Anfängerfragen die 1000ste

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  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #1
Lorrencie

Lorrencie

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Hallo,

ja ihr werdet jetzt augenrollen dass ich euch auch ein paar Anfängerfragen stellen möchte, aber seid beruhigt, ich habe mich schon sehr gut informiert und es sind nicht allzuviele.

Ich habe vor mit eine Bartagame (Pogona vitticeps) zuzulegen.
Nun lese ich mich seit ca. einer Woche durch diverse Foren und Internetseiten und trotzdem sind ein paar Fragen offen geblieben.
Ich frage direkt mal drauf los:

1) Das ist wohl eine ziemlich dumme Frage, und eigentlich lernt man das in Biologie, aber irgendwie bin ich mir trotzdem nicht ganz im Klaren darüber:
Wenn eine Bartagame längere Zeit - aus welchen Gründen auch immer - nicht unter den Wärmelampen ihres Terrariums sitzt, kann sie dadurch sterben? Oder wird sie einfach nur unbeweglich? Nein ich habe nicht vor meine Agame irgendwo hin zu setzen und da hocken zu lassen. Es ist eine Frage aus Interesse und wie ich finde ist sie auch recht wichtig.

2) Ich wohne in einer kleinen 3-Zimmer Dachwohnung über der meiner Mutter. So stehen also 3 Zimmer zur Auswahl für den Standort des Terrariums.
- Wohnzimmer (mittelruhig, im Winter etwas kühler da dort die Heizung nie an ist (wird durch das andere Zimmer auf einer normalen Raumtemperatur gehalten).
- Schlafzimmer (recht kühl, ständig alle Fenster auf, absolut ruhig)
- Arbeitszimmer (dort halte ich mich die meiste Zeit auf, warm)
Welches denkt ihr wäre am besten für eine Agame?
Ich tendiere zu meinem Arbeitszimmer, da ich sie dort am besten beobachten kann und die Temperatur gerade im Winter dort viel wärmer ist als im Rest der Wohnung.

3) Dient die Rückwand des Terrariums tatsächlich nur als "hübsches Item" oder bewirkt sie irgendetwas spezielles?

4) Wie alt werden Agamen denn? Das habe ich erstaunlicher Weise nirgendwo eindeutig gefunden.

5) Kann es einer Agame zu heiß werden? Was ist "zu heiß"? Kann man sie ohne Bedenken so stellen, dass die Sonne daraufscheint?

6) Ich habe gelesen Agamen trinken nicht aus Behältern. Stimmt das so? Angeblich lecken sie nur Feuchtigkeit von Blättern. Klingt unsinnig.
Ich gehe davon aus sie trinken doch aus Behältern.

7) Viele Züchter werben damit dass ihre Jungtiere "handzahm" sind. Sind Agamen das nicht nur bei Leuten die sie kennen? Oder leben sie nach dem Motto "Hand is Hand"?

8) Stimmt es dass das Augenschließen bei Agamen bedeutet dass sie etwas überhaupt nicht mögen?

9) Gibt es verbreitete Unterschiede im Verhalten bei Männchen und Weibchen? Ich meine nicht untereinander sondern zum Menschen.

10) Ich blicke bei den ganzen Lampen im Terrarium nicht ganz durch.
Sind das alles spezial Terrariumleuchten? Oder ganz normale Lampen?
Man brauch eine Wärmelampe die dem Sonnenlicht möglichst ähnlich ist, eine eher helle Lampe für die Beleuchtung und eine Lampe die UV-Licht durchlässt?
Ich habe mal Rechnungen über die Stromkosten zusammengesucht. Kommt man bei einem 150*80*80 (LBH) Terrarium mit 30-45€ pro Jahr hin?

11) Wenn ich eine handzahme Agame auf die Hand nehme, die mich schon sehr lange kennt, würde sie versuchen wegzulaufen sobald ich sie nicht festhalte? Komische Frage.

Nun das waren doch ein paar Fragen mehr als ich anfangs gedacht hatte.

12) Oh achja, wenn ich meiner Agame mal ein wenig tierische Nahrung geben möchte, nehmen wir nun zum Beispiel so eine mittelgroße Grille. Wie viele von diesen Grillen soll ich dann ins Terrarium tun? Eine, zwei oder noch mehr?
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #2
Hallo,

puuh, immerhin mal etwas anspruchsvollere Anfängerfragen, ist doch schon was :mrgreen: Alsoo...

