Ich will das Vertrauen meines Pferdes

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  • Ich will das Vertrauen meines Pferdes Beitrag #1
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joghurt

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Hi Leute,
das ist mein erster Beitrag, also seid nicht sauer, wenn er nicht so profimäßig ist...

Ich habe ein Pferd. Er ist ein mix aus (Mutter)Kaltblut und(Vater)Pinto. Ein großes, liebes Pferd und ein bisschen "toffelig". Er ist nicht böswillig oder so, aber ein bisschen ängstlich vor bestimmten Dingen wie z.B. Mähnenspray. Ich weiß nicht genau ob er mir vertraut. Aber er kann mich mindestens ein wenig leiden, denn sonst würde er mir immer den Hintern zudrehen:?
Mein größter wunsch wäre, dass er mir voll und ganz vertraut. Man soll ja immer Bodenarbeit und so machen, aber er ist kein Dressurpferd. Eher ein "Freizeitpferd", springen geht sowieso nicht und will ich auch nicht! Aber Gustav kennt es nicht einmal, longiert zu werden. Gestern war er mit einem super Dressurpferd in der Halle und wir haben sie ohne Longe "longiert". Am Anfang hat er sich immer zu mir gewendet und wusste nicht was er machen soll, aber ich hab ihn immer wieder hinter das andere Pferd geführt und nach einer Weile hat ers dann kapiert und ist hinterher gelaufen:) Er lernt sehr schnell, obwohl er schon 10 ist. Mich würde es jedenfalls sehr, sehr freuen, wenn jemand der Meinung wäre, dass er mir helfen könnte und mir antwortet;)
Schon mal vielen Dank im Vorraus!
 
  • Ich will das Vertrauen meines Pferdes Beitrag #2
Man soll Bodenarbeit machen aber er ist kein Dressurpferd? Was hat das eine denn mit dem anderen zutun? Bodenarbeit kann jedes Pferd machen.
Ich glaube übrigens dass es nichts bringt wenn du ihn anderen Pferden hinterher rennen lässt, dann orientiert er sich am anderen Pferd und nicht an dir.

Das er sich immer wieder zu dir gewendet hat als er nicht weiter wusste ist für mich eigentlich schon ein Zeichen, dass er Vertrauen zu dir hat und dich als "Führungsperson" ansieht an der er sich orientiert. Darum versteh ich dein Problem grad nicht so wirklich.

Aber Bodenarbeit kannst du ja trotzdem machen ;). Ohne andere Pferde. Ich würd mir dafür aber für den Anfang jemanden zur Seite holen, der Erfahrung damit hat damit nichts falsch läuft und er dann das Vertrauen, was er hat, womöglich noch "verliert" weil du ihm falsche Signale sendest oder ähnliches.

Die Sache mit dem Mähnenspray kannst du eigentlich ganz gut üben mit Leckerlies. Du stellst dich einfach erstmal neben dein Pferd und betätigst die Sprühflasche ohne dass du ihn direkt ansprühst und gibts ihm dann ein Leckerchen. So verbindet er was Positives mit dem Geräusch. Wenn er irgendwann vor dem Geräusch nicht mehr zurückschreckt (und eigentlich geht das recht fix, zumindest bei meiner damals) dann kannst du etwas auf die Mähne sprühen. Meist erschrecken sich die Pferde eher vor dem Geräusch als vor dem Sprühen an sich, bei der dicken Mähne merken sie das ja eigentlich gar nicht.

LG
 
  • Ich will das Vertrauen meines Pferdes Beitrag #3
Hi,

also erstmal herzlich Willkommen!

Dann gleich mal vorweg: 'Dressur'arbeit in Form von gymnastizierenden Übungen - egal ob vom Boden oder im Sattel - sollte jedes Pferd lernen und machen ;)
Das kann ein Mini-Shetty genauso lernen wie ein Shire. Alles halt im Rahmen seiner körperlichen Möglichkeiten.

Dann zum Vertrauen, dazu muss du die Natur der Pferde verstehen: Pferde sind Herdentiere, sie finden in der Gruppe Sicherheit und folgen dem ranghöchsten Tier, weil das Sicherheit 'verspricht'. (Das ist ganz vereinfacht ausgedrückt).
Folglich musst du, damit dein Pferd dir vertraut also auch Ranghöher sein, das erfordert Konsequenz und Sicherheit in deinem Benehmen. Dein Pferd muss wissen, dass es sich in allen Fällen auf dich verlassen kann.
Das du ruhig bleibst, dass du es auch vor Dingen 'beschützt' die gefährlich sind (auch wenn das Pferd das manchmal anders sieht ;) )...

Es muss lernen, dass es zwar Angst haben darf, aber das du es sozusagen beschützt und es kein Grund zu seinem angeborenen Verhalten hat - nämlich zu flüchten.

Das Mähnenspray ist ein gutes Beispiel: das Geräusch verbindet es instinktiv mit Gefahr (vllt einer Stechmücke, Bremse oder gar einer Schlange), du als sein 'Leittier' musst nun ruhig bleiben und ihm zeigen, dass es kein Grund für diese Angst gibt.
Die Methode von Embalazoned ist schon recht gut, ich arbeite aber lieber ohne Leckerchen und mit Lob (Stimme und lobend Klopfen).

