Hallo Rosi,
noch eine Sache, die wir im Blumenladen jedem Tierbesitzer, der uns um Rat gefragt hat, noch mitgegeben haben:
- oftmals ist es nicht einmal die Pflanze, die giftig ist, sondern die Pestizide und Düngemittel, die bei der Zucht von Zimmerpflanzen eingesetzt werden und sich im Pflanzsubstrat an- oder auf Blättern und Stielen ablagern. Keiner weiß genau, in welchem Land die Pflanzen gezogen wurden und welche Chemikalien hier zum Einsatz kommen dürfen.
Daher ist es wichtig:
- neu erworbene Pflanzen mehrfach zu duschen (ab in die Wanne oder Dusche und zwei bis drei Mal abbrausen), darauf zu achten, daß das Duschwasser ordentlich abläuft und die Pflanze sauber abtrocknet und der tierische Mitbewohner nicht das Brausewasser zu seiner "Erfrischung" schlabbert,
- anschließend ggf. die oberste Schicht Erde gegen neues Substrat auszutauschen
und
- in den ersten Wochen darauf zu achten, daß kein Gießwasser im Untersetzer verbleibt, in dem sich aus der Erde gelöste Pestizide und Düngemittel befinden können, in die das vierbeinige Familienmitglied eventuell sein Mäulchen hängen könnte...
Solltest Du länger in Deinem Besitz befindliche Zimmerpflanzen noch nie abgeduscht haben, kann auch hier ein einmaliges Abbrausen nicht falsch sein.
Und sollte Dir die Gesundheit von Pflanze und Haustier am Herzen liegen, solltest Du die Verwendung von Düngestäbchen dem Flüssigdünger vorziehen und in Düngephasen immer im Übertopf / Untersetzer verbliebenes Gießwasser wegschütten und nicht stehen lassen.
Auf "chemisches Schönheits-Make-Up" (Blattglanz und Co.) aus der Dose (Pumpflasche) solltest Du nach Möglichkeit verzichten und große, stumpf wirkende Blätter auf der Oberseite (aber bitte nur oben) lieber mit einem Lappen mit einem Schluck Bier abwischen - glänzt genauso schön, "macht aber nicht tot", wenn doch mal was im Magen Deines Pfotenfreundes landet.
Ich kann mich noch gut an den sonntäglichen Anruf eines Arztes der Uniklinik erinnern, die eine Patientin hatten, die nach einer Kuschelattacke eines handelsüblichen Stachelfreundes (Kaktus) mit Vergiftungserscheinungen und Lähmungen in die Klinik kam. Der Kaktus war jedoch unbedenklich und Ursache ein ungewollt mit den Stacheln unter die Haut injiziertes Pestizid...
