Soo...ein kleiner Anfang...
Habe mich heute mal dran gesetzt.
Noch nicht ganz fertig, aber ich will euch nichts vorenthalten, zumal ihr mir verbesserungsvorschläge geben könnt.
Was sind Lebendgebärende Fische?
Als Lebendgebärende Fische bezeichnet man die Fischarten, bei denen sich die Eier im Mutterleib zu Jungfischen entwickeln. Während des Legens der Eier durch das Weibchen sprengen die Jungfische ihre Eihülle und sind sofort schwimmfähig.
Was sind alles Lebendgebärende?
Es gibt viele Arten die dazu gehören.
Dazu zählen unter anderem Lebendgebärende Zahnkarpfen.
Wie sollte diese Fische gehalten werden?
Die Haltungsbedingung der Lebendgebärenden sind fast alle gleich,
jediglich die Beckengrößen können sich stark unterscheiden.
Der Bodengrund sollte aus Sand und Fußkies beschaffen sein, aber auch Quarzkies.
Als Pflanzen eignen sich robuste, die hohe Wasserhärten aushalten können (Javamoos, Javafarn, Sagittarien oder Vallisnerien).
An Sauerstoff und Filterung stellen diese Fische keine hohen Ansprüche.
Optischer Unterschied von Männchen und Weibchen?
Die männlichen Tiere erkennt man leicht an dem Gonopium, eine zur Begattung umgewandelte Afterfloße.
Ein paar Arten, die beliebt bei Aquariern sind:
Guppy Poecilia reticulata
Schwertträger Xiphophorus hellerii
Schwerttäger verschiedene Zuchtformen
Papageienplaty Xiphophorus variatus
Platys verschiedene Zuchtformen
Segelkärpfling Poecilla velifera
Gibt es bei ihnen "Geschlechtsumwandlungen"?
Es wird behauptet, dass bei lebendgebärenden Zahnkarpfen eine Geschlechtsumwandlung vom Weibchen zum Männchen eintreten kann; beim Schwertträger (Xiphophorus hellerii) wurde dies vorgeblich in einzelnen Fällen beobachtet. In keinem Fall ist aber eine Umwandlung eines funktionsfähigen Männchens in ein funktionsfähiges Weibchen oder umgekehrt belegt. Ein "funktionsfähiges Männchen" wäre eines, das nachweislich Nachwuchs gezeugt hat, analog ist der Begriff "funktionsfähiges Weibchen" zu verstehen. Daher kann davon ausgegangen werden, dass diese "Geschlechtsumwandlung" tatsächlich nur der Beobachtung der Entwicklung sogenannter "Spätmännchen", die einfach nur verhältnismäßig spät ihr Gonopodium ausbilden, entspricht.
Wie sollten die Wasserwerte sein?
Dies ist von Art zu Art unterschiedlich. Manche Arten brauchen auch Salzzusatz (Hechtkärpfling).
pH-Wert:
Säuregrad eines Wassers. Die pH-Wert Skala reicht von Wert 1 (stark sauer) über Wert 7 (neutral) bis Wert 14 (stark alkanisch)
°dGH:
Härte des Wassers, die durch Kalzium- und Magnesiumsalze hervorgerufen wird.
Die Messung erfolgt über die Kationen Ca²+ und Mg²+
°C:
Temperatur des Wassers.
Nitrat:
Salze der Salpetersäure. Ist längst nicht so giftig für die Fische/Pflanzen wie Nitrit.
Ein Wet von 150 mg/l sind gefährlich, ein Wert von 20 mg/l ist anzustreben.
Nirtit:
Salze der salpetrigen Säure. Ab 0,2 mg/l ist es bedenklich für meisten Fische.
pH-Werte für die folgenden Arten:
Hechtkärpfling: 7,5-8,2
Metallkärpfling: 6,5-7,5
Guatemalakärpfling: 6,5-7,5
Gefleckter Kaudi: 6,8-8
Guppy: 5,5-8,5
Wildmolly: 7,5-8,2
Segelkärpfling: 7,5-8,5
Schwertträger, Helleri: 7-8,3
Papageienplaty: 7-8,3
dGH-Werte für die folgenden Arten:
Hechtkärpfling: 25
Metallkärpfling: 10-25
Guatemalakärpfling: 10-25
Gefleckter Kaudi: 15-30
Guppy: 5-25 (15)
Wildmolly: 11-30
Segelkärpfling: 25-35
Schwertträger, Helleri: 12-30
Papageienplaty: 15-30
Temperartur der folgenden Arten:
Hechtkärpfling: 26-32°
Metallkärpfling: 22-25°
Guatemalakärpfling: 22-28°
Gefleckter Kaudi: 20-24°
Guppy: 18-28°
Wildmolly: 18-28°
Segelkärpfling: 25-28°
Schwertträger, Helleri: 18-28°
Papageienplaty: 15-25°
Die Beckengrößen der folgenden Arten in cm:
Hechtkärpfling: 100
Metallkärpfling: 70
Guatemalakärpfling: 60
Gefleckter Kaudi: 60
Guppy: 60
Wildmolly: 60
Segelkärpfling: 100
Schwertträger, Helleri: 60
Papageienplaty: 60
Für welche Gesellschaftsbecken sind folgende Fische geeignet?
