Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal

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SusanneC

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Einzelhaltung von Tieren, die in der Natur nur in Gruppen leben ist nicht artgerecht. Sie brauchen jemanden mit dem sie in Meerschweinsprache reden können, jemanden, der 24 Stunden bei ihnen ist, der sie auch mal putzt wo sie nicht hin kommen, jemand hinter dem sie herlaufen können (Erkundungstouren finden am liebsten im Gänsemarsch statt). Artgenossen geben ihnen das Selbstbewusstsein, um Zahm zu werden und nehmen ihnen die Angst.

Kein meerschwein sollte alleine leben müssen, und wenn sie nicht viele Jahre absolut falsch gehalten wurden kann man nahezu jedes Schwein in eine Gruppe eingewöhnen. manchmal muss man sich nur genauer informieren,w er zu wem passt.

Aber: auch zwei meerschweine sind nicht ideal.

Meerschweine leben in der Natur nicht in festen paaren, sondern in lockeren gruppenverbänden. In jeder dieser gruppen gibt es tiere, die enger befreundet sind, und tiere, die nicht so viel miteinander anzufangen wissen. Ganz wichtig ist dabei auch die Hierarchie zwischen dem Leitbock und seinen Weibchen - reine Weibchengruppen funktionieren deswegen oft nicht so gut.

hat man nun nur zwei Schweine ist die Wahrscheinlichkeit, dass beide nicht die aller allerbesten freunde sind recht hoch - sie können wenig miteinander anfangen, haben unterschiedliche zeiten, und wenn man nur zu zweit ist: wenn einer reden will und einer schlafen ist es eben immer Mist.

Ganz wichtig ist auch, dass man einen kastraten mit mehreren Weibchen hält - die Weibchen brauchen den kastraten um Streitigkeiten zu schlichten, der kastrat braucht die Weibchen für seine Bedürfnisse. Die Weibchen brauchen sich aber auch untereinander - es gibt eben Dinge, die man nur mit Mädels machen kann. kastraten haben gerne ihre Mädels im Blick, aber große Redner oder arg unternehumngslustig sind sie oft nicht.

Bei zwei Schweinen kehrt oft sehr schnell langeweile ein, man hat sich nichts zu sagen, und es sind nur selten zwei Dicke Freunde, sondern in den meisten Fällen zwei, die wenig miteinander anzufangen wissen.

Noch dazu sind zweiergruppen sdie, bei denen die meisten schweren verhaltensstörungen auftreten, die am schwersten zu vergesellschaften sind und am häufigsten Krank werden.

zu empfehlen wären dazu die bertreffenden Artikel im Spektrum der Wissenchaft Januar 2010 und inder letzten Rodentia nager & Co.
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal

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  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #2
Da könnte ich eig. nur zu stimmen, allerdings habe ich hier 2 Kastraten zusammen, die sich wunderbar verstehen und es gab noch nie Zoff (nur als Kastrat Alex, jetzt bei den Mädels, noch dabei war).
Krank waren die beiden auch noch nie, außer einmal Haarlinge aber das ist ja was anderes, da hatten auch alle Schweinchen die Viecher.
Und Verhaltensstörungen... :eusa_think: Kommt drauf an was man darunter versteht, die beiden sind ständig am Popcornen, vorallem wenn es frisches Stroh gibt ^^

Aber ich finde größere Gruppen besser, aber wenn man denen den Platz nicht geben kann, reichen doch auch 2 (solang es 2 sind, eins reicht nie). Aber wir könnten neben dem 2 qm Gehege der 4er Meerli-Gruppe und dem 4 qm Gehege meiner Kaninchen kein größeres mehr stellen...
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #3
Gut und schön,bei der Einzelhaldung gebe ich dir in jeden Punkt recht.

Aber was ist wenn jemand unbedingt gerne Schweine haben möchte. Sie auch umsorgen kann usw. aber halt nur 2 und keine 3 oder 4? Ist es dann nicht besser man holt sich zwei Schweinchen aus dem TH bevr die da ihre Zeit absitzten?

Nicht falsch verstehen deine Argumente leuchten schon ein aber es ist nun mal nicht für jeden machbar. Und bevor da zwei Schweine irgendwo hocken dann ihnen doch lieber ein schönes Zuhause geben.
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #4
sehr logisch.ich habe 2 böcke,sie sind brüder und verstehen sich super.nächste woche bekomme sie ja endlich ihr großes gehege.wollte eigentlich noch 2 holen.aber es sind kosten die monatlich da sein müssen,und momentan ist es etwas knapp bei uns.
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #5
Ja auch hier wieder, umso mehr, umso besser, aber ich finde es langsam, sorry lächerlich.

Es sind Tiere, mir kommt es vor, das teilweise zuviel reininterpretiert wird. Es sind Tiere, keine kleinen Menschen. Wenn das eine Schwein redet, das andere will schlafen, dann redet das eine Schwein, bekommt halt keine Antwort, das andere pennt weiter, bekommts wohl nichtmal mit und dann bekommt das redende Schwein schwere Depressionen und muss zum Tierpsychiater?!?
Klar fühlen sich Rudeltiere in großen Rudeln wohler, als in kleinen, aber es an Beispielen alá "wenn das eine Schwein will, das andere aber nicht" heran zu führen, finde ich hmm ja einfach überinterpretiert, vermenschlicht. Ich glaube nicht das es einem Schwein so viel ausmacht, wenn es in dem moment keine Antwort bekommt, aber später schon.

