Deswegen sag ich ja... DANACH würde ich mich mit entsprechenden Rassen beschäftigen. Aber es bringt nix null Ahnung zu haben und sich dann den schwierigsten Hund auszusuchen.
Wie sollen denn die Menschen Hundeerfahren werden, wenn sie sich direkt den größten Brummer in Punkto Anspruch aussuchen und damit nicht klar kommen?
Was wäre DANACH dann anders?
Die Erfahrung kommt mit der Zeit, im Zusammenleben
mit dem Hund.
Ehrlich jetzt: Als ich mir meine weisse Schäferhündin geholt habe war ich in allererster Linie ganz verliebt im Aussehen dieser Hunde, dann kam die Tatsache hinzu das es einer meiner Lieblingsrassen (nämlich Schäferhund) war und schon war der Kauf beim Züchter besiegelt, zumindest gedanklich.
Und das alles ohne das ich jemals zuvor mit einem Hund zusammengelebt hätte. Ich kannte Hunde und betreute zuvor einige regelmäßig aber das macht noch lange keine Hundeerfahrung.
Allerdings und das sollte wohl jedem klar sein der sich einen Hund holt, war ich mir bewußt was für eine riesen Verantwortung ich mit einem Hund auf mich nehme.
Ich war hoch motiviert mit wenig Ahnung aber sehr viel Feingefühl, Konsequenz und Geduld. Ich verlies mich sehr viel auf mein Gefühl und achtete penibel auf die Körpersprache (ich belas mich natürlich reichlich) meines Hundes und so gelang es mir aus ihr einen sanften, extrem freundlich und gut sozialisierten Begleithund zu machen. Wir waren ein Team, eine Einheit und sowas wächst einfach zusammen im gegenseitigem Vertrauen. Cindy war meine beste Freundin:054:
Obwohl ich gravierende Unterschiede zwischen Cindy und D.J. nun sehe, bin ich sicher das hätte ich auch geschafft wenn D.J. mein erster Hund gewesen wäre, obwohl er um längen anders und häufig schwieriger zu händeln ist. In ihm vereinigten sich gleich drei Jagdhunderassen
Bei ihm nutzte mir meine 12jährige Hundeerfahrung absolut nichts weil ich komplett anders mit diesem Hund umgehen muß. Die ganze Erziehung verlief/verläuft ganz anders als bei meinem Mädel und doch ist aus ihm ein prima Weggefährte geworden den ich überall mit hinnehmen kann ohne mich zu blamieren.
Ich bezog Flixis Eingangsfrage auch eher darauf das man sich auch als Ersthundehalter eine der genannten Rassen durchaus zutrauen kann, wenn denn gewisse Umstände dafür sprechen. Welche das sind schrieb ich ja schon ausführlich.
Vorraussetzung für mich ist ohnehin das ein gewisses Maß an Grundkenntnissen besteht und die Bereitschaft das man ehrlich zu sich selber ist und sich eingesteht sich Hilfe zu holen wenn man merkt das es doch schwieriger ist als gedacht.
Das gilt in meinen Augen aber für jede Hunderasse, auch für die sogenannten WTP Hunde.
Ergänzend zu meinen bereits aufgeführten Vorraussetzungen gehört auch das man den individuellen Charakter eines Hundes nicht unter oder überschätzen sollte. Wenn die Chemie stimmt, alles andere ebenfalls, sehe ich keine Probleme die man nicht in den Griff bekommen könnte. Wichtig auch ob ein Hund aus einer Arbeits oder Showlinie kommt und selbst unter ihnen gibt es die hyperaktiven und die Schlaftabletten.
Sehr viel problematischer als reinrassige Hunde, wo man sich im Vorfeld bei einem Züchter ausführliche Informationen und Ratschläge holen kann, sehe ich die Haus und Hinterhofvermehrungen von Rassehunden als auch Mischlingen aus zwei oder mehr Rasseverpaarungen.
Diese können, sind häufig, viel problematischer und explosiver, selbst wenn die Aufzucht der Welpen wieder erwarten gut verläuft.
Viele wissen nicht was sie anrichten wenn sie gewisse Rassen miteinander verpaaren. Ganz besonders beliebt und sehr viel verbreitet zur Zeit ist leider der JRT oder PRT Mix. Das die Russel´s als schwierig und hyperaktiv gelten hat sich bereits rumgesprochen aber das die Mixe derer durchaus mindestens genauso explosiv wenn nicht noch extremer sein können, eben nicht:?
Ich hatte das Glück das mein "Jagdhund" kein wirklicher ist. Alles was der jagd sind Insekten oder er schaut mal auf wenn ein Vögelchen plötzlich aus dem Gras emporfliegt. Seine Jagdleidenschaft bricht nur dann, bitte nicht lachen, durch wenn er Hummeln sieht. Da ist er typisch Sichtjäger mit allem was dazu gehört. Ich muß Antijagdtraining der anderen Art mit ihm machen:mrgreen: Bei einer Hummel ist er taub und nur auf dieses Insekt fixiert während ein Hase ihm nicht mal ein Augenzucken entlockt.
Klingt sicher witzig, ist es aber nicht und doch: Obwohl ich keinerlei Erfahrungen mit Jagdhunden (was auch immer sie jagen mögen

) habe, habe ich mich bewußt für diesen Hund entschieden ohne mich selbst zu überschätzen. Hätte ich Hilfe benötigt dann hätte ich sie mir auch geholt.
Entschuldigt bitte meine doch sehr langen Ausführungen, ich versuche mich immer so verständlich wie möglich auszudrücken habe aber oft die Befürchtung das mir das in kurzen Sätzen nur halb bis nicht gelingt:|