Hündin die kastriert wurde?

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Zu meinem ‚Problem’/ meinen Problemen...
Ich habe seit Juni diesen Jahres einen junge Hündin bei mir und meiner älteren Hündin aufgenommen. Der neue Hund brachte leider einen hartnäckigen Zwingerhusten mit, der auch auf meine ältere Hündin überging. Inzwischen ist aber alles Mögliche vom Neuzugang behandelt und es geht beiden Hunden soweit gut.
Nachdem der Zwingerhusten bei meiner älteren Hündin (1998 geboren) überstanden war, hat sie leider eine Scheinschwangerschaft und auch eine Scheinläufigkeit entwickelt, die nun schon seit Wochen besteht. Es geht ihr soweit sehr gut. Sie ist aktiv, springt und rennt und lernt und frisst und trinkt, etc. vollkommen normal. Allerdings verhält sie sich wie eine ‚läufige’ Hündin und riecht auch für Rüden nun seit mehr als 2 Monaten danach.
Da die kleine Terrier-Hündin leider auch eine flatternde Herzkammer besitzt, die sich aber nach Herzschall als nicht ‚so...’ schlimm wie sie sich ‚anhört’ herausgestellt hat, bekommt sie weiterhin nur eine halbe Tablette ‚Benazecare’ pro Tag. Sie wiegt ca. 9 kg.
Ein großes Blutbild wurde gemacht, wo lediglich die Leukozythen und Monozyten am oberen Enden des Normalwertes lagen. (also Minimal erhöht waren.)
Mein Tierarzt und ich möchten aufgrund der Herzbeschwerde am liebsten eine Operation vermeiden. Er hat ebenso die Hoffnung gehabt, dass sich der Hormonhaushalt und die leichte Gebärmutterentzündung mit der nächsten Läufigkeit wieder von alleine normalisieren könnte.
Doch wie hoch sind die Wahrscheinlichkeiten? Wäre es nicht besser nach Abklärung des Herzens die Kastration so schnell wie möglich zu wagen? Wie groß ist das Narkose-Risiko bei einem leichten Herzkammern-Flattern, wenn der weitere Gesundheitszustand sehr gut ist? Ist es wirklich so ratsam so lange auf Besserung zu hoffen? ...es geht ihr äußerlich ja gut. ...doch psychisch ist es für sie und auch für mich einfach kein Dauerzustand, sobald potente Rüden im Spiel sind.

Zu der möglichen Kastration habe ich dann noch die Frage, wie lange der Hund ‚geschont’ werden muss. Die ersten zwei Wochen sind klar Leinenpflicht und Ruhe für den Körper angesagt. Aber durch die Kastration entsteht im Inneren doch auch ein Hohlraum, der sicherlich länger braucht um zu verheilen als die äußeren Narben, oder? ...ab wann dürfte ich mit der zwar älteren aber absolut spring- und lauffreudigen Hündin z.B. wieder Agility machen?

... und nun noch eine letzte Frage.
Zu Beginn schrieb ich, dass ich noch zweite Hündin in diesem Jahr dazu bekommen habe. Sie ist inzwischen 9 Monate und die erste Läufigkeit würde nicht mehr lange dauern.

Wäre es evtl. ratsam beide Tiere sehr zeitnah kastrieren zu lassen oder sollte zwischen den Kastrationen lieber eine längere Zeit zwischen liegen? Allerdings aktiviert der eine Hund natürlich immer den anderen Hund spielen, eine Schonzeit kann ohne Eifersuchtsdrama geschehen und die Aufsicht mit Urlaub wäre für mich –praktischer-, denn bis die Fäden draußen sind würde ich hier wohl keinen operierten Hund länger als 5 Minuten alleine lassen.

Ich möchte nichts falsch machen und dennoch bin ich mit den Nerven auch langsam am Ende. (Seit Juni bin ich ja nunmehr immer wieder wegen verschiedenen Sachen zum Stammgast vom Tierarzt geworden.)

Ich hoffe ich habe nun nicht zu viel geschrieben und dabei am Ende wichtige Informationen für sie vergessen.

Nochmals vielen Dank für das Lesen, Gedanken machen und antworten.
~§~
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #2
Habe selbst einen Rüden und kann nur über Erfahrungen von Bekannten sprechen.

Willst du die jüngere Hündin kastrieren oder vielleicht sterilisieren, soll für den Hormonhaushalt besser sein.

Bei der älteren Hündin, gut da ist man bei der Vorgeschichte ja noch vorsichtiger,
es gibt Tierärzte, welche die Narkose so dosieren das die Tiere nur so lange wie unbedingt nötig schlafen und sollen wenn sie aufwachen auch recht fit sein, vielleicht kannst deinen TA da einmal zu fragen.