Wieviele Schweine müsste ich wohl halten, damit alle nen dicken Freund haben und sich permanent unterhalten würden? Ich glaube das wären Massen die sich permanent erweitern, weil sich ja mal zwei verstreiten und dann ja neue dicke Freunde her müssen.

Ich zweifle hier langsam das Tiere als Tiere gesehen werden.
Ich vergleiche das gerne mit verzogenen Schosshündchen, die ne Tragetasche haben oder auf dem Arm mitgeschleppt werden, aber nicht mehr wie Hunde gehalten werden und so kommt es mir hier auch langsam vor, als wenn die Maßstäbe immer weiter gedehnt und erweitert werden und dabei zum einen vergessen wird wieviel ein Tier wirklich braucht und wieviel nunmal Luxus ist und nicht umbedingt nötig. Klar will jeder sein Tier verwöhnen, aber jeder macht das im anderen Maße und andere eben in Massen.

Mir reichen zwei, sie verstehen sich, sie streiten nicht, sie fühlen sich wohl, sie sind schon lange zusammen und ich brauche nicht noch zig Schweine für die ich ohnehin keinen Platz habe, für die ich nicht auf einmal die TA Rechnung zahlen mag, weil ich mir lieber davon was für meine Menschen um mich herum kaufe und ich muss auch nicht übertreiben und alle Superlativen mitleben.
Ich habe genug Ego für eine eigene Meinung und die lautet, zwei Schweine sind vollkommen in Ordnung, wenn sie sich miteinander verstehen #bg
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #6
Dann les doch mal Spektrum der Wissenschaft und Rodentia, ok? Ist ja nicht so, als ob ich mir das einfach so aus den fingern sauge, das ist durchaus wissenschaftlich untermauert.

Ich finde, wenn man wirklich nur zwei Schweine halten kann oder will, dann am ehesten böcke, ideal beizeiten kastriert mit großzügigem gehege, das klappt noch am ehesten.

Kastrat mit Weibchen ergibt die meiste langeweile

und weibchen mit Weibchen die schlimmsten verhaltensstörungen.
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #7
Also so muss ich auf jedenfall zustimmen
ich hatte vorher 3 schweinchen
ein kastriertes männlein und 2 weiber
und das männlein ist vor 1nem jahr gestorben.
Und ich merke es hat vorher besser funktioniert
weil mein männchen die beiden weibchen zusammen gehalten hat ..
und ja meine zwei die ich jtz habe haben langweile ..
das stimmt
und sie finden sich gegenseitig auch nicht soo toll
allerdings entsteht bei denen keine verhaltensstörungen da kann ich nicht zustimmen ..
und auch bei anderen schweinchen die ich kenne sind keine verhaltensstörungen entstanden
kann natürlich bei allen anders sein
also ich weiß ja nicht was meerschweinchen darrüber denken und sagen aber bei den meisten ist der platz ja das problem ..
ganz ehrlich wenn ich einen kleinen käfig hätte würde ich eher 2 halten als 4 die es dann zueng haben ...
und ich denke wenn die sich verstehen dann ist da auch kein problem
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #8
Klar, wenn der platz es nciht hergibt ists was anderes - aber man sollte eben am besten die Haltung überhauptnur anfangen, wenn man entsprechend platz für eine kleine Gruppe hat.

verhaltensstörungen sind am häufigsten dann,w enn zwei Weibchen schon als Babys nur zu zweit leben und gerade die sensiblen ersten paar Monat so verbringen - und wie viel störungen wirklich vorliegen sieht man meistens erst, wenn man versucht, sie in eine andere gruppe zu integrieren oder in ihre gruppe ein weiteres Schwein setzen will. Was da dann abgeht hat leider oft mit einer normalen Vg wenig zu tun, je länger sie aleine waren, desto mehr Fingerspitzengefühl braucht die VG - und desto wichtiger ist es, nur tiere mit sehr gutem Sozialverhalten und gesundem Selbstbewusstsein dazu zu setzen.

Meerschweine ähneln in ihrem Sozialverhalten Pferde- oder Rinderherden, ich denke sogar, dass Meerschweine durchaus in der Intelligenz vergleichbar mit Pferden oder Rindern sind. verhaltensforscher erforschen dieses herdenverhalten übrigens exemplarisch an meerschweinchen, weil die deutlich einfacher zu halten und zu beobachten sind.

zu sagen, es sind ja "nur Meerschweinchen" tut ihnen großes unrecht. ine rster Linie sind es denkene, fühlende, sozial lebende Säugetiere, gar nicht so weit weg von den zweibeinern, die ja auch nur etwas weiter entwickelte Affen sind. nur weil adam und Eva vom baum der Erkenntnis gegessen haben heißt es noch lange nicht, dass die anderen Säugetiere nicht ebenso leiden könnten. ich habe sogar ein traumatisiertes meerschweinchen, ganz eindeutig - vergewaltigung und Gewalt von einem kaninchen. Auch drei jahre beste pflege, versuche mit medikamenten und Bachblüten haben sie nicht aus ihrer erstarrung lösen können, so groß ist das trauma.
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #9
... und wie viel störungen wirklich vorliegen sieht man meistens erst, wenn man versucht, sie in eine andere gruppe zu integrieren oder in ihre gruppe ein weiteres Schwein setzen will. ...

