Hallo an alle erstmal,
meine Hundemaus leidet "seit Kurzem" ebenfalls daran. Das heißt, so genau konnte ich es nicht feststellen, wie lange das schon geht, weil sie immer sehr aktiv war. Sie kämpft immer, bis es nicht mehr geht und erst dann sah man, dass etwas nicht mit ihr stimmte.
Ja und mit dem Husten ist so eine Sache, sie hatte, als ich sie mit ca. einem halben Jahr aus einem privaten Tierheim holte, so ziemlich alles an Krankheiten gehabt, die man nur haben konnte. DAs aber zu einem anderen Thema mal. Jedenfalls hatte sie damals eine richtig schweren Zwingerhusten und hustete fast den ganzen Tag und auch in der Nacht ging es wohl so an die 30 - 40 mal zur Sache. Beim Tierarzt war ich damals auch gleich, aber er machte mir keine Hoffnung, was ihr Überleben anbetraf. Wir haben gekämpft und gekämpft, waren jedenTag beim Dok mit ihr, also Dauergast. Sie hat es überlebt und mittlerweile hab ich sie schon über 10 Jahre. Der Restbestand vom Zwingerhusten alleine war eben dieser Husten. Immer wenn sie sich aufgeregt hat, sei es durch extreme Freude oder durch Ärger (Bellen ohne Ende) oder sie hatte eine Reizung dorch Pollen oder ähnlichem, manchmal auch durch Futtersorten oder Verschlucken, dann hustete sie wieder. Das klang so ein bisschen wie ein grunzendes Wildschwein. Der Grund dafür ist, sie kommt mit ihrer Atmung durcheinander. Statt einzuatmen atmet sie im Grunde genommen aus und umgekehrt. Dabei "arbeitet" ihr ganzer kleiner Körper extrem mit.
Da sie das öfter hatte und es auch nicht behandelbar war, machten wir uns diesbezüglich keine großen Sorgen. Sie bekam dann von mir eine Massage, was sie beruhigte und bei leichteren "Anfällen" hielt ich ihr kurz die Nase zu, bis sie sie von alleine wegzog und dann konnte sie wieder "richtig rum" atmen.
Durch einen Infekt, wurde sie "plötzlich" schlapp und träge und wollte einfach nicht mehr lange laufen. Sie fühlte sich warm an und das Fiebermessen ergab 39,4°C. Also rein ins Auto und ab zum Dok. Er untersuchte sie kurz, maß nochmal Fieber, das selbe Ergebnis. Außer, als er sie abhörte meinte er, sie habe Herzgeräusche, aber die behandeln wir erst nach dem Infekt, sie bekam eine Spritze und Antibiothikatabletten für zu Hause.
Am nächsten Tag ging es ihr zusehens besser. Ich freute mich riesig. Leider hielt die Freude nicht sehr lange an... Das Antibiothika tat seine Wirkung, aber sie wollte trotzdem nicht mehr so richtig laufen. Wir waren nach dem Antibiothika zur Nachkontrolle und die Herzgeräusche waren geblieben. Tessa bekam nun Vetmedin, als Herzmittel und es sollte ihr damit besser gehen in Kürze, aber es könne sein, dass sie dadurch etwas müde ist.
Dem war nicht so... sie wurde von Tag zu Tag immer ruhiger. Am Anfang wie gesagt machte ich mir keine großen Sorgen, denn ich wusste ja, sie könnte etwas müde sein und andere Hunde seien damit schon steinalt geworden.
Naja, das ging so ca. 1 Woche und besorgt rief ich beim Tierarzt wieder an und schilderte ihren Zustand. Nämlich, sie lief nur noch in der Wohnung, schlief viel und draußen ließ sie sich bis zur Wiese tragen, wo sie schnell alles machte und ansonsten legte sie sich in einen schattigen Platz, knabberte an ein paar Grashalmen rum, zerkaute herumliegende Stöckchen und ich sollte sie andauernd kraulen und mit ihr im Liegen rumkaspern.
Ich gehe mit ihr 4 mal am Tag runter und in keiner Runde wollte sie auch nur einen Schritt in Richtung Felder gehen... immer nur zur besagten nahen Wiese. Es kam Kurzatmigkeit dazu, wenn sie laufen sollte und sie hechelte stark. Nach kurzen Belastungen verfiel sie regelrecht in eine Grasfressorgie nach der sie dann gar nicht mehr stehen oder laufen konnte/wollte. Aber was mir auffiel, immer kurz bevor die nächste Tablette ran war, war sie wieder munterer und lief auch mal ein bisschen draußen.
Der Tierarzt meinte ich solle sofort zu ihm kommen, was ich auch tat. Sie wurde geröngt und ich war dem Heulen nah. Sie hat ein ca 50% vergrößertes Herz, was ihre Luftröhre bereits nach oben in Richtung Wirbelsäule schiebt und der gesamte Brustraum ist voll Wasser. Hinzukommt, dass sie das Vetmedin nicht verträgt, weil sie an Übelkeit und extremer Mattheit litt.
Wir haben jetzt ein anderes Medikament für das Herz bekommen und gegen das Wasser hat sie jetzt auch eins.... Vasotop.
Beides scheint sie recht gut zu vertragen und ihr geht es wieder ein bisschen besser.
Gestern Abend allerdings hatte sie ziemliche Problem mit der Atmung und ich machte mir sehr große Sorgen, weil sie hin und wieder gar nicht geatmet hat. (Ich hab das Licht bestimmt 6 x an und aus gemacht, weil ich gucken musste, ob es ihr noch gut geht oder nicht) Mag sein, dass ich überempfindlich reagiere, aber meine Hundemaus ist mir so sehr wichtig, sie ist für mich wie ein zweites Kind geworden in all den jahren, weil es zwischen ihr und mir ein ständiges Geben und Nehmen war. Als es mir schlecht ging und ich nicht mehr aus dem Bett kam, wich sie mir nicht von der Pelle. Sie wachte über mich und wenn sie merkte, dass es mir ein bisschen besser ging wollte sie mich mit rumkaspern im Bett aufmiúntern. Normaler Weise liegt sie nicht mit im bett, aber da ließ sie sich nicht von abbringen, sie knurrte jeden an, der sie raustreiben wollte. Also ließen wir sie. Als ich das erste Mal wieder aufstehen konnte, (ich brauchte faste ne halbe Stunde auf der Bettkante) leckte sie mir eins ums andere Mal die Füße ab, vielleicht war sie ja der Meinung, dass es dadurch schneller gehen würde... aber ihre Bemühungen um mich, wenn es mir schlecht ging werde ich ihr nie vergessen. Tja nun ist es an mir, mich um sie zu kümmern. Ich weiß nicht wie lange sie noch bei mir sein wird, aber es zerreißt mich jetzt schon, wenn ich nur daran denke, dass sie sich wahrscheinlich quälen wird.
Ersticken ist ein so grausamer Tod.
Auch weiß ich nicht, ob ich die Kraft oder den Mut dazu hab, sie von ihren Leiden zu erlösen, weil ich es bei meiner Katze gesehen hab. Sie wurde 18 Jahre alt, sie konnte zum Schluss nicht mehr aufstehen, nichts mehr fressen oder trinken. Nach einer Woche kam der Tierarzt ins Haus, um sie einschlafen zu lassen... sie kämpfte und kämpfte und wollte partout nicht sterben. Das tat so schrecklich weh...
Weiß einer von Euch wie lange das noch mit Tessa "gut gehen" kann im Normalfall?
LG Mikki