- gestörtes Sozialverhalten bei unserem Rüden Beitrag #1
P
puupesch
Guest
Hallo,
nachdem ich mich hier ein bisschen durchgelesen habe, möchte ich mich auch an euch wenden mit der Bitte um Rat.
Wir haben im Januar einen Hund aus dem Tierheim geholt, einen 6 jährigen Leonberger-Schäferhund Mix. Es war wenig bekannt vom Hund, er wurde abgegeben, da er angelbich zu laut war. Dabei bellt er nicht mal, wenn jemand an der Tür klingelt. Er ist ein ganz ruhiger Hund an sich, ausser bei Gewitter, wo er wirklich Angst hat. Ich habe mich ganz bewusst für einen so grossen, "älteren" Hund entschieden, da diese Kerl'chen meist lange im Tierheim bleiben. Wir haben ein Haus mit Garten ( leider noch nicht eingezäunt, aber das wird noch diesen Monat erledigt). Er ist ganz lieb zu den Kindern, und ist total auf mich fixiert, da ich mich am meisten mit ihm beschäftige und 4-5x am Tag mit ihm Gassi gehe. Leider hat er meinen 15jährigen Kater tot gebissen, ich dachte anfangs, ich könnte die beiden aneinander gewöhnen, da mein Kater Hunde liebt. Obwohl mich das sehr mitgenommen hat, kam es für mich nicht in Frage, den Hund wieder abzuschieben, da er wirklich eine Bereicherung für unsere Familie ist. Im Tierheim sagte man uns, dass der Hund vermutlich immer an der Kette gehalten wurde. Allerdings hört er ziemlich gut...ausser es kommt uns ein anderer Hund entgegen. Anfangs war er da immer noch sehr ruhig. Er wedelt weder mit dem Schwanz, noch gibt er sonst irgend eine körperliche Reaktion zu erkennen. Wurde er angebellt oder geknurrt, hat er aufeinmal wie wild losgelegt, gebellt, an der Leine gerissen und versucht, sich auf den Gegner zu stürzen. Inzwischen ist es aber so, dass er fast jeden Hund "anmacht". Ich kann ihn dann kaum halten, er ist halt ein Riesenvieh und hat unglaubliche Kräfte. Mit den beiden Hündinnen von unseren Nachbarn verträgt er sich gut. Sobald aber eine dritte Hündin dazu kommt, knurrt er , weil er nicht will, dass ein anderer Hund sich einmischt. Generell klappt es mit Hündinnen, wenn man ihn vorsichtig an sie heranführt. Aber wenn es ein Rüde ist, egal ob es Luftzugdackel ist, oder einer von seinem Kaliber, versteift er sich erst, und wenn der Hund auf seiner Höhe ist, geht er mit lautem Gebell zum Angriff über. Ich habe es mit Leckerlis probiert, mit Lob, mit Tadeln...es ging mal eine Zeit besser, dann war es wieder so schlimm, dass ich wirklich Angst vorm Gassi-gehen hatte. Die Hundeschule in unserer Nähe ist total ausgebucht, ich habe schon angefragt, ob wir dahin können, damit er es lernt, mit anderen Rüden klar zu kommen, aber andererseits habe ich auch Angst, dass unser Hund einem anderen was tun könnte. Mit Sicherheit überträgt sich das auch auf ihn. Ich bekam von Bekannten schon Tipps wie: Würgerhalsband...Maulkorb...aber damit wird er dann direkt als gefährlich abgestempelt. Dabei ist er im Umgang mit Menschen wirklich total lieb. Er ist wirklich ein toller Hund, total verspielt, eine Wasserratte ohne Ende, nur traue ich mich auch nicht mehr an einen See mit ihm, da er dann keinen anderen Hund ins Wasser lässt. Ist das Dominanz verhalten ? Wir haben ihn nicht kastrieren lassen, da unser Tierarzt sagte, bei einem 6jährigen Hund bringt es nur was, wenn er wirklich sehr aggressiv ist. Und wir wollten nicht, dass er sich verändert und haben uns dann entschieden, erst mal zur Hundeschule zu gehen. Nur leider wird das dieses Jahr wohl nichts mehr werden. Und es gibt hier wenige Hundeschulen in der Gegend. Somit ist mir mit Tipps: Geh zur Hundeschule nicht wirklich geholfen :wink: Es muss doch Mittel und Wege geben, ihm beizubringen, nicht so auszurasten. Im März hat er mich dermassen umgeworfen, als er wieder auf einen Rüden losgehen wollte, dass ich eine Fehlgeburt hatte. Und ich bin wirklich nicht gerade klein und zierlich. Dennoch, ich kann ihn wirklich nur mit äusserster Mühe halten und wenn ich hier die Kommentare lese, wie unwohl ihr euch fühlt, wenn euch jemand entgegen kommt, der seinen Hund nicht im Griff hat, dann möcht ich gar nicht wissen, was den Leuten in unserer Nachbarschaft durch den Kopf geht, wenn ich mit ihm Gassi gehe. *seufz*. Ich freue mich auf Feedback
Miri
nachdem ich mich hier ein bisschen durchgelesen habe, möchte ich mich auch an euch wenden mit der Bitte um Rat.