Wenn man das also nicht vorhat, die Schweine ihren Lebtag so hällt, ist es somit doch egal, weil sie das Problem nicht haben, oder missverstehe ich das? Denn selbst wenn ein Schweinchen stirbt und ein neues dazu kommt, hatte ich selbst mit Zweierhaltung keine Probleme, noch haben die Leute die ich kenne und zwei Schweinchen halten, je ein Problem damit.
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #10
Von welcher Gruppengröße reden wir hier genau.

Versteht sich das eine Schwein mit den anderen nicht muss da eins her , dann ist das andere wieder alleine, und bekommt uch ein Schwein, was aber wenn die sich nciht auch verstehen dann müßen ja zwei her...damit die sich eventuell verstehen...das ist ja ein kreislauf schlimmer wie bei Mäusen.

Und von welcher Art von Verhaltensstörung reden wir hier? Wie sehen die genau aus?
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #11
Was häufig passiert noch während der paarhaltung: ein Weibchen hat bedingungslos das sagen, frisst dem anderen viel futter weg, wodurch der Kraftunterschied noch größer wird, das unterlegen leidet still vor sich hin und stirbt relativ jung an irgendeiner kleinen Krankheit, die es vor allem dem Stress zu verdanken hat. teilweise hungern sie zu Tode, weil sie nicht mehr ans futter dürfen.

bei einer VG: gerade dominante Weibchen zeigen sich völlig irrsinnig aggressiv, sucht den Kampf richtiggehend, kann sich nicht unterordnen oder einfügen, VG muss teilweise abgebrochen werden

ist die Vg doch geglückt mit viel Geduld, oft mehreren Anläufen, einigen schrammen bei allen beteiligten und gerne Milben oder Pilzbefall: unfähigkeit, eine Freundschaft mit anderen Schweinen aufzubauen und Sozialkontakte auf einer normalen basis aufzunehmen - ist meistens abgesondert, wennes Kontakt gibt dann eehr Drohverhalten

unterlegene Schweine: blühen nach dem tod des Partnertieres richtiggehend auf und nehmen kräftig zu, haben absolute Angst vor anderen meerschweinen, verfallen innerhalb einer gruppe oft in alte Muster wie nicht zum Futter hin trauen, kein normales Sozialverhalten, haben fast ein schild um Hängen: "Prügelknabe"

Die ideale Meerschweingruppe besteht aus 4-8 tieren. da hat mit sicherheit jedes tier einen bezugspartner, dennoch ist die gruppe überschaubar, bezahlbar, platzmäßig gut unterzubringen und auch für Schweine mit nicht so tollem Sozialverhalten geeignet, weil übersichtlich inder Anzahl der Beziehungen.
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #12
Meine sechser Gruppe hatte lange die Milben, ich bekam die ewig nicht weg. Damals hatte ich den Eigenbau, den konnte ich nicht so einfach ins Bad bringen und mit über 60 Grad heißem Wasser abspülen oder mit kochendem, wie meinen jetzigen Käfig.

Meine zweier Gruppe jetzt hat auch kein dominantes Glied, sondern sie sind gleichberechtigt, fressen gemeinsam, sie wiegt weniger als er, hat aber keinen Pilz und keine Milben und er ist schwerer, hat aber im moment Milben. Stimmt also irgendwie alles nicht.

So ein Verhalten wie du es beschreibst kenne ich aber offen gestanden von keinem Schwein und ich habe in meinem Leben selber zweier Gruppen gehalten, habe auch größere gehabt. Ich habe bei Freunden, Verwanten und Bekannten und deren zweier Gruppen auch nie dergleichen gehört.

Irgendwie halte ich das langsam für eine Verschwörung damit man sie ja in großen Gehegen, in großen Gruppen hällt, obwohl solche bösen Fälle kaum existent sind, aber man nennt, sie um abzuschrecken?!?

Bestimmt gibt es sie, aber ich glaube nicht das die Prozentzahl sehr hoch ist, im Gegensatz zu anderen zweier Gruppen die eben einfach funktionieren.
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #13
Ich finde das Schwachsinn, wenn wer 1qm hat und drauf 2 Meeris hält ist das völlig ok.

Mir geht das so aufn wecker, zuerst waren 1m käfige der Luxsus schlecht hin, die Meeris konnten von villt. 1 Möhre pro Tag nur träumen, dafür war der Trofu napf voll bis zum rand.
Dann ok, 1.20 mindestens mit Partner gut alles einleuchtend.

Und nun? man darf keine meeris halten wenn man nicht mindestens 1qm für 2 abknaooen kann aaaaber ohweh nur 2? da wirds schnell langweilig artgerecht sind doch 30 - 40....

