- Das Lettische Warmblut Beitrag #1
Schnuti
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Der Lette, eine Pferderasse die in der Republik Lettland gezüchtet wird.
Portrait:
Stockmaß: ca. 1,60 bis 1,68 Meter
Farbe: alle Grundfarben, vorwiegend Braune, Füchse und Falben
Exterieur: mittelschwerer Warmblüter im Reitpferdetyp, sein Kopf ist ansprechend mit geradem Profil, sein Hals ist ausreichend lang und kräftig mit einem markanten Widerrist. Die Schulter ist schräg und lang, der Rumpf ist kräftig mit breiter Brust.
Der Lette hat einen langen Rücken mit einer kräftigen, leicht abfallenden Kruppe. Seine Gliedmaßen sind trocken mit markanten Gelenken und harten, kräftigen Hufen.
Der Lette hat einen ausgeglichenen Charakter, ist ehrlich, umgänglich, gutmütig und arbeitswillig, oft verfügt er über ein beachtliches Springvermögen. Seine Bewegung ist raumgreifend.
Er ist ein vielseitig verwendbares Sport- und Freizeitpferd und wird in zwei unterschiedlichen Typen gezüchtet, wobei der schwerere Typus noch dem Grundtypus des schweren Wagenpferdschlags entspricht und der leichtere Typ jetzt dem leichteren, veredelten Sportpferd nahe kommt.
Rasse-Geschichte:
Das Pferd war immer ein Partner und Begleiter des Letten – egal ob Bauern oder Krieger.
Die Vorfahren der Letten waren örtliche Pferde, die möglicherweise von den ausgestorbenen Tarpans abstammen.
In der Wiegand-Chronik aus dem 13. Jhd. werden graue Wildpferde im Typ des polnischen Koniks erwähnt, die in den Wäldern Masurens, Litauens, Kurlands. Livlands, Estlands, Polens und Finnlands lebten. Bereits 1891 wurde erwähnt das, die Stammesfürsten der litauischen und lettischen Völkerschaften schon vor der Kolonisierung durch den Deutschen Ritterorden vorzügliche Streitrosse besaßen, die bereits damals mit östlichen und friesischen Pferden gekreuzt waren. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die bodenständigen Pferde durch immer erneut stattfindende Einkreuzung von Fremdblut größer und starkknochiger.
In die Kleinpferde Lettlands kreuzte man ab dem 17. Jahrhundert sowohl Kalt- wie auch Warmblüter ein.
Zu Beginn des 18. Jhd., im Verlauf der Kolonialisierung durch deutsche und polnische Siedler, wird von einem zähen, kleinen, ungemein ausdauernden, anspruchslosen und zugleich leiststunksfähigen Wagenpferd berichtet. Geringe Reste dieses originalen Pferdetyps, der sich bis heute noch vereinzelt erhalten hat, findet man auch heute noch, ein kleines, primitives Pferd von etwa 135-138 cm Stockmaß.
Im 19. Jhd. haben vor allem russische Pferde aus den angrenzenden Ländern die lettische Zucht beeinflusst. 1893 erfolgte die Gründung des "Zuchtstalls zu Riga" in Krustpils mit 70- 80 Hengsten. Militärische, aber auch landwirtschaftliche Zwecke erforderten unterschiedliches Zuchtmaterial und unterschiedliche Hengste.
Nach der Gründung des Lettischen Staates im Jahre 1918 begannen die Registrierung aller Rassenpferde und die zielmäßige Zucht der Pferde.
Nach dem 1. Weltkrieg herrschte in Lettland bedeutender Mangel an Pferden. In Jahre 1921 fing die Erfassung aller Zuchthengste und Stuten an. In den Jahren 1921 und 1922 fand der Kongress der Lettischen Pferdezüchter statt, der zu dem Beschluss kam, die schweren Fuhrmann-Pferde und mittelschweren Warmblüter weiter zu züchten. Zu diesem Zweck sind die Rassen Oldenburger, Hannoveraner und Holsteiner mit eingekreuzt worden.
