Im Grunde ist ja schon alles gesagt, vielleicht kann ich noch was ergänzen:
- Hunde dürfen keine Sachen mit Vitamin C fressen ( Paprika, Citrusfrüchte) da sie Vitamin selber produzieren
Hunde können tatsächlich selber Vitamin c produzieren (wie die meisten anderen Wirbeltiere, mit Ausnahme von Primaten (also auch dem Menschen), Meerschweinchen und einigen Vögeln und Reptilien).
Zufüttern darf man Vitamin C einem Hund aber dennoch, denn Vitamin C führt in der Regel nicht zu einer Hypervitaminose (wie es z.B. bei Vitamin A vorkommen kann).
Zitrusfrüchte können gefahrlos gegeben werden, allerdings vertragen es einige Hunde aufgrund der Säure schlecht, man sollte es also nicht übertreiben.
In Paprika (vor allem in grünen) ist der giftige Stoff Solanin, der typischerweise in Nachtschattengewächsen (Kartoffeln, Tomaten) vorkommt. Solanin ist auch für Menschen giftig, man sollte seinem Hund keine großen Mengen grüner Paprikas verfüttern, ebenso sind rohe Kartoffelschalen und grüne Tomaten ungeeignet.
- Keine Nüsse - da die meisten Hunde Allergien haben
Über Nüsse gibt es unterschiedliche Ansichten, zum einen werden sie als gesund gepriesen, da sie viel Vitamin B enthalten, zum anderen heißt es manchmal, der Phosphorgehalt in Nüssen wäre ungünstig.
Einige Nüsse wie etwa Mandeln enthalten Bitterstoffe und im Allgemeinen sind Nüsse sehr fetthaltig und damit Kalorienreich.
Ich denke, wenn der Hund mal eine Nuss zu fressen bekommt, dann ist das kein Problem, als tägliches Leckerchen würde ich sie aber eher nicht verwenden.
Das viele Hunde eine Allergie gegen Nüsse hätten, habe ich noch nicht gehört und ich denke nicht, dass dies der Fall ist.
- gegartes Schweinefleisch dürfen Hunde
Das stimmt, auf rohes Fleisch sollte man wegen der Gefahr des Aujetzky-Virus verzichten. Gegartes Schweinfleisch ist unbedenklich enthält aber wenig Nährstoffe und leistet wenig Beitrag zur Ernährung, als Leckerchen ist es aber sicher geeignet (viele verfüttern ja auch die Schweinohren oder Schinkenknochen aus dem Zooladen

)
- Strauchgewächste wie Zuccinie und Tomaten dürfen Hunde nicht
Zucchini dürfen verfüttert werden, Tomaten gehören wie erwähnt zu den Nachtschattengewächsen und sollten wenn dann nur reif verfüttert werden.
- Gemüse und Obst sollte pürriert werden, so kann der Hund es besser aufnehmen.
Jein, es ist fraglich, wieviele Nährstoffe der Hund aus Obst und Gemüse ziehen kann.
Wie Ricalein schon sagte, mag es auch sein, dass der Hund selbst aus pürrierten Pflanzen kaum etwas aufnehmen kann.
Beim Barfen dient ein gewisser Anteil an Pflanzenfasern aber auch dem besseren Transport der Nahrung.
- Barfen ist zwar gesund für Hunde, aber nur wenn es ein "Profi" macht der die ganzen Zusammensetzungen kennt.
Definiere "Profi"

Natürlich sollte man sich damit auseinandersetzen was ein Hund braucht, aber es bedarf keines Barf-Studiums um sich schlau zu machen.
Früher wurde jeder Hund "gebarft", erst seit rund 50 Jahren möchte uns die Industrie weiß machen wir wären nicht selbst in der Lage zu entscheiden, was unsere Hunde brauchen.
Wenn man sich in das Thema gut einließt und einfach anfängt bekommt man schnell ein Gefühl dafür, was der Hund braucht und muss nicht jedes Menü ausrechnen und abwiegen.
- Schokolade/Nutella ist tödlich
In Kakao ist Theobromin enthalten, welches für Hunde (und Katzen) giftig ist. Jedoch macht auch hier die Menge das Gift, es gibt unterschiedliche Angaben, wieviel Theobromin für eine Vergiftung nötig ist. Bei Hunden wird ein Wert von 300mg pro kg Körpergewicht als tödlich angesehen (man findet auch Quellen die von 100mg oder 500mg pro kg ausgehen).
Für einen ca 10 kg schweren Hund können 200 Gramm Bitterschokolade (oder ca 1,5kg Vollmilchschokolade) schon tödlich sein.
schokolade enthält einen giftstoff, der sich über die jahre im hundekörper ansammelt, da er nicht abgebaut oder ausgeschieden werden kann.
Das ist mir nicht bekannt, Theobromin wird normalerweise wieder ausgeschieden und ist nur in zu hohen Dosen gefährlich.
- Den Hund morgens nur eine ganz kleine Portion Futter geben, da Hunde über den Tag hinweg nicht verdauen können und es somit zu einer Magenverdrehung kommen kann
Die Ursachen für Magendrehung sind ungeklärt und es gibt viele Theorien und Gerüchte. Da die Risikofaktoren ungeklärt sind, würde ich auf solche Mutmaßungen über die Fütterungszeiten oder Futtermengen erstmal nichts geben.