Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern

Diskutiere Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern im Reiterstübchen Forum im Bereich Pferde Forum; Hallo! Ich bin fast 16 Jahre alt und in der 11. Klasse eines Gymnasiums. Reiten tue ich seit fast 9 Jahren, habe also relativ viel Reiterfahrung...
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #1
H

hasi 94

Beiträge
1.111
Punkte Reaktionen
0
Hallo!
Ich bin fast 16 Jahre alt und in der 11. Klasse eines Gymnasiums.
Reiten tue ich seit fast 9 Jahren, habe also relativ viel Reiterfahrung und auch in allem drumherum.
Denn ich war immer an einem Stall, wo man sich nicht nur aufs pferd setzt und in der Halle ne Stunde reitet und wieder abhaut, sondern ich musste schon immer mitabäppeln, Boxen machen, füttern, sauber machen usw.
Ich bin Freizeitreiter und reite daher so gut ie nur im Gelände.
Habe zur Zeit noch ne RB, aber da das Pony leider seit 3 Monaten lahmt, keiner was finden kann wieso, wird er warscheinlich, trotz seinen erst 22 jahren schon sein Gnadenbrot bekommen :(

Bin also seit 3 Monaten eh nur am Spazieren gehen, tüddeln, putzen, beschäftigen, etwas Bodenarbeit, aber nur im Schritt usw.

Er war schon immer etwas anfällig für Krankheiten, seien es Erkältungen, was mit den Hufen oder was uach immer.

Seit ich angefangen ahbe zu reiten wünsche ich mir ein Pferd.
Natürlich war ich damals noch viel zu jung, aber ich finde mit 16 Jahren kann man da schon ernsthaft drüber nachdenken.
UNd da meine RB nun warscheinlich wegfällt, wünsche ich mir noch mehr ein eigenes Pferd, der Wunsch danach wird immer stärker und meine Eltern sind sicher schon genervt, weil cih mir immer nur ein Pferd wünsche oder geld dafür.
Nebenbei bin ich auch immer am Sparen, kaufe so wenig Schuhe, Klamotten und so Sachen wie möglich, gehen aufem Marktplatz alte Sachen verkaufen und mache auch einen kleinen Nebenjob.

Zeit habe ich genug, Schule habe ich 1mal bis 12.40, 1mal bis 14.30, 2mal bis 13.30 und 1mal bis 11.40

Hausaufgaben habe ich wenn dann nicht über ne halbe Stunde auf. Lernen tue ich meist schon in den Freistunden oder am Wochenende, da meist aber auch nciht länger als 1-2 Stunden.

Großartig andre Hobbies habe ich nciht, ich gehe nur Donnerstag abend um 7 zur Leichtathletik und Freitags nachmittags meinen Nebenjob für 2 Stunden, bringen mir pro Woche 10 € (nicht viel, aber etwas)

Meine Eltern sind trotz allem gegen ein Pferd, Stallmiete und den Kaufpreis könnten sie sich leisten, jdoch haben sie Angst, dass man das Pferd mal operieren muss und das 2000-3000€ oder mehr kostet.
Klar kann das immer passieren, aber es ist nicht Pflicht! Es gibt Pferde, die werden gar nciht großartig krank und andre, die dauernd irgendwas haben.
aber es kommt auch auf die Haltung, Fütterung etc. an.

Da ich vorhabe mein Pferd in der Nähe, 15min mit Fahrrad, in einem Offenstall (135€/Monat mit etwas Mithilfe) unterzustellen, weil ich Offenställe ideal finde, wäre das Problem mit tuerer Boxenmiete eh schon weg. Ich brauche keine Halle, Solarium etc.
Es reicht ein Unterstand, Wiese und Sattelkammer :) finde ich.
Ob es überhaupt Kraftfutter bekommt müsste man dann sehen, wenn es Gras hat und nur im Gelände geritten wird, also kein leistungssport betrieben muss, wird es zumindest im Sommer eher ncihts brauchen.