Im Jahre 1921 wurde das erste Staatsgestüt in Okte gegründet, dies war die Wiege der Rasse des Lettischen Wagenpferdes. Am Anfang wurden für die Zucht die besten Stuten benutzt, die dem Staat und der Armee gehörten und einige unbekannten Stuten, die den Reitpferden ähnlich waren. Hier sind im Jahre 1920 in Holland eingekaufte Stuten der Oldenburger Rasse dazu gekommen. Später, in den Jahren 1929-1935, wurden noch mehr reinrassige Oldenburger Stuten eingekauft.
In Okte, dem ersten Hengst der Rasse der Lettischen Wagenpferde, war der von Holland importierter Oldenburger Bajars (geborener Neidhart) enthalten. Weitere in Groningen und Oldenburg eingekaufte Hengste waren die Gründer der Hauptlinien der Lettischen Wagenpferde – die Linien von Ammon, Siego, Germino, Demokrats, Kru , Juveels, Banko, später auch die Linien von Gottenfirsts und Spekonis.
Im Jahre 1925 begann ein weiteres Staatsgestüt in Svetciems mit seiner Arbeit. Da wurden die Stuten eingesetzt, die der Armee gehörten und sich im Sport bewiesen haben, sowie die von Okte eingebrachten Stuten der Oldenburger Kreuzungen (mit Pferden der Trakehner Rasse, sowie Araber und Vollblüter) und reinrassige Hannoveraner Stuten, die in Hannover und Mecklenburg eingekauft waren. Als Deckhengste wurden die von Hannover importierten Hengste Altmeisters H 11 und Alvins H 14 (beide stammen aus der Linie von Adeptus XX) eingebracht. Diese Pferde wurden zum Kern des sportlichen Typs der Pferde der Lettischer Rasse.
Im Jahre 1923 wurden die obligatorischen Regeln zum Auswählen der Lettischen Zuchtpferde herausgegeben. Im Jahre 1925 ist das erste Zuchtbuch der Letten erschienen, das 4-te wurde dann im Jahr 1940 ausgegeben.
Im Jahre 1941 waren in Lettland 467 Deckhengste, von denen 56% der Lettischen Rasse angehörten. Mit jedem Hengst wurden jährlich ungefähr 50 Stuten gedeckt.
Die Rasse des Letten entstand in den Bauernhöfen und Landwirtschaftlischen Unternehmen, durch vernünftige Nutzung der importierten Pferde, der Pferde, die in Okte und Svetciems gezüchtet wurden, sowie der örtlichen Hengste und Stuten.
Während des 2. Weltkriegs verringerte sich die Zahl der Pferde auf nunmehr
46 000. Trotz der traurigen Einflüsse des Krieges und der Tatsache, dass im Jahre 1940 Lettland okkupiert und der Sowjetunion angeschlossen wurde, setzte sich die Pferdezucht in Lettland fort.
Im Jahre 1950 gehörten in Lettland 70-90 % (in verschiedenen Teile des Landes) aller Pferde der Lettischer Rasse an.
Seit 1950 wurden in Lettland Hengst- und Stutenleistungsprüfungen durchgeführt und die Pferde, die nun auf den Leistungsprüfungen nicht erfolgreich waren, wurden von der Zucht ausgeschlossen.
Zu Veredelung der Rasse wurden nicht nur veredelte Hannoveraner- und Holsteiner-Hengste und -Stuten eingebracht, sondern auch einige Englische Vollblüter, Trakehner und Araber. Den Rassen, die nicht artverwandt mit dem Letten sind (im Gegensatz z. B. Holsteiner, Hannoveraner oder Oldenburger Rassen), wurde es erlaubt, zur Verbesserung der Rasse einmal höchstens zweimal mit einkreuzt zu werden, um so die Resultate zu festigen.
Leider hat die sowjetische Regierung in Moskau in den 60er Jahren beschlossen, die Pferdezucht in Lettland einzuschränken, die Zuchtarbeit wurde bis auf ein Minimum verringert und basierte nur noch auf Enthusiasmus einiger Lettischer Pferdezüchter. Trotzdem sind in dieser Zeit viele hervorragende Pferde der Letten gezüchtet worden, die auch in Pferdeleistungsprüfungen und im Sport Excelente Leistungen zeigten.
