- Schlechter Allgemeinzustand durch Stress Beitrag #1
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Machtnix
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Eine unserer Stuten hatte 10 Monate ihr Fohlen bei sich. Es handelte sich um das erste Fohlen der Stute. Sie hat das Fohlen schon von sich aus zur Selbständigkeit erzogen und als er verkauft wurde, hatte er keine Probleme im neuen Stall (hat nichtmal nach der Mama gerufen oder sie gar gesucht).
Ein paar Tage war alles OK. Dann magerte die Stute immer mehr ab. Eine Kotuntersuchung ergab keinen Wurmbefall.
Mittlerweile ist sie nur noch Knochen mit Fellüberzug. Sie hat an allen 4 Beinen Mauke (der Rest der Herde ist Maukefrei, die Boxen sind sauber, die Pferde stehen den ganzen Tag draußen, die Weide ist ca. 4m am Eingang matschig, danach aber trocken, da das Wasser gut abläuft). Ihre Beine sind geschwollen. Die Mauke reicht am schlimmsten Bein fast bis zum Vorderfusswurzelgelenk.
Der TA war da, er spritzte Immunglobuline. Er diagnostizierte Stressmauke, daher auch die Abmagerung, und riet uns das Pferd aus der Herde zu nehmen, woanders einzustallen und aufzutrainieren. In ihrem Zustand kann sie selbstverständlich nicht gedeckt werden - hatten wir auch vermutet.
Damals als wir die Stute kauften, hatte sie das schon einmal.
Damals galt sie als gefährlich und durchgeknallt. Sie stand seit mehreren Jahren permanent unter hormoneller Behandlung (durchweg Regumate) und erhielt manchmal Beruhigungsmittel (Sedalin). Trotzdem war sie selbst von Weltklassereitern nicht zu reiten. Sie galt als enorm talentierte, jedoch zwischen Genie und Wahnsinn.
Da sie selbst einen Equipereiter ins Krankenhaus brachte, wurde sie verkauft.
Als sie zu uns kam, wurden sämtliche Medikamente soforet abgesetzt. Sie konnte sich dann bei uns jedoch in 4 Monaten nicht in die Herde integrieren und magerte ab. Auch damals bekam sie eine Stressmauke.
Aufgrund dessen wurde sie damals eingestallt und auftrainiert.
Sie wurde geritten, es wurde Bodenarbeit mit ihr gemacht und wir spielten mit ihr, so dass sie lernen durfte, dass Menschen zwar komisch aber ungefährlich und vertrauenswürdig sind. Sie konnte dann nach 2 Monaten in dem Stall in die dortige Herde problemlos integriert werden. Beim Reiten machte sie enorme Fortschritte, war zwar manchmal noch immer etwas schreckhaft, jedoch nie gefährlich. Ihr Benehmen wurde bei konsequenter Erziehung besser, das gezielte Treten, die Angriffe auf Menschen und das komplette Austicken verschwanden völlig. Sie zeigte selbst unter nicht so guten Reitern ihr enormes Können und arbeitet freiwillig sehr hart. Turniere wären sicher möglich gewesen, das wollten wir aber auf keinen Fall, da es einen Rückschlag bedeuten konnte. Uns reichte die Erkenntnis, dass das Pferd aufgrund seines Talents unserer Meinung nach zu hart gearbeitet wurde und einfach nie Pferd sein durfte.
Nach 6 Monaten wurde sie wieder in unsere Herde integriert. Sie fühlt sich dort sofort wohl und hat schnell die Chefrolle inne - was damals dem nervösen Vieh keiner zugetraut hatte.
Bisher hatte sie sich seitdem in der Herde als coole und souveräne Führungspersönlichkeit gezeigt. Sie wurde in der Zeit bis zur Bedeckung von einem Anfänger geritten und ging sogar im therapeutischen Begleiten mit Pferd mit hyperaktiven Kindern mit. Sie war sicher.
Ihr Fohlen hat ihr Talent und das Interieur vom Papa geerbt (haben unseren Althengst genommen, bei dem wir sicher sind, das er zuverlässig coole, freundliche und arbeitsbereite Pferde vererbt). Für uns ist auch das ein Zeichen, dass ihre Nervosität und ihr Austicken in jungen Jahren anerzogen ist.