Ich kann dir als Anregung für die Bodenarbeit 'Natalie Penquitts Pferdeschule' empfehlen.

LG Lilly
 
  • Ich will das Vertrauen meines Pferdes Beitrag #4
Danke erstmal für eure Tipps!
Aber das mit der Halle und dem Hinterherlaufen: wie hätte ich es denn sonst machen sollen? Er kennt das ja nicht und so hat er zumindest den 'Sinn' verstanden(hoffe ich). Nächstes Mal kann ich es ja allein versuchen, er lernt ja schnell:D
Ich werd jetzt immer mit ihm quatschen, wenn er Angst hat und ihn beruhigen...
 
  • Ich will das Vertrauen meines Pferdes Beitrag #5
Pferde beruhigen, wenn sie Angst haben, ist immer etwas problematisch, da sie sich dadurch in ihrer Angst bestätigt fühlen. Du willst dem Pferd sagen "Alles ist ok, es passiert nichts, ich pass auf dich auf", aber das Pferd versteht "ich habe die Gefahr nicht bemerkt, zum Glück hast du mich gewarnt, das hast du gut gemacht". Das heißt, durch Beruhigen erreichst du genau das Gegenteil.
Viel besser ist es, die Angst des Pferdes zu ignorieren und weiter zu machen, als wäre nichts besonderes passiert. Dadurch, dass du der vermeintlichen Gefahr keine Beachtung schenkst, signalisierst du dem Pferd, dass seine Angst unbegründet ist.

Ich befürchte, dein Pferd hat jetzt nur verstanden, dass es dem anderen hinterher laufen soll;)
Ich habe Pferden das longieren immer so beigebracht, dass ich sie auf einem Kreis geführt habe und die Longe dabei immer länger gelassen habe, während ich mich vom Pferd weg nach innen bewegte. Den Pferden habe ich durch Körpersprache signalisiert, dass sie sich mir nicht nähren sollten.
Einfacher wird das ganze natürlich mit einem Round Pen oder Longierzirkel, da das Pferd hier eine Begrenzung hat, an der es sich orientieren kann. Du brauchst es dann nicht mehr davon abhalten, gerade aus wegzulaufen, sondern nur noch darauf achten, dass es nicht nach innen kommt.
Allerdings kann man beim Longieren viel falsch machen. Deshalb wäre es sinnvoll, wenn du es dir von jemandem mit Erfahrung beibringen lassen würdest.
 
  • Ich will das Vertrauen meines Pferdes Beitrag #6
Das mit dem beruhigen werd ich ändern...
wie lange hat es gedauert, bis deine Pferde das longieren verstanden haben?
 
  • Ich will das Vertrauen meines Pferdes Beitrag #7
Das ging bei allen relativ schnell. Am Ende der Trainingseinheit wussten sie es. Teilweise muss man es ihnen beim nächsten mal noch mal etwas deutlicher zeigen, aber danach haben die meisten Pferde begriffen, was wir Menschen von ihnen wollen.
Bis Routine reinkommt, das Pferd von selbst auf die Zirkellinie geht usw. vergeht natürlich etwas mehr Zeit.
 
  • Ich will das Vertrauen meines Pferdes Beitrag #8
gut, das werd ich auch üben!
 
  • Ich will das Vertrauen meines Pferdes Beitrag #9
Das heißt, durch Beruhigen erreichst du genau das Gegenteil.
Viel besser ist es, die Angst des Pferdes zu ignorieren und weiter zu machen, als wäre nichts besonderes passiert.

habe auch das problem mit dem mähnenspray...

also das heisst ich soll mein pferd einfach weiter ansprühen auch wenn er totale panik hat ??.. lese ich jedenfalls so herraus ... O__o
ich habs die letzten male mit möhren geübt er schreckt ab und zu immernoch zurück ist aber schon einen hauch besser geworden ...
 
  • Ich will das Vertrauen meines Pferdes Beitrag #10
Nein, so natürlich nicht;) Aber dadurch, dass man das Pferd beruhigt, erreicht man wie gesagt genau den gegenteiligen Effekt. Man muss einfach Ruhe bewahren, und die Panik des Pferdes ignorieren.
Mit "weitermachen als wäre nichts besonderes passiert" wollte ich sagen, dass man je nach Situation weiter reiten/führen/... soll, nicht das Pferd weiter ansprühen.

Beim Mähnenspray arbeitet man mit positiver Bestärkung, sobald das Pferd erwünschtes Verhalten zeigt. Man sprüht einmal (zuerst vom Pferd weg, im nächsten Schritt auf die Mähne - wie Emblazoned schon erklärt hat) und je nach Reaktion des Pferdes reagiert man auch. Regt es sich auf, bleibt man selbst völlig ruhig. Sobald das Pferd sich beruhigt hat, belohnt man es, bis es merkt, dass es keinen Grund zur Panik gibt, da der Mensch auf es aufpasst.

