gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden

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  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #1
P

puupesch

Guest
Hallo,
nachdem ich mich hier ein bisschen durchgelesen habe, möchte ich mich auch an euch wenden mit der Bitte um Rat.
Wir haben im Januar einen Hund aus dem Tierheim geholt, einen 6 jährigen Leonberger-Schäferhund Mix. Es war wenig bekannt vom Hund, er wurde abgegeben, da er angelbich zu laut war. Dabei bellt er nicht mal, wenn jemand an der Tür klingelt. Er ist ein ganz ruhiger Hund an sich, ausser bei Gewitter, wo er wirklich Angst hat. Ich habe mich ganz bewusst für einen so grossen, "älteren" Hund entschieden, da diese Kerl'chen meist lange im Tierheim bleiben. Wir haben ein Haus mit Garten ( leider noch nicht eingezäunt, aber das wird noch diesen Monat erledigt). Er ist ganz lieb zu den Kindern, und ist total auf mich fixiert, da ich mich am meisten mit ihm beschäftige und 4-5x am Tag mit ihm Gassi gehe. Leider hat er meinen 15jährigen Kater tot gebissen, ich dachte anfangs, ich könnte die beiden aneinander gewöhnen, da mein Kater Hunde liebt. Obwohl mich das sehr mitgenommen hat, kam es für mich nicht in Frage, den Hund wieder abzuschieben, da er wirklich eine Bereicherung für unsere Familie ist. Im Tierheim sagte man uns, dass der Hund vermutlich immer an der Kette gehalten wurde. Allerdings hört er ziemlich gut...ausser es kommt uns ein anderer Hund entgegen. Anfangs war er da immer noch sehr ruhig. Er wedelt weder mit dem Schwanz, noch gibt er sonst irgend eine körperliche Reaktion zu erkennen. Wurde er angebellt oder geknurrt, hat er aufeinmal wie wild losgelegt, gebellt, an der Leine gerissen und versucht, sich auf den Gegner zu stürzen. Inzwischen ist es aber so, dass er fast jeden Hund "anmacht". Ich kann ihn dann kaum halten, er ist halt ein Riesenvieh und hat unglaubliche Kräfte. Mit den beiden Hündinnen von unseren Nachbarn verträgt er sich gut. Sobald aber eine dritte Hündin dazu kommt, knurrt er , weil er nicht will, dass ein anderer Hund sich einmischt. Generell klappt es mit Hündinnen, wenn man ihn vorsichtig an sie heranführt. Aber wenn es ein Rüde ist, egal ob es Luftzugdackel ist, oder einer von seinem Kaliber, versteift er sich erst, und wenn der Hund auf seiner Höhe ist, geht er mit lautem Gebell zum Angriff über. Ich habe es mit Leckerlis probiert, mit Lob, mit Tadeln...es ging mal eine Zeit besser, dann war es wieder so schlimm, dass ich wirklich Angst vorm Gassi-gehen hatte. Die Hundeschule in unserer Nähe ist total ausgebucht, ich habe schon angefragt, ob wir dahin können, damit er es lernt, mit anderen Rüden klar zu kommen, aber andererseits habe ich auch Angst, dass unser Hund einem anderen was tun könnte. Mit Sicherheit überträgt sich das auch auf ihn. Ich bekam von Bekannten schon Tipps wie: Würgerhalsband...Maulkorb...aber damit wird er dann direkt als gefährlich abgestempelt. Dabei ist er im Umgang mit Menschen wirklich total lieb. Er ist wirklich ein toller Hund, total verspielt, eine Wasserratte ohne Ende, nur traue ich mich auch nicht mehr an einen See mit ihm, da er dann keinen anderen Hund ins Wasser lässt. Ist das Dominanz verhalten ? Wir haben ihn nicht kastrieren lassen, da unser Tierarzt sagte, bei einem 6jährigen Hund bringt es nur was, wenn er wirklich sehr aggressiv ist. Und wir wollten nicht, dass er sich verändert und haben uns dann entschieden, erst mal zur Hundeschule zu gehen. Nur leider wird das dieses Jahr wohl nichts mehr werden. Und es gibt hier wenige Hundeschulen in der Gegend. Somit ist mir mit Tipps: Geh zur Hundeschule nicht wirklich geholfen :wink: Es muss doch Mittel und Wege geben, ihm beizubringen, nicht so auszurasten. Im März hat er mich dermassen umgeworfen, als er wieder auf einen Rüden losgehen wollte, dass ich eine Fehlgeburt hatte. Und ich bin wirklich nicht gerade klein und zierlich. Dennoch, ich kann ihn wirklich nur mit äusserster Mühe halten und wenn ich hier die Kommentare lese, wie unwohl ihr euch fühlt, wenn euch jemand entgegen kommt, der seinen Hund nicht im Griff hat, dann möcht ich gar nicht wissen, was den Leuten in unserer Nachbarschaft durch den Kopf geht, wenn ich mit ihm Gassi gehe. *seufz*. Ich freue mich auf Feedback
Miri
 