1) Das ist eine gute Frage. Prinzipiell ist es so, dass die Tiere je kühler es wird ihren Stoffwechsel herunterfahren. Schließlich kommen sie ja auch locker durch eine monatelange Winterruhe bei niedrigen Temperaturen. Das funktioniert so, dass ohne Wärme der Stoffwechsel heruntergefahren wird, es wird nichts mehr verbrannt, folglich muss auch nicht mehr gefressen werden. Wenn sie aber jetzt irgendwo dazwischen bei "mittelmäßigen" Temperaturen herumdümpelt, wirds gefährlich, also wenn sie nicht die punktuell hohen Temperaturen aufsuchen kann, wirds grundsätzlich schonmal problematisch. Es wird nichts mehr verdaut, aufgrund gewisser noch vorhandener Temperaturen aber immernoch abgebaut. Die Folgen sind klar.

2) Auch eine gute Frage. Prinzipiell spielt die Temperatur weniger eine Rolle, die Lampen heizen das Terrarium (und den Raum) ohnehin auf, die andere Frage ist aber eher, wie du deine Winterruhe durchzuführen gedenkst. Da gibts nämlich zwei Möglichkeiten, direkt im Terrarium oder aber außerhalb in einer kleinen Box / Ausweichterrarium, falls der Raum, in dem das Terrarium steht, nicht kalt genug werden kann. Das heißt, darüber solltest du dir in erster Linie Gedanken machen, ich habe in meinem Wohn- und Schlafgemach einen Winter bei 15°C durchgemacht, einmal und nie wieder :mrgreen: Das heißt, es ist natürlich von Vorteil, wenn du den Raum unabhängig von dir belüften oder beheizen kannst oder aber du findest ein Fleckchen, wo du das Tier außerhalb des Terrariums unterbringen kannst, und entsprechende Temperaturen erreicht werden.

3) Die Rückwand dient in erster Linie als erweiterte Kletterfläche. So können die Tiere auch die Höhe des Terrariums besser nutzen und bekommen zusätzliche Höhen und Flächen, die erklommen werden können. Viele sagen, Rückwände nehmen ein paar cm der Grundfläche weg, stimmt soweit, ja. Aber dafür erhöhen sie - wenn sie entsprechend "nützlich" gebaut sind - die Nutzfläche um ein Großes. Ein weiterer Punkt ist, dass durch die Rückwand die Tiere nicht nur in der Horizontale ihre Temperaturpunkte aufsuchen können, sondern durch die Höhe ganz andere möglichkeiten haben, an Temperaturen zu kommen und glaub mir, ist die RÜckwand gut strukturiert wird sie auf jeden Fall genutzt. Und als kleines Bonbon schaut sie meist auch noch hübsch aus ;)

4) Bei guter Pflege werden Pogona vitticeps über 10 Jahre alt.

5) Das Terrarium sollte so strukturiert werden, auch mit Wärmepunkten usw., dass das Tier verschiedene Temperaturzonen aufsuchen kann. Insbesondere die 50°C-Sonnenplätze oder so sind ja eher punktuell, das heißt das Tier geht dorthin zum aufwärmen und zieht sich dann auch wieder entsprechend in kühlere Zonen zurück. Wenn die Sonne draufscheint, kann das durchaus überhitzen, das würde ich gut im Auge behalten und notfalls dann entsprechend Strahler abschalten oder Türen aufstellen. Also ich denke ohne Sonneneinfall ist das auf jeden Fall konstanter und einfacher zu handhaben. Kühle Rückzugszonen müssen immer vorhanden sein.

6) Eine gesunde Agame trinkt in der Regel nicht und muss auch nicht, zu keinem Zeitpunkt, gebadet werden. Auch wenn oftmals Gegenteiliges behauptet wird, ist das eher schädlich als alles andere. Tatsächlich nehmen die Tiere ihre Flüssigkeit in der Regel durch Insekten & Grünfutter auf und lecken allerhöchstens noch am Sprüh"regen".

7) Bartagamen rennen nicht so schnell weg, wenn man das unter handzahm versteht. Auf jeden Fall sind Bartagamen keine Streicheltiere und sollte keinen Freilauf bekommen, handling ist nach wie vor Stress. Aber ja, sie erkennen mit der Zeit ihren "Futtergeber" oder die Pinzette, je nach dem wie du sie fütterst, und rennen dann wie verrückt an der Scheibe herum oder hüpfen auch mal todesmutig entgegen, wenns Futter gibt. Zumindest ist das bei den meisten Tieren so, wie überall sind die Charaktere natürlich verschieden und so gibt es sicherlich auch welche, die sich eher zurückziehen.