Im Jahre 1965 begann der Export der Letten – 19 Pferde wurden nach Großbritannien gebracht. Seit 1972 steiget der Export der Letten immerfort. Leider blieb oftmals die Arbeit der lettischen Züchtern völlig unbemerkt, da alle Pferde immer einen Besitzer hatten – die Sowjetunion, und die Käufer der Letten wussten häufig nichts über diese Pferderasse, über die Erfolge dieser Pferde, dem Land und den Leuten, die sie gezüchtet hatten. Hierdurch kommt wohl die traurige Bezeichnung der Letten als "irgendein Russisches Pferd".
In der ganzen Zeit, vom 2. Weltkrieg bis zu den 80-er Jahre war es verboten, Pferde als Privateigentum zu halten. Die Pferde wurden einfach den Leuten weggenommen und in "gemeinsame", dem Staat gehörende Ställe gebracht. Alle Pferde gehörten dem Staat und wurden auch vom Staat gehalten. Erst ab Anfang der 80er Jahre wurde es erlaubt, privat einfache Arbeitspferde auf dem Lande zu halten. So richtig fing die Privatpferdehaltung erst mit der Erneuerung der Unabhängigkeit im Jahre 1991 an.
Ab Mitte der 70er Jahre wurde der Pferdezucht wieder die gehörige Aufmerksamkeit gewidmet, es wurden mehrere Zucht Orte erneuert und neue Ställe gebaut. Im Jahre 1977 wurde die erste Winterreithalle gebaut. Die Arbeit an der Lettischen Pferderasse ging weiter und konzentrierte sich auf den Sportlichen Typ der Pferderasse, da das Pferd seine Bedeutung in der landwirtschaftlicher Arbeit verlor, hinzu kam die zunehmende Anfrage nach Sportpferden.
Gegen Ende der 80er Jahre und in der 90ern sank zwar die Gesamtzahl der Pferde in Lettland, aber die Letten wurden weiterhin erfolgreich gezüchtet und auch exportiert.
Erfolgreiche Lettische Pferde:
Erfolgreiche lettische Pferde waren danach auch international zu sehen.
Die talentiertesten Letten im Sport sind zum Bespiele:
Ulla Salzgeber's Derssurpferd Rusty 049, der seit vielen Jahre am Anfang der Leistungsliste der FEI steht und Olympiamedallist ist. Rusty ist ein Lette und wurde als Rotors (von Rebuss durch Arka) im Gestüt Burtnieki geboren.
Auch Helena Weinberg's Turnierpferd und S-Springer Kasting Horses Vento ist ein reinrassiger Lette, der als Vejs (von Vanduss durch Erfa) im Gestüt Tervere geboren wurde.
Portrait:
Stockmaß: ca. 1,60 bis 1,68 Meter
Farbe: alle Grundfarben, vorwiegend Braune, Füchse und Falben
Exterieur: mittelschwerer Warmblüter im Reitpferdetyp, sein Kopf ist ansprechend mit geradem Profil, sein Hals ist ausreichend lang und kräftig mit einem markanten Widerrist. Die Schulter ist schräg und lang, der Rumpf ist kräftig mit breiter Brust.
Der Lette hat einen langen Rücken mit einer kräftigen, leicht abfallenden Kruppe. Seine Gliedmaßen sind trocken mit markanten Gelenken und harten, kräftigen Hufen.
Der Lette hat einen ausgeglichenen Charakter, ist ehrlich, umgänglich, gutmütig und arbeitswillig, oft verfügt er über ein beachtliches Springvermögen. Seine Bewegung ist raumgreifend.
Er ist ein vielseitig verwendbares Sport- und Freizeitpferd und wird in zwei unterschiedlichen Typen gezüchtet, wobei der schwerere Typus noch dem Grundtypus des schweren Wagenpferdschlags entspricht und der leichtere Typ jetzt dem leichteren, veredelten Sportpferd nahe kommt.