  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #2
hey, erstmal klasse das du dir einen älteren hund aus dem TH geholt hast.
dann tuts mir leid wegen der fehlgeburt :cry: .

also das is ne schwere sache,weiß ehrlich gesagt auch gar nicht was ich dir raten könnte.

gibts nicht einen erziehungstrainer für hunde oder so? denn ich glaub das unser rat dir wenig helfen könnte. eher ein profi könnte das prob beheben/verbessern, aber das is kostenspielig.

habt ihr noch weitere hundeschulen im ort/umgebung?
evtl haben die noch ein platz..


grüße
 
  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #3
Alles nicht so einfach *g*

hey, erstmal klasse das du dir einen älteren hund aus dem TH geholt hast.
dann tuts mir leid wegen der fehlgeburt :cry: .

also das is ne schwere sache,weiß ehrlich gesagt auch gar nicht was ich dir raten könnte.

gibts nicht einen erziehungstrainer für hunde oder so? denn ich glaub das unser rat dir wenig helfen könnte. eher ein profi könnte das prob beheben/verbessern, aber das is kostenspielig.

habt ihr noch weitere hundeschulen im ort/umgebung?
evtl haben die noch ein platz..


grüße

Danke, lieb von dir.
Das mit der Fehlgeburt hat mich nicht so mitgenommen wie der qualvolle Tod meines Katerchens. Aber egal, beides kann man nicht ändern.
Das Witzige ist, dass alle Hundehalter in unserer Nachbarschaft uns Rat geben wollten, als wir unseren Rocki neu hatten, aber die waren dann mit ihrem Latein auch schnell am Ende *g*. Sie meinten anfangs, dass ich meinen Hund von der Leine lassen sollte, wenn ich auf andere Hunde treffen, da ein Hund an der Leine immer "blöd" ist. Ich war aber lieber vorsichtig und das war auch gut so, da sich meiner gleich auf den anderen gestürzt hat und ich ihn so zurück halten konnte. Dann haben sie nur betreten gekuckt und sich schnell mit ihrem Hund verzogen. Auch bei einigen Hündinnen hatte er Startschwierigkeiten, aber nur bei denen, die ihn angebellt haben, oder direkt auf ihn zu sind. Bei Hündinnen, die sich ihm vorsichtig genähert haben und erst mal geschnuppert haben, hat er sich ruhig verhalten. Was mich nur stutzig machte und mich erst mal darauf gebracht hat, dass er ein gestörtes Sozialverhalten hat, war der Fakt, dass er auch Welpen "anmacht". Unser Nachbar hat einen Hovervard Welpen, und als dieser auf ihn zugesprungen kam und ihm gleich ins Ohr biss, hat er ihn sofort zurechtgewiesen. Er hat ihn zwar nicht gebissen, aber mit lautem Gebell auf ihn los und ihn umgeworfen. Die Besitzerin hat sich furchtbar erschrocken und seither machen die auch einen grossen Bogen um uns, vor allem, seit es bekannt ist, dass er unsere Katze tot gebissen hat. Als er noch ganz frisch bei uns war, hat er sich noch zurück gehalten, aber je länger wir ihn hatten, umso mehr ist er aufgeblüht und dominanter geworden. Wenn jemand mit Hund uns begegnete, und ich den anderen Hund gestreichelt hab, ist meiner direkt auf den losgegangen. Oder wenn das Herrchen des anderen Hundes seinem Hund ein Leckerli gegeben hat, ist er auch sofort ungemütlich geworden. Wie gesagt, er hat nicht zugebissen, aber ich hab mich schon immer sehr erschrocken. Manchmal frag ich mich, ob wir ihn doch hätten kastrieren sollen, aber unser Tierarzt meinte auch, dass wir dadurch keinen "neuen" Hund bekommen und es keine Garantie gäbe, dass er dann absolut friedlich anderen gegenüber ist.
Es ist schade, denn Rocki ist wirklich ein toller Hund, und es macht mir zu schaffen, dass andere einen Bogen um uns machen.