Also kaufen wir nun mal alle brav den Schweinen ein eigenes Haus u. vergesst die 38 Partnertiere nicht. Aber obacht, 27 Tiere ist Tierquälerei in der Natur sinds bis zu 30 Tieren bei 27 werden garantiert 5 ausgeschlossen...

wie? 30 Meeris und nur 29,99qm platz??? Tierquäler denen fehlt 0,001qm nun werden sie fett und sterben am platzmangel, man man man.

Nur zur anmekung ich halte eine 11er, eine 4er, drei 2er gruppen und eine 3er und es klappt super....
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #14
Huhu,

es ist in der Haustierhaltung doch immer ein Abwägen zwischen "Wie sollte es sein?", "Wie sollte es gar nicht sein?" und "Wie ist es?". Je mehr Überschneidungspunkte das "Wie ist es?" mit dem "Wie sollte es sein?" hat, desto besser, oder?

Nun ist es natürlich nicht soooo leicht, den "Wie sollte es sein?"-Zustand zu definieren, bzw. kann man in der Haustierhaltung vermutlich eher nicht einen Soll-Zustand definieren, sondern es gibt einfach mehrere Möglichkeiten von Haltungsarten, die sich zwar unterscheiden, aber sich letztendlich alle nicht viel nehmen, bzw. eben jeweils ihre Vor- und Nachteile haben.

Wenn man mal versucht, theoretisch eine möglichst optimale Haltung zu konstruieren, woran orientiert man sich dann? Man schaut doch, wie denn die wilden Verwandten der Haustiere leben, man schaut, wie die Tiere sich organisieren und interagieren, wenn sie sich in einer großen Gruppe von Artgenossen wiederfinden, man schaut wie die Tiere reagieren, wenn sie alleine oder nur mit einem Artgenossen zusammenleben.

Aus solchen Beobachtungen und Untersuchungen lässt sich eben genau das ableiten: Meerschweinchen sind Sippentiere - aber sowas von.
Sie schaffen es problemlos, sich in Gruppen unterschiedlicher Größe und Zusammensetzung zu arrangieren, so dass es keine Probleme im Zusammenleben gibt. Voraussetzung: Sie haben es gelernt, d.h. sind in einer Gruppe aufgewachsen (sensible Zeit für das soziale Lernen bei Meerschweinchen 7.-9. Woche (EDIT Sawyer 13.04.2010 - falsche Angabe korrigiert, nicht 9.-12. Woche!*) - vergleicht das mal mit dem Standard-Abgabealter) und wissen dann also, wie man mit Artgenossen vernünftig kommuniziert.

Viele Probleme in Bockgruppen z.B. kann man so ganz einfach erklären: 2 4-wöchige Babybrüder aus der Zoohandlung oder vom Züchter geholt, ab in den 120er Käfig gepackt - und abgewartet. Manchmal geht's gut - und ganz oft auch nicht, und die beiden Jungs lassen irgendwann die Fetzen fliegen. Der kleine Käfig tut noch sein Übriges, aber vor allem haben die beiden Schweinchen überhaupt keine Ahnung, was sie tun, hat ihnen ja niemand beigebracht. In einer funktionierenden Gruppenstruktur haben alle Tiere ihren Platz innerhalb der Rangordnung - kennen ihren Platz, können damit leben, auch die rangniedrigeren Tiere. Die beiden jetzt zerstrittenen Böcke kennen vermutlich nicht mal das Konzept einer Rangordnung.

Meerschweinchen in Zweiergruppen (wobei ich hier eher die gleichgeschlechtlichen Zweiergruppen und noch eher reine Weibchenduos meine) haben/entwickeln keine Verhaltensstörungen? Das sieht man oft erst, wenn man versucht, die Schweinchen mit anderen zu vergesellschaften. Nimm ein dominantes Weibchen, dass ihr Leben lang nur mit einem anderen Weibchen zusammengelebt hat, und probier, sie mit einem Kastraten zu vergesellschaften. Da müssen wir uns noch nicht mal von der Zweiergruppe wegbewegen, um aus einer Vergesellschaftung, die normalerweise aus bisschen hinterherlaufen, bisschen anpinkeln, bisschen besteigen besteht, ein Drama in mehreren Akten zu machen - inkl. Weibchen und Kastrat ineinander verknäuelt.

Ich hatte ja mein Gruppen-Aha-Erlebnis mit Butterscotch und Fudge, werden damals so 8, 9 Wochen alt gewesen sein. 2 Handvoll Schwein, allein im 120er-Käfig, die meiste Zeit irgendwo ängstlich versteckt. Und dann erinnere ich mich an eine Situation, als ich beobachtete, wie eines der Mädels nach der anderen "hackte", für mich ohne erkennbaren Grund, mir erschien das in der Situation als recht extremes Verhalten. Mag auch damit zusammenhängen, dass die beiden aus vermutlich schlechter Haltung mit Platzmangel stammen, wo Zwickereien aufgrund der Enge vielleicht schon zum normalen "Umgangston" gehörten. Die beiden sind dann jedenfalls in meine Gruppe gezogen - und waren nicht wiederzuerkennen. Quasi vom einen auf den anderen Tag, von Angsthasen zu zwei absolut mutigen, frechen, zutraulichen Schweinchen, die einander auch heute noch sehr mögen.