Genauso funktioniert es, wenn das Pferd z.B. vor einem Geräusch erschrickt. Man bleibt einfach nur ruhig und geht nicht weiter auf die Panik ein. Wenn das Pferd sich beruhigt hat, kann man es loben, aber nicht vorher (denn das Beruhigen wirkt auf das Pferd nicht viel anders als ein Belohnen mit der Stimme).
 
  • Ich will das Vertrauen meines Pferdes Beitrag #11
ahh ok dann ist ja gut, dann mach ich das mit den möhren ja doch nicht ganz so falsch :mrgreen:
 
  • Ich will das Vertrauen meines Pferdes Beitrag #12
Hallo, ich will dir hiermit ein bisschen helfen ich hoffe es holft dir!!

Hi, ich würde dir gerne helfen!!!
Ich habe selbst ein Pferd und mein Pferd hat sich am Anfang auch so wie deins benommen!! Wie lange hast du es denn schon??
Ich habe einfache Tricks angewendet ich werde dir hier ein paar veraschaulichen:
Du sagst, dein pferd hat angst vor mähnenspray? Es gibt einen einfachen Trick, wie du ihm bei bringen kannst, dass das Mähnenspray ihm nix tut. Binde ihn vor seiner Box oder draußen an, dann gehst du auf ihn zu mit dem Spray in der Hand, wenn du merkst er schreckt zurück bleib einfach stehen, aber wenn es zu häftig wird spray aglegen und beruhigen (ich hoffe, dass ist dir klar), dann weiter gehen, wenn du nah genung dran bist lass ihn das spray beschnuppern, wenn du das 1-2 wochen immer gemacht hast, dann wirst du merken er entspannt sich und merkt das das spray ihm nix tun möchte und so kannst du dasmit allen dingen machen, mein pferd hatte z.B. angst vor wasserschläuchen, das war nach 10 tagen wie weggeblasen!!
Dann zur Bodenarbeit: Dressur und bodenarbeit ist etwas voll kommen anderes!! Bei bodenarbeit kannst du einfach nur verschiedene schlangenlinien reiten, du musst ja keine L-Dressur oder so veranstalten, dass hat dann schon nicht mehr viel mit bodenarbeit zu tun!! verstehst du was ich dir sagen will?? Reite einfach nur leichtere aufgaben so wie im schulunterricht und steigere dich immer mehr mit schwieriegeren disziplinen!!
Du kannst am besten auch sein vertrauen gewinnen, indem du ihn immer wenn du ihn von der koppel holst, seinen Namen rufst und wenn du merkst er reagiert, wird er irgendwann deinZeichen sich merken und immer wenn du das machst (es kann ein flöten oder pfeifen sein egal was , nur etwas was man gut hören kann) wird er sofort zu dir kommen!! Gib deinem Pferd einfach Zeit und Geduld, sich an dich zu gewöhnen und du wirst merken er wird dir immer mehr vertrauen!! Bald werdet ihr ein richtig gutes team sein! Vertrau auf meine worte, es hat auch bei mir geholfen!! wenn du willst würde ich mich freuen, wenn du mir über die fortschritte deines pferdes berichtest!!
Gruß SpeedySchatzii.!! :D
 
  • Ich will das Vertrauen meines Pferdes Beitrag #13
hi

also erstmal, wenn dein pferd angst hat binde es bloß nicht an!
wenn es panik bekommt kann sonst was passieren, so schnell kann man gar nicht reagieren.

und dann bodenarbeit hat nichts mit dressur zu tun und vor allem ist bodenarbeit vom boden aus und nicht vom sattel

du sagt dein pferd ist schon 10 und kennt keine longe... ich kann dir nur empfehlen mit deinem pferd nach "bent branderup" zu arbeiten und schau auch mal im i-net nach "karin kattwinkel"

wenn du einen kapzaum hast der gut passt wäre das schon mal n guter anfang, um dein pferd zu gymnastizieren lass es erstmal seitlich übertreten an der kurzen leine achte darauf das das bein vor geht und nicht hinten weg schiebt
gib deinem pferd etwas vorwärts und nimmt z.b. das longenende oder eine gerte und ticke ihn in der gurtlage wo sonst der schenkel treibt an
dann wird er hoffentlich mit dem inneren hinterhuf überkreuz zur mitte hintreten und so lässt du ihn etwas um dich herum übertreten und lässt ihn dann immer länger damit er den cirkel vergrößern kann

ansonsten um vertrauen aufzu bauen sehr wichtig ist, ausgibig putzen und spatzieren gehen
wenn du auf die weide gehst um ihn zu holen nimm ein lerkerlie mit und gieb es ihm wenn er zu dir kommt

so hab ich das mit meinem kleinen gemacht der ist jetzt 3 und macht schon bodenarbeit wie n profi, geht mit mir ins gelände und folgt mir auch sonst wie ein hund

immer schön das pony lieb haben aber konsequent bleiben, verhalte dich wie ein ranghöheres pferd.

LG
Integra
 
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