Gruss Puupsi
Danke, das mit der Fehlgeburt hat mich komischerweise nicht so mitgenommen wie der qualvolle Tod meines Katerchens.
Das Beste ist, dass alle Hundehalter hier in unserer Nachbarschaft immer zu mir sagten:" Ach lass den Hund mal von der Leine, an der Leine sind die immer doof, wenn die frei sind, vertragen sie sich." Wenn mein Hundi sich dann aber auf deren Hund gestürzt hat, sind sie blass geworden. Ich hab ihn auch nicht von der Leine gelassen, es sei denn, das Beschnuppern an der Leine ist positiv verlaufen und er hat mit dem Schwanz gewedelt. Dann gings auch meist gut. Was mich nur verwunderte ist, dass er sogar Welpen "anmacht", das ist eigentlich nicht normal. Einer unserer Nachbarn hat nen Hovervard Welpen, und der ist sofort auf unseren Rocki zugetappst und hat ihn ins Ohr gebissen. Da hat meiner ihn sofort zusammen gestaucht. Er hat ihn zwar nicht gebissen, aber ist auf ihn zu mit lauten Gebell und hat ihn umgeworfen.
 
  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #4
ich frage mich gerade allen ernstes ob dir klar war was du dir für einen hund ins haus holst mit einem leonberger mix. hätte es nicht ein kleinerer getan? ich werde auch das gefühl nich los, dass du dich gegen deinen hund nicht durchsetzen kannst und er dir auf der nase rumtanzt und macht was er will. ist nicht böse gemeint.

tja was soll ich sagen? warum bist du gegen einen maulkorb? nur weils böse aussieht? ist in deinem fall aber vllt angebrachter zumal du dich dann sicherer fühlst... tu ihm den anfangs um. sicher ist sicher. am ende kannst du ihn immer wieder abnehmen. inner hundeschule läufts auch nicht viel anders, wenn der hund agressiv wird, kommt nen maulkorb auf zum schutz des eigenen hundes und der anderen hunde natürlich auch.

such dir nen anderen tierarzt. eine kastration kann auch bei älteren hunden noch wahre wunder wirken. habs bei einigen selbst miterlebt. du musst dann nur aufpassen dass er durch zu viel futter nicht zu dick wird. lass ihn kastrieren. ist nur ein kleiner schnitt und ist schnell wieder verheilt.

ansonsten kann ich dir nur die tipps geben (sind aus nem anderen post von mir hier kopiert - trifft aber voll zu)