8) Jap, Augenzeichen ist ein Anzeichen für extremen Stress, so nach dem Motto: "Wenn ich dich nicht seh, siehst du mich auch nicht".

9) Nicht dass ich wüsste. Falls es aber darum geht zu entscheiden, welches Geschlecht du halten möchtest, würde ich dir zu einem Männchen raten, da Weibchen auch alleine gelegentlich Wachseier legen können und du somit bei einem Weibchen dennoch alles für die Eiablage tun müsstest oder ggf. mit einer Legenot zu kämpfen hast. Von daher finde ich persönlich Männchen einfacher, wenn man das so bezeichnen kann.

10) Kommt drauf an, was du für deinen Strom zahlst. Aber mit 30€ im Jahr wirds verdammt eng! Die wenigsten Lampen sind Terrarienleuchten, das was im Zoohandel unter Terrarienleuchten verkauft wird, ist für Bartagamen meist recht unbrauchbar. Außer der Lucky Reptile Bright Sun UV (70W), die ich dir als UV-Strahler empfehlen würde, da sie ziemlich effizient ist und noch viel Helligkeit mit reinbringt. Außerdem brauchst du 1-2 HQI-Strahler (70W), somit bist du insgesamt schonmal bei 140-210W, alleine für die Grundbeleuchtung. Und die Anschaffungskosten, besonders für die Bright Sun sind auch nicht zu verachten. Dann Temperaturen messen und wo du noch ein paar Grad Wärmer brauchst, kannst du gewöhnliche Spots aus dem Baumarkt oder diese Halogenspots benutzen, das kommt dann auch nochmal dazu. Da kommst du dann je nach Anbieter im Monat schon auf 10-15€. Terraristik allgemein ist schon teuer, Bartagamenhaltung sowieso.

Zur Erklärung dürfte das hier noch interessant für dich sein:

11) Die Viecher haben ihren eigenen Kopf, das kommt wirklich drauf an. Wenn du sie direkt festhältst wird sie vermutlich anfangen rumzuzappeln, wenn du sie nur so auf die Hand setzt kann es vorkommen, dass sie sitzen bleibt oder runterhüpft oder versucht dir den Ärmel hochzukrabbeln. Wie gesagt ist Handling an sich für Bartagamen dennoch Stress, auch wenn sie Robuster als die meisten Reptilien sind ist es Empfehlenswert, sie als reine Beobachtungstiere zu sehen und auch dementsprechend zu handeln.

12) In der Regel füttert man bei Jungtieren hauptsächlich Insekten und fängt an, an Grünfutter zu gewöhnen (achja: Kein Obst! Grünfutter sind Wiesenkräuter a la Löwenzahn, Vogelmiere, etc oder Karotten und -kraut, Brombeerblätter, Kresse, Petersilie, ... Ein Garten oder eine unbelastete WIese in der Nähe sollte also schon sein), bei Adulten Tieren füttert man in der Regel so 20% tierisch, sagt man als Richtlinie. Aber auch das sollte abwechlsungsreich sein, also neben Grillen gibts die breite Palette, Heuschrecken, Schaben, im Sommer Wiesenplankton, usw. Wie viele du davon fütterst, dafür bekommst du mit der Zeit ein Gespür. Pauschal lässt sich so etwas nicht sagen, wenn ein Tier übelst unterernährt aussieht geb ich mehr als wenn dem bald der Bauch platzt und auch so, das kriegste mit der Zeit raus. Da ja meist Grünfutter mit angeboten wird oder zumindest an einigen Tagen zur freien Verfügung steht, musst dus mit der Insektenfütterung auch nicht übertreiben. Ah und bevor ichs vergesse, Insekten aus dem Handel z.B. solltest du vorher mit entsprechendem Grünfutter aufwerten, denn die sind meist leere Hüllen, was Nährstoffe betrifft.