Würde da überhaupt mal eine zweite Meinung zu einholen,
alles Gute
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #3
Also Hündinnen kastrieren lassen wenn sie zu Scheinträchtigkeit neigen ist generell schon mal sinnvoll... Sonst kann das auch mal mit einer gemeinen Pyometra (Gebärmutterentzündung) führen.
Das Problem ist ja die Herzgeschichte von deinem Hund. Aber dafür gibt es spezielle Narkosen, die verträglicher sind.
Es entsteht kein "Hohlraum". Die Gebärmutter eines Hundes liegt teilweise in der Becken- , zum großen Teil aber auch in der Bauchhöhle (die Gebärmutter besteht aus einem relativ kleinen Gebärmutterkörper und Gebärmutterhals sowie zwei langen Gebärmutterhörnern, die sich beim Hund oft bis zwischen die Darmschlingen erstrecken in der Bauchhöhle).
Die Gebärmutter wird also nicht von einem extra Hohlraum umgeben, da ist dann kein Loch wenn die weg ist.
Zur Schonfrist wird dir der TA mehr sagen können, aber ich schätze schon dass du mit der Agilitiy mehrere Wochen warten musst, mindestens aber bis die Fäden gezogen und alles wieder soweit verheilt ist....

Wenn eine OP nicht möglich sein sollte, dann kann man Hündinnen gegen die Läufigkeit auch spritzen lassen, ich weiß nur nicht ob das einer Scheinträchtigkeit vorbeugt.
Außerdem sind die Spritzen auf Dauer auch nicht gesund und erhöhen das Risiko der Hündin an Krebs zu erkranken
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #4
Ich habe unsere Hündin nach der ersten Hitze kastrieren lassen, da war sie 16 Monate alt. Sie hat uns eine Scheinträchtigkeit geboten, die fast nicht zu übertreffen war. Unser TA hat uns nach Behandlung ihres geschwollenen Gesäuges zur Kastration geraten, weil sie dann wohl jedes Mal scheinträchtig werden würde, wenn sie schon bei der ersten Hitze so heftig reagiert. Da wir im Verlauf ihrer Hitze mit einigen anderen Problemen zu kämpfen hatten, haben wir uns von seinem Rat überzeugen lassen. Sie war 14 Tage an der Leine, und die ersten Spaziergänge haben wir nicht so lange gemacht. Zum Narkoserisiko bei einer älteren Hündin würde ich mir noch Rat von anderen TÄ holen. Da gibt´s doch bestimmt angepasste Mittel.
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #5
Es gibt auch für Hunde mit Herzleiden Narkosen die man benutzen kann. Also dürfen auch herzkranke Hunde operiert werden. Heute sind die Narkosemittel weit besser verträglich als früher.

Die Kastraktion an sich:
Unsere kleine wurde nach der ersten Hitze operiert, sie hatte diesen tollen Schirm über dem Kopf und hasste das. Ich hab ihr das Ding abgemacht, den Bauch verbunden und die kleine nicht mehr aus den Augen gelassen, da konnte sie nicht an der frischen Wunde lecken und beissen. Geht Alternativ, bedeutet aber wirklich sie nicht aus den Augen zu lassen.
Sie bekam die Fäden nach ca. 10 Tagen gezogen (bzw. das hab ich sogar selber gemacht, ist aber nicht empfehlenswert wenn man sich da nicht auskennt). Es war alles super verheilt, ich liess den Verband noch einige Zeit drauf und liess sie so laufen wie sie es gerne mochte. Die erste Zeit war sie noch ein bisschen schlapp, das legte sich dann aber schnell wieder.

Sie war nie scheinschwanger, sie hatte nichts mehr zu tun mit der Läufigkeit, blutete nicht mehr.....was besseres hätte ich nicht tun können.

Und wie gesagt, auch für herzkranke Hunde gibt es Narkosen die ihnen nicht so viel anhaben. Also keine Sorge, sprech noch mal mit dem TA und lass es dann sobald als möglich machen.
Bei dem zweiten Hund würde ich das auch bald empfehlen, auf die Art und Weise hat man auch keine Probleme mehr mit der Läufigkeit und vor allem....die Kastraktion soll auch dafür Sorge tragen das die Hündin keine Tumore in den Zitzen bekommt....hab ich zumindest immer mal wieder gelesen.
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #6
Ja das mit den Tumoren stimmt. Gilt aber glaube ich nicht für die älteren Semester, sondern nur für junge Hündinnen (ich weiß leider jetzt nicht ab welchem Alter bis wann).
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #7
...

Vielen Dank für eure Antworten!

Es beruhigt mich schon mal sehr, dass ihr mich über die Gebährmutterfunktion /-größe aufgeklärt hast.

Über die Vor- und Nachtteile von Kastrationen bei Hündinnen habe ich mich auch schon lang und breit durch das Internet gelesen...
Es gibt für beides Vor- und Nachtteile. Die Verhinderung von verschiedenen Krebsarten ist da natürlich ein großer Vorteil. Wobei auch hier oftmals stand, dass man die Kastration dafür am besten vor der ersten Läufigkeit oder gleich nach der 1-2 vornehmen sollte. Ebenso laß ich, dass sich der Krebs am Ende dann einfach andere Organe sucht, die noch vorhanden sind...
Die Risiko der Inkontinez ist leider bei kastrierten Hündinnen wiederum sehr hoch im Vergleich zu unkastrierten. ...
Wie ist das da bei deiner Hündin? Wann fing die Inkontinenz an? Und wie läuft das mit dem Medikament? Hat dieses irgendwelche weiteren Nebenwirkungen?