Naja jedenfalls habe ich mir darüber viele Gedanken gemacht und ache mir auch weiterhinn den ganzen Tag einen Kopf darum, wie es denn zu schaffen sei, meien Eltern zu überzeugen.
Ich möchte nicht erst ein Pferd, wenn cih einen Beruf habe, da ich jetzt natürlich viiel mehr Zeit dafür habe und so Vertrauen aufbauen kann und sowas. Viele haben dafür ja keine Zeit, aber ich möchte jetzt, solange ich noch genug Zeit habe, für eine sehr gute Beziehung zu meinem Pferd sorgen, dass wir uns gegenseitig respektieren und so.

Ich denke, dass das ncoh ein Stück Arbeit wird mit meinen Eltern, isst ihr vielleicht noch Tipps, sie zu überzeugen, oder seid ihr derselben Meinung wie sie?

Liebe Grüße! ;)
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #2
Meine Eltern sind trotz allem gegen ein Pferd, Stallmiete und den Kaufpreis könnten sie sich leisten, jdoch haben sie Angst, dass man das Pferd mal operieren muss und das 2000-3000€ oder mehr kostet.
Klar kann das immer passieren, aber es ist nicht Pflicht! Es gibt Pferde, die werden gar nciht großartig krank und andre, die dauernd irgendwas haben.
aber es kommt auch auf die Haltung, Fütterung etc. an.

Ich kann deine Eltern voll verstehen in dem Punkt. Eine OP beim Pferd kostet schnell mal weit über 1000 Euro. Meist kommen dann noch Klinikaufenthalt und Medikamente dazu. So abwegig ist das nicht und nein, es hat nicht immer was mit der Haltung/Fütterung zutun.
Sicher ist es nicht Pflicht dass ein Pferd so krank ist dass das nötig ist soviel zu bezahlen, aber man muss damit rechnen.
Was machst du wenn dein Pferd sich nen Bein bricht (du kannst es schlecht in Watte packen), ne OP braucht und ihr könnts nich zahlen? Wars das dann?
Darüber sollte man sich schon im Klaren sein - VORHER.

Ob es überhaupt Kraftfutter bekommt müsste man dann sehen, wenn es Gras hat und nur im Gelände geritten wird, also kein leistungssport betrieben muss, wird es zumindest im Sommer eher ncihts brauchen.

Kann ich dir so auch nicht recht geben. Wenn du an ein Großpferd denkst, sind die in der Futterverwertung wesentlich "anspruchsvoller" als ein Pony beispielsweise. Gerade wenn dein Pferd später im Offenstall stehen soll sind die Weiden sicherlich nicht durchweg üppig (bei dauernder Beweidung is das Gras halt irgendwann weg), da kanns schon sein dass du zufüttern musst, das deinem Pferd Heu nicht reicht.
Möglichst täglich bewegt werden muss es ja trotzdem - und auch ein Geländeritt is "Arbeit".
Aber das kannst du jetzt solange du dein Pferd noch gar nicht hast alles noch gar nicht wirklich beurteilen und abschätzen.
Darum vorm Pferdekauf immer mit der "teuersten" Variante (sprich Tierarztkosten und Futter und so weiter) rechnen, wenns billiger wird weils klappt wie geplant ist ja alles super.

Ich möchte nicht erst ein Pferd, wenn cih einen Beruf habe, da ich jetzt natürlich viiel mehr Zeit dafür habe und so Vertrauen aufbauen kann und sowas. Viele haben dafür ja keine Zeit, aber ich möchte jetzt, solange ich noch genug Zeit habe, für eine sehr gute Beziehung zu meinem Pferd sorgen, dass wir uns gegenseitig respektieren und so.

Und dann kommt deine Ausbildung und dein Beruf und du hast nur noch 2 Tage die Woche Zeit... Was machstn dann?
Wenn dein Pferd im Offenstall steht und ins Gelände gehen soll wirst du es wohl kaum abends noch reiten im Dunkeln oder? Oder morgens früh vor der Arbeit.
Hast du da ne Regelung? Weil auch dann braucht dein Pferd Bewegung. Und wenn du dich nur noch 2x die Wochen kümmern kannst (wenn wir mal annehmen du arbeitest 9 Std am Tag und hast am WE frei) ist die Bindung auch nicht mehr so innig, egal wie das vorher war.
Was machst du, wenn du nicht in der Nähe ne Ausbildung findest sondern wegziehen musst?
Das sind alles Gründe warum ich sagen würde warte bis du nen Job hast und abschätzen kannst was auf die zukommt.

