- Jemand Erfahrung mit "Meradog"? Beitrag #21
doro35
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Vitamin K3: Eine Gefahr für die Gesundheit Ihres Hundes
Menadion, auch Vitamin K3 genannt, hat im humanmedizinischen Sektor zu dauerhaften Schäden und Todesfällen geführt. Im Lebensmittelbereich ist es in Deutschland nicht zugelassen, darf also nicht in den Ernährungs-Kreislauf des Menschen gelangen. Hier ist nur Vitamin K1 als Zusatzstoff erlaubt.
Im Fütterungsbereich ist Menadion neben Vitamin K1 erlaubt und bei vielen Futtermittelherstellern das Mittel der Wahl.
Häufig wird als Grund die billigere Herstellungsweise genannt.
Von Menadion sind zahlreiche Schadwirkungen bekannt. Die Wirkungsweise von Menadion tritt bei allen Wirbeltieren in gleicher oder zumindest ähnlicher Weise in Erscheinung. Dem entsprechend gehört auch der Hund zur Gruppe der potentiellen Geschädigten durch Menadion.
Die Giftwirkung von Menadion beruht vorwiegend auf einer Zellschädigung in vielerlei Hinsicht. Betroffen können alle Zellen des Hundes sein, vorwiegend sind es Blutzellen und Leberzellen. Zugleich wird das Immunsystem durch Menadion erheblich geschwächt.
Beigefügt wird Menadion dem Futter hauptsächlich deshalb, damit sich das Blutungsrisiko verringert, das bei Wirbeltieren durch viele Umstände ständig (vornehmlich innerlich) auftritt. Hier zeigt Menadion auf Kosten vieler Nebenwirkungen zwar ein Therapieerfolg, ist aber diesbezüglich dem natürlichen Vitamin K1 in seiner Wirkung völlig unterlegen. Bei Rodentizidvergiftungen (bekannt als Ratten- und Mäusegift) kommt es zu inneren Blutungen. Hat ein Hund dieses Gift gefressen, verblutet er. In diesem Fall benutzt der Tierarzt als Gegenmittel ausschliesslich Vitamin K1, weil Menadion ungeeignet ist. Das sagt zur Wirksamkeit von Menadion und Vitamin K1 hinsichtlich des Blutungsstopps bereits alles.
Vitamin K1 kommt in Pflanzen vor, ebenso in den Därmen von Beutetieren. Im Organismus wird aus Vitamin K1 Vitamin K2 hergestellt, welches neben dem Vitamin K1 in unterschiedlichen Formen im Gewebe zu finden ist. Menadion, das fälschlicher- weise als Vitamin K3 bezeichnet wird, obwohl es überhaupt kein Vitamin, sondern ein Stoff mit giftigen Eigenschaften ist, kommt in der Natur nicht vor. Es ist ein künstliches Produkt der Labors, sozusagen ein Medikament mit zahlreichen Schad-Wirkungen.
Vitamin K1 ist durch nichts zu ersetzen. Auch der Organismus des Hundes braucht Vitamin K1 in vielfältiger Weise. Er stellt selbst bestimmte Eiweisse her, die für einen optimalen Stoffwechsel benötigt werden. Einige dieser Eiweisse müssen vor ihrem Einsatz durch Vitamin K1 aktiviert werden, ansonsten können sie nicht arbeiten.
Hunde können Probleme mit dem Knochenstoffwechsel haben. Bislang glaubte man mit der Zufütterung von Vitamin D und Kalzium dem Hund etwas Positives zu bewirken. Das ist nicht oder nur eingeschränkt der Fall. Vitamin D sorgt hauptsächlich für eine effektive Aufnahme von Kalzium im Verdauungstrakt. Damit ist seine Hauptwirkung im Knochenstoffwechsel beendet. Kalzium kann nur in den Knochen eingebaut werden, wenn es über das Eiweiss Osteocalcin in den Knochen eingeschleust wird. Damit Osteocalcin arbeiten kann, benötigt es eine Aktivierung durch Vitamin K1. Diese Aktivierung nennt man biochemisch Gamma-Carboxylierung. Ohne diese Aktivierung ist ein Arbeiten des Knochenstoffwechsels nicht möglich. Eine reduzierte Aktivierung bewirkt einen reduzierten Knochenstoffwechsel. Knochenprobleme sind die Folge.