Das Narkose-Risiko macht mir wohl die größte Sorge. Grade wo die eine Herzklappe von Pepsi nicht ganz intakt ist.
Jedoch hat mich mein Tierarzt dementsprechend auch schon versucht etwas zu beruhigen. Schon bei der letzten OP vor einem Jahr hat er ein sanftes Narkosemittel genommen, wo sie mit einer weiteren Spritze auch so schnell wie möglich wieder 'wach' gemacht wurde, damit sie nicht zu lange in der Narkose liegen muss. Hätte es während der OP Probleme gegeben hätte man sie auch sofort wieder 'wecken' können.
Ansonsten gibt es in vielen Tierkliniken auch noch das noch sanftere Narkoseverfahren per Inhalation.

Oh weh... Was die Schonung betrifft glaube ich nicht, dass ich Pepsi und Pepsi sich selbst so leicht vertrauen kann.
Die ersten Tage wird sie sicherlich genug Schmerzmittel bekommen und dann ist Pepsi leider auch recht hart im nehmen und vergisst so manchen Schmerz, wenn etwas anderes interessanter ist. ><
Im letzten Jahr wurde ihr gutartige Geschwulste entfernt. Durch die milde Narkose war sie schon nach ein paar Stunden wieder gut auf den Beinen. Am nächsten Tag hatte sie schon einen wilden Ausraster im Wohnzimmer, obwohl sie am Bein eine Wunde hatte, die geschmerzt haben müsste.
Nun ja... Sie ist sehr schwer ruhig zu stellen. Und wenn sie da 3-4 Tage nur an der Leine geht, wird es für uns beide der blanke Horror weil sie körperlich so unausgelastet ist. >< Also auch wenn sie schon alt ist, weiß Frau Pepsi davon leider nicht sehr viel. *grmpf*

Aber irgendwie werde ich sie schon ruhig stellen. ...ich glaube halt nur nicht, dass sie sich von alleine schonen würde und deswegen brauche ich für mich einen ungefähren Anhaltspunkt. Ob sie nun 3 Tage, 2 Wochen oder 2 Monate nicht toben darf. Das Springen ist da dann natürlich noch wieder eine Sache, wo noch mehr Vorsicht geboten ist. ...also Spaziergänge langsam steigern. Toben wenn die Fäden draußen sind und wildes Springen erst nach 6 Wochen? ... würde so eine Einordnung hinkommen? Hm... ...aber so wie ich mich kenne bin ich lieber zu übervorsichtig und warte überall etwas länger. ...nur dann schaut Pepsi mich mit einem frechen Blick an und ich lasse sie doch eher toben und springen. *argh* ...

--
In meiner Umgebung gibt es leider nicht wirklich viele halbwegs gute Tierärzte. Ich habe da ja leider schon sehr viele durch und bin froh nun bei meinem jetzigen angekommen zu sein.
1 Stunde oder längere Autofahrten will ich ja auch nicht unbedingt für Tierarztbesuche hinlegen.
So gesehen haben wir hier in der Umgebung von 100 km auch nur 2 1/2 wo ich hingehen würde, weil ich mit den anderen schlechte Erfahrungen gemacht oder gehört habe. :/ ...wobei die Tierärzte natürlich nicht schlecht sind. Wenn es darum geht einer Kuh bei der Geburt zu helfen sind sie große Klasse, aber bei Kaninchen, Hund, Vogel & Co. sind sie für mich durchgefallen. :|

--
Mit welchen Kosten darf ich eigentlich bei einer Kastration rechnen? 200-400 Euro? Kommt das hin?

Und lieber beide Hunde zusammen oder mit größerem Abstand?

Tacka würde ich ja gerne 'wenn schon' noch vor der ersten Läufigkeit die jetzt bald ansteht.
Und bei Pepsi habe ich einfach Angst noch zu lange zu warten, wegen ihrer Scheinläufigkeit/Scheinschwangerschaft/leichten Gebährmutterentzündung... etc. :/

Wobei ich natürlich mit beiden auch gerne noch bis Dezember warten würde, wenn das nicht evtl. alles nur ein 'hinausgezögere' wäre. :|

Kann man zwei Hunde überhaupt zur selben Zeit kastrieren lassen? Oder wäre der Pflegeaufwand dabei -unmöglich-?

Ach... Das ist alles so eine schwierige Entscheidung.
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Ich bin eigentlich gegen Kastrationen, wenn sie nicht aufgrund von Gsundheit/Verhalten nötig sind. ...und so wie es bei Pepsi all die Jahre über war, war eine Kastration ja auch nicht nötig. ...aber jetzt... Jetzt ist das alles über Wochen nur noch der Stress für Pepsi, Rüden und mich, weil sie eben auch wie eine läufige Hündin riecht und sich dementsprechend verhält. -.-

Na ja... Und all diese Wochen haben mir jetzt so eine Angst eingejagt, dass ich das Thema bei Tacka auch lieber durch haben möchte.
Zudem stelle ich es mir für Pepsi schrecklich vor, wenn Tacka läufig wäre und dadurch dann evtl. auch einen dominateren Part übernimmt.