Ich muss fast sagen ich kann dich zwar verstehen, aber bin in den Punkten Beruf und Geld trotzdem einer Meinung mit deinen Eltern. Schließlich müssen sie das zahlen (du kannst es ja nicht) und sie können sicherlich am Besten abschätzen, was da in ihren Möglichkeiten liegt.

LG
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #3
und wie machen das die anderen über 1000 Pferdebesitzer, wenn es wie du sagst geradezu unmöglich ist?
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #4
und wie machen das die anderen über 1000 Pferdebesitzer, wenn es wie du sagst geradezu unmöglich ist?
Eine ehemalige Kollegin von mir hat auch nen Pferd, das hatte sie ne ganze zeit, bis sie gemerkt hat, das es mit Beruf und Pferd einfach nicht klappt!

Ich würde an deiner Stelle erstmal schauen, das du selber auf den Beinen stehst, eine Ausbildung machst, oder abi?!
Und dann dein eigenes Leben aufbaust!
Weil, deine Eltern werden dir sicher nicht ewig ein Pferd Finanzieren.
So bald du eigenes Geld verdienst, wirst du evtl die Kosten garnicht mehr tragen können!
Und evtl sind deine Eltern auch garnicht in der Lage, dir ein Pferd zu zahlen*Eltern reden fast nie mit Kindern über ihre Finanzielle Lage*
Zudem, die Stall miete ist ja nicht alles.
Da kommen noch andere Kosten, Futter, Tierarzt, etc im Monat zu!;)

Schau doch erstmal, das du dein Leben aufbaust!
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #5
Emblazoned sagt doch nicht, daß es unmöglich ist - aber es erfordert eben einiges an Planung. Und wenn deine Eltern finanziell Bedenken haben, wirst du das auch so schnell nicht wegdiskutieren können.

Natürlich gibt es Eltern, deren finanzieller Spielraum weiter gesteckt ist. Und gerade, wenn z.B. Eltern selbst auch reiten und/oder Pferde haben, ist die Entscheidung für ein Pferd für's Kind dann vielleicht einfacher.

Aber in deiner/eurer Situation sehe ich das ähnlich wie deine Eltern und Emblazoned. Ein Pferd zu besitzen ist - wie bei jedem Tier - eine große Verantwortung, die man trägt. Und das, am Lebensalter des Pferdes gemessen, für eine sehr lange Zeit. Wenn es dann noch gewissen Unsicherheiten/Unwägbarkeiten in der Zukunftsplanung gibt - Ausbildung, Beruf, finanzielle Situation, evtl. bevorstehende Umzüge etc. - muß man sich einfach der kritischen Frage stellen, ob der Zeitpunkt, sich ein Pferd anschaffen zu wollen, auch wirklich der richtige ist.

Meine Eltern sind trotz allem gegen ein Pferd, Stallmiete und den Kaufpreis könnten sie sich leisten, jdoch haben sie Angst, dass man das Pferd mal operieren muss und das 2000-3000€ oder mehr kostet.
Klar kann das immer passieren, aber es ist nicht Pflicht! Es gibt Pferde, die werden gar nciht großartig krank und andre, die dauernd irgendwas haben.
Tatsache ist nun mal, daß man nicht in die Zukunft schauen kann, weder in die eigene noch in die eines Tieres. Wenn eine eventuelle einmalige Ausgabe von 2.000-3.000 € deinen Eltern Magenschmerzen bereitet - wie sähe es dann bei einer Ausgabe von 5.000 € und mehr aus? Auch das kann passieren. Auch bei 'gesund und robust' gehaltenen Pferden, auch bei Freizeitpferden etc.