Soo, ich hoffe ich habe deine Fragen soweit beantwortet, wenn noch was Offen ist, ruhig fragen, wir beißen nicht ;)

Liebe Grüße
Patricia
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #3
Zur zwölften frage muss ich noch was sagen:
Du musst aufpassen das sich die Bartagamen nicht an Insekten überfressen. Sie fressen sie nähmlich auf Vorrat und haben kein Sätigungsgefühl bei denen. Bei Grünfutter wissen sie schon wie viel sie fressen muss

MfG LuckyBarti
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #4
Hallo,
also meine Barti überfrisst sicht nicht.Sie bekommt Heimchen,Würmer ,Grünes und Trockenfutter.
Ob sie trinkt hab ich noch nicht so beobachtet,aber er hat eine grosse Wasserschale stehen in der er sehr gerne badet,vorallen wenn eine Häutung ansteht.
Ich würde auf alle fälle nicht auf ein Wasserbecken verzichten.
Alles andere wurde hier ja schon geschrieben.
Gruß Yvi
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #5
Was für ein Trockenfutter?
krabbeln etwa immer insekten im terrarium?
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #6
@yvi75: Also das Trockenfutter kannst du wirklich getrost weglassen, ich trau dem Zeug nicht übern Weg und find es eigentlich total überflüssig. Nuja, und Insekten etwas abwechslungsreicher könnts schon sein, sind das Mehlwürmer? Wenn ja, auch weglassen und auf nahrhaftere Insekten zurückgreifen.

@Lorrencie: Das mit der Schale stimmt, also trotz allem sollte eine Wasserschale, nicht zuletzt für das Klima im Terrarium vorhanden sein. Aber wenn du dein Tier dort nie siehst, brauchst dir auch keine Gedanken zu machen. Es wäre eher beunruhigend, wenn es jeden Tag baden und trinken würde.
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #7
@Patricia
Es sind keine Mehlwürmer.Er bekommt Zophobas,normale Heimchen ab und zu mal ne Heuschrecke und Fliegen mag er sehr gern und das Trockenfutter frisst er sehr gerne,warum soll ich das dann weglassen?
Ich hab meinen Herrn Nilson nun schon seit 2 Jahren,hatte eigentlich 2 Bartis,es stellte sich raus das es 2 Männchen waren und leider vertrugen sie sich nicht,also hab ich eine abgeben.Zwecks Platzmangel,hab bald keinen Platz mehr in der Stube,grrrr.
Na jedenfalls geht es Herrn Nilson sehr gut,grins....
Gruß Yvi
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #8
Danke für eure netten, ausführlichen Antworten.

Wie ist das eigentlich mit Zophobas?
Ich habe gelesen dass man sie vor dem Füttern töten soll weil sie sonst mit ihrem Beißwerkzeug im Magen der Agame Schaden anrichten könnten.

Und mir ist noch eine kleine Frage gekommen:
Über die Winterruhe habe ich schon einiges gelesen. Es heißt zwar die Tiere wären "vitaler" und würden länger leben wenn sie eine Winterruhe halten, aber es sei kein muss sie in eine zu versetzen.
Wie seht ihr das denn?

Und, sollte ich eine Winterruhe machen lassen und dafür ein extra Gefäß nehmen, braucht die Agame dann trotzdem Wasser, Sand, etc, oder gibt sie sich da mit.. nunja, einem mehr oder minder "leeren Kasten" zufrieden?

Irgendwie kommt mir eine Winterruhe bei recht niedrigen Temperaturen seltsam vor, da die Tierchen ja aus der Wüste kommen..?
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #9
Also das ist von Tier zu Tier anders. Manche wollen unbedingt eine Winterruhe und legen sich im winter immer schlafen und sind nicht aktiv und manche brauchen sie nicht unbedingt
Du solltest sie ganz normal im Terrarium lassen und nur 1monat vorher langsam lichtdauer kürzer stellen. Und am Ende Garnicht-1h am Tag. Außerdem sollte die Temperatur herunter gefahren werden (so ca. 20°C glaub ich weis nicht mehr genau also Zimmertemperatur. Wasser brauchen sie immer noch (trinken aber fast nie). Im ersten jahr solltest du keine Winterruhe einlegen weil die jungen tiere das oft nicht überstehen.
Und du solltest vor jeder Winterruhe eine Kotprobe untersuchen lassen.

Zu den Zophados: Du solltest die nicht zu oft mit Zophados füttern da sie sehr fetthalig sind (aber nach Winterruhe sind sie gut zum Fettanbau).
Ich habe eig. bei mehlwürmern gelesen das man den kopf abreisen/töten soll befor man sie verfüttert.