Ich werde sicherlich auch sobald wie möglich meinen Tierarzt besuchen. Oder evtl. noch die andere Tierärztin, die mir jetzt von jemandem vom Hundeplatz noch mal empfohlen wurde... ...aber eigentlich bleibe ich inzwischen lieber bei 'meinem' Tierarzt. :/

Nur ist es natürlich auch immer toll so viele Meinungen und Erfahrungen von anderen Leuten zu hören, weshalb ich diesen Thread hier in die Welt gesetzt habe.
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~§~
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #8
Also der Pflegeaufwand nach der OP ist bei uns gleich null gewesen. wir haben die Hündin für mehrere Stunden unter rotlicht gelegt, weil sie so kalt war. ansonsten haben wir nichts gemacht. allerdings hatte sie auch keinen trichter, weil der TA ihr auf die OP-Naht noch einen tupfer genäht hat. An dem konnte sie rumschlecken, ohne dass etwas passiert ist. Nach 5 tagen kam der tupfer ab, da war die eigentliche OP-wunde schon super verheilt, und deren Fäden kamen dann 5 Tage später raus. das wurde schon bei der Op unseres rüden so gemacht und ersparte dem Hund den Kragen und uns die ewige Aufsicht.
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #9
Spreche mit dem TA über eine "Gas" Narkose. Es wird zuerst eine leichte Schlafnarkose in die Vene gegeben, dann über die Luftröhre Schlafgas zugeführt. Damit werden auch normalerweise Kaninchen schlafen gelegt, da diese Narkose weniger belastet. Nach der OP wird Sauerstoff gegeben und die Tiere wachen sehr schnell wieder auf.
Meine Hündinnen waren nach der OP sehr schnell wieder auf den Beinen und es ging ihnen sehr gut. Mein einer Rüde wurde mit 9 kastriert, auch er hat Herzprobleme.
In der Klinik haben sie sehr gute Vorbereitungen getroffen, so das er schnell wieder fit war.
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #10
Inkontinenz ist vor allem bei großen Rassen ein Problem (wen meintest du denn eben mit "Wie war das bei deiner Hündin mit der Inkontinenz?), gehäuft bei Rassen wie zB Boxer, kann aber theoretisch querbeet auftreten.
Wir haben bei uns in der Familie 2 kastrierte Hündinnen, die nicht undicht geworden sind :)
Wenn es dann doch so sein sollte gibt es aber Medikamente dagegen, mit denen man das ganz gut in den Griff kriegt.
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #11
Hallo,
ich hab mir jetzt nich alles durchgelesen, wollte nur sagen, dass ich meine Hündin nach zwei Scheinschwangerschaften auch habe kastrieren lassen. Da war sie 1 1/2 Jahre jung.
Meine ältere Hündin (13 Jahre) hatte im Frühjahr einen Scheidenwandtumor, der durch die Läufigkeit/Hormone ausgelöst wurde. Wir wollten sie in der gleichen OP in der der Tumor entfernt wurde auch kastieren lassen, entschieden uns aber doch dagegen, weil wir ihren Körper nicht noch mehr strapazieren wollten...

Ich kann dir jetzt leider keine Empfehlung geben... deine Hündin ist ja doch schon etwas älter und das mit dem Herz steigert natülich das OP-Risiko... allerdings ist eine Scheinschwangerschaft auch riesiger Stress auf die Dauer... ich wäre in der Situation auch überfordert :|
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #12
...

So... Nun war ich gestern Vormittag beim Tierarzt...

Da ich beide Hunde zeitgleich dann kastrieren lassen will, ist unser Termin erst in zwei Wochen.

Die Kosten belaufen sich pro Hund auf 230-300,- Euro bei mir.
Der Preis ist doch im Normal-Bereich, oder????

Zum Glück hat mein Tierarzt auch die Möglichkeit einer Gas-Narkose, welche nun natürlich auch bei Pepsi angewendet. Die Behandlung damit ist zwar etwas teurer, aber das ist mir einfach lieber bei meinem Herzpatienten. -.-

Nun hoffe ich nur, dass Tacka bis zum 19. nicht doch noch läufig wird.

Im Moment machen beide Hunde einen guten Eindruck. Bis auf Pepsi's Herzgeräusch. ...aber ich denke, dass es auch für das Herz auf Dauer besser ist, einmal diese OP durchzustehen als noch länger mit diesem psychischen Stress und der inneren Entzündung zu leben.

Noch mal eine Frage... Mein Tierarzt empfindet den Kragen/Lampenschirm als beste Methode... Allerdings kann ich mich selbst damit nicht so anfreunden, weil ich zumindest bei Pepsi weiß, dass sie damit nicht wirklich zurecht kommt.
Wie sieht es aus, wenn man den Hunden eine Art von großen Unterhosen / T-Shirts anzieht?
Hat jemand ein Bild, wo ein Hund so etwas trägt?
Und wie sieht es bei einem leichten Verband die ersten Tage aus? ...wäre das nicht eher ungünstig, weil doch auch genug Luft zur Wundheilung ran kommen muss?

Und wie ist es, wenn ich nach kurze Spaziergänge mache? ...um diese Jahreszeit kann von unten ja irgendwie doch leicht 'Dreck' da ran kommen. ...auch hier wäre mir etwas T-Shirt/Unterhosen-Artiges grade sicherer.
Eine Entzündung der Wunde brauche ich ja nun bei keinem von beiden riskieren.