Solange deine Eltern das Geld für das Pferd aufbringen müssten, ist es eben schlußendlich ihre Entscheidung. Und wenn sie die finanzielle Herausforderung zu groß finden, kann ich verstehen, daß sie nicht begeistert davon sind und sich nicht so einfach überreden lassen.
Rückblickend muß ich auch sagen, daß man sich, ehe man nicht selbst einen Haushalt schmeisst, oft auch wirlich verschätzt, was die finanziellen Möglichkeiten der Eltern angeht - das nur nebenbei ;) und ich kann sehr gut verstehen, daß Eltern nicht das gesamte finanzielle Polster angehen zu müssen wollen, wenn Krankheiten, OPs etc. eines Pferdes im Raum stehen.
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #6
Hey,
also so eine Op kommt leider schneller als ma denkt.
Nicht mal ne Op es kann auch irgendwas anderes sein, TA Rechnungen Kosten nunmal. Meine Stute innerhalb zwei Monaten über 5000Euro TA Rechnung, Nachbehandlungen nicht mehr mit einbegriffen. Ich habe seid dem eine Op Versicherung.

Bleib doch erstmal als RB ein eigenes Pferd kannst du dir immernoch kaufen, wenn du weißt du hast dann genug Zeit und genug Geld. Gerade in der Ausbildung hat man wenig Zeit, das merke ich an mir...

LG
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #7
Prinzipiell kann ich mich den anderen anschließen... Du gehst noch in die Schule- weißt du schon, was du danach machen möchtest?
Eine Ausbildung ist sehr zeitintensiv und oft hat man dann nicht mehr genug Zeit fürs Pferd- wenn man dann noch selber im Stall helfen muss und keine Vollpension hat, wird es noch schwieriger.
Je nachdem, was du für einen Beruf lernst, wirst du ja eventuell auch unpassende Arbeitszeiten haben.
Dann weiß man auch nie, wo man heutzutage eine Ausbildung oder einen Studienplatz bekommt.
Mitunter muss man doch auch weiter wegziehen- und was dann mit dem Pferd?

Wenn deine Eltern dahinter stehen würden, dann würde ich es sogar versuchen. Ich bin selber Studentin und habe auch ein Pferd- und finanziere es komplett selbst!
Das ist schon alles machbar, wenn man sich das durchrechnet und bereit ist, viele Kompromisse zu machen.
Sicher könnte es bei mir zum Beispiel einen Engpass geben, wenn ich nach dem Studium nicht sofort einen Job bekomme- aber das weiß ich schon jetzt, deswegen kann ich mich darauf einstellen und entsprechend Sparen und/oder mir einen Notfallplan zurecht legen.
Ich finde das gar nicht so dramatisch- auch jemand, der einen festen Job hat und mit beiden Beinen im Leben steht, kann arbeitslos werden und muss dann auch schauen, wie es weitergeht.

Allerdings würde ich es wirklich nur machen, wenn die Familie dahinter steht.

Passieren kann natürlich immer etwas... OPs sind bei Pferden allgemein nun einmal recht teuer- aber dafür gibt es ja auch Versicherungen.

Trotzdem würde ich in deinem Falle warten, bis du selber weißt, was du später nach der Schule mal machen möchtest. Dann wäre es schade, wenn du dein Leben nach dem Pferd richten müsstest- gerade in der Ausbildungsphase solltest du ja etwas lernen, was dir Spaß macht und nicht etwas, was sich mit dem Pferd vereinbaren lässt.
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #8
Ich schließe mich den Vorrednern an.

Warte lieber, bis du im Leben gefestigt bist damit du abschätzen kannst was du machen kannst und wie viel Zeit dir überhaupt bleibt. Was bringt es dir, wenn du dir jetzt schon ein Pferd holst und dann in einem Jahr nen Fulltime-Job bekommst und dein Pferd nur 2 mal die Woche richtig beschäftigen kannst? Schön wärs weder für dich noch für das Pferd ;)

Ich kann deine Eltern auch verstehen, Pferde gehören ja nicht zu den "Billigen" Tieren die man mit dem Taschengeld finanzieren kann :D Sie sind eben doch anspruchsvoll und können ein mächtiges Loch in die Geldbörse reißen wenn dein Pferd sich mal verletzt (und mit sowas muss man IMMER rechnen) und wenn die Finanziellen Möglichkeiten nicht da sind, würde ich auf den eigenen Wunsch verzichten - dem Tier zuliebe.