Menadion übt auf den Knochenstoffwechsel keine positiven Eigenschaften aus. Im Gegenteil: Menadion ist in der Lage, den Vitamin-K1- Zyklus zu stören und führt laut einer wissenschaftlichen Studie an einer Wirbeltierspezies zu Knochendeformationen. Diese traten in verringerter Weise auch ohne Vitamin K1 auf. Bei ausreichend Vitamin K1 gab es diese Deformationen nicht. Je höher die Dosis an Menadion war, desto stärker waren die Schäden.
Irritierenderweise gibt es für diesen Zusatzstoff mit Giftwirkung keine Deklarierungspflicht und Mengenbegrenzung. Das heisst, Menadion kann im Futter sein, obwohl nichts auf der Packung steht. Eine schriftliche Nachfrage mit schriftlicher Antwort gibt Sicherheit, dass tatsächlich kein Menadion beigemischt wurde. Dabei ist zu beachten, dass in Vitaminvormischungen Menadion automatisch enthalten ist, ausser ein Abnehmer von Vitaminvormischungen verlangt ausdrücklich, dass Menadion nicht enthalten sein darf. Auch diesbezüglich sollte beim Futterhersteller nachgefragt werden.
Wenn Futter Menadion enthält, muss jeder Halter und Züchter selber entscheiden, ob er es verantworten kann, seinem Hund einen Stoff zu geben, der im Lebensmittelbereich nicht erlaubt ist und beim Menschen zu Dauerschäden und Todesfällen führte.
Quelle: "Der deutsche Schäferhund" Fachzeitschrift des Schweizerischen Schäferhund-Clubs 2003
LG
Menadion, auch Vitamin K3 genannt, hat im humanmedizinischen Sektor zu dauerhaften Schäden und Todesfällen geführt. Im Lebensmittelbereich ist es in Deutschland nicht zugelassen, darf also nicht in den Ernährungs-Kreislauf des Menschen gelangen. Hier ist nur Vitamin K1 als Zusatzstoff erlaubt.
Im Fütterungsbereich ist Menadion neben Vitamin K1 erlaubt und bei vielen Futtermittelherstellern das Mittel der Wahl.
Häufig wird als Grund die billigere Herstellungsweise genannt.
Von Menadion sind zahlreiche Schadwirkungen bekannt. Die Wirkungsweise von Menadion tritt bei allen Wirbeltieren in gleicher oder zumindest ähnlicher Weise in Erscheinung. Dem entsprechend gehört auch der Hund zur Gruppe der potentiellen Geschädigten durch Menadion.
Die Giftwirkung von Menadion beruht vorwiegend auf einer Zellschädigung in vielerlei Hinsicht. Betroffen können alle Zellen des Hundes sein, vorwiegend sind es Blutzellen und Leberzellen. Zugleich wird das Immunsystem durch Menadion erheblich geschwächt.
Beigefügt wird Menadion dem Futter hauptsächlich deshalb, damit sich das Blutungsrisiko verringert, das bei Wirbeltieren durch viele Umstände ständig (vornehmlich innerlich) auftritt. Hier zeigt Menadion auf Kosten vieler Nebenwirkungen zwar ein Therapieerfolg, ist aber diesbezüglich dem natürlichen Vitamin K1 in seiner Wirkung völlig unterlegen. Bei Rodentizidvergiftungen (bekannt als Ratten- und Mäusegift) kommt es zu inneren Blutungen. Hat ein Hund dieses Gift gefressen, verblutet er. In diesem Fall benutzt der Tierarzt als Gegenmittel ausschliesslich Vitamin K1, weil Menadion ungeeignet ist. Das sagt zur Wirksamkeit von Menadion und Vitamin K1 hinsichtlich des Blutungsstopps bereits alles.