1. versuch positive gedanken zu haben. wenn du mit deinem hund raus gehst und euch begegnet ein hund und du denkst gleich "oh nein nun macht mein hund wieder terror" überträgt sich das auf den hund und er macht ganz sicher terror
2. wenn du nen anderen hund kommen siehst nimm ihn an die leine und sag ihm er soll ruhig sein. wir verwenden bei unserem hund das wort "ruhe" wenn er theater macht gibst du ihm einen ruck an der leine (muss bei nem kleinen hund ja nicht so kräftig sein - aber er muss es schon merken) und dann sagst du ihm mit lauter deutlicher stimme "pfui"... gibt er dann ruhe lobst du ihn kurz mit der stimme "fein" oder gibst ihm am besten dazu noch ein leckerchen. dann verknüpft er das ganze noch viel schneller
3. es ist wichtig dass du die ganze sache konsequent durchführst (und nicht es mal machst und mal nicht). wichtig ist auch immer wieder die selben kommandos und der selbe ablauf (ruhe, bei theater pfui, danach loben/leckerchen) loben aber auch nur dann wenn er nach dem prui ruhe gibt. wenn er theater macht und du lobst ihn bringt es nix
4. solltet ihr mal an nem hund vorbeikommen und dein hund hat auf das ruhe gehört / macht kein theater darfst du auch hier das loben nicht vergessen. er hat ja gemacht was du wolltest also loben....

wenn du das konsequent machst (also wirklich jedes mal, wenn euch beim gassi gehen nen hund begegnet), dann klappt das auch...

noch was: wenn du mit deinem hund spazieren gehst sind andere hunde tabu. da zählt nur dein hund und wenn du nen anderen streichelst ist klar dass er eifersüchtig wird und so reagiert wie du es beschrieben hast.

darf ich fragen wie alt der welpe der nachbarn war? alphahunde weisen den nachwuchs im rudel des öfteren mal in die schranken. das hat rein gar nix mit gestörtem sozialverhalten zu tun.

ansonsten versuch die tricks die ich dir genannt hab anzuwenden, kauf ihm nen maulkorb und zeig nicht solche angst wenn du mit ihm rausgehst und dann guckst du dich am besten nach anderen hundeschulen in der gegend um
 
  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #5
>ich frage mich gerade allen ernstes ob dir klar war was du dir für einen hund ins haus holst mit einem leonberger mix. hätte es nicht ein kleinerer getan?


Also ich hab immer grosse Hunde gehabt und auch immer "schwer vermittelbare" die sonst keiner wollte, weil genau diese Hunde sonst im TH versauern. Ausserdem habe ich es bisher immer so gehalten, dass die Tiere mich ausgesucht haben und nicht ich den Hund. Genauso war es auch bei Rocki. Ich habe den Leuten im TH gesagt, der Funke muss vom Hund zu uns überspringen, wenn ich merke, dass er nicht auf uns anspricht, dann will ich den Hund nicht.

>tja was soll ich sagen? warum bist du gegen einen maulkorb? .......

Maulkorb hab ich nicht genommen, weil er ja noch keinen anderen Hund gebissen hat, es aber gleich abschreckend aussieht. Wir wohnen hier auf einem kleinen Dorf und da ist der Hund gleich abgestempelt als gefährlich. Wenn er tatsächlich 6 Jahre lang nur an der Kette lag, dann dauerts auch seine Zeit, bis ich ihn ein bisschen erzogen habe. Aber ich kanns ja mal versuchen, nur wird es nix änderen daran, dass er wild bellt und wie bekloppt an der Leine reisst.

>such dir nen anderen tierarzt. .....

Den hab ich schon gewechselt, nachdem er beim zweiten Besuch den Hund nur unter der Bedinung angefasst hat, dass ich ihm die Schnauze zuhalte *g* dabei ist er wirklich friedlich im Umgang mit Menschen

>1. versuch positive gedanken zu haben. ....

Jo da ist sicher was Wahres dran. Wenn es mir gut geht, überträgt sich das auch auf den Hund, und wenn ich recht überlege, gings eigentlich meistens schief, wenn ich in keiner guten körperlichen Verfassung war. Aber da ausser mir keiner in der Familie mit ihm rausgehen kann (Kinder zu klein, Mann gehbehindert), muss ich halt auch wenn ich krank bin oder es mir nicht gut geht.