EDIT: Da waren jetzt ganz viele schneller als ich :uups:

Liebe Grüße
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #9
Genau ich sag doch gar nich dass das unmöglich ist... ich sagte man sollte aber erstmal ne Richtung haben, sowas wie ne "klare Linie" um abwägen zu können ob die Möglichkeit besteht.
Es bringt doch nix wenn du dir jetzt dein Pferd ins Ruhrgebiet stellst und jetzt 7 Tage die Woche Zeit hast, aber für die Ausbildung nach Bayern ziehen musst (ums mal extrem auszudrücken) und 9 Std am Tag arbeitest.
Klar kannst du auch dann ein Pferd haben, aber dann musst du auch jemanden haben der es versorgt und bewegt (Reitbeteiligung oder sowas). Und es ist nunmal wirklich schwierig Pferde, die im Offenstall stehen mal eben spontan bein Wind und Wetter zu reiten (ich kenn das die Pferde von meiner Tante sind auch im Offenstall ;) und immer POTT DRECKIG) - wenn du keine Halle hast oder keinen beleuchteten Platz kannst du dann ja auch nichts mehr machen wenns zB schon dunkel ist nach der Arbeit. So hab ich das gemeint.

Das Finanzielle ist eben ne Sache, worüber deine Eltern entscheiden müssen solange du nicht bezahlen kannst. Wenn sie sich vorstellen können monatlich ne Stange Geld beiseite zu legen für eventuelle Notfälle/Tierarztkosten sieht das anders aus - aber das kannst ja leider du nicht entscheiden.

LG
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #10
Hallo,

darf ich mal fragen wo im Ruhrgebiet du wohnst? Bei uns am stall gibt es welche, die ein pferd zu zweit haben. Jetzt will die eine Besitzerin ihre Hälfte des Pferdes verkaufen. Vielleicht wäre das für den Anfang eine alternative. Die Teilen sich alles und haben auch noch so ein Notfallkonto eingerichtet falls wirklich mal eine Op ansteht.
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #11
Also ein Pferd das quasi nie krank wird, wirst du nicht finden (zumindest weiß man das vorher nicht). Bei uns im Stall steht eine Stute, die hatte noch nie was (ist jetzt ca. 14 Jahre). Vor 2 Monaten hat sie dann beim Fressen anscheinend einen Stein erwischt, draufgebissen, ein Backenzahn war in der Mitte gespalten. Ab in die Klinik, Zahn raus, Narkose schlecht vertragen, Kreislaufprobleme,... Rechnung: 2.500,00 €. Und das für eine Kleinigkeit die so schnell passieren kann.
Wenn deine Eltern nicht 100% sicher sind, dass sie auch größere OPs finanzieren können, ist es nur vernünftig, wenn sie dir kein Pferd kaufen. So hart das klingt, irgendwann würdet ihr es vielleicht bereuen oder müsstet das Pferd schweren Herzens wieder abgeben, nur weil ihr euch verkalkuliert habt...
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #12
die anschaffungskosten und die unterbringungskosten sind wirklich noch der geringste teil. ich muss leider sagen, dass ich deine eltern sehr gut verstehen kann.

ich selbst hatte bis letztes jahr auch ein pferd - musste eingeschläfert werden - und zwar waren es insgesamt rd. 20 jahre. wenn ich alle kosten dieser jahre zusammenrechne, ergibt das locker einen luxuswagen!

und du kannst wirklich nicht davon ausgehen, dass dein pferd gesund bleibt, nur weil es robust gehalten wird.

was, wenn sich plötzlich herausstellt, dass dein pferd eine chronische erkrankung bekommen hat? das bedeutet in jedem fall langwierige tierärztliche behandlungen sowie für den rest seines lebens regelmässige medikamente, die auch verdammt ins geld gehen! solche erkrankungen kommen häufig ohne vorwarnung von heute auf morgen - egal, wie "optimal" die haltungsbedingungen waren. unter umständen musst du dann sogar aufgrund einer derartigen erkrankung das pferd anderweitig unterbringen, weil es andere haltungsbedingungen benötigt.

bei einem jüngeren pferd kann es dir - bis es wirklich endgültig ausgewachsen ist - mehrfach passieren, dass du neue sättel benötigst, weil sich der körperbau eben stetig verändert und die sättel nicht in jedem fall angepasst werden können. eine freundin von mir musste insgesamt 5 oder 6 sättel in relativ kurzen zeitabständen für ihr pferd kaufen, weil es sich so sehr verändert hat. auch das geht heftig ins geld.

