- Sprühhalsband bzw. Erziehungshalsband in der Hundeerziehung Beitrag #1
Fini
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Erziehungshalsbänder in der Kritik:
Sprühhalsbänder versprechen Hilfe bei Erziehungsproblemen jeglicher Art (z.B. Zerstörungswut, Aggressionen und Dauergebell etc.)
Gerade in letzter Zeit wurden diese „Hilfsmittel“ ziemlich populär, besonders nach dem in bestimmten „Nannysendungen“ im Fernsehen gezeigt wurde, wie super schnell es den angeblichen Erfolg bringt. Es wird einem vermittelt, dass Sprühhalsband sei ein Allheilmittel gegen Erziehungsprobleme!
Was jedoch die wenigsten wissen, ist das bei der Anwendung zahlreiche Probleme auftreten können! Sie können ein bestehendes Problem sogar noch verschlimmern.
Sprühhalsbänder sollen den Hund mit Zitrusduft oder -wasser einen Schrecken versetzen, wenn er etwas verbotenes tut. Der Strahl ist für den Hund unangenehm und soll als Bestrafung empfunden werden. Diese Bestrafung soll der Hund mit seinem Verhalten verknüpfen und daraus lernen. Ne erwünschte Verknüpfung ist bei der Verwendung eines Sprühhalsbandes jedoch kaum möglich. Hier kann es sehr schnell zu Fehlverknüpfungen kommen und die können Folgen für das gesamte Verhalten haben. Besonders unsichere Hunde werden durch den plötzlich versetzten Sprühstrahl nur noch mehr verunsichert, hier kann es schnell passieren das sich das Problem verstärkt oder der Hund gar nicht mehr weiß was er nun tun soll.
Zur Erklärung: Hunde lernen durch Verknüpfung. Um Lob oder "Bestrafung" mit dem vorausgegangen Verhalten verknüpfen zu können hat man ca. 2 Sekunden zeit. Erfolgt Lob/Strafe innerhalb dieser Zeit kann der Hund das auch mit seinem verhalten verknüpfen, danach nicht mehr! Am besten lernt der Hund wenn eine Reaktion auf sein Verhalten bereits erfolgt, noch während er sich so verhält oder bestimmte Dinge tut.
Wie entsteht nun eine Fehlverknüpfung?
Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Oft wird bei Sprühhalsbändern (bei denen der Hund unter heimlicher Beobachtung steht) viel zu spät gedrückt! Die zwei Sekunden sind zu oft weit überschritten, der Hund kann die Strafe also gar nicht mehr mit dem Fehlverhalten verbinden. Das Fehlverhalten wird meist viel zu spät erkannt, bis dann reagiert wird und der Auslöser gedrückt wird ist es schon zu spät für eine Strafe! Schon rein technisch ist eine Verzögerung des auslösen eines Wasser- oder Luftstrahls vorprogrammiert. Es gibt immer eine Verzögerung, da das Signal (vom Sender) das den Sprühstrahl auslöst erstmal beim Empfänger ankommen muss. So kommt es also dazu, dass der Hund verschiedene andere Dinge, die er gerade tut oder Dinge die er sieht mit der Bestrafung verbindet. Durch die Verzögerung kann das immer etwas anderes sein -wodurch der Lerneffekt gleich NULL ist!
Was passiert stattdessen? Der Hund wird stark verunsichert oder er verknüpft die Strafe mit etwas anderem (fatal, wenn das eine Person oder ein anderes Tier ist).
Noch schlechter sind Sprühhalsbänder, die den Sprühstrahl automatisch auslösen. Sie reagieren meist auf laute Geräusche in der Umgebung und sollen den Hund so bei einem bellen mit einem Strahl bestrafen. Das dumme dabei ist, das diese Geräte nicht unterscheiden können ob das laute Geräusch nun ein bellen oder ein herunter gefallener Gegenstand ist. Auch hier sind Fehlverknüpfungen und Verunsicherung vorprogrammiert.
Mit einem Sprühhalsband löst man nie das eigentliche Problem! Es bekämpft, wenn überhaupt, die Symptome. Damit hat man nicht viel erreicht, denn das Problem besteht weiterhin. Aber für viele Menschen erscheint es eben einfacher als das Problem an der Wurzel zu packen und es zu lösen!
