Gerücht oder Wahrheit?

Diskutiere Gerücht oder Wahrheit? im Hunde Ernährung Forum im Bereich Hunde Forum; Ne, eigentlich kaum. Unterschiede sind halt, dass der Mensch einen minimal längeren Darm hat und der Hund mehr tierisches Protein braucht. Wobei...
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  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #21
der verdauungstrakt und die verdauungszeit ist zwischen hund und mensch doch total unterschiedlich?!
Ne, eigentlich kaum. Unterschiede sind halt, dass der Mensch einen minimal längeren Darm hat und der Hund mehr tierisches Protein braucht. Wobei beide von Natur aus Omnivoren sind, der Mensch mehr Pflanzenfresser, der Hund mehr Fleischfresser.
Für mehr Details bin ich aber grad nimmer zu haben, sorry. Bin ein bisschen überarbeitet und werd jetzt wohl ins Bett fallen.
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #22
also wie ich das lese sind hunde carnivoren ;)
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #23
also wie ich das lese sind hunde carnivoren ;)
Sie sind und bleiben Omnivoren, kannst in jedem ernährungsphysiologischen Buch, z.B. "Supplemente zur Tierernährung" vom M&H Schaper Verlag, oder Physiobuch, z.B. Breves, nachlesen.

Vergleich doch mal deinen eigenen Magen Darm Trakt mit dem von Hund, Pferd, Schwein und Kuh und dann schau, wem du am ähnlichsten bist.
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #24
in meiner bibel steht er ist ein carnivor ;)
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #25
in meiner bibel steht er ist ein carnivor ;)
Dann ist deine Bibel eine sehr schlechte Bibel. ;) Was isn das für ne "Bibel"?
Fachbuch, geschrieben von jemandem, der mindestens die Anatomie, Physiologie, Chemie und Biochemie studiert hat?

Grad beim Zähneputzen is es mir eingefallen: der Unterschied liegt darin, dass der Mensch ne Ansa sigmoidea hat (dadurch ist der Dickdarm ein bisschen länger) und den Wurmfortsatz am Blinddarm (rudimentär und nutzlos). Den genauen Unterschied in der Verteilung der Magendrüsen weiß ich jetzt nicht auswendig.
Und wie gesagt: vergleiche doch einfach mal deinen Magen Darm Trakt mit dem von Hund, Pferd, Schwein und Kuh. Wenn du mir nicht glaubst, dann vielleicht einschlägigen Fachworten und Bildern dazu.
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #26
hunde sind nur omnivoren wenn sie mit allem gefüttert werden,ansonsten wären sie carnivoren!
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #27
Falls du es noch nicht mitbekommen hast: ich bin kein Barf Gegner. Ich sehe nur beide Seiten der Medaille.
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

hunde sind nur omnivoren wenn sie mit allem gefüttert werden,ansonsten wären sie carnivoren!
Nicht vom Verdauungstrakt her.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #28
Off-Topic
Ich weiß, die Emotionen kochen gerne mal hoch, aber beleidigend muss es nicht werden, ich habe euch mal editiert.


Aber mal zum Thema, Hunde sind Karnivoren.
Ich kann leider auch gar nichts über das von dir angegebenen Buch ( "Supplemente zur Tierernährung" vom M&H Schaper Verlag) finden Apollo, nur das es ein Buch über Futtermitteloptimierung ist.
"Physiologie der Haustiere" von Breves werde ich die nächsten Tage mal aus der UB mitnehmen.

In meinen Augen ist die Aussage, der Hund sei ein echter Omivor jedenfalls nicht glaubwürdig. Omivoren sind Lebewesen, die sich nicht auf bestimmte Nährmittel spezialisiert haben, wie etwa der Mensch.
Omivoren haben keine Prioritäten auf bestimmte Nahrungsquelle, das trifft auf den Wolf (sowie den Hund) jedoch nicht zu, seinen Priorität liegt eindeutig auf Beutetieren.