ich könnte noch einiges aufzählen ... und wie du an dem vorhergeschriebenen sehen kannst, steht und fällt das wirklich mit den finanziellen möglichkeiten. und ich kann es wirklich - eben aus eigener erfahrung - verstehen, dass deine eltern sich dieses risiko nicht antun wollen. ich selbst vermisse mein pferd sehr und ich würde zu gern auch wieder ein eigenes pferd haben, ABER ich habe in den jahren mit pferd erfahren, dass man auf so viele sachen verzichten muss, jetzt möchte ich das erstmal nicht. vielleicht irgendwann mal wieder, aber vorläufig nicht.

der nächste punkt ist der zeitfaktor. noch bist du in der schule und hast die nachmittage weitestgehend frei, aber wie meine vorredner schon geschrieben haben, was ist, wenn du in der ausbildung bist oder später dann arbeitest.
du musst dir im klaren darüber sein, dass du dann deine freizeit wirklich ausschließlich für die nächsten ca. 15-20 jahre deinem pferd "opfern" musst. mal eben spontan mit freunden im sommer ein wochenende an die see fahren - fehlanzeige, du musst dich um dein pferd kümmern. oder du bist krank und gehörst eigentlich ins bett ... du musst dich aber um dein pferd kümmern.

tieren ist es egal, wie wir uns fühlen, ob wir krank sind oder lieber feiern möchten oder was auch immer. die wollen versorgt werden ... und du kannst nicht stets und ständig irgendwelche reitkollegen aus dem stall bitten, dich mit um dein pferd zu kümmern. damit machst du dir definitiv keine freunde!

irgendwann - glaub mir, ich wollte es "damals" als ich so alt war wie du, auch nicht hören - fängt dann die zeit an, wo du einen freund haben wirst. Auch wenn du es nicht wahrhaben möchtest, aber erstens haben "männer" für uns reitende frauen relativ wenig verständnis und zweitens möchtest du dann auch so viel zeit wie möglich mit ihm verbringen ... das wiederum geht aber nicht, weil ja das pferd deine zeit beansprucht! wie gesagt, ich wollte es damals auch nicht hören, als meine eltern mir dies sagten, aber es ist genau so eingetreten ... ich habe mit 5 jahren angefangen zu reiten und zwischen 16 und 20 dann eine auszeit gehabt, weil "jungs" und "party machen" viel spannender und interessanter waren, als die reiterei.

mein erstes eigenes pferd habe ich mir dann mit 20 gekauft ... da war ich mit der ausbildung fertig, hatte schon ein paar jahre meinen job und wusste genau, wieviel geld so im monat übrig bleibt und konnte es gut überblicken, ob ich mir ein pferd leisten kann oder nicht.

und wenn du fragst, wieso so viele andere es können und nur du nicht: viele machen sich keine gedanken darüber und dann wird das pferd unter umständen einfach wieder verkauft, wenn sie feststellen, dass es doch teurer ist, als angenommen. oder es wird sich einfach nicht ordentlich gekümmert oder es werden eine oder mehrere reitbeteiligungen genommen, um die kosten aufzufangen. mehrere reitbeteiligungen wiederum sind für pferde nicht so wirklich toll ... pferde möchten "ihren" menschen haben ...

zum schluss noch eine idee für dich: wie wäre es, wenn du dich nach einem pflegepferd umschaust? keine reitbeteiligung, sondern ein pflegepferd. es gibt viele pferdebesitzer, die einfach keine zeit für ihre tiere haben und sich freuen, wenn sie jemanden zuverlässigen finden, der sich um ihr pferd kümmert. das wäre dann ja fast wie ein eigenes pferd nur eben ohne diese enorme kostenbelastung. und wenn du dann mal krank bist, in urlaub fahren möchtest oder oder oder, kannst du den besitzer anrufen und ihm bescheid sagen. du stehst dann nicht ganz so heftig in der verpflichtung. pflegepferde kosten z.b. meistens auch nicht unbedingt geld ... ich hätte mir vor einigen jahren ein zuverlässiges "mädel", dass sich um mein pferd kümmert, gewünscht, weil ich als voll arbeitende, alleinerziehende mutter auch ein großes zeitproblem hatte. leider hab ich niemanden gefunden ...
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #13
Huhu

Beim eigenen Hund ist es doch (Fast) das selbe. Da sollte man sich auch zuerst Klare Linien schaffen bevor man den ins Haus hohlt.