Hoffe konnte helfen^^

MfG LuckyBarti
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #10
Wir haben auch am Anfang die Köpfchen abgemacht,habe dann aber von vielen gehört das man es nicht braucht,seit dem machen wir das auch nicht mehr und Barti lebt immer noch.Denke mal das sollte jeder so halten wie er meint.
Wir füttern auch nicht ständig mit Zophobas,fütter auch die Barti nicht jeden Tag,weil wir festgestellt haben das sie gar nicht jeden Tag Hunger hat.

Du solltest darauf achten das du lebend Tiere die du fütterst und die nicht gefressen werden auch wieder aus dem Terri rausnimmst,da diese deine Bartagame übernacht anfressen können wenn deine Barti schläft.
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #11
Es geht hier zwar um Pogona henrylawsoni, aber ich denke die Winterruhe wie und warum ist dort ganz gut begründet:

Ich würde in jedem Fall eine Winterruhe durchführen, außer natürlich das Tier ist zu schwach, krank oder es gibt sonst einen plausiblen Grund. Die Temperaturen sind zum einen so niedrig angesetzt, weil eben der Stoffwechsel der Tiere aussetzen muss, damit sie nicht weiter abnehmen obwohl sie nicht mehr fressen und zum anderen sind diese Temperaturen nicht nur die "Wintertemperaturen" sondern eben die Tempraturen, die in den Bauten der Tiere vorherrschen.

Mal als Beispiel, meine Trapelus stammen aus Ägypten, dort herrschen im Januar noch über 20°C am Tag, jedoch eine recht starke Nachtabsenkung. Das könnte ich jetzt simulieren, aber da die Tiere ja nicht die Möglichkeit haben, sich in kühlere Gegenden vorzugraben, da bei 10-15cm Schluss ist, muss ich versuchen, die Temperaturen niedriger zu halten bzw. mich an den Temperaturen orientieren, die an ihren Höhlen zur WInterruhe vorherrschen, denn in der Natur würden sie sich dort aufhalten und nicht oben, wo vielleicht ein paar Grad Wärmer ist, es aber nicht für das Überleben der Tiere reicht. Ich hab hier also die Angabe, Trapelus bei 12-16°C, denn das sind die optimalen Temperaturen, um meine Biester durch die Winterruhe zu kriegen.

Das jetzt mal nur als Beispiel, warum die Temperaturen oft niedriger angesetzt sind, als z.B. die Klimatabelle von Australien im Fall der Bartagame. Manchmal liest man bei Pogona von Zimmertemperatur, hier zum Beispiel steht als Angabe 6-10°C:
Ich persönlich würd auf jeden Fall unter 20°C gehen.

Ach und ob die Tiere möchten oder nicht steht für mich völlig außer Frage. Wenn sie sich noch nicht freiwillig verbuddelt haben, wird das Licht runtergefahren und die Biester werden umquartiert, ob sie wollen oder nicht. Schließlich bin ich hier der Wettermacher und die haben sich danach zu richten ;)

@Lorrencie: Keine Sorge, klingt komplizierter als es ist. Für die Winterruhe kannst du theoretisch so Ikea-Plastikboxen nehmen, einige füllen Sand rein, andere nehmen Zewa und dafür mehr Versteckmöglichkeiten, ein paar Korkröhren oder ähnliches rein, ein Wassertöpfchen und ab damit.
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #12
Ich habe gelesen das die Winterruhen bei Pogona Vitteceps nicht so wichtig ist wie bei Pogona henrylawisoni.
Wei nicht ob das stimmt
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #13
Nochmals danke für die Antworten.
Ich suche ja jetzt aktiv nach einer Agame von einem (Hobby)Züchter und wenn ich da auf diverse Kleinanzeiger-Seiten gehe und "Bartagame" eingebe, sehe ich teils seitenweise "verkaufe X-Jahre alte Bartagame(/n) mit Zubehör".

Jedes mal dachte ich mir "die armen Tierchen". Doch langsam macht mich das stutzig... Warum wollen denn so viele Leute ihre Tiere loswerden?
Könnt ihr euch das erklären?
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #14
Viele kaufen überstürzt Tiere und merken später das sie sich nicht mehr um sie kümmern wollen. Außerdem werden Bartagem heutzutage übergezüchtet.