Hunde und Wölfe gehören einer Art an, sie können sich untereinander paaren und potente Nachkommen Zeugen, zudem können Hunde und Wölfe sich auf sozialer Ebene verstehen und "mögen" sich.
Die Artgleichheit zwischen Hund und Wolf ist durch Kreuzungesexperimente von Dorit Feddersen-Petersen belegt und gilt als gesichert.
Die genetische Differenz beträgt lediglich 0,2% (Wölfstämme untereinander haben bereits Abweichungen von bis zu 0,16%).

Viele seriöse Quellen zählen den Hund zu den Carnivoren, so z.B. auch "Ernährung des Hundes" von Helmut Meyer:
http://www.amazon.de/Ernährung-Hundes-Grundlagen-Fütterungspraxis-Diätetik/dp/3830441517
Dort heißt es:
Wenn auch äußere Gestalt und Erscheinungsbild des Hundes sich gegenüber seinem Stammvater nachhaltig veränderten, so blieben die wesentlichen artbestimmenden, physiologischen Eigenschaften (insbesondere des Verdauungskanals) in der relativ kurzen Spanne seit seiner Domestikation fast unberührt. Der Hund ist also, wie sein Vorfahr, der Wolf, ein Vertreter aus der Ordnung der Karnivoren, ein Fleischfresser.
Das sich Hunde im laufe der Domestikation auch mit anderen Nahrungsquellen als Beutetieren zufrieden gegeben haben stimmt zwar, ist aber nicht damit gleichzusetzen, dass sie diese Komponenten in der Nahrung benötigen würden.
Hunde haben keine auf Kohlenhydraten basierende Verdauung wie der Mensch, die Bedürfnisse von Hund und Mensch lassen sich nicht gleichsetzen, deswegen gilt es auch als nicht zweckmäßig den Hund ausschließlich mit Tischresten zu ernähren (auch wenn unsere Hunde in der Vergangenheit davon auch nicht sofort gestorben sind).

@Debbi: Wenn du dich für das Barfen interessierst würde ich nicht zu sehr auf Drittaussagen hören, frage fünf Leute und du hast fünf Meinungen ;)
Besorge dir ein gutes Buch über das Barfen und mache dich schlau, danach kannst du dich dann immer noch entscheiden.
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #29
...

Aber ist es nicht so, dass man Hunde 'rein theoretisch' auch vegetarisch ernähren könnte im Vergleich zu Katzen, weil Hunde da vom Magen-Darm-Trakt dem Menschen auch sehr ähneln?!

Carnivoren wären für mich nun Tiere, die ohne tierisches Fleisch nicht überleben können. Ein Hund könnte dieses aber, wie man an einem 27jähigen vegan ernährten Hund sehen kann.

Und nein - ich bin nicht für eine vegegarische Ernährung von Hunden, weil Fleisch für mich bei Hunden zu einer ausgewogenen Ernährung dazu gehört. Aber aufgrund dieser These würde ich den Hund/Wolf auch eher als Omnivoren sehen...

Aber gut - ich bin da auch nicht der Profi und lese hier nur grade ganz interessiert mit, um meinen sinnfreien Senf dazugeben zu können. :angel:
~§~
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #30
Ich nehme an, wenn man Hunde vegetarisch/vegan ernähren möchte, dann ginge das nur indem man verarbeitete Pflanzen verfüttern würde.
Gekochtes Getreide für die Kalorien, versetzt mit künstlichen Vitaminen und Nährstoffen.

Ich gehe davon aus, das der Hund bei einer pflanzlichen Rohernährung ohne Zusätze über kurz oder lang an sehr schweren Mangelerkrankungen erkranken würde.

Um nochmal auf den Begriff "Omivor" zurückzukommen: Natürlich nimmt der Wolf auch pflanzliche Nahrungsbestandteile auf (z.B. Beeren und Kräuter), allerdings nur in sehr geringen Mengen.
Pflanzenfasern werden vom Verdauungstrackt durchaus auch zur Ernährung benötigt, können aber nicht in vollem Umfang als Energiequelle genutzt werden.
Die Aufnahme geringer Mengen pflanzlicher Nahrung macht aus einem Hund aber in meinen Augen noch keinen echten Omivor.
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #31
Aber ist es nicht so, dass man Hunde 'rein theoretisch' auch vegetarisch ernähren könnte im Vergleich zu Katzen, weil Hunde da vom Magen-Darm-Trakt dem Menschen auch sehr ähneln?!