Aber was genau brauche ich da? Wie zieht man dem Hund so ein Stück Stoff an, dass es auch nicht an der Wunde reibt oder drückt... ...also falls da jemand ein Bild hat könnte ich mir das grade noch etwas besser bildlich vorstellen, bevor ich hier rumexperimentiere.

Bis auf die paar Stunden, wo ich schlafe, werden die zwei ohnehin unter meiner Aufsicht stehen und so wenig wie möglich Lampenschirm/T-Shirt tragen müssen.
3 1/2 Wochen werden die zwei auf jeden Fall unter Beobachtung stehen. *übervorsichtigbin*


Ach so...
Ich hatte mir natürlich auch noch ganz viele Fragen aufgeschrieben gehabt und was noch nicht beantwortet ist nachgefragt. ...ohne Zettel bin ich ansonsten immer draußen und habe noch alle Fragen unbeantwortet in meinem Kopf. *poing*


Ich hoffe die zwei Wochen vergehen ganz schnell, damit dann die weiteren zwei Wochen auch noch schnell vergehen.
wink.gif

~§~

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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Zwei Fragen habe ich noch...

Ich habe ja jetzt so viele Erfahrungsberichte über Kastrationen bei Hündinnen im Internet gelesen, dass schon wieder ganz anders wird. :/ ...irgendwie wird immer und überall nur von den schlechten Erlebnissen erzählt... *seufz*

Wie ist das mit den Schmerzen für die Hündin nach der OP? ...ich dachte, dass die Hündin ein Schmerzmittel bekommt und danach auch nicht so riesige Schmerzen verspürt. ...aber nun habe ich so oft gelesen, dass die Hündin nach der OP noch 3-7 Tage später solche Schmerzen hatte, dass sie kaum aufstehen mochte... :/
Habt ihr hier für mich vielleicht auch ein paar positive Erfahrungen, wo die Hunde nach der Kastra nicht so schrecklich leiden mussten?
Klar ist es ein kräftezerrender Eingriff für den Hund. Aber ach... :/

...
Und dann habe ich noch eine Frage...
Mein Zimmer, wo auch die beiden Hunde mit leben und schlafen liegt im oberen Stockwerk des Hauses. Die jüngere geht ja eh kaum die Treppen hoch, weil sie ja erst 9 Monate alt ist. ...aber ich frage mich nun natürlich, ab wann die Hündin nach der Kastration langsam eine Treppe hoch/runter laufen kann. Und: Wie trage ich den Hund am besten, ohne irgendwas falsch zu machen? Kann ich die Hündin 'ganz normal' tragen? (Also wie hier: ) -> Ich hoffe der Link zum Bild ist okay. Wenn nicht bitte löschen. Ich wusste nur nicht, wie ich das am besten erklären kann. )
~§~

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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Tut mir leid... :/ Ich habe noch eine Frage.

Wie ist das, wenn Tacka (ca. 23.12.08 geboren, 12kg) nun doch noch in den nächsten Tagen vor der Kastration läufig wird?
Ist eine Kastration dann überhaupt noch möglich?
Wann die erste Läufigkeit kommt ist ja leider immer etwas schwierig vorauszusagen. Pepsi war damals mit 8 Monaten schon läufig. Tacka wäre beim OP-Termin knapp 10 Monate alt.

Rüden können uns da leider auch keinen Anhaltspunkt geben, weil Tacka ja auch den Geruch von Pepsi und ihrer Scheinläufigkeit trägt.
Aber sie hatte vor ca. 2 Wochen auch schon einmal kurz etwas milchigen Ausfluss und fängt an etwas mehr ihre Umgebung zu makieren.
Dennoch ist da aktuell nichts angeschwollen oder so. Zitzen und Vulva sind so witzig wie immer.

Hm... Ja, ich weiß... Hier wird mir auch keiner sagen können, wann sie läufig wird/werden würde... *argh* Aber was meint ihr wie die Chancen stehen, dass sie sich mit ihrer Läufigkeit noch etwas Zeit lässt?! ><
~§~
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #13
Um zu verhindern, dass sie an der Wunde schlecken, könntest du einen BaBybody nehmen, die gibt´s auch recht groß und mit Trägern o. kurzen Armen. Wegen wundschmerzen nach OP kann ich nix negatives berichten. Mila war noch den halben Tag sehr schläfrig, zeigte aber keinerlei schmerzhaftes Verhalten. Und wegen der vielen Berichte über schreckliche Kastrationen würde ich mir nicht so viele Gedanken machen. Die Leute stellen nun mal lieber spektakuläre Stories ins Netz als unproblematisch verlaufene Eingriffe. Ich meine, wer denkt schon:" hey, die OP meiner Hündin war so klasse und entspannt, darüber schreib ich was im Internet!" Wohl eher nicht,oder? Also halt die Ohren steif und alles Gute!!!
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #14
Ich habe Cindy Damals mit 2 Jahren kastrieren lassen.

Die OP selbst verlief gut und komplikationslos und das obwohl sie Narkosemittel an sich schlecht vertrug.

