Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom

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nudl

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Hallo,

Nun entsteht dieses Thema doch... ich möchte hier mein Wissen über diese recht wenig bekannte Erbkrankheit teilen und hoffe auch auf neue Infos. Man findet leider wirklich sehr wenig.
Also zunächst einmal entsteht dieser gendefekt durch das Dilute gen.
Das D-gen ist verantwortlich für aufhellungsfarben (also aus schwarz wird "blau", aus braun wird "isabell"). Nun bergen aber eben diese Farben die gefahr, dass die aufgehellten Haarfolikel verklumpen, was dazu führt, dass das Fell (stellenweise) ausfällt und es zu Hautproblemen kommt.

Allerdings gibt es auch hier abstufungen. Manche Hunde sind völlig nackt, manche verlieren nur partiell Fell. Manche haben schweren Ausschlag und Und Juckreiz, manche nicht. Und eben alles dazwischen.

Die welpen haben noch ganz normales fell, erst im Laufe der Zeit wird die erkrankung ersichtlich.
Was ich jetzt heraus gefunden habe ist, dass "hellblaue" schneller fellprobleme zeigen, als "dunkelblaue". Diese können auch erst mir 1-2 Jahren erste Symptome zeigen.

Da die erkrankung genetisch bedingt ist, ist sie nicht heilbar. Mann kann nur die Symptome behandeln. Mit was genau, habe ich leider noch nicht heraus gefunden...

Wie einige ja wissen, lebt seit einem halben Jahr eine blaue Dobermann Hündin bei mir
[VERSTECK]Nein, sie ist nicht gezielt auf blau gezüchtet, ganz im gegenteil. Und ich habe auch absolut nicht gezielt danach gesucht.
Es fallen nunmal leider ab und an aufgehellte Dobis, die meisten werden davon sofort "entsorgt". Danas züchterin (VDH/FCI) hat sich aber für den legalen und ethisch richtigen (!) weg entschieden und ihr die Chance auf ein erfülltes Leben gegeben[/VERSTECK]
Bei Dobermännern, Pinschern und blauen Doggen ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass sie daran erkranken (93%). Das war mir natürlich klar als ich mich für sie entschieden habe.

Dana hat sich zu einer recht dunklen blauen Färbung entwickelt. Sie ist nun 8 Monate alt und zeigt keinerlei Symptome. Das freut mich natürlich, andererseits mach es mich wahnsinnig, dass ich keine Gewissheit habe.
Nun überlege ich, ob ich sie testen lassen soll... es ändert an der sachlage natürlich nichts. sollte sie es nicht haben, wäre ich unendlich froh, sollte sie es haben ist das eingetreten von dem ich von anfang an ausgegangen bin und sie darf sie natürlich trotzdem bei mir bleiben und wir machen das beste aus der sache.
Nun stellt sich 1. die Frage, ob ich das überhaupt machen soll und 2. wenn ja, wie und wo? Leider kennen sich die umliegeden TÄ absolut nicht damit aus und ich weiß nicht, an wen ich mich wenden soll...

Vielleicht weiß ja jemand was oder kennt jemanden mit einem betroffenen Hund. Ich sauge seit 7 Monaten Infos auf, wie ein schwamm, allerdings habe ich es die letzten wochen ziemlich verdrängt, weil sie eben so gesund erscheint *seufz* ich muss mir immer wieder ins gedäctnis rufen, das es eben vermutlich nicht so ist :(
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom

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  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #2
Ich würde mich damit erstmal nicht verrückt machen. Davon hat weder Dana etwas, noch du selbst.
Wenn es dir ein bisschen Beruhigung verschafft, lass Sie testen, ansonsten wartest du eben die nächsten 1 1/2 Jahre, denn spätestens dann hast du Gewissheit.
In meiner alten HuSchu war ein junger Weimi, der schon in der Junghundegruppe naggisch war. Ich frag in den kommenden Tagen mal nach, ob Sie noch dort sind und was Sie für eventuelle Tipps haben.
Für mehr Infos (geeignete TAs, Labore und Co) solltest du dich an Rassezüchter wenden, bei denen gezielt auf Blau gezogen wird, die dürften die meisten Vorsorgeinfos haben.
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #3
oh es hat jemand erbarmen mit mir und antwortet^^