Wenn deine Eltern dagegen sind verstehe ich das. Du "verdienst" noch "Kein" Geld um das alles zu zahlen. Und auch wenn deine Eltern "Eigentlich" das Geld für das Pferd hätten. Wenn Eltern Grübeln währe ich sehr vorsichtig das hab ich bereits gelernt. Die haben einen Gund/ ein Gefühl dafür, Lebenserfahrung und "Wissen immer" wie sich die Situation entwickeln wird/kann (Warum auch immer Eltern das können weis ich nicht aber bissher hat es immer gestimmt bei meiner Mutter). Das ist wie eine Gabe wenn eine Mutter dem Kind einen Hund verbietet haben sie einen Grund dafür un zwar einen Guten. Auch wenn es gehen würde Geldtechnisch und eben alles drumm herum. Ich weis auch nicht aber ich finde Eltern haben eine Gabe den Richtigen Moment für ein Tier zu finden (Die meisten und "Guten" jedenfalls).

Es ist schwehr das zu erklären was ich grade sagen will aber ich hoffe/denke du/ihr wisst was ich meine.
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #14
mh, wo ich meine RB noch habe, mit dem Pony, dass warscheinlich sein Gnadenbrot kriegt, klappt es doch auch. Sie arbeitet bei schlecker und verdient damit nicht gerade viel Geld, aber es reicht, wie weiß ich nicht.

Wohnen tue ich in Bottrop, treffe mich in der 2. Fereinwoche mit jemadnem, der ne R anzubieten hätte.
Aber ein eigenes Pferd ist eben was anderes! Man hat selbst die Verantwortung usw.

Und klar weiß ich, dass ein Pferd immer krank werden kann. Da muss man entweder Glück haben oder man hat halt Pech...kann man nichts gegen/ für tun!

Von meinen Freundinnen haben auhc viele ein Pferd, zum Teil sind die erst 13, die kommen damit gut klar...ich weiß nicht
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #15
Ich hatte auch mit 14 ein eigenes Pferd. Aber auch nur, weil meine Tante nen Reiterhof hatte und meine Eltern aufgrund dessen, dass ich dort täglich war und geholfen hab nix bezahlen mussten.
Ilka hatte dann ne schwere Verletzung am Bein (Weideunfall) irgendwann - das hat uns über (damals noch Mark) 1000 auf jedenfall gekostet (es war nen Freundschaftspreis weil meine Tante mit dem TA per du war).
Dann kam, dass meine Tante sich hat scheiden lassen, der Reiterhof aufgelöst wurde und ich mein Abi gemacht hab und meine Ausbildung angefangen hab. Fazit: ich hätte mein Pferd in einen anderen Stall bringen müssen und hatte keine Zeit mehr für sie. Ich habs maximal geschafft 2x die Woche, vielleicht 3x da zu sein.
Ich hab dann letztendendes entschieden sie wegzugeben und ich hab geheult wie ein Schlosshund.

Sie ist sehr sehr krank geworden obwohl sie vorher nie was hatte und 2008 im Alter von 20 Jahren gestorben.
Und die neue Besitzerin hat Unmengen an Geduld und Geld hineingesteckt bevor sie sich dazu entschließen musste, sie einzuschläfern.

Was ich damit sagen will - mit 13 oder 14 bzw generell vor Abschluss deiner Schule und dem Beginn einer Ausbildung KANN man einfach nicht abschätzen wie es wird, zeitlich.
Wenn du dir ein Pferd teilst mit ner Freundin oder so, dann ists vielleicht einfacher zu planen. Oder du musst dir ne RB suchen im Zweifelsfall.

Das "Pech" musst du wie du ja im Beispiel Ilka siehst, immer einplanen leider. Ich hätte, hätte ich sie behalten, wohl kaum über Monate/Wochen mehrere tausend Euro in das Pferd investieren können (ich studiere und bekomme 640 Euro im Monat BaföG), trotz dass meine Eltern mich unterstützt hätten (die beiden haben auch keine Kohle weil Papa Kurzarbeit hat und sie sich gerade erst nen Haus gekauft haben). Was wäre dann gewesen?
Abgesehen von der Zeit die ich nun wirklich nicht mehr hätte.