Am Tag der Kastra mußte ich sie die Treppen rauf und runter tragen (so wie auf dem von dir verlinktem Bild isses ok).

Ab dem nächsten Tag ging sie wieder selbstständig rauf und runter allerdings wesentlich langsam und bedächtiger.

Die ersten vier Tage war sie noch etwas schlaff und schlief viel, kurze Spaziergänge waren aber nicht nur möglich sondern auch nötig damit der Kreislauf wieder stabil und die Muskulatur nicht schlaff wurde.

Ab dem 5 Tag war sie fast schon wieder die Alte nur das alles noch etwas langsamer ging.

Sie hatte keinen Trichter und ging auch nicht an die Wunde. Einzigst ein Pflaster verdeckte selbige auch draussen. Es kam kein Dreck ran trotz Schnee und Matsch (es war Dezember)

Sie erhielt für 5 Tage nach der OP noch AB Tabletten.

Nach 10 Tagen Schonung kamen die Fäden raus und ab da durfte sie wieder ganz normal laufen und rennen.

Leider wurde sie im Alter undicht was auf die Kastration zurückzuführen war. Tabletten halfen leider nicht aber eine OP wollte ich ihr mit 11 Jahren dann auch nicht mehr zumuten und so lebten wir damit.

Alles in allem war die Kastration unkompliziert. Sie veränderte sich auch nach der Kastra im Wesen nicht.

Achja, der von dir genannte Preis liegt im Normbereich! Ich habe Damals knapp 500 DM bezahlt, allerdings war da HD röntgen mit drin.
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #15
Hallo,

ich habe meine Hündin gestern kastrieren lassen. Ich habe es machen lassen, weil ich mit ihr nicht züchten will und auch nicht kann (Zuchtausschließender Fehler) und weil sie eine schwere Scheinschwangerschaft hinter sich hatte. Und um das Krebsrisiko zu mindern. Nach der OP rief mich die Tierärztin an um mir zu erzählen, dass alles gut verlaufen ist. Bei meiner Hündin musste man auch die Gebärmutter herausnehmen, weil Knoten an der Gebärmutterwand waren. Knoten waren auch an den Eierstöcken.
Was das für Veränderungen waren konnte sie nicht sagen, das hätte man erst untersuchen lassen müssen.
Aber ich bin froh, dass wir sie Kastriert haben. Wenn wir es nicht gemacht hätten dann hätte man wohlmöglich viel zu spät herausgefunden dass vielleicht ein Tumor in ihr gewachsen wäre, falls es ein Tumor gewesen ist. Sie ist zwar erst 14 Monate alt aber selbst in dem frühen Alter treten Tumore auf.
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #16
...

Ja, klar werden sehr wenige Berichte geschrieben, die einen 'langweiligen' guten Verlauf hatten. Und wenn man sich keine Sorgen um seinen Hund machen braucht, werden natürlich auch keine Fragen gestellt...
*seufz* ...aber dennoch habe ich meine Bedenken, weil ich ja auch direkt ein paar Leute angesprochen habe und dabei dann eben wieder zu hören bekam, wie schrecklich es deren Hunden nach der Kastration ging... Der eine hatte z.B. länger als eine Woche schlimme Schmerzen und eine andere bekam noch Fieber und ach...
Ich will doch nicht, dass meine Tiere so schlimme Schmerzen und dann noch über einen für mich recht langen Zeitraum haben... :( Und 1-2 Wochen, wo der Hund sich nur mit Schmerzen mal kurz bewegen mag - dass tut mir schon jetzt in der Seele weh... Auch wenn ich weiß, dass es dann noch 2-4 Wochen wieder besser ist... Aber *seufz* ... :(
Von daher beruhigt mich wieder jede Bericht, wo es nicht ganz so schlimm für die Hündin war... -> Riesiges DANKESCHÖN dafür!
*argh* ...aber vermutlich wird bei meinen beiden wieder alles ganz anders werden.

Noch 10 Tage bis zun OP's...

Wie ist das falls Tacka bis dahin doch noch läufig wird? Kann auch eine läufige Hündin kastriert werden oder ist davon in jedem Falle abzuraten?

Frau 'verwöhnte' Pepsi schläft ja bei mir mit im Bettchen. ...für die Zeit nach der Kastra wäre es am ratsamsten, wenn ich mit der Madratze auf den Fußboden ziehe oder? Also falls sie mal zum trinken aufstehen möchte...

Trinken ist nach der Kastration wichtig für die Hündin oder sollte man darauf achten, dass auch hier nicht unmengen von Wasser vor/nach der direkten OP getrunken werden?
Beim Futter war das 12 Stunden vorher und 12 Stunden nachher nichts, oder habe ich das grade falsch in Erinnerung??? Gelten die Zeiten 12 Stunden vor der Narkose und dann 12 Stunden 'danach' oder eher 12 Stunden nachdem der Hund wieder wach ist? Oder waren das nur 6 Stunden?
Und wie ist es mit der Bewegung? Einen Tag vor der OP am besten noch einen schönen langen, normalen Spaziergang und am Morgen vor der OP nur eine ganz kleine Runde, oder?!