Es geht ja auch nicht darum, bestehende Zweierhaltungen zu verteufeln, oder Halter von Zweiergruppen als schlechte Meerschweinhalter darzustellen, oder sie dazu zu bringen, jetzt sofort ihre Gruppen auf Teufel komm raus aufzustocken.
Es geht eher darum, ein Bewusstsein zu schaffen dafür, dass Zweierhaltung nicht optimal ist, ein Bewusstsein zu schaffen dafür, was Haustierhaltung in erster Linie ist. Denn: Wir halten doch zu unserem eigenen Vergnügen Haustiere. zu unserer Unterhaltung, zum Befriedigen unseres Kümmerbedürfnisses, als Zeitvertreib, aus Neugier. Ziemlich egoistisch motiviert. Da kann man jetzt stundenlang diskutieren, ob man überhaupt Haustiere halten sollte. Nachdem wir nun alle Viecher zu Hause haben, stellt sich eher die Frage, unter welchen Bedingungen. Meine Meinung dazu ist, dass man sich möglichst am oberen Ende der Skala, am Soll-Zustand (der schwer zu definieren ist, keine Frage - aber wissenschaftliche Untersuchungen, Beobachtungen der Tiere (auch vieler Halter), etc. geben ja durchaus den ein oder anderen Aufschluss) orientieren sollte.

Ich hoffe sehr, dass sich langfristig vor allem die Erkenntnis durchsetzt, dass auch Meerschweinchen die Chance zu einer vernünftigen Sozialisation bekommen sollten. Möglichst in Kombination mit der Erkenntnis, dass die Tiere in Gruppen und mit einem gewissen Platz leben sollte. Dann stellt sich bei der Anschaffung die Frage: Kann ich es leisten, denn wenigstens ein 1,5 m²-Bodengehege in meiner Wohnung unterzubringen und dort einen Miniharem mit Kastrat und 2 Mädels wohnen zu lassen? Wenn nein - sind Meerschweinchen dann die richtigen Tiere für mich? (Auch als Halter hat man mehr von einer kleinen Gruppe, als von zwei bestenfalls nebeneinanderher gelangweilten Schweinchen.)

Ich weiß, dass dieses Thema noch relativ sensibel ist, und sich die Zweiergruppenhalter auch oft missverstanden bzw. zu sehr kritisiert fühlen. Vielleicht auch weil der Weg von der Einzelhaltung weg noch nicht mal komplett abgeschlossen ist. Andererseits: Es ist doch eigentlich eine gute Sache, wenn man Wissen sammelt, wenn man auch immer mal seine eigene Haltung kritisch hinterfragt, wenn man die Möglichkeit hat vielleicht sogar die ein oder anderen Anregung mitnimmt und umsetzt.

Eine Minimal-Erkenntnis aus diesem Thread könnte z.B. sein: Wenn schon Zweiergruppe, dann wenigstens nicht 2 Mädels, sondern Kastrat und Weibchen. Schon ein ganzes Stück natürlicher - und die Jungs müssen ja auch irgendwo unterkommen.

EDIT: Hier noch der Link zur Einführung des Artikels in der Spektrum Wissenschaft, den Artikel kann man dort auch für'n Euro oder so kaufen:
Wen's interessiert, hier das Literaturverzeichnis zum Artikel - natürlich auch mit dem ultimativen Lesetipp: Sachser, N. (1994): Sozialphysiologische Untersuchungen an Hausmeerschweinchen. Gruppenstrukturen, soziale Situation und Endokrinium, Wohlergehen. Parey, Berlin. ;)
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Ich finde das Schwachsinn, wenn wer 1qm hat und drauf 2 Meeris hält ist das völlig ok.

Mir geht das so aufn wecker, zuerst waren 1m käfige der Luxsus schlecht hin, die Meeris konnten von villt. 1 Möhre pro Tag nur träumen, dafür war der Trofu napf voll bis zum rand.
Dann ok, 1.20 mindestens mit Partner gut alles einleuchtend.

Und nun? man darf keine meeris halten wenn man nicht mindestens 1qm für 2 abknaooen kann aaaaber ohweh nur 2? da wirds schnell langweilig artgerecht sind doch 30 - 40....

Also kaufen wir nun mal alle brav den Schweinen ein eigenes Haus u. vergesst die 38 Partnertiere nicht. Aber obacht, 27 Tiere ist Tierquälerei in der Natur sinds bis zu 30 Tieren bei 27 werden garantiert 5 ausgeschlossen...

wie? 30 Meeris und nur 29,99qm platz??? Tierquäler denen fehlt 0,001qm nun werden sie fett und sterben am platzmangel, man man man.

Nur zur anmekung ich halte eine 11er, eine 4er, drei 2er gruppen und eine 3er und es klappt super....

Da möchte ich doch jetzt sehr nachdrücklich hinweisen, dass ein solcher Ton in der Diskussion absolut nichts zu suchen hat. Bleibt sachlich.

Jeder kann seine Meinung sagen, aber bitte in einem angemessenen Ton.
Hilfreich wäre es dann noch, wenn man seine Meinung auch begründet, und nicht nur lospoltert.