Das is es!

Carnivoren wären für mich nun Tiere, die ohne tierisches Fleisch nicht überleben können.

Und das auch!

Omnivor hat nichts mit Präferenz zu tun, sondern mit der Möglichkeit mit anderen Dingen als der Präferenz überleben zu können. Eine Katze bringt man um, wenn man sie nur pflanzlich ernährt, einen Hund nicht. Man hat mal in einem erlegten Wolf im Magen nur Birnen gefunden. Würde ein Carnivor das tun? Wohl kaum.

Ich kann leider auch gar nichts über das von dir angegebenen Buch ( "Supplemente zur Tierernährung" vom M&H Schaper Verlag) finden Apollo, nur das es ein Buch über Futtermitteloptimierung ist.
Supplemente ist DAS Buch der Tierernährung, erstellt in Zusammenarbeit aller deutschsprachigen Universitäten. Für jedes Haustier ist darin die genaue Ernährungsgrundlage aufgelistet und die genauen Angaben wer was wovon wieviel braucht. Gibts übrigens auch in der Bibliothek.
Und so schauts aus: http://www.amazon.de/Supplemente-zu-Vorlesungen-%C3%9Cbungen-Tierern%C3%A4hrung/dp/3794402235/ref=sr_1_1

Und wie gesagt: vergleicht doch einfach mal den Aufbau vom Magen Darmtrakt der einzelnen Tiere.
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #32
danke kompassqualle,ich kann das immer nicht so gut schreiben wie du :)
der hund ist vom verdauungstrakt und auch vom gebiss her eindeutig auf fleisch ausgelegt,ebenso wird speichel erst durch den schlüsselreiz fleisch produziert.für mich ist und bleibt er ein karnivor.

und zu den birnen ebenso zum vegetarischen/veganen sage ich nur,,in der not frisst der teufel fliegen''

will heißen wenn's nichts anderes gibt würde ich das auch fressen :silence:
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #33
der hund ist vom verdauungstrakt und auch vom gebiss her eindeutig auf fleisch ausgelegt,ebenso wird speichel erst durch den schlüsselreiz fleisch produziert.
Dann ist deiner Meinung nach auch der Mensch ein Karnivor. Übrigens wird Speichel schon auf den Schlüsselreiz Rascheln der Leckerlitüte produziert ;)

und zu den birnen ebenso zum vegetarischen/veganen sage ich nur,,in der not frisst der teufel fliegen''
Stimmt schon, aber eine Katze würde das nicht tun, denn sie würde dabei sterben. Ein Hund/Wolf/Mensch kann das überleben.
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #34
weißt du,bleib du bei deiner und ich bei meiner meinung.punkt.
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #35
mir ist egal, ob man hunde als carnivor oder omnivor ansieht, meiner is(s)t jedenjalls absolut omnivor! :lol:

dass man hunden knoblauchkuren wegen parasiten verabreicht, kenne auch ich. und habe "gute" erfahrungen damit gemacht, d.h. kein hund ist gestorben... ;)
auch entwurmungspaste enthält "gift", so wie quasi jede droge in gewissen dosen medizin ist und in gewissen dosen gift... oder nicht???

und das mit den trauben ist mir echt neu... hatte meinem hund immer mal wieder, zeitweise auch viele trauben gefütttert. er bekommt immer viel obst und gemüse, und auch nüsse.
werde das in zukunft wohl unterbinden, vorsicht ist besser als nachsicht!!!
 