Wäre toll, wenn du bei den Besitzern des Weimis mal nachfragen könntest, danke :001:

Also, ich hab jetzt mehr infos zum Test
Er kostet knapp 70€. Getestet wird, indem Haarwurzeln unterm Mikroskop auf verklumpungen untersucht werden. Man braucht dafür also min 30 Haarwurzeln, die man an das Tierärztliches Institut der Georg-August-Universität Göttingen (Zentrum für Molekulare Diagnostik) schickt. das entsprechende formular hab ich auch gefunden. Man braucht allerdings scheinbar nen TA oder einen Zuchtwart der mit unterzeichnet (wieso auch immer).

Ich bin sehr unschlüssig ob ich es machen soll.
Auf der einen seite könnte es die erlösung für meine Ängste sein, wenn sie wirklich wie durch ein Wunder gesund sein sollte...
Auf der anderen seite, wenn sie wirklich die krankheit trägt, werden die sorgen noch größer und die Hoffnung ist weg. es geht nur noch darum, wann sie die krankheit ausprägen wird und wie schwer und wie schlimm sie darunter leidet :(
Hach, ich weiß es bisher einfach noch nicht...
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #4
Ich Persönlich würde sie testen lassen. Wenn ich weiß, das sie Krank sein KÖNNTE dann müsste ich es wissen ob sie es nun ist oder nicht. Natürlich ist es nicht schön wenn man weiß das sie die Krankheit in sich trägt. Aber so kann man sich schon drauf einstellen und hat gewissheit. Und wer weiß vielleicht ist sie ja gesund *ganzfestdiedaumendrück* und du machst dich nur umsonst verrückt. Ich kann dich natürlich auch verstehen das du bange davor hast. Ist halt ne blöde Sache, aber ändern kann man daran leider nichts.
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #5
Für mich ist es gerade ne ähnlich doofe Geschichte wie die frage, ob man sich selbst auf Demenz oä testen lässt... will man das wirklich wissen?:eusa_think:
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #6
Ja schwierig ist es auf alle fälle. Aber du musst es für dich selbst wissen, willst du mit der Ungewissheit leben oder mit der Gewissheit. Es bringt dir ja auch nichts wenn du sie testen lässt und dann raus kommt das sie die Krankheit hat und du dir zu viele Gedanken machst wann es ausbricht, wenn ja wie schlimm es sein wird etc pp. Vielleicht ist es besser wenn du noch wartest bis sie etwas älter ist und siehst wie sie sich entwickelt.
Aber ich persönlich würde sofort testen. Zum Thema Demenz, mein Opa hat Demenz total schrecklich. Für mich steht fest ich werde mich testen lassen ob ich hab oder nicht. Meine Schwester wiederrum testen sich nicht, weil sie nicht damit leben könnte wenn raus kommt das sie es hat.
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #7
Aber willst du nicht endlich bescheid wissen? Sicher wirst du extrem traurig sein wenn sie es doch hat, aber wiederrum, hast du dann Gewissheit. Es gibt nur entweder oder. So weißt dann endlich ob sie es hat oder nicht.
Und ja ich persönlich würde mich auf Demzens testen lassen wenn ich den verdacht hätte, damit ich die letzten Monate wenigstens noch geniessen kann, und nochmal bewußt meine Familie und Freunde sehen kann.
Los gib dir einen Ruck und lass sie testen, so kommst du auch mal zur Ruhe.
Lg Yvi
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #8
Naja, die frage ist eben, ob ich mich dann wirklich besser fühle. Klar, wenn sie es nicht hat sicherlich, dann wird erstmal richtig gefeiert, aber wenn sie es doch hat mache ich mich vermutlich noch mehr verrückt. Ich habe auch angst dass ich sie dann unterbewusst anders behandle *seufz*
Und es ist ja nicht so dass wir ne 50:50 chance haben... die wahrscheinlichkeit, dass sie es hat liegt bei ca 93%:|
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #9
Ok dann kann ich es verstehen. Würde sie denn damit alt werden, oder ist da die Chance auch eher gering??