*
Für das soziale Lernen innerhalb der Meerschweinchengruppe ist ein etwas späterer Zeitpunkt besonders wichtig, nämlich der Zeitraum von der 7. bis zur 9. Woche, die sogenannte Pubertätsphase (Sachser 2004). [...] Die Pubertätsphase ist entscheidend für die Entwickung des innerartlichen Sozialverhaltens. Laut Prof. Norbert Sachser entscheidet die Art des Sozialkontakts in dieser Zeit darüber, wie aggressiv ein Tier im späteren Leben sein wird und wie viel Stress es erleidet, wenn es fremden Artgenossen begegnet (Sachser 2004). Wird beispielsweise ein Böckchen in dieser Lebensphase allein oder nur mit Weibchen gehalten, hat es keine Möglichkeit die sozialen Spielregeln im Umgang mit erwachsenen Männchen zu lernen und wird daher im spätere Leben auch nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten mit erwachsenen Böcken zurechtkommen.
Quelle: Reich, M. (2008): Frühe Entwicklungsphasen beim Meerschweinchen. - In: RODENTIA, Jg. 8, H. 42, S. 43-45.
 
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  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #15
@Susanne: Kann dir nur zu 100% zustimmen!
Eine Bekannte von mir hat ca. 20-30 Schweinchen in einem schockierend kleinen Gehege, Männchen, Weibchen, Alte, Junge,... alles durcheinander.
Überraschenderweise (oder nach dem Artikel in Spektrum der Wissenschaft scheinbar ganz normal) gibt es überhaupt keinen Streit und Stress, keine Zickereien zwischen den Weibern, keine Kämpfe bei den Männchen...
Sowas hätte ich nie für möglich gehalten!
Seit ich das soziale Leben der Tiere dort erlebt habe, halte ich meine Haltung von 2 Böckchen bzw. 3 Weibchen definitiv nicht für dem Wesen von Schweinchen gerecht werdend (häh, irgendwie kompliziert ausgedrückt?!) und überlege mir, dem Platz entsprechend natürlich, noch mehr Meersis zu halten!
Wenn man bisher nur erlebt hat, dass die Tiere ja auch zu zweit oder schlimmstenfalls alleine, auch leben und klar kommen, kann man natürlich nicht einschätzen, wie wohl sie sich zu vielen fühlen! Aber ich habs gesehen!
Ich glaube, Susanne hat das auch nicht als Appell gemeint, jeder müsste jetzt 10 Meersis haben, sondern einfach mal als Denkanstoss.
Und wenn man Platz hat, z.B. ein schönes großes Außengehege, kann man den Tierchen sicherlich einen super Gefallen damit tun, indem man die Gruppe etwas vergrößert.
Sicherlich sollte man auch bedenken, wieviele Tiere man tatsächlich versorgen und finanzieren kann, im Falle einer Erkrankung für den Tierarzt aufwenden kann, etc. Dann ist weinger bestimmt auch mal mehr. Aber wenn man Platz, Zeit, Geld hat, ist mehr definitiv mehr!
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

@Sawyer (Absatz 6 ;-)): Das sehe ich jetzt bei einem meiner Weibchen. Keks hat den ganzen Winter mit einer Halbschwester im Haus im Käfig verbracht, weil sie zu klein (und erkältet) war, um draußen zu sein.
Keks war von der älteren total unterdrückt worden, aber sie lebten nach außen hin scheinbar friedlich zusammen/ nebeneinander her. Jetzt die Veresellschaftung mit den 2 anderen Weibern: und Keks fetzt die älteren, stänkert wie sonstwas! Null Sozialverhalten, woher auch?!
 
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  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #16
Ich möchte auch meine Erfahrungen zu dem Thema äußern:
Ich gebe Susanne in dem Punkt recht, dass eine Haltung von mehr als 2 Tieren auf jeden Fall artgerechter ist. Aber richtig artgerecht können wir es keinem unserer Haustiere machen. Wenn man mal schaut, welch großes Areal die Wildmeerschweinchen haben und dann sollen unsere mit 0,5qm pro Tier glücklich sein? Natürlich kann man keine riesen Gehege in einer normalen Wohnung aufstellen, das muss auch nicht sein. Allerdings kann man seinem Tier zumindest einen Partner geben. Auch auf die Gefahr hin, dass die zwei nicht die besten dicksten Freunde sind. Aber ich finde, wenn man sich Gruppentiere als Haustiere holt, dann sollte man doch mind. auch Platz für sie haben und das ist in jeder Wohnung machbar. Und wenn dafür der Tisch verückt werden muss oder mal eine nicht notwendige Kommode auf den Sperrmüll kommt. "Platz ist in der kleinsten Hütte" und wenn man eben nicht mehr Platz als für 2 Tiere hat, dann ist das doch alle mal in Ordnung.

