Leuten ungefragt mit Ratschlägen auf die Nerven gehen tu ich auch nicht mehr. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass das nichts bringt, dann sind sie die höchstens von mir genervt und den Katzen geht es auch nicht besser.
Nun habe ich ja aber zum Glück selbst zwei Katzen und selbst den ein oder anderen Fehler durchgemacht. Und dann schildere ich einfach nur, wie das bei mir war bzw. ist und hoffe, dass die anderen da dann kurz drüber nachdenken.
Zum Beispiel bei Einzelhaltung, ich erzähl dann, wie schlecht es Momo damals ging, als sie hier alleine war, dass sie aggressiv und unsauber war (und lass dann einfließen, dass man vielen Katzen das aber nicht anmerkt, wenn sie unglücklich sind) und erzähl dann, dass das Katzenglück sich mehr als verdoppelt hat, seitdem wir den Törpe haben und wie unglaublich schön das ist, wenn die beiden miteinander toben und kuscheln. Und erwähn dann auch, dass ich jetzt auch kein schlechtes Gewissen mehr haben muss, wenn ich mal für längere Zeit weg bin etc... also alles aus meiner Perspektive, wie ich das erlebt habe.
Genauso beim Futter, was ja oft falsch gemacht wird... ich sage dann, dass ICH kein Trockenfutter füttere, weil MEINE Katzen nichts trinken und weil ihnen die Flüssigkeit im Nassfutter ausreicht. Wenn dann Nachfragen kommen oder Interesse signalisiert wird, lass ich die Infos vonwegen Katzen als Wüstenbewohner und Fleischfresser los (das dauert dann immer *gg*) aber ohne den anderen das Gefühl zu geben, dass sie alles falsch machen oder sich angegriffen fühlen. Und außerdem gibt es hier ja Trockenfutter, das füg ich dann immer noch hinzu, weil sie das so lieben, als Leckerchen und durch die Wohnung jagen. Und erzähl dann auch, wie sehr meine rohes Fleisch lieben und dass das ja total gesund ist, etc...
Aber alles eher in witzige Geschichten aus meiner eigenen Erfahrung (oder der von euch anderen Usern) verpackt als als Vorwurf an den Halter.
Zuletzt kommt dann von mir immer der Hinweis, dass es so viele Katzenforen und Infoseiten im Netz gibt, dass man da aber auch immer aufpassen muss, dass man das nicht übertreibt und nicht dogmatisch wird.
Und da die meisten Katzenhalter (naja, eigentlich alle die ich kenne) doch nur das Beste für ihr Tier wollen, hoffe ich, dass sie drüber nachdenken und sich selbst weiter informieren. Nur dieses "du machst alles falsch, ich weiß alles besser!" funktioniert in keinem Bereich des Lebens.