Jetzt dieser Rückschlag. Ich bin total entsetzt, was in 3 Wochen aus dem Pferd geworden ist. Sie scheint auch nicht in der Lage, sich selber wieder zu fangen.
Kennt jemand solche Fälle oder hat gar Erfahrungen damit?
Ein paar Tage war alles OK. Dann magerte die Stute immer mehr ab. Eine Kotuntersuchung ergab keinen Wurmbefall.
Mittlerweile ist sie nur noch Knochen mit Fellüberzug. Sie hat an allen 4 Beinen Mauke (der Rest der Herde ist Maukefrei, die Boxen sind sauber, die Pferde stehen den ganzen Tag draußen, die Weide ist ca. 4m am Eingang matschig, danach aber trocken, da das Wasser gut abläuft). Ihre Beine sind geschwollen. Die Mauke reicht am schlimmsten Bein fast bis zum Vorderfusswurzelgelenk.
Der TA war da, er spritzte Immunglobuline. Er diagnostizierte Stressmauke, daher auch die Abmagerung, und riet uns das Pferd aus der Herde zu nehmen, woanders einzustallen und aufzutrainieren. In ihrem Zustand kann sie selbstverständlich nicht gedeckt werden - hatten wir auch vermutet.
Damals als wir die Stute kauften, hatte sie das schon einmal.
Damals galt sie als gefährlich und durchgeknallt. Sie stand seit mehreren Jahren permanent unter hormoneller Behandlung (durchweg Regumate) und erhielt manchmal Beruhigungsmittel (Sedalin). Trotzdem war sie selbst von Weltklassereitern nicht zu reiten. Sie galt als enorm talentierte, jedoch zwischen Genie und Wahnsinn.
Da sie selbst einen Equipereiter ins Krankenhaus brachte, wurde sie verkauft.
Als sie zu uns kam, wurden sämtliche Medikamente soforet abgesetzt. Sie konnte sich dann bei uns jedoch in 4 Monaten nicht in die Herde integrieren und magerte ab. Auch damals bekam sie eine Stressmauke.
Aufgrund dessen wurde sie damals eingestallt und auftrainiert.
Sie wurde geritten, es wurde Bodenarbeit mit ihr gemacht und wir spielten mit ihr, so dass sie lernen durfte, dass Menschen zwar komisch aber ungefährlich und vertrauenswürdig sind. Sie konnte dann nach 2 Monaten in dem Stall in die dortige Herde problemlos integriert werden. Beim Reiten machte sie enorme Fortschritte, war zwar manchmal noch immer etwas schreckhaft, jedoch nie gefährlich. Ihr Benehmen wurde bei konsequenter Erziehung besser, das gezielte Treten, die Angriffe auf Menschen und das komplette Austicken verschwanden völlig. Sie zeigte selbst unter nicht so guten Reitern ihr enormes Können und arbeitet freiwillig sehr hart. Turniere wären sicher möglich gewesen, das wollten wir aber auf keinen Fall, da es einen Rückschlag bedeuten konnte. Uns reichte die Erkenntnis, dass das Pferd aufgrund seines Talents unserer Meinung nach zu hart gearbeitet wurde und einfach nie Pferd sein durfte.
Nach 6 Monaten wurde sie wieder in unsere Herde integriert. Sie fühlt sich dort sofort wohl und hat schnell die Chefrolle inne - was damals dem nervösen Vieh keiner zugetraut hatte.
Bisher hatte sie sich seitdem in der Herde als coole und souveräne Führungspersönlichkeit gezeigt. Sie wurde in der Zeit bis zur Bedeckung von einem Anfänger geritten und ging sogar im therapeutischen Begleiten mit Pferd mit hyperaktiven Kindern mit. Sie war sicher.
Ihr Fohlen hat ihr Talent und das Interieur vom Papa geerbt (haben unseren Althengst genommen, bei dem wir sicher sind, das er zuverlässig coole, freundliche und arbeitsbereite Pferde vererbt). Für uns ist auch das ein Zeichen, dass ihre Nervosität und ihr Austicken in jungen Jahren anerzogen ist.
Jetzt dieser Rückschlag. Ich bin total entsetzt, was in 3 Wochen aus dem Pferd geworden ist. Sie scheint auch nicht in der Lage, sich selber wieder zu fangen.
Kennt jemand solche Fälle oder hat gar Erfahrungen damit?