Ich habe auch mit 2 Babyweibchen aus der Zoohandlung angefangen die 2 Jahre lang alleine (zu zweit) in nem 110 cm Käfig plus Auslauf (aber damals auch noch kein Dauerauslauf) leben mussten, bis ich mich mal richtig über ihre Bedürfnisse erkundigt habe. Und als ich die Möglichkeit für einen größeren Käfig hatte (zuerst auch noch ohne Dauerauslauf, aber dafür noch nen 120 er dran gebaut) habe ich mich nach einem Kastraten bei einer Nothilfe umgeschaut und bin auch hier im Forum gelandet. Ich habe viel dazu gelernt auch von der Nothilfe viel gelernt und ich muss sagen, obwohl es in dem kleinen Käfig bei den Mädels immer mal wieder Zickereien gegeben hat (ist auch kein Wunder bei der Größe), haben sie sich super mit dem Kastraten verstanden. Es gab gar keine Probleme. Also ich würde aus meiner Erfahrung behaupten, dass es nicht immer zwangsweise zu sozialen Störungen kommt.
ABER: mittlerweile habe ich 8 Meeris (6 Weibchen, 1 Kastrat, 1 Frühkastrat) auf auch "nur" 1,40m x 2 m = 2,8 qm und ich habe nicht das Gefühl dass sie zu wenig Platz haben und ich nehme das auch nicht so genau, dass 1 Meeri genau 0,5 qm Platz für sich hat. Wenn ich mein Gehege und meine Tiere anschaue, dann sehe ich, dass es super viel Platz hat und sie sich auch gut verstehen, immer ist was los oder auch nicht und alle halten zusammen Siesta.
Nur ich schließe daraus, um wieder auf das eigentliche Thema zurück zu kommen, dass ich nie wieder nur zwei Tiere haben möchte, da man die Verhaltensweisen der Tiere erst mit zunehmender Gruppengröße richtig beobachten kann und auch sieht, wie die Tiere Spass am Leben haben.

LG Bögi
Außerdem dürfen meine Schweine auch noch im Zimmer laufen, zwar nicht immer, aber immer wenn ich länger Zeit habe und sie auch mal ne Weile draußen sein können. Wegen den Kaninchen,die frei im Zimmer leben, kann ich leider das Gehege nicht mehr ständig auflassen, da sie mir sonst alles umwühlen würden;)
 

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  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #17
Hier wurden bereits die Finanzen angesprochen und ich finde das ein wichtiges Thema. Wie oft liest man im Tierforum das jemand nicht zum TA gehen kann, weil in einem Monat zwei Tiere krank geworden sind? Eindeutig zu oft. Derzeit ist mein Homer krank, ich zahle das gerne, aber es ist nunmal Geld, wenn ich nun rechne er hätte Shiva angesteckt, ginge die Finanzierung auch noch ohne Probleme, aber wenn ich nun zb 8 Meerschweinchen hätte, dann wird es knapp, oder geht garnicht.

Ich halte mir nur so viele Tiere, wie ich auch gleichzeitig zum Tierarzt bringen kann, ohne Probleme und da ich früher eine größere Gruppe hatte (sechs Stück) die dann alle zum TA mussten und das über Wochen, weiß ich wie schnell man daran pleite gehen kann und das möchte ich nicht nochmal haben.

Ein drittes Schwein, ok, aber mehr würde ich nie machen. Ich überlegte mir ohnehin ein drittes Schwein zu holen, weil Homer blind ist und wenn Shiva vor ihm verstirbt, hatte ich Sorge das es eine zu große Umstellung ist. Wenn nun aber ein Schweinchen davor schon integriert war, dann sollte es besser gehen.

Aber erstmal brauchen sie für solche Überlegungen mehr Platz und das geht hier in der Wohnung leider nicht.
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #18
Natürlich sollte die finanzielle Grundlage stimmen, sonst muss man sich seinen Gegenheiten eben anpassen. Ich habe auch einen kleinen Sorgenpatient daheim, der mittlerweile alle 3 Wochen zum Zähne kürzen muss ich da bin ich in Sedation gleich mal an die 50-55 Euro los. Und mit dem Geld haben die Tiere noch nichts zu fressen. Das Ganze könnte ich mir nicht leisten, wenn ich nicht für meine Doktorarbeit Geld bekommen würde. Und nebenbei auch noch Samstags jobbe. Aber das meiste Geld geht echt für die Tiere drauf, aber das ist in der letzten Zeit auch immer mehr zu meinem Hobby geworden und da gebe ich gerne Geld für aus.
LG
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #19
Zum thema Geld:
natürlich ist der Tierarzt teuer. Aber: wer kein geld hat, um mal eben spontan eine Reperatur am Auto zu zahlen oder eine neue Waschmaschine zu kaufen, wenn die alte den geist auf gibt sollte sich gar keine Tiere anschaffen, weil die immer Kosten verursachen. Hat man die Tiere schon und nur eine schlimme Phase, hartzIV oder so nette Dinge, soller eben notfalls mit dem Tierarzt eine ratenzahlung vereinbaren, sich von Freunden Geld leihen oder alles verkaufen was irgendwas wert ist - bekannte haben eben ihre Wii verkauft,g erade mal ein halbes Jahr alt, dafür lebt ihre katze noch.
man trägt die verantwortung für die lebewesen, und man ist gesetzlich verpflichtet sie tierärztlich versorgen zu lassen.