Wie ist das beim Transport nach der OP? Sollte der Hund da am besten so viel Platz haben, dass er auch auf der Seite liegen kann oder rollt sich der Hund auch mehr oder weniger ein? *grübel* Die Wunde sitzt ja beim Bauchraum und ich kann mir vorstellen, dass der Hund die Haut an der Stelle am liebsten gar nicht bewegen mag...

Ja, ja... ich weiß - ich kann auch meinen Tierarzt fragen... Aber im Moment bin ich so ungeduldig und will meinen Tierarzt nicht wegen allen möglichen Kleinigkeiten nerven. ...

Einen zweiten Trichter habe ich nun gestern von einer Freundin noch ausgeliehen. Ich werde schauen, wie die Hunde dieses Mal damit zurecht kommen. Bei der Jüngeren ist mir während der Nacht ein T-Shirt/Body wohl doch etwas zu unsicher. Aber vielleicht dann in der Nacht der Trichter, bei Spaziergängen ein T-Shirt/Body und sonst unter Aufsicht nichts dergleichen.
Ja, ich denke hier grade etwas lauter... *poing*

Oh, ich freue mich schon so auf 'in 3 Wochen', wo mit Glück die Fäden draußen sind und alles wieder soweit in Ordnung ist...
Wenn nur erst mal die OPs und die 3 Tage danach rum wären... *seufz*

Ganz lieben Dank auf jeden Fall, dass ich euch hier mit Fragen und Sorgen und Gedanken so zumüllen kann und dann noch so tolle und informative Antworten bekomme! :)

Daheim sind inzwischen schon alle genervt und sehen das alles auch nicht so dramatisch...
Aber ich mag einfach lieber eine Info zu viel als zu wenig haben und ein Risiko mehr ausschließen als eines unnötig einzugehen.

So denn bis zum 19ten geht hier alles auf jeden Fall noch seinen normalen Lauf und damit natürlich auch heute Nachmittag zum Agility mit beiden und ich darf dort erst mal alle mit Fragen bombardieren. :D
~§~
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #17
meine hündin wurde ohne probleme kastriert :D
also eher ´langweilig´
als wir sie abholten war sie noch ganz benommen und hat sich gefreut konnte aber kaum die augen offen halten
ich nham sie dann auf den arm und die wurde in eine transportkiste ohne deckel(also nur die wanne) gelegt ,die war gepolstert mit vieeelen handtüchern.bei der rückfahrt jhatte ich wann samt hund auf dem schoß, die kleine lag auf der seite und verfolgte das geschehen ein bisschen.
zuhause angekommen wurde sie auf ihren platz auf dem auch handtücher lagen gelegt, dort schlief sie erstmal ihren rausch aus.
am nachmittag stand sie dann schon wieder(etwas wackelig) auf den beinen,schmerzen hatte sie kaum zumindest sah man ihr nichts an:eusa_eh:

drücke für deine kastras auch viel glück

und zum schutz evtl. so ne art hunde mantel der auch über den bauch geht
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #18
Ja die Kosten sind okay. Wie groß sind denn die Beiden? Meine TÄ nimmt bei einer Hündin von 30cm Schulterhöhe glaub ich 350 - 400irgendwas, je nachdem welche Narkose angewendet wird
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #19
...

Danke für den 'langweiligen' Bericht, dackelchen! Tut gut zu lesen und nimmt ein wenig die Sorgen, was alles passieren könnte...

--
@Emblazoned
Die beiden sind 38 cm/9kg und 46cm/13kg. Also beides so klein bis mittelgroße Mischlingshündinnen.

Wobei mir die Kosten recht egal sind, solange es beide gut überstehen.
Grade was meinen 'Risikopatienten' betrifft mache ich mir viel zu viele Sorgen... *seufz*

--
Noch mal ein paar unbeantwort gebliebende Fragen:

- Wie ist das, wenn Tacka (die jüngere) kurz vor der OP nun doch noch läufig werden würde? Ist dann von Kastrationen generell abzuraten? Wenn ja - wo würden genau die Gefahren bestehen?

- Nachdem die Fäden gezogen sind - Wie lange sollte man da am besten noch warten, bis der Hund wieder wild rumtoben/springen darf oder auch nur vom Bett (ca. 40 cm hoch) vorsichtig rauf-/runterspringen darf.

- Wie war das noch mal mit dem Füttern vor und nach der OP? 12 Stunden vorher nichts mehr und auch 12 Stunden nach dem 'Erwachen' kein Futter? Und dann die erste Mahlzeit eher gering? Oder wie füttere ich da am besten?
Und wie ist das mit dem Trinken? Dürfte der Hund vor der OP/Narkose noch etwas trinken? ...und kann der Hund direkt nach der OP so viel Wasser schlappern wie er mag?

- Ab welchem Tag wäre es theoretisch möglich die zwei mal schnell mit Kragen/Body für ne 10-30 Minuten alleine zu lassen? Ich will die zwei zwar die ersten 3-4 Wochen nicht unbeaufsichtigt haben, aber vielleicht kommt ja doch etwas dazwischen...
Die ersten 3 Tage oder lieber 5 Tage oder ist sind es nur die ersten Stunden nach der OP, wo irgendwas 'passieren' könnte?