Vitamin K1 kommt in Pflanzen vor, ebenso in den Därmen von Beutetieren. Im Organismus wird aus Vitamin K1 Vitamin K2 hergestellt, welches neben dem Vitamin K1 in unterschiedlichen Formen im Gewebe zu finden ist. Menadion, das fälschlicher- weise als Vitamin K3 bezeichnet wird, obwohl es überhaupt kein Vitamin, sondern ein Stoff mit giftigen Eigenschaften ist, kommt in der Natur nicht vor. Es ist ein künstliches Produkt der Labors, sozusagen ein Medikament mit zahlreichen Schad-Wirkungen.
Vitamin K1 ist durch nichts zu ersetzen. Auch der Organismus des Hundes braucht Vitamin K1 in vielfältiger Weise. Er stellt selbst bestimmte Eiweisse her, die für einen optimalen Stoffwechsel benötigt werden. Einige dieser Eiweisse müssen vor ihrem Einsatz durch Vitamin K1 aktiviert werden, ansonsten können sie nicht arbeiten.
Hunde können Probleme mit dem Knochenstoffwechsel haben. Bislang glaubte man mit der Zufütterung von Vitamin D und Kalzium dem Hund etwas Positives zu bewirken. Das ist nicht oder nur eingeschränkt der Fall. Vitamin D sorgt hauptsächlich für eine effektive Aufnahme von Kalzium im Verdauungstrakt. Damit ist seine Hauptwirkung im Knochenstoffwechsel beendet. Kalzium kann nur in den Knochen eingebaut werden, wenn es über das Eiweiss Osteocalcin in den Knochen eingeschleust wird. Damit Osteocalcin arbeiten kann, benötigt es eine Aktivierung durch Vitamin K1. Diese Aktivierung nennt man biochemisch Gamma-Carboxylierung. Ohne diese Aktivierung ist ein Arbeiten des Knochenstoffwechsels nicht möglich. Eine reduzierte Aktivierung bewirkt einen reduzierten Knochenstoffwechsel. Knochenprobleme sind die Folge.
Menadion übt auf den Knochenstoffwechsel keine positiven Eigenschaften aus. Im Gegenteil: Menadion ist in der Lage, den Vitamin-K1- Zyklus zu stören und führt laut einer wissenschaftlichen Studie an einer Wirbeltierspezies zu Knochendeformationen. Diese traten in verringerter Weise auch ohne Vitamin K1 auf. Bei ausreichend Vitamin K1 gab es diese Deformationen nicht. Je höher die Dosis an Menadion war, desto stärker waren die Schäden.
Irritierenderweise gibt es für diesen Zusatzstoff mit Giftwirkung keine Deklarierungspflicht und Mengenbegrenzung. Das heisst, Menadion kann im Futter sein, obwohl nichts auf der Packung steht. Eine schriftliche Nachfrage mit schriftlicher Antwort gibt Sicherheit, dass tatsächlich kein Menadion beigemischt wurde. Dabei ist zu beachten, dass in Vitaminvormischungen Menadion automatisch enthalten ist, ausser ein Abnehmer von Vitaminvormischungen verlangt ausdrücklich, dass Menadion nicht enthalten sein darf. Auch diesbezüglich sollte beim Futterhersteller nachgefragt werden.
Wenn Futter Menadion enthält, muss jeder Halter und Züchter selber entscheiden, ob er es verantworten kann, seinem Hund einen Stoff zu geben, der im Lebensmittelbereich nicht erlaubt ist und beim Menschen zu Dauerschäden und Todesfällen führte.
Quelle: "Der deutsche Schäferhund" Fachzeitschrift des Schweizerischen Schäferhund-Clubs 2003
LG