2. wenn du nen anderen hund kommen siehst nimm ihn an die leine und sag ihm er soll ruhig sein. ........
3. es ist wichtig dass du die ganze sache konsequent durchführst ........
4. solltet ihr mal an nem hund vorbeikommen und dein hund hat auf das ruhe gehört ....

Genau das habe ich ja gemacht. Es hat nur was länger gedauert, bis ich Leckerlis gefunden habe, die er frisst, da er das absolut nicht kennt und auch nix genommen hat.

>noch was: wenn du mit deinem hund spazieren gehst sind andere hunde tabu. da zählt nur dein hund und wenn du nen anderen streichelst ist klar dass er eifersüchtig wird und so reagiert wie du es beschrieben hast.

Na er macht das ja nicht immer, nur beim Welpen hat er so reagiert.

>darf ich fragen wie alt der welpe der nachbarn war?

Hmm der Welpe war so +- 12 Wochen alt denke ich mal.


Mit der Kastration ist das so ne Sache...mein Mann will unbedingt einen Welpen von ihm, weil er sagt so nen tollen Hund kriegen wir nie wieder. Ich hab ihm schon versucht zu erklären, dass es keine Garantie gibt, dass wir wieder einen Rocki kriegen, auch wenn er der Vater ist. Ich habe uns jetzt noch diesen Sommer gegeben, wenn ich es bis dahin nicht schaffe, ihn ruhig zu bekommen beim Gassi Gehen, werde ich wohl doch die Kastration machen lassen.

Danke fürs Feedback

Puupsi
 
  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #6
Maulkorb hab ich nicht genommen, weil er ja noch keinen anderen Hund

wenn er schon wen gebissen hat ist es zu spät, aber nur so kannst du verhindern, dass es überhaupt mal dazu kommt...
 
  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #7
Also wenn du solche schwierigkeiten hast, dan geh mit ihm doch zium Hundetrainer!
Cool, dass du erstmal n TH Hund hast! Dickes Lob
 
  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #8
Ich weiß da was...

Hallo,

ich habe mir deine traurige Geschichte durchgelesen.
Es gibt meiner Meinung nach nur einen der dir da helfen kann.Gehe bitte zu:



und lies dir aufmerksam durch,was da steht.Wende es an und du wirst sehen alles wird wieder gut.Bei meinem Doberman-Rüden hat es Wunder bewirkt.

LG;Anja Sophia
 
  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #9
ach mensch Puupesch es tut mir alles sehr leid für dich, auch das mit der Fehlgeburt, und das mit deiner Katze, kann mir vorstellen das dich das sehr mitgenommen hat.
Puupesch versuche es doch mal mit einem Hundepsychologen?

nehme mal die Adresse

oder das hier


ich hoffe ich konnte dir ein wenig mit den internet seiten helfen
 
  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #10
jetzt ist es passiert

Also, erst mal danke für die Postings alle. :D
Ich habe mit Rocky intensiv gearbeitet und mir den Rat zu Herzen genommen, nicht schon mit Angst loszugehen.
Inzwischen hat es sich so verbessert, dass er ruhig bleibt, solang er nicht angeknurrt oder angebellt wird. Ich habe mich mit Frolics bewaffnet und habe ihn immer ausgiebig gelobt, wenn er ruhig geblieben ist. Ich habe ihn am Halsband genommen,so dass ich ihn ständig mit dem Daumen streicheln konnte, habe mit ihm geredet und ständig Kontakt gehalten. Wenn er dann zum Angriff loslegen wollte, hat er sich selber die Luftzufuhr abgeschnürt. Ich habe auch nicht nachgegeben, sondern ihm immer wieder "Aus" gesagt. Hat er aufgehört, hat er Luft bekommen und wurde von mir gelobt. Wenn er ruhig geblieben ist, bin ich mit ihm stehen geblieben, sobald der andere Hund vorbei war, und habe ihn ausgiebig gelobt und getätschelt und ihm ein paar Frolics gegeben. Inzwischen ist es so gut geworden, dass er ruhig bleibt, solang der andere Hund ihn nicht anknurrt oder anbellt. Dann setzt er noch manchmal an, aber es legt sich innerhalb von Sekunden.