Mal ein paar Worte zum Platz:
Die Reviergröße Wildlebender Tiere richtet sich vor allem nach dem nahrungsangebot. Hamster, die in den kargen Steppen Syriens leben, haben reviere die Viele Kilometer groß sind, ganz für einen alleine - Mäusesippen mit 20 tieren, die es sich in einem Vorratskeller gemütlich gemacht haben leben auf 2qm wie im Schlaraffenland.

Also ein großes revier heißt allem voran: nahrungsmangel, not, zwang, viele Kilometer am Tag zu laufen um Überhaupt ausreichend Nahrung zu finden. unterhaltet euch mal mit Pferdehaltern mit großen Koppeln - oft wird am einen Ende Wasser angeboten, an einem ganz anderen heu und an der dritten ist der Stall, einfach weil die Tiere, steht alles in eienr Ecke, diese Ecke kaum verlassen, höchstens wenn woanders noch besseres gras steht.

Bei Haustieren geht es darum, ihnen so viel platz zu bieten,d ass sie sich bei Streitigkeiten aus dem Weg gehen können und ihren individualabstand halten kann.
bei meeris sind das die besagten 2 meter, um einen aufmüpfigen Kollegen weg jagen zu können. Stehen die zur Verfügung mit einer Breite, bei der sich kein Schwein gegenseitig auf die Füße tritt, ist es nciht mal mehr so wichtig, ob da nun 4 oder 6 Schweine drin wohnen.
Also wer die 0,5qm pro Schwein für übertrieben hält, wenn eine gewisse Midnestgröße von 1,5bis 2qm gegeben ist rennt bei mir offene Türen ein.

Aber es geht eben kein Weg dran vorbei, dass Meerschweine Gruppentiere sind, und zwei sind eben trotz allem nicht ideal. Hat jemand jetzt schon zwei und kann im Moment daran nichts ändern kann ich nur raten: wenn ihr eine Möglichkeit habt, es doch zu ändern, dann tut das. Wenn ihr in eure größere Wohnung zieht sagt eben nciht "bisher hats ja auch gut geklappt, bauen wir doch ncihts größeres" sondern nehmt es euch fest vor. Geht mit offenen Augen durch eure Wohnung, und wennda ein Schrank steht, indem ihr sowieso nur Weihnachtsschmuck und zeug das ihr nur einmal im jahr braucht drin aufbewahrt: räumt den krempel in den keller, hut den Schrank raus un nutzt den platz für ein gehege. Das eine mal im jahr kann man die Christbaumkugeln auch aus dem keller holen, dafür muss man keine 1,5qm für einen Schrank blockieren.

und wenn jemand neu anfängt, in eurem bekanntenries jemand meeris holt oder sich hier jemand erkdungit: ratet gleich zu 1,5-2qm platz und 3-4 Schweinchen, richtig und vernünftig anfangen statt später etliche male Umbauen müssen. Wer nur 120x60cm platz bieten kann ist eben mit ein paar Farbmäusen besser dran.

Es geht ums Umdenken,d arum seine Haltung zu optimieren, sobald sich die Möglichkeit ergibt - nicht auf biegen oder brechen, und wenn ich mein bett opfern muss für das gehege schlaf ich eben am Sofa: das will keiner und ist auch nicht sinnvoll, das grenzt eher an bissi gaga. Aber wenn es eine Möglichkeit gibt,d ann ändert was.
 
  • Wieso ein Schwein kein Schwein ist - zwei Schweine aber auch nicht optimal Beitrag #20
ich gebe susanne völlig recht.

früher hatte ich nur 2 meerschweinchen (weibchen) .sie haben sich zwar gut verstanden aber ein richtiges sozialverhalten konnten sie nicht aufbauen und so richtig glücklich waren sie zu 2t irgendwie auch nicht...
dann haben wir einen kastraten dazugeholt und siehe da: sie sind wieder rumgerannt und gepopcornt :) sie waren endlich wieder glücklich und zufrieden es war richtig schön ihnen zuzuschauen.
dann kamen noch 2 weibchen dazu und natürlich ein größeres gehege und dann -wie man sich vorstellen kann-ging das große popcornen los und sie konnten das natürliche gruppenverhalten erlernen :)
es lohnt sich wirklich :) und man hat wohl in seiner wohnung noch o,5 bis 1qm platz um ein drittes meeri dazuzusetzen .die meeris werden es euch danken !dann gibt man eben eine möhre, ne paprikascheibe und ein stück gurke mehr, viel mehr kosten/aufwand kommen da nicht auf einen zu.

leider haben wir momentan nur noch 3 meeris ,weil 2 innerhalb kurzer zeit gestorbnen sind :( aber im frühjahr bekommen wie noch 3 neue mädels ,dann freuen sie sich dreifach :) (solche gruppen sind zwar am natürlichsten ,aber 6 brauchen natürlich auch entsprechend platz und kosten demnach auch mehr ;aber ich bin in der meinung dass jeder in seiner wohnung 3 meerschweinchen halten kann ;) sie sind doch auch viel schöner zu beobacheten ...JE MEHR SCHWEINCHEN,DESTO MEHR LEBEN

lg,
jana
 
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