ICH kann nur jedem von der Benutzung solcher Hilfsmittel abraten!
Sprühhalsbänder versprechen Hilfe bei Erziehungsproblemen jeglicher Art (z.B. Zerstörungswut, Aggressionen und Dauergebell etc.)
Gerade in letzter Zeit wurden diese „Hilfsmittel“ ziemlich populär, besonders nach dem in bestimmten „Nannysendungen“ im Fernsehen gezeigt wurde, wie super schnell es den angeblichen Erfolg bringt. Es wird einem vermittelt, dass Sprühhalsband sei ein Allheilmittel gegen Erziehungsprobleme!
Was jedoch die wenigsten wissen, ist das bei der Anwendung zahlreiche Probleme auftreten können! Sie können ein bestehendes Problem sogar noch verschlimmern.
Sprühhalsbänder sollen den Hund mit Zitrusduft oder -wasser einen Schrecken versetzen, wenn er etwas verbotenes tut. Der Strahl ist für den Hund unangenehm und soll als Bestrafung empfunden werden. Diese Bestrafung soll der Hund mit seinem Verhalten verknüpfen und daraus lernen. Ne erwünschte Verknüpfung ist bei der Verwendung eines Sprühhalsbandes jedoch kaum möglich. Hier kann es sehr schnell zu Fehlverknüpfungen kommen und die können Folgen für das gesamte Verhalten haben. Besonders unsichere Hunde werden durch den plötzlich versetzten Sprühstrahl nur noch mehr verunsichert, hier kann es schnell passieren das sich das Problem verstärkt oder der Hund gar nicht mehr weiß was er nun tun soll.
Zur Erklärung: Hunde lernen durch Verknüpfung. Um Lob oder "Bestrafung" mit dem vorausgegangen Verhalten verknüpfen zu können hat man ca. 2 Sekunden zeit. Erfolgt Lob/Strafe innerhalb dieser Zeit kann der Hund das auch mit seinem verhalten verknüpfen, danach nicht mehr! Am besten lernt der Hund wenn eine Reaktion auf sein Verhalten bereits erfolgt, noch während er sich so verhält oder bestimmte Dinge tut.
Wie entsteht nun eine Fehlverknüpfung?
Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Oft wird bei Sprühhalsbändern (bei denen der Hund unter heimlicher Beobachtung steht) viel zu spät gedrückt! Die zwei Sekunden sind zu oft weit überschritten, der Hund kann die Strafe also gar nicht mehr mit dem Fehlverhalten verbinden. Das Fehlverhalten wird meist viel zu spät erkannt, bis dann reagiert wird und der Auslöser gedrückt wird ist es schon zu spät für eine Strafe! Schon rein technisch ist eine Verzögerung des auslösen eines Wasser- oder Luftstrahls vorprogrammiert. Es gibt immer eine Verzögerung, da das Signal (vom Sender) das den Sprühstrahl auslöst erstmal beim Empfänger ankommen muss. So kommt es also dazu, dass der Hund verschiedene andere Dinge, die er gerade tut oder Dinge die er sieht mit der Bestrafung verbindet. Durch die Verzögerung kann das immer etwas anderes sein -wodurch der Lerneffekt gleich NULL ist!
Was passiert stattdessen? Der Hund wird stark verunsichert oder er verknüpft die Strafe mit etwas anderem (fatal, wenn das eine Person oder ein anderes Tier ist).
Noch schlechter sind Sprühhalsbänder, die den Sprühstrahl automatisch auslösen. Sie reagieren meist auf laute Geräusche in der Umgebung und sollen den Hund so bei einem bellen mit einem Strahl bestrafen. Das dumme dabei ist, das diese Geräte nicht unterscheiden können ob das laute Geräusch nun ein bellen oder ein herunter gefallener Gegenstand ist. Auch hier sind Fehlverknüpfungen und Verunsicherung vorprogrammiert.
Mit einem Sprühhalsband löst man nie das eigentliche Problem! Es bekämpft, wenn überhaupt, die Symptome. Damit hat man nicht viel erreicht, denn das Problem besteht weiterhin. Aber für viele Menschen erscheint es eben einfacher als das Problem an der Wurzel zu packen und es zu lösen!
ICH kann nur jedem von der Benutzung solcher Hilfsmittel abraten!
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