Wohnst du zuvällig im Saarland? Ich habe nämlich 2 Weibchen und ein Männchen gekauft und jetzt sinds doch 2 Männchen darum muss ich leider einen abgeben -.-

MfG LuckyBarti
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #15
Nee ich wohne nahe Stuttgart :D
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #16
mist^^ dann muss ich wohl weiter suchen
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #17
Habe nun entschieden ein Terrarium selbst zu bauen.
Dazu hab ich nochma ein paar kleine Fragen:

- Die besten Pflanzen für ein Wüstenterrarium wären wohl Skkulenten. Gibt es da giftige? Welche würdet ihr mir empfehlen? Oder möchten Agamen überhaupt keine Pflanzen in ihrem Terrarium haben?

- Was haltet ihr denn von diesen Heizsteinen? Find ich irgendwie klasse :mrgreen:
Aber eine Wärmelampe ersetzen die nicht, oder? Sollte man die Wärmelampe über so einen Stein oder lieber nicht? Ist so ein Stein überhaupt sinnvoll? Sind ja nicht gerade billig die Dinger. Um die 25-50€...

- Ich möchte mit OSB-Platten bauen. Was meint ihr wäre die optimale dicke?

- Wie verstaut man am besten die Lampentechnik im Deckel? Mit einem Hohlraum? Oder garnicht? Kann mir das noch nicht so ganz vorstellen.

- Möchten Agamen kleine Höhlen haben? In denen es kühl ist? Oder würden sie da garnicht reingehen?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #18
1. ob sie giftig sind kann ich dir zwar nicht sagen aber sie werden sie Direkt fressen. Es gibt Gooliwog Pflanzen die sehr Gesund für sie sind aber die darf man nicht lange drin lassen bei mir wurde die inerhalb von 2 Tagen bis zu denn Wurzel aufgefressen^^ Ich würde dir Kunztplanzen empfehlen oder Aloa Vera ist nicht giftig aber sie fressen sie auch nicht. Und ab und zu mal Petersillie/Basillikum/Gooliwog oder sonstige Topfpflanzen die sei fressen können reinstellen.

Also heizsteine sind nur unter Lampen sinnvoll weil sie sonst nicht merken das da warm ist wenn da kein licht ist. Ich würde aber nur Heizmatten Nachts oder im Winter benutzen wenn die lampen da nicht ausreichen und du keinen Winterschlaf machst. Also deine Tiere xD. Aber Raumtemperatur ausserhalb reicht ca.22°C um die Temperatur im Terra konstant zu halten

Ich denke so ca. 20mm. ich habe einen Untersatz gebaut und Rollräder drunter montier damit ich das Terra wenn mal nötig verschieben kann dafür hab ich 18mm benutzt

Was für ein Hohlraum und was für lampentechnik? Einfach die Fassungen an die Decke schrauben/kleben und kabel durch decke direkt zur steckdose. Zeitschaltuhr macht man meistens direkt an dei Steckdose dran.

Aber wenn du ein Terra selber bauen willst müssen mind. vorne bei den Türen und an der Dercken Lüftungschlitze sein.

Hoffe konnte helfen ^^

MfG LuckyBarti
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #19
Hallo,

also, inwiefern Sukkulenten giftig sind ist eine gute Frage, aber ich habe bisher nie gehört, dass sie angefressen würden. Genau so wenig wie Aloe vera. Also Sukkulenten kannste eigentlich ruhig reintun, nur halt drauf achten, dass sie nicht gedüngt sind oder wenn doch, lange stehen lassen. Du kannst außerdem Tillandsien (trocken) verwenden oder halt Plastikpflanzen. Kakteen nicht. Und ansonsten, joa, Golliwoog wie schon gesagt wurde kann theoretisch reingestellt werden, muss aber eher feucht gehalten werden also entweder in ne feuchte Ecke oder immer wieder rausholen zum erholen. Sollte auch kein Hauptfutter sein, also trotzdem noch Wiesenkräuter dazu füttern.

