Zwingerhaltung widerspricht einem der wichtigsten Grundbeduerfnisse des Hundes : die Naehe zum Rudel. Genauso reine Gartenhaltung, so viel Zeit kann man gar nicht draussen verbringen, um das zu rechtfertigen, der Hund ist nachts allein und tagsueber meist auch mal, das geht einfach nicht. Dann muesste er mindestens einen Artgenossen als Partner haben, aber dann muss sich der Mensch als Rudelfuehrer auch jede freie Minute bei jedem Wetter mit den Tieren beschaeftigen.
Die bessere Alternative ist da Haus und Gartenhaltung, wo der Hund frei entscheiden kann, ob rein oder Haus. Das macht sich besonders gut bei Herdenschutzhunden, habe ich gehoert. Wobei eine solche Situation auch wieder zu Problemen fuehren kann, wenn der Hund denkt, er muesse Haus und Hof und natuerlich seine Familie beschuetzen und der Besitzer moechte das nicht unbedingt.
Im viel zu kleinen Zwinger in Einzelhaltung sind Verhaltensauffaelligkeiten wie stures am Gitter laufen oder Bellen bei der geringsten Auffaelligkeit auch keine Seltenheit.
Dagegen, den Hund stundeweise in einen vollausgestatteten Zwinger (Schutzhuette, Wasser, Beschaeftigungsmoeglichkeit, natuerlicher Untergrund) zu sperren, wo er das Alleinsein verbringt, spricht nichts, wenn das Wetter stimmt und der Hund daran gewoehnt ist, aber einen Hund ausschliesslich im Zwinger zu halten, ist in meinen Augen schon tierchutzrelevant und gilt verboten.