Rasse-Geschichte:
Das Pferd war immer ein Partner und Begleiter des Letten – egal ob Bauern oder Krieger.
Die Vorfahren der Letten waren örtliche Pferde, die möglicherweise von den ausgestorbenen Tarpans abstammen.
In der Wiegand-Chronik aus dem 13. Jhd. werden graue Wildpferde im Typ des polnischen Koniks erwähnt, die in den Wäldern Masurens, Litauens, Kurlands. Livlands, Estlands, Polens und Finnlands lebten. Bereits 1891 wurde erwähnt das, die Stammesfürsten der litauischen und lettischen Völkerschaften schon vor der Kolonisierung durch den Deutschen Ritterorden vorzügliche Streitrosse besaßen, die bereits damals mit östlichen und friesischen Pferden gekreuzt waren. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die bodenständigen Pferde durch immer erneut stattfindende Einkreuzung von Fremdblut größer und starkknochiger.
In die Kleinpferde Lettlands kreuzte man ab dem 17. Jahrhundert sowohl Kalt- wie auch Warmblüter ein.
Zu Beginn des 18. Jhd., im Verlauf der Kolonialisierung durch deutsche und polnische Siedler, wird von einem zähen, kleinen, ungemein ausdauernden, anspruchslosen und zugleich leiststunksfähigen Wagenpferd berichtet. Geringe Reste dieses originalen Pferdetyps, der sich bis heute noch vereinzelt erhalten hat, findet man auch heute noch, ein kleines, primitives Pferd von etwa 135-138 cm Stockmaß.
Im 19. Jhd. haben vor allem russische Pferde aus den angrenzenden Ländern die lettische Zucht beeinflusst. 1893 erfolgte die Gründung des "Zuchtstalls zu Riga" in Krustpils mit 70- 80 Hengsten. Militärische, aber auch landwirtschaftliche Zwecke erforderten unterschiedliches Zuchtmaterial und unterschiedliche Hengste.
Nach der Gründung des Lettischen Staates im Jahre 1918 begannen die Registrierung aller Rassenpferde und die zielmäßige Zucht der Pferde.
Nach dem 1. Weltkrieg herrschte in Lettland bedeutender Mangel an Pferden. In Jahre 1921 fing die Erfassung aller Zuchthengste und Stuten an. In den Jahren 1921 und 1922 fand der Kongress der Lettischen Pferdezüchter statt, der zu dem Beschluss kam, die schweren Fuhrmann-Pferde und mittelschweren Warmblüter weiter zu züchten. Zu diesem Zweck sind die Rassen Oldenburger, Hannoveraner und Holsteiner mit eingekreuzt worden.
Im Jahre 1921 wurde das erste Staatsgestüt in Okte gegründet, dies war die Wiege der Rasse des Lettischen Wagenpferdes. Am Anfang wurden für die Zucht die besten Stuten benutzt, die dem Staat und der Armee gehörten und einige unbekannten Stuten, die den Reitpferden ähnlich waren. Hier sind im Jahre 1920 in Holland eingekaufte Stuten der Oldenburger Rasse dazu gekommen. Später, in den Jahren 1929-1935, wurden noch mehr reinrassige Oldenburger Stuten eingekauft.
In Okte, dem ersten Hengst der Rasse der Lettischen Wagenpferde, war der von Holland importierter Oldenburger Bajars (geborener Neidhart) enthalten. Weitere in Groningen und Oldenburg eingekaufte Hengste waren die Gründer der Hauptlinien der Lettischen Wagenpferde – die Linien von Ammon, Siego, Germino, Demokrats, Kru , Juveels, Banko, später auch die Linien von Gottenfirsts und Spekonis.
Im Jahre 1925 begann ein weiteres Staatsgestüt in Svetciems mit seiner Arbeit. Da wurden die Stuten eingesetzt, die der Armee gehörten und sich im Sport bewiesen haben, sowie die von Okte eingebrachten Stuten der Oldenburger Kreuzungen (mit Pferden der Trakehner Rasse, sowie Araber und Vollblüter) und reinrassige Hannoveraner Stuten, die in Hannover und Mecklenburg eingekauft waren. Als Deckhengste wurden die von Hannover importierten Hengste Altmeisters H 11 und Alvins H 14 (beide stammen aus der Linie von Adeptus XX) eingebracht. Diese Pferde wurden zum Kern des sportlichen Typs der Pferde der Lettischer Rasse.