  • Gerücht oder Wahrheit? Beitrag #36
So, ich komme nun auch nochmal dazu mich zu äußern, nachdem ich in den letzten Tagen noch ein wenig was dazu gelesen habe. Ich fürchte es wird lang, aber ich hoffe ihr mögt trotzdem noch mitlesen ;)

Und wie gesagt: vergleiche doch einfach mal deinen Magen Darm Trakt mit dem von Hund, Pferd, Schwein und Kuh. Wenn du mir nicht glaubst, dann vielleicht einschlägigen Fachworten und Bildern dazu.
Sie sind und bleiben Omnivoren, kannst in jedem ernährungsphysiologischen Buch, z.B. "Supplemente zur Tierernährung" vom M&H Schaper Verlag, oder Physiobuch, z.B. Breves, nachlesen.
Genau in diese Büchern habe ich nachgeschlagen ;)
"Physiologie der Haustiere" von Breves zählt Hunde ganz klar zu den Karnivoren, dort werden auch die Därme verglichen. Folgende schematische Darstellung habe ich in dem Buch gefunden:

Das Buch zählt den Hund klar zu den Karnivoren und führt als typischen Omnivoren das Schwein auf.

Des weiteren habe ich "Anatomie der Haussäugetiere" zu rate gezogen, dort wird der Hund ebenfalls als Karnivor aufgeführt.
Der Unterschied der Därme ist dort ebenfalls in einem Schema dargestellt:
Hund und Schwein:
[VERSTECK][/VERSTECK]
Rind und Pferd:
[VERSTECK][/VERSTECK]
Der anatomische Unterschied eines karnivoren Tieres wie dem Hund zu einem omnivoren wie dem Schwein wird dadurch klar.



Dann habe ich mir "Supplemente zu Vorlesungen und Übungen in der Tierernährung" vorgenommen.
Allerdings taugt es nicht als Auskunftgeber darüber, welche Ernährung für ein Tier die geeignetste ist. Hier geht es hauptsächlich um Nutztiere und um wirtschaftlich optimierte Fütterung. Vieles war nicht sehr schön zu lesen, ich will es mal etwas näher erläutern:


Im Abschnitt "Allgemeines zur Tierernährung" heißt es da:
Das Tierschutzgesetz fordert vom Tierhalter (...) eine der Tierart und den Bedürfnissen entsprechende Ernährung, ohne das es hierfür eine nähere Definition gibt.
Aus tierärztlicher Sicht verlangt eine der Art entsprechende Ernährung (..) die Sicherung einer normalen körperlichen Entwicklung sowie die Minimierung nutritiv bedingter Risiken für die physische und psychische Gesundheit der Tiere.
Eine artgemäße Ernährung zwingt somit nicht zur Simulation der Ernährungsweise der jeweiligen Spezies unter "natürlichen" Bedingungen (..).
Mit dieser Aussage begründet man dann auch die ständige Fehlernährung von Kühen mit Getreide und (früher) Tiermehl.

So wird auch im Abschnitt über Preise/Kosten angegeben, das der Preis der Fütterung (teures Heu, günstiges "Kraftfutter") "nicht ohne Einfluss auf die Rationsgestalltung in der Rinderfütterung" bleibt. Hier geht es ganz klar um wirtschaftliche Interessen.

Das Buch spricht auch das EU-weite Verbot der Verfütterung von Tiermehlen, nach den BSE-Skandalen an (Kapitel über Tiermehle)
Ich lese dort zwischen den Zeilen ein Bedauern über das Verbot, wenn es heißt "Ob längerfristig eine Lockerung des Verfütterungsverbots zum Tragen kommt bleibt abzuwarten."
..und was wird nun aus den Tiermehlen? Im Buch steht:
"Seit dem Verfütterungsverbot werden sie [die Tiermehle] nur noch bei Spezies, die nicht der Lebensmittelgewinnung dienen, eingesetzt, d.h. bei Fleischfressern und anderen Liebhabertieren".
Über die Risiken der Tiermehle heißt es:
"Grundsätzlich besteht das Risiko einer Rekontamination mit Salmonellen. In Einzelfällen können Rückstände von Schwermetallen (z.B. Blei) und Arzneimittel über die Anteile von Knochen in das Futtermittel gelangen"
...das Beste ist für unsere "Liebhabertiere" also gerade gut genug.

