- Nur in erfahrene Hände? Beitrag #41
ida22
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Hallo,
für mich gehört ein Jagdgebrauchshund in Jägerhände, fertig.
Ich meine damit nicht, daß Jäger grundsätzlich über mehr Hundeverstand verfügen oder motivierter sind als andere Hundehalter. Aber sie können ihm das geben, für das er geboren wurde, nämlich die Möglichkeit am Wild zu arbeiten und zu jagen.
Deshalb würde ich sogar soweit gehen und sagen, daß ein Jäger sich nur solch einen Jagdgebrauchshund anschaffen soll, dem er gerecht werden kann. Ein Schweißhund gehört nicht zu einem Jäger, wenn dieser überwiegend auf Niederwild jagd und keine Nachsuchen zu erledigen hat. Ein Vorstehhund hat bei keinem Jäger was verloren, wenn dieser in einem Revier tätig ist, in dem überwiegend auf Schwarzwild gejagd wird und Nachsuchen an erster Stelle stehen.
Ich habe deshalb jedes Verständnis dafür, wenn Züchter dieser Rassen ihre Hunde nur in Jägerhände abgeben. Und mir fehlt jegliches Verständis für Leute, die sich bewußt einen Jagdgebrauchshund aus einer Arbeitslinie holen, obwohl sie nicht auf die Jagd gehen.
Es ist sicher möglich, als Nichtjäger einen Jagdgebrauchshund zu halten; vieles ist möglich und Ausnahmen gibt es immer. Aber ich werde den Sinn davon nie verstehen, warum man sich einen Jagdgebrauchshund holt, wenn man ihm nicht die Möglichkeit geben kann, wirklich auch zu jagen. Es gibt genug Hunderassen auf dieser Welt, warum entscheidet man sich dann für einen Jagdhund - möglichst noch aus einer Arbeitslinie? Die ganzen Alternativen, die dann geboten werden (Dummy, Agility, Dogdancing, Spurensuche im eigenen Garten etc.) sind in meinen Augen keine wirklichen Alterntiven für einen Jagdgebrauchshund.
Ich kaufe mir auch kein 250-PS-Auto, wenn ich keinen Führerschein habe und auf einer autofreien Insel wohne. Ich würde mich schlecht fühlen, wenn ich versuchen möchte, meinen Jungs das Legospielen abzugewöhnen und zu verbieten und stattdessen mit Pinki-Blinki-Barbipuppen ankomme. Genauso würde ich mir keinen Jagdgebrauchshund anschaffen (so toll ich einige dieser Rassen finde!), weil ich ihm eben nicht die Möglichkeit geben kann, wirklich zu Jagen.
LG Ida
für mich gehört ein Jagdgebrauchshund in Jägerhände, fertig.
Ich meine damit nicht, daß Jäger grundsätzlich über mehr Hundeverstand verfügen oder motivierter sind als andere Hundehalter. Aber sie können ihm das geben, für das er geboren wurde, nämlich die Möglichkeit am Wild zu arbeiten und zu jagen.
Deshalb würde ich sogar soweit gehen und sagen, daß ein Jäger sich nur solch einen Jagdgebrauchshund anschaffen soll, dem er gerecht werden kann. Ein Schweißhund gehört nicht zu einem Jäger, wenn dieser überwiegend auf Niederwild jagd und keine Nachsuchen zu erledigen hat. Ein Vorstehhund hat bei keinem Jäger was verloren, wenn dieser in einem Revier tätig ist, in dem überwiegend auf Schwarzwild gejagd wird und Nachsuchen an erster Stelle stehen.
Ich habe deshalb jedes Verständnis dafür, wenn Züchter dieser Rassen ihre Hunde nur in Jägerhände abgeben. Und mir fehlt jegliches Verständis für Leute, die sich bewußt einen Jagdgebrauchshund aus einer Arbeitslinie holen, obwohl sie nicht auf die Jagd gehen.
Es ist sicher möglich, als Nichtjäger einen Jagdgebrauchshund zu halten; vieles ist möglich und Ausnahmen gibt es immer. Aber ich werde den Sinn davon nie verstehen, warum man sich einen Jagdgebrauchshund holt, wenn man ihm nicht die Möglichkeit geben kann, wirklich auch zu jagen. Es gibt genug Hunderassen auf dieser Welt, warum entscheidet man sich dann für einen Jagdhund - möglichst noch aus einer Arbeitslinie? Die ganzen Alternativen, die dann geboten werden (Dummy, Agility, Dogdancing, Spurensuche im eigenen Garten etc.) sind in meinen Augen keine wirklichen Alterntiven für einen Jagdgebrauchshund.
Ich kaufe mir auch kein 250-PS-Auto, wenn ich keinen Führerschein habe und auf einer autofreien Insel wohne. Ich würde mich schlecht fühlen, wenn ich versuchen möchte, meinen Jungs das Legospielen abzugewöhnen und zu verbieten und stattdessen mit Pinki-Blinki-Barbipuppen ankomme. Genauso würde ich mir keinen Jagdgebrauchshund anschaffen (so toll ich einige dieser Rassen finde!), weil ich ihm eben nicht die Möglichkeit geben kann, wirklich zu Jagen.
LG Ida