Maulkorb hab ich nicht genommen, weil er ja noch keinen anderen Hund

wenn er schon wen gebissen hat ist es zu spät, aber nur so kannst du verhindern, dass es überhaupt mal dazu kommt...

Also, in der Beziehung habe ich keine Angst, da ich meinen Hund immer an der Leine führe, wenn ich sehe dass ein anderer kommt. Auch wenn er frei läuft, und ich sehe, dass uns ein Hund entgegen kommt, gehorcht er und bleibt stehen, lässt sich anleinen.

Nun ist es leider so gewesen, dass Rocki schon 3x von einem Dalmatiner Rüden angefallen wurde. Letzte Woche das letzte Mal. Der Hund läuft immer ohne Aufsicht, oder nicht angeleint durch den Wald. Das erste Mal wars noch harmlos, ich konnte den anderen Hund vertreiben, beim zweiten Mal sind sie aneinander geraten und beim dritten Mal war es eine richtig wüste Beisserei. Rocki war immer angeleint. Der andere Hund nicht. Jetzt stell dir mal vor, ich hätte Rocki einen Maulkorb umgelegt......ich mag gar nicht dran denken.
Rocki ist beim 3ten Mal richtig arg gebissen worden, er konnte sich nicht vernünftig wehren, da ich ihn an der Leine hatte. Losmachen wollte ich ihn nicht, da es direkt an einer viel befahrenen Strasse war und ich beide Hunde nicht in Gefahr bringen wollte.
Seither bin ich immer mit einem Spazierstock bewaffnet, wenn ich Gassi gehe, weil ich keine Lust habe, noch mal auf den Dalmatiner zu treffen und der Situation hilflos ausgeliefert zu sein.
Vielleicht schockt euch der Gedanke, dass man einen anderen Hund schlägt, aber ich lasse nicht noch mal zu, dass mein Hund so gebissen wird. Vor allem, beim zweiten Mal war eine Frau dabei, die aber total hilflos war und nur mit einer Rute auf ihren Hund einschlug, und beim dritten Mal waren sie und der Besitzer dabei, die aber nur geschrien haben, aber keinerlei Einfluss auf den Hund hatten. Ich glaube der hatte nicht mal ein Halsband an, denn der Mann ist nur schreiend rumgesprungen, aber hat den Hund nicht zu fassen bekommen.

Somit werde ich mit Sicherheit meinem Hund keinen Maulkorb anlegen. Ich habe die Situation jetzt, was ihn betrifft, im Griff. Nur leider habe ich keinen Einfluss auf andere Hunde.

Puupesch
 
  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #11
hm... Also ich wäre fürn Maulkorb, bis sie sich beruhigt oder eben gebessert hat. Ist die beste Lösung, sie vom Beißen abzuhalten.
Auch wenn sie aus Angst zuschnappt, es gibt ja im Th auch Hunde, die mal aus Angst gebissen haben, die müssen dann auch Maulkorb tragen, und man bracuht für die Sachkundenachweis.

Also lieber Maulkorb und Hundeschule! Und viiiieeeeel Zeit!
 
  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #12
Hallo,

mit einem Maulkorb wird er genausoviel Tubabu machen.

Ich würde dir ein Halti empfehlen und sobald es diir möglich ist unbedingt eine passende Hundschule besuchen!

Das Halti ist ein Halfter, wie ein Pferdehalfter. Du wirst den Hund damit besser unter Kontrolle bei den Attaken haben.