Ich finde Heizmatten und -steine komplett sinnlos. Auch im Winter oder nachts reißt das nichts raus, wenn die Temperatur ein bisschen tiefer sinkt, ehe die Lampen wieder anspringen. Das hat zwei Gründe: Zum einen verbinden Agamen Wärme immer mit Licht, das heißt es bringt schonmal gar nichts, Wärme reinzubringen, ohne gleichzeitig Licht zu schaffen. Deshalb sollten auch zuerst HQI + UV installiert werden, denn die bringen ja automatisch Wärme mit und erst danach dann evtl. noch Spots um die Temperaturen anzupassen. Zum zweiten kommt Wärme in der Natur immer von oben. Ein Stein, der von unten warm wird ist zum einen unnatürlich, zum anderen erwärmt er auch den Bodengrund und normalerweise vergraben sich die Tiere, um in kühlere Gegenden zu kommen, das heißt schonmal total verkehrte Welt.

Kühle Höhlen auf jeden Fall und Versteckmöglichkeiten. OSB-Dicke, ja so 18mm.

Wegen den Lampen, einfach Fassungen rein... Ja gut, also die HQI und die Bright Sun brauchen auf jeden Fall Vorschaltgeräte, dh du musst dir überlegen, wo du die unterbringst, damit sich keine Wärme staut. Dann hast du die Möglichkeit, die Kabel an der Decke zu führen und dort einfach die Fassungen in die Decke zu schrauben (bzw. bei den HQI-Strahlern die Einbaudinger fest zu machen), oder einen Lampenkasten zu bauen, sprich das eigentliche Terrarium oben mit Gaze oder Gitter versehen und darüber noch ein Kasten, in dem die Technik untergebracht wird, natürlich so, dass du auch dran kommst zum Birnen wechseln, etc. Das bleibt ganz dir überlassen, so ein Lampenkasten ist in erster Linie bei Geckos usw sinnvoll, die halt einfach an die Lampen dran gelangen können, bei Bartagamen weniger. Es sieht aber schöner aus, wenn die eigentlichen Lampen nicht zu sehen sind. Das ist letztendlich deine Entscheidung.

Und wegen der Zeitschaltuhr, kommt drauf an wie du die Beleuchtung schaltest. Ob du z.B. zu späterer Stunde die Wärmespots ausschaltest und nur noch das Licht anbehältst, damit das Terrarium natürlich zu den Abendstunden abkühlt, das wäre eigentlich schon sinnvoll, denke ich. Evtl dann halt Steckleiste und zwei Zeitschaltuhren dran oder so, eine für die HQI und eine für Wärmespots + Bright Sun, die dann z.B. nur 8 Stunden am Tag brennen oder so.

Ich hab z.B. die Fassungen direkt in der Decke und die Vorschaltgeräte unter dem Terrarium (das steht auf Sockeln etwa 30cm vom Boden weg) auf so ein komisches Kuchenblech, damit der Boden nicht zu heiß wird *lol* Idee von meinem Vater.

Liebe Grüße
Patricia
 
  • Anfängerfragen die 1000ste Beitrag #20
hallo euch,
also ich hab mir jetzt nicht alles durchgelesen aber immer wieder ist mir die bezeichnung "sukkulente" aufgefallen.

also um das ganz kurz zu klären:
sukkulente ist keine artbezeichnung oder keine bezeichnung aus der systematik sondern bezeichnet NUR pflanzen die viel flüssigkeit speichern. zu den sukkulenten gehören maaaaaaaaaaaaassig viele pflanzenarten wie zb. ein paar der wolfsmilchgewächse oder auch ein nachtschattengewächs aber auch maaaaaaaaaassig viele, natürlich, kakteengewächse.

also zu sagen, dass man getrost sukkulenten ins terrarium setzen kann ist dann natürlich gefährlich. ich nehme mal an, dass ihr für den extremen trockenraum typische sukkulenten a la kakteengewächse meint und ja, es gibt nen haufen giftige kakteengewächse, die sogar auch für den menschen potentiell gefährlich sein können.
zb. einen in südamerika wachsenen bodennahen kaktus dessen saft eine extreme hallozinogene wirkung besitzt.

also mein tipp wäre (ich persönlich würde sowieso niemals pflanzen mit spitzen teilen in ein terrarium setzen) sich über die pflanzen die einem im terrarium gefallen würden, wirklich genauesten zu informieren. das kann sicher auch böse ausgehen wenn man da nicht aufpasst weil sehr viele futtertiere extrem resistent gegen diverse fressschutzmaßnahmen von pflanzen sind, das zb. gift sich dann aber in deren körpern ablagert und dann von euren tieren gefressen wird. böse.

hier ein überraschend guter artikel aus wikipedia zu den sukkulenten:


lg.
 
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