Lg Yvi
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #10
Hat die Züchterin schon geantwortet?
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #11
yvi,
die lebenserwartung wird dadurch nicht beeinflusst, höchstens die Lebensqualität. Kommt halt drauf an wie stark ausgeprägt es ist.
Klar, heilbar ist es nicht aber man kann die Symptome behandeln und zb Juckreiz durch spezielle Cremes und Shampoos lindern. Genaueres weiß ich leider nicht. Zur behandlung habe ich nämlich so gut wie nichts finden können.

ayloo,
nein, noch nicht.
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #12
Huhu Nudl.
Ich kann dir nicht wirklich helfen aber ich möchte eine Geschichte aus meinem Bekanntenkreis erzählen.
Die Mama einer Freundin ist an einem Blutgerinnsel im Hirn verstorben.
Dieses kann vererbt werden.
Die Mama ist einfach tot umgefallen. Von jetzt auf gleich.
Die Freundin hat sich ebenfalls testen lassen-positiv und hatte einfach kein Leben mehr.
Sie hatte ständig Angst auch einfach tot umzufallen.
Sie lebt noch, wir haben aber keinen Kontakt mehr.
Sie hat es immer wieder bereut den Test gemacht zu haben, weil sie ihr Leben dadurch extrem anders gelebt hat.
Bei Dana geht es nicht um eine verkürzte Lebenszeit, aber ich denke auch das ihr viel unbefangener damit umgehen könntet, wenn du es nicht weißt.
Andererseits macht einen diese Ungewissheit auch fertig.
Mein Post hat auch keinen Sinn denke ich,
ich weiß aber das du dich richtig entscheidest.
Aber ich würd nicht tauschen wollen.
Fühl dich gedrückt wenn du magst!

LG
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #13
@Schatti
Geb dir ein Stück weit recht, sicher kann ich verstehen das die Bekannte die es auch das Leben nicht mehr wirklich geniessen kann, da sie jederzeit umfallen kann und dann erst weiss das es jetzt soweit ist. Das muss wirklich schrecklich sein nahe zu erdrückend, wenn man weiss das jeder Tag der letzte sein könnte und man nie weiss wann:(.
Bei Nudl allerdings wird sie es früher oder später merken das die Hündin darunter leidet oder eben nicht. Es wird sich dann sicherlich bemerkbar machen anhand der symtome.
Kann man da nicht etwas vorbeugend machen?? Nicht das es jetzt nicht ausbricht, das ist ja nicht möglich, aber eben das es nicht ganz so heftig kommt?

Lg yvi
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #14
Danke schatti, für die geschichte :001:

Nein, vorbeugend kann man nichts tun. Das wir alles genetisch bestimmt, behandelt werden können ausschließlich die Syptome, wenn sie auftreten.
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #15
Ja das meminte ich ja das die Symtome zwar durch brechen aber nicht so heftig wie bei anderen. Mit Heilkunde oder so.
Ähnlich wie mit Grünlippmuschel.
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #16
Bisher ist sie völlig symptomfrei oder?
Ist das nicht auch schon ein gutes Zeichen?

LG
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #17
bisher ist sie völlig symptomfrei, ja.
allerdings können diese auch erst im alter von 2-3 Jahren auftreten...

Wie schlimm sich das ganze ausprägt hat nichts mit der Behandlung zu tun, sondern mit der Anzahl er betroffenen Haarwurzel und der schwere der Verklumpung. Das ist genetisch determiniert.
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #18
Ich glaube ich würde auch erstmal abwarten was die Züchterin schreibt.
Ach Mensch..
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #19
Sind eigentlich alle blauen Hunde davon betroffen?
Ich habe eben einen Züchter im Netz gefunden der blaue Hunde züchtet.

LG
 
  • Farbmutantenalopezie bzw Blue Dog Syndrom Beitrag #20
Das wär auch meine nächste Frage gewesen Schatti

Freunde von mir haben sich jetzt gezielt eine blaue Stafford Hündin geholt bei einem Züchter wo sie auch ihren Großen herhaben?
 
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