Hallo, auch wenn dieser Thread schon älter ist - er wurde ja sehr oft angeklickt, möchte ich gern einiges hinzufügen.
Vom Themenstart ausgehend: Legehennen = Hybridhühner, brauchen Legehennenfutter. Es ist ein Hochleistungsfutter, welches speziell für Hybridhühner entwickelt wurde. Hybridhühner ihrerseits sind Hühner die auf absolute Hochleistung gezüchtet wurden. Bekommen sie über längere Zeit nicht ihr Spezialfutter, kommt es zu unterschiedlichen Mangelerscheinungen.
Diese Tiere sind dazu verdammt, jeden Tag ein Ei zu legen. Wenn bei derartigen Anforderungen das Futter nicht stimmt, ist es Streß pur für den Organismus. Mit zusätzlichem Futter sollte man bei Hybridhühnern sehr sparsam umgehen, da alles Zusätzliche den Platz für das dringend benötigte Spezialfutter wegnimmt! Man tut solchen Hühnern damit nicht unbedingt Gutes!
Was die zu dünne Eischale im gefragten Fall betrifft, müßte man erst einmal wissen, wie lange oder seit wann die Henne solche Eier legt. Legte sie früher keine Windeier oder welche mit zu dünner Schale, wäre die nächste Frage, wie alt die Henne ist. Denn Hybriden werden (in Wirtschaftsbetrieben) nach zwei Jahren spätestens geschlachtet.
Zu dünne Eischalen können diverse Ursachen haben. Entweder falsches Futter, dann müßten aber irgendwann alle anderen Hybriden auch mangelhafte Eier legen, oder das Legen einstellen. Oder es handelt sich um eine Stoffwechselstörung, eine Entzündung im Legeapparat, oder eine ganz andere Erkrankung, die die allgemeine Leistung herunter setzt. Dazu müßte man dann wissen wie der Kamm aussieht, das Gefieder, ob Wurmbefall sein könnte, ob sie genügend Grünauslauf und Sonne haben, etc., etc., etc.
Ganz allgemein gilt, für Hybriden und Rassehühner, wenn sie den Winter durchgelegt haben, benötigen sie eine kleine Pause. Erst recht, wenn sie mausern. Zum Ende einer Legeperiode kommt es leicht mal zu sehr dünnen und auch rauhen Eischalen. Ob Rassehühner oder Hybriden, es sollte ihnen zu jeder Zeit, im Auslauf und im Stall, jeweils eine Schale mit Muschelgrit zur freien Verfügung stehen. Das ist sehr wichtig! Auch wenn das Allgemeinfutter schon Schalenbruch enthält! (Muschelgrit ist Muschelschalen-Bruch) Hühner nehmen gern vor der Nachtruhe noch ein paar Muschelschalen auf. Die haben gegenüber dem 'Pulverkalk' den Vorteil, daß sie im Organismus kontinuirlich, erst nach und nach zersetzt werden. Das sorgt für eine gute Versorgung über die lange Nachtzeit. Futterkalk wird wohl immer direkt und sofort verwertet und das gerade Überflüssige sofort wieder ausgeschieden. Ohne Muschelgrit kann es also zu einer Unterversorgung kommen.
So, ich hoffe, daß ich an alles Wichtige gedacht habe.
Wenn eine solche Hybridhenne allgemein einen guten Eindruck macht, sie also agil ist, der Kamm schön rot ist und nicht schlaff hängt, sie also ansonsten gesund ist, würde ich ihr in kleinsten Mengen, und nur ihr, täglich etwas gekochte Hirse mit ein wenig nativem Sonnenblumenöl und Magerquark, Vitaminkalk, ein wenig Bierhefe, zerriebene Eierschalen, Schwarkümmelschrot und Seealgenmehl geben. (Von allen Zutaten nur sehr wenig) Das Ganze sollte dann eine bröselige, krümelige Konsitenz haben. Für ein Huhn ca. das Maß eines halben Bechers voll.