Ich zähle jetzt nicht alles auf, was dort als "geeignet" für die Ernährung von Rindern angesehen wird, es geht aber wirklich nur darum, was billig ist und wirtschaftlich Sinn macht.
Beschrieben wird unter anderem das "Total-Mixed-Ration-Verfahren" bei dem sämtliche Futterkomponenten für Rinder zusammengemischt werden, welches den Vorteil hat, dass "auch ungewöhnliche Futtermittel, die z.B. isoliert schwer zu handhaben oder weniger schmackhaft sind (...) leichter eingesetzt werden [können] als unter konventionellen Bedingungen".
Ich möchte gar nicht so genau wissen, was "ungewöhnlichen Futtermittel" sind, jedenfalls weder Gras, noch Getreide, noch Tiermehl.


Kommen wir aber endlich zu den Hunden und Katzen, welche auch in diesem Buch unter "Fleischfressern" geführt werden, auch wenn es hier über den Hund (korrekterweise) heißt: "Sein Nahrungsspektrum enthielt neben Beutetieren (...) in gewissem Umfang auch immer pflanzliche Bestandteile"

Das Buch empfiehlt für Hunde eine Ration die zu rund 50% aus Getreide besteht und zu 40% aus Fleisch (der Rest sind Rohfasern und Fette).
In dem Buch wird beschrieben, wie die Verdaulichkeit anhand der Kotmenge zu bemessen ist, wer die Kotmenge eines mit Rohfleisch ernährten Hundes mit der eines "Getreide-Hundes" vergleicht, wird schnell feststellen, welches die höhere Verdaulichkeit hat.

Aber auch bei Katzen stellt die Ernährung mit Getreide laut Buch kein Problem dar, wenn auch "Bei Rationen aus Einzelfuttermitteln der Anteil von Getreideprodukten und bindegewebsreichen Futtermitteln in der Regel geringer ist als beim Hund." (überflüssig zu erwähnen das auch die Ernährung von Kaninchen mit Getreide gutgeheißen wird).

Das Buch warnt aber bei Hunden und Katzen auch vor ernährungsbedingtem Durchfall bei "Überschreiten der Kohlenhydrattoleranz". Das man vielleicht an Hunde (und an Katzen erst recht) keine Kohlenhydrate in dem Umfang wie die Futterindustrie es tut verfüttern sollte wird hier natürlich nicht erwähnt, denn wie gesagt ist dies ein Buch über die Wirtschaftlichkeit von Futtermitteln, es geht nicht darum was das Tier natürlicherweise fressen würde, sondern welchen (billigen) Ersatz man dafür finden könnte.

In wirtschaftlichem Interesse sind alle Tiere Omivoren, selbst die Kühe hat man jahrelang dazu gemacht, indem man sie mit Tiermehlen vollgepumpt hat.
Das hier hat überhaupt nichts mit natürlicher, artgerechter Ernährung zu tun!
Es ist schlimm genug, wenn unsere Nutztiere aus wirtschaftlichen Gründen ständig fehlernährt werden, wir sollten es zumindest bei unseren Haustieren besser machen!
Wenn dieses Buch DAS Buch über Tierernährung im veterinärmedizinischen Studium ist, ist es vielleicht kein Wunder, das so viele Tierärzte so schlecht über naturgerechte Ernährung von Heimtieren Bescheid wissen :(

Omnivor hat nichts mit Präferenz zu tun, sondern mit der Möglichkeit mit anderen Dingen als der Präferenz überleben zu können. Eine Katze bringt man um, wenn man sie nur pflanzlich ernährt, einen Hund nicht. Man hat mal in einem erlegten Wolf im Magen nur Birnen gefunden. Würde ein Carnivor das tun? Wohl kaum.
Das man einen Wolf mit Birnen im Magen gefunden hat, ist kein Beweis dafür, dass er ein Omivor ist. Man hat auch schon Menschen gefunden, die kurz vor dem Verhungern ihre eigenen Turnschuhe gegessen haben ;)
In meinen Augen spielt die Präferenz doch eine große Rolle, denn ansonsten müsste man tatsächlich auch Kühe zu den Omivoren zählen, schließlich können sie auch überleben, wenn man sie mit Tiermehl füttert.
 
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