Hilfe, ich male mir doch schon wieder die schlimmsten Möglichkeiten aus. *argh* ...
~§~
 
  • Kastrationsfragen Hündin(nen) Beitrag #20
Hallo zusammen,

mir kommen die Kosten ziemlich niedrig vor. Hat Dein TA wirklich einen gescheit ausgestattetetn OP und ein gutes Narkosegerät? Wie wird der Hund während der Narkose überwacht? Wird der Hund währed der OP intubiert und beatmet?

Unser TA hat ein Narkosegerät, dass auch in der Kinder-Kardiologie eingesetzt wird. Die Hunde hängen während der kompletten OP am EKG und die Sauerstoffsättigung wird permanent überwacht. Da sie zudem während der kompletten Narkose beatmet werden, konnten wir auch schon Hunde mit wirklich schlimmen Herzfehlern problemlos operieren lassen. Wir hatten sogar eine 14jährige Hündin im TH, die mit diesen Geräten eine riesen Tumor-OP super weggesteckt hat.

Die Hunde sind nachdem das Narkosegas (Isoflouran) abgedreht wird binnen weniger Minuten wieder bei Bewußtsein. Es ist wichtig, dass sie einmal kurz ganz wach werden, damit der Kreislauf in die Gänge kommt. Anschließend schlafen sie dann meistens nochmal eine Zeitlang ihren "Rausch" aus.

Erkundige Dich auch danach, ob bei der Kastra wirklich dieGebährmutter mit rausgenommen wird. Es gibt immer noch einige TÄ, die nur die Eierstöcke rausnehmen (geht schneller, ist meist auch günstiger). So können sich trotzdem noch Gebährmutterentzündungen entwickeln.

Mit Narkosen, die durch eine zweite Spritze wieder aufgehoben werden, haben wir im TH eher schlechte Erfahrungen gemacht. Das achen meist nur TÄ, die sonst keine gescheite Narkosetechnik haben. Viele Tiere verpacken diese Narkose ziemlich schlecht und haben massive Kreislaufprobleme danach.

Ob du nen Kragen nimmst oder nicht, hängt sicher ganz davon ab, ob und wie dein Hund damit klarkommt, wie groß dein Hund (und damit auch der benötigte Kragen) ist und wieviel du in den fraglichen zwei Wochen da bist. Je nach Hund und Situation kann sogar ein gut sitzender Maulkorb schonender sein. Bei meiner Hündin hat ein alter Badeanzug von mr super gepasst.

Mit Kleidungaber vorsicht! Ich kenne einen Hund, der zwei Tage nach einer Bauch-OP sofort wieder aufgemacht werden musste, da er sein T-Shirt komplett aufgefressen hatte.

Zum Verhalten nach der OP: Versuche am besten Schmerzmittel zu vermeiden. Die Hunde fühlen sich dann fit und übernehmen sich. ES ist besser, wenn sie es langsam angehen lassen. Fäden ziehen kann man mit halbwegs geschickten Fingern auch ganz gut selbst machen. Am besten mit Pinzette und Skalpell. Da sich aber sinnigerweise ein TA nochmal die Naht ansehen sollte, kann man es auch gleich da machen lassen.

Drücke Dir auf jeden Fall die Daumen, dass alles klar geht!
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

12 Stunden vorher nichts essen. Erste mahlzeit nach der OP am besten nur ne kleine Menge. Trinken dürfen sie meist bis zwei Stunden vor der OP. Nach der OP, sobald sie wieder richtig wach sind. Da sie aber normalerweise während der Narkose eine Infusion bekommen, haben die meisten auch keinen großen Durst. Trotzdem erstmal nur ne kleine Menge und dann ein paar Minuten warten, ob es drin bleibt, bevor es mehr gibt. Die ersten 3-5 Tage nach der OP, sollte sichergestellt sein, dass sie nicht (auch nicht gegenseitig) Doktor spielen und Fäden ziehen. Danach passiert bei einer guten Naht auch dann nichts, wenn sich mal ein Hund einen Faden zieht - sollte man natürlich trotzdem vermeiden. Ne gescheite Naht hält kleinere Sprünge (aufs und vom Bett) eigentlich vom ersten Tag an aus. Die Hunde sollten natürlich nicht wie wild toben. Mit Kragen/Mauli/Verband/T-Shirt kann man die Hunde kurze Zeit allein lassen, sobald man sich sicher ist, dass die getroffene "anti-Leck"-Methode wirkt.

Ach ja: Solten deine Hunde nach dem Eingriff extrem leiden, weinen oder so, überprüf erstmal dein eigenes Verhalten. Eine Freundin hat ihren Hund nach einer OP keine Sekunden aus den Augen gelassen, ist immer direkt aufgesprungen, um ihm beim aufstehen, hinlegen und was nicht allem "zu helfen". Der Hund war dermaßen verunsichert durch ihr Verhalten und ihre Sorgen, dass er fast nur noch gelegen und geweint hat. Der TA hat ihm dann mal einen "Männertag" mit Herrchen verordnet und meiner Freundin empfohlen, wieder arbeiten zu gehen. War ne absolute Blitzheilung für den Hund! ;) (Und nen Aha-ERlebnis für meine Freundin)
 
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