Also ich hatte jetzt in den letzten 6 Monaten alleine zwei Augenverletzungen durch heu. Davor auch jahrelang nichts, aber dann gleich kurz hintereinander zwei Schweine. Und ich muss ehrlich sagen, ich tue alles um weitere derartige Späße zu vermeiden. Das heißt jedes mal: verletztes Schwein auf wenig platz umsetzen, weil man es im großen gehege nicht fangen kann, begleitschwein stinkig. Fünf mal am tag tropfen, zwei mal Salbe. Spaßig, wenn man nebenher ganztags arbeitet, also mittags schnell heim rasen, Schwein versorgen, wieder zurück in die Arbeit, die tankstelle freuts doch. Siebenmal täglich gelegenheit für ein Schwein,d as spätestens nach drei tagen echt keinen Bock mehr hat, einen zu Kratzen und zu Zwicken. Augensalbe ist ja auch wirklich unangenehm. nach zwei Wochen voller Freude gehts dann an die Wiedereingliederung in die gruppe mit üblichen zickereien. und kaum acht wochen später (die augensalbe ist da natürlich abgelaufen und nicht mehr brauchbar) schaut einen das nächste schwein an... es ist nciht schlimm,e s heilt in aller regel sehr gut, es ist nicht sonderlich teuer, aber irre zeitintensiv und stressig.
Ich kann es euch gerne nochmal erklären: biologische Landwirtschaft versucht, einen Kreislauf zu machen. Das Stroh von den Feldern wird wieder in den Boden eingearbeitet und ersetzt so den Kunstdünger, oder es landet vorher noch als Streu im Kuhstall und kommt danach mitsamt Mist auf die eigenen felder.
Da wird also nur in absoluten Ausnähefällen Stroh verkauft, weil es eben durch den Kreislauf wieder in den Boden rein soll. Deswegen ist es sehr sehr schwer, an Bio-Stroh zu kommen, weil eben 99% der höfe ihr gesamtes Stroh selber brauchen. das gehört eben zu dem Bio-Konzept dazu.
Also muss man schon sehr großes glück haben, einen bauern zu finden,d er Bio-Stroh verkauft - und das schafft auch der Zoohandel nicht.
Ihr könnt natürlich gerne die umliegenden biohäfe abklappern und fragen,w as die mit ihrem Stroh machen, die Antwort wird ähnlich ausfallen.
Also gibt es nur massivst gespritztes Stroh, ohne massenhaft Spritzmittel geht getreideanbau nur sehr schlecht. und die Schweine sitzen eben direkt drauf, jeden Tag, jahrelang. Wir reden hier von Chemischen halmverkürzern 8dadurch knicken bei Gewittern weniger Halme) von Pilz- und Schädlichsmitteln, unkrautvernichtern gegen Ackerwinde und Kornblumen. oft einmal gespritzt wenn die Pflanzen so 15 cm hoch sind, und teilweise bei 30cm nochmal wiederholt.