LG
schafeschubser
 
  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #13
hmm

öhm also ich hab das Gefühl, dass nicht jeder hier richtig liest, bevor er antwortet.
Ein Rüde ist keine sie *g*
Und ausserdem habe ich beschrieben, dass mein Hund angegriffen wurde.
Er war ruhig bis der andere zugebissen hatte.
Wozu sollte ich meinem Hund nen Maulkorb anlegen, wenn er selber noch nie einen Hund gebissen hat ?
Nein, erstens erweckt das den Eindruck, dass der Hund total aggresssiv ist und andere Menschen oder Kinder kriegen dann Angst vor ihm.
Dabei ist er im Umgang mit Menschen total lieb.
Ausserdem habe ich ja geschrieben, dass ich viel mit ihm gearbeitet habe und nun gehts fast immer problemlos.
Wenn ein anderer Hund meinen angreift, dann wird er sich ja noch wehren dürfen... oder nicht ? Und wie soll er das tun mit Maulkorb?
Nein, ich sehe keinen Grund meinem Rocki einen Maulkorb umzulegen. Er war 6 Jahre lang ein Kettenhund und hat nie soziales Verhalten gelernt. Nun habe ich ein paar Nachbarn gefragt, die Hündinnen haben, ob wir gemeinsam spazieren gehen können, und er hat langsam gelernt mit anderen Hunden umzugehen. Gut, bei Rüden wird das sicher nie einfach, ich weiss auch nicht obs jemals klappen wird, aber ich kenn einige Rüden hier im Dorf, die trotz Kastration aggressiv sind und angreifen.
Von daher.... ich bin guter Dinge, ich habe auch den Link durchgelesen mit der Hundeschule, und habe einige nützliche Tipps eingeholt. Wenn Bedarf besteht, werde ich mit Rocki zum Hundetrainer gehen , aber Maukorb? NEIN DANKE

Puupesch
 
  • gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #14
Hi, ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Ich habe auch zwei Katzen und holte mir dann einen Dobermann dazu in der Meinung, daß die sich alle an einander gewöhnen würden. Ging nie - aber er hat meinen Katzen auch nichts angetan.

Ich weiß nicht, ob ich die Kraft hätte mit einem Hund weiter zu arbeiten, der meine Katze totbeißt. Das mit der Fehlgeburt tut mir natürlich auch leid.

Wir waren mit unserem Dobi auch überfordert. Er stand teilweise in der Leine und war völlig aggresive gegen Radfahrer und Jogger. Wir haben alles versucht. Tausend Sachen gelesen und tausend Tips bekommen, nützte aber alles nichts. Und irgendwann bekam ich eine Anzeige, weil mein Dobi an einem Typ hochsprang und der einen Kratzer ab bekommen hat. Der Typ hat überreagiert, aber besser als wenn mehr passiert wäre. Wir sind dann zu einem Hundetrainer in die Einzelstunde. Denn in der normalen Hundeschule können die Trainer nicht auf den einzelnen Hund und das Problem gezielt eingehen. Ein Einzeltrainer kann das schon. Wir haben uns einen Trainer ausgesucht, der auch Rettungshunde u. Therapiehunde ausbildet nach dem Motto "der muß ja was können".

Und was soll ich sagen - es hat zwar ein paar Wochen gedauert - aber es hat mit viel üben funktioniert!

Tips sind gut und schön, aber was beim einem Hund funktioniert funktioniert beim nächsten nicht. Da muß echt jemand dran, der sich richtig gut auskennt.

Bitte probiere es aus. Am besten versuchst Du einen Trainer zu finden, der vor allem sich bei so problematischen Hunden auskennt. Mach einen Termin aus. Er soll Deinen Hund ansehen und mal erzählen was er meint. Und wenn Dir das alles unlogisch vorkommt, geh zum nächsten. Das erste Gespräch kostet bei einem guten Trainer nichts.

Ich wünsche Dir und Deinem Hund viel Erfolg und hoffe Du schaffst es ihn in den Griff zu bekommen bevor nochmal so was schlimmes passiert

Gruß
 
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gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden

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