Wir haben im Januar einen Hund aus dem Tierheim geholt, einen 6 jährigen Leonberger-Schäferhund Mix. Es war wenig bekannt vom Hund, er wurde abgegeben, da er angelbich zu laut war. Dabei bellt er nicht mal, wenn jemand an der Tür klingelt. Er ist ein ganz ruhiger Hund an sich, ausser bei Gewitter, wo er wirklich Angst hat. Ich habe mich ganz bewusst für einen so grossen, "älteren" Hund entschieden, da diese Kerl'chen meist lange im Tierheim bleiben. Wir haben ein Haus mit Garten ( leider noch nicht eingezäunt, aber das wird noch diesen Monat erledigt). Er ist ganz lieb zu den Kindern, und ist total auf mich fixiert, da ich mich am meisten mit ihm beschäftige und 4-5x am Tag mit ihm Gassi gehe. Leider hat er meinen 15jährigen Kater tot gebissen, ich dachte anfangs, ich könnte die beiden aneinander gewöhnen, da mein Kater Hunde liebt. Obwohl mich das sehr mitgenommen hat, kam es für mich nicht in Frage, den Hund wieder abzuschieben, da er wirklich eine Bereicherung für unsere Familie ist. Im Tierheim sagte man uns, dass der Hund vermutlich immer an der Kette gehalten wurde. Allerdings hört er ziemlich gut...ausser es kommt uns ein anderer Hund entgegen. Anfangs war er da immer noch sehr ruhig. Er wedelt weder mit dem Schwanz, noch gibt er sonst irgend eine körperliche Reaktion zu erkennen. Wurde er angebellt oder geknurrt, hat er aufeinmal wie wild losgelegt, gebellt, an der Leine gerissen und versucht, sich auf den Gegner zu stürzen. Inzwischen ist es aber so, dass er fast jeden Hund "anmacht". Ich kann ihn dann kaum halten, er ist halt ein Riesenvieh und hat unglaubliche Kräfte. Mit den beiden Hündinnen von unseren Nachbarn verträgt er sich gut. Sobald aber eine dritte Hündin dazu kommt, knurrt er , weil er nicht will, dass ein anderer Hund sich einmischt. Generell klappt es mit Hündinnen, wenn man ihn vorsichtig an sie heranführt. Aber wenn es ein Rüde ist, egal ob es Luftzugdackel ist, oder einer von seinem Kaliber, versteift er sich erst, und wenn der Hund auf seiner Höhe ist, geht er mit lautem Gebell zum Angriff über. Ich habe es mit Leckerlis probiert, mit Lob, mit Tadeln...es ging mal eine Zeit besser, dann war es wieder so schlimm, dass ich wirklich Angst vorm Gassi-gehen hatte. Die Hundeschule in unserer Nähe ist total ausgebucht, ich habe schon angefragt, ob wir dahin können, damit er es lernt, mit anderen Rüden klar zu kommen, aber andererseits habe ich auch Angst, dass unser Hund einem anderen was tun könnte. Mit Sicherheit überträgt sich das auch auf ihn. Ich bekam von Bekannten schon Tipps wie: Würgerhalsband...Maulkorb...aber damit wird er dann direkt als gefährlich abgestempelt. Dabei ist er im Umgang mit Menschen wirklich total lieb. Er ist wirklich ein toller Hund, total verspielt, eine Wasserratte ohne Ende, nur traue ich mich auch nicht mehr an einen See mit ihm, da er dann keinen anderen Hund ins Wasser lässt. Ist das Dominanz verhalten ? Wir haben ihn nicht kastrieren lassen, da unser Tierarzt sagte, bei einem 6jährigen Hund bringt es nur was, wenn er wirklich sehr aggressiv ist. Und wir wollten nicht, dass er sich verändert und haben uns dann entschieden, erst mal zur Hundeschule zu gehen. Nur leider wird das dieses Jahr wohl nichts mehr werden. Und es gibt hier wenige Hundeschulen in der Gegend. Somit ist mir mit Tipps: Geh zur Hundeschule nicht wirklich geholfen :wink: Es muss doch Mittel und Wege geben, ihm beizubringen, nicht so auszurasten. Im März hat er mich dermassen umgeworfen, als er wieder auf einen Rüden losgehen wollte, dass ich eine Fehlgeburt hatte. Und ich bin wirklich nicht gerade klein und zierlich. Dennoch, ich kann ihn wirklich nur mit äusserster Mühe halten und wenn ich hier die Kommentare lese, wie unwohl ihr euch fühlt, wenn euch jemand entgegen kommt, der seinen Hund nicht im Griff hat, dann möcht ich gar nicht wissen, was den Leuten in unserer Nachbarschaft durch den Kopf geht, wenn ich mit ihm Gassi gehe. *seufz*. Ich freue mich auf Feedback
Miri