Sind eben alles Sachen die man sich ganz genau überlegen müsste.

LG
 
  • Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern Beitrag #16
Zu deiner Bekannten, die bei Schlecker arbeitet und das Pferd damit finanziert- an meinem ersten Stall stand ein Haflinger, der einem Mann gehörte, der HartzIV bekam und bei der Tafel essen ging...
Wenn mans nicht ganz legal macht (was ich der Frau ja nicht unterstellen will, aber bei dem Mann war es definitiv so), dann geht einiges...
Das heißt dann aber noch lange nicht, dass das so sein sollte.
Für mich gilt halt immer: entweder ich kann es finanziell wirklich selber tragen, oder ich lasse es bleiben.

Ich habe damals mit meinem Vater eine klare Abmachung getroffen- er hat mir zwar das Geld für den Kauf geliehen, aber für alle anfallenden Kosten muss ich selbst aufkommen- und sollte ich das irgendwann einmal nicht mehr zahlen können, dann muss ich eben überlegen, das Pferd wieder zu verkaufen.

Das war für mich damals aber die bessere Option- sonst wäre das Pferd wohin gegangen, wo ich mein Gewissen nicht mit hätte vereinbaren können.
So habe ich mir die Option freigehalten, das Pferd im Notfall selbst in gute Hände weitergeben zu können.

Und ich hatte noch einen entscheidenden Vorteil, den du nicht hast, wenn du dir beim Händler oder sonstwo fremd ein Pferd holst- ich kannte ihn schon ein Jahr, und somit wusste ich, wie krankheitsanfällig er ist.
Klar, es können immer Dinge passieren, die man nicht abschätzen kann (wie das Beispiel mit der Zahn-OP)- aber ich wusste, dass es kein Pferd ist, was bei jedem Regen gleich einen Husten bekommt.
Das war für mich sehr wichtig- eine Freundin von mir hat sich vor kurzem einen Jährling gekauft und hat seitdem fast jeden Monat den Tierarzt da- das wäre zum Beispiel etwas, was du nicht vorher abschätzen kannst.
Denn auch kleine Tierarztbesuche, die dafür häufig sein können, gehen in der Summe ganz schön ins Geld.
Das sind schnell mal hier 70 Euro, da dann 50 Euro, hier auch mal 100 Euro...

Tu dir selbst und dem Pferd den Gefallen und warte einfach noch etwas.
Auch den Beitrag mit dem Alter fand ich sehr schön gelungen- in der Jugendphase hat man irgendwann auch mal andere Interessen.
Das war bei mir genauso- und heute bin ich froh, dass ich zu der Zeit nur eine RB hatte, bei der ich aus schulischen Gründen eh aufhören musste.
So hatte ich auch meine "pferdefreie" Zeit- und musste kein schlechtes Gewissen haben.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern

Mein Traum-ein eigenes Pferd! IM Weg sind die Eltern - Ähnliche Themen

Curly Horse Pferdehaltung für Anfänger: Hallo ihr :) Ich habe mir mit meinem Mann + Kinder ein Haus gekauft mit großem Stall und 1ha Wiese. Seit meiner Kindheit habe ich eine...
Hund: Hallo, ich bin Konni62. Ich muss noch ca. 1 Jahr arbeiten und dann nie mehr. Dann kann ich mir meinen lebenslangen Wunsch, einen Hund zuzulegen...
Vorstellung im Forum: Guten Tag an alle, mein Name ist Marlene und ich bin neu hier. Ich bin 24 Jahre alt und habe zusammen mit meinen Eltern und meiner Tante...
Ist mein Pferd zu dünn ?: Hallo zusammen, ich bin neu hier und hoffe auf hilfreiche Antworten von euch :) Seit Oktober letzten Jahres habe ich eine RB. Er ist 13 Jahre...
Mini American shepherd als Ernsthund für 14 jährige? Bin ich zu naiv?: Hallo, ich stehe vor einer schwierigen Entscheidung und würde mich freuen ein paar erfahrene Meinungen hierzu zu hören. Zu mir: ich bin 14 und...
Oben