Hechtkärpfling: Nur mit großen und robusten Fischen. Alttiere sind recht streitsüchtig.
Metallkärpfling: friedlich, daher gut mit anderen friedlichen Arten zu vergesellschaften. Alttiere recht zänkisch.
Guatemalakärpfling: mit nicht zu starken fressern vergesellschaften.
Gefleckter Kaudi: mit friedlichen anderen Arten gut zu vergesellschaften.
Guppy: nicht zu Fischen die den Flossen des Guppys anfressen (z.B betta splenders)
Wildmolly: zu ruhigen Arten, da recht empfindlich
Segelkärpfling: friedlicher Fisch, mit verschiedenen Arten vergesellschaftbar
Schwertträger, Helleri: nicht zu kleinsten Jungfischen, da gefressen werden kann. Nur ein Männchen behauptet sich.
Papageienplaty: friedlich, gut für Vergesellschaftsbecken mit friedlichen Fischen
Aus was sollte die Ernährung bestehen?
Der Hechtkärpfling ist ein Räuber, frisst also nur größeres Lebendfutter, was es in Form von Fisch auch gefroren gibt.
Er sollte einmal täglich einen kleinen Fisch bekommen.
Alle anderen oben genannten Fische fressen gerne feines Lebendfutter im Form von Artemia, weißen Mückenlarven oder Wasserflöhe.
Auch Flockenfutter wird gern genommen.
Welche Pflanzen sind am besten geeignet?
Am besten Pflanzen, die hartes Wasser vetragen, wie z.B. Vallisnerien.
Dazu wollen einige Fische auch Schwimmplanzen, wie der Metallkärpfling.
Der Molly brauch schnellwachsende Pflanzen und viel Oberflächenbewuchs.
Bei der beplanzung sollte dennoch nicht der große Schwimmraum vernachlässigt werden, die z.B. der Schwertträger brauch.
Einige brauchen Algenwuchs, wie der Papageienplaty und der Segelkärpfling.
Filtertypen
Für kleine bis mittlere Becken bis 80 Liter:
Schaumstofffilter, Innenfilter, Kreisklumpenfilter, Außenfilterkasten mit Mammutpumpe oder Motor.
Für mittlere bis 150 Liter:
Tauchkreiselpumpe
Kreiselpumpen-Topffilter
Schaumstoffpatronenfilter
Becken ab 15 Liter:
Außenfilter oder Biofilter
Für Großbecken ab 300 Liter:
Kreiselpumpen-Topffilter mit 500 Liter Leistung und darüber oder ein ins Becken
eingebauter Biofilter und zur Wasserumwälzung eine starke Wasserförderpumpe.
Womit heizt man am besten das Aquarium?
Am besten eignet sich ein Stabheizer (es gibt sie von 10-500 Wattstärken) oder der Regelheizer.
Wie/womit sollte beleuchtet werden?
Durch den sparsamen Stromverbrauch, der geringen Wärmeentwicklung und der recht gleichmäßigen
Ausleuchtung eignet sich eine Leuchtstofflampe am besten, deren Brenndauer bei ca. 12.000 Stunden liegt.
Bereits nach einem Jahr nimmt die Lichtintensität stetig ab.
Bei einer täglichen Benutzung von 12-16 Stunden sollte die Lampe nach zwei Jahren ausgewechselt werden.
Fische benötigen eine Lauchtdauer ab 10 Stunden, Pflanzen 12-14 Stunden, damit der Wachstum angekurbelt werden kann.
Bei zu starker Beleuchtung bilden sich Grünalgen.
Fortsetzung folgt....
---
EDIT (automatische Beitragszusammenführung):
Welcher Bodengrund sollte verwendet werden?
Lediglich für die Pflanzen hat der Bodengrund eine besondere und wichtige Bedeutung.
Die Fische stellen keine hohen Ansprüche auf den Bodengrund. Manche Arten brauchen Sand zum Gründeln. Er sollte für die Fische dunkel gewählt werden und nicht scharfkandig sein. Auch sollte er nicht kalkhaltig und metallhaltig sein.
Geeigneter Bodengrund:
Grober Sand von ca. 2 mm durchmesser
Feiner Kies von 3 mm durchmesser
Quarzkies
Lavagrund
Basaltsplit
Flußkies
Bodengrundfertigmischung
Mehr fällt mir jetzt nicht ein... aber schaut nicht viel aus, würde noch mehr schreiben.
Habt ihr noch ideen?????