Im Jahre 1923 wurden die obligatorischen Regeln zum Auswählen der Lettischen Zuchtpferde herausgegeben. Im Jahre 1925 ist das erste Zuchtbuch der Letten erschienen, das 4-te wurde dann im Jahr 1940 ausgegeben.
Im Jahre 1941 waren in Lettland 467 Deckhengste, von denen 56% der Lettischen Rasse angehörten. Mit jedem Hengst wurden jährlich ungefähr 50 Stuten gedeckt.
Die Rasse des Letten entstand in den Bauernhöfen und Landwirtschaftlischen Unternehmen, durch vernünftige Nutzung der importierten Pferde, der Pferde, die in Okte und Svetciems gezüchtet wurden, sowie der örtlichen Hengste und Stuten.
Während des 2. Weltkriegs verringerte sich die Zahl der Pferde auf nunmehr
46 000. Trotz der traurigen Einflüsse des Krieges und der Tatsache, dass im Jahre 1940 Lettland okkupiert und der Sowjetunion angeschlossen wurde, setzte sich die Pferdezucht in Lettland fort.
Im Jahre 1950 gehörten in Lettland 70-90 % (in verschiedenen Teile des Landes) aller Pferde der Lettischer Rasse an.
Seit 1950 wurden in Lettland Hengst- und Stutenleistungsprüfungen durchgeführt und die Pferde, die nun auf den Leistungsprüfungen nicht erfolgreich waren, wurden von der Zucht ausgeschlossen.
Zu Veredelung der Rasse wurden nicht nur veredelte Hannoveraner- und Holsteiner-Hengste und -Stuten eingebracht, sondern auch einige Englische Vollblüter, Trakehner und Araber. Den Rassen, die nicht artverwandt mit dem Letten sind (im Gegensatz z. B. Holsteiner, Hannoveraner oder Oldenburger Rassen), wurde es erlaubt, zur Verbesserung der Rasse einmal höchstens zweimal mit einkreuzt zu werden, um so die Resultate zu festigen.
Leider hat die sowjetische Regierung in Moskau in den 60er Jahren beschlossen, die Pferdezucht in Lettland einzuschränken, die Zuchtarbeit wurde bis auf ein Minimum verringert und basierte nur noch auf Enthusiasmus einiger Lettischer Pferdezüchter. Trotzdem sind in dieser Zeit viele hervorragende Pferde der Letten gezüchtet worden, die auch in Pferdeleistungsprüfungen und im Sport Excelente Leistungen zeigten.
Im Jahre 1965 begann der Export der Letten – 19 Pferde wurden nach Großbritannien gebracht. Seit 1972 steiget der Export der Letten immerfort. Leider blieb oftmals die Arbeit der lettischen Züchtern völlig unbemerkt, da alle Pferde immer einen Besitzer hatten – die Sowjetunion, und die Käufer der Letten wussten häufig nichts über diese Pferderasse, über die Erfolge dieser Pferde, dem Land und den Leuten, die sie gezüchtet hatten. Hierdurch kommt wohl die traurige Bezeichnung der Letten als "irgendein Russisches Pferd".
In der ganzen Zeit, vom 2. Weltkrieg bis zu den 80-er Jahre war es verboten, Pferde als Privateigentum zu halten. Die Pferde wurden einfach den Leuten weggenommen und in "gemeinsame", dem Staat gehörende Ställe gebracht. Alle Pferde gehörten dem Staat und wurden auch vom Staat gehalten. Erst ab Anfang der 80er Jahre wurde es erlaubt, privat einfache Arbeitspferde auf dem Lande zu halten. So richtig fing die Privatpferdehaltung erst mit der Erneuerung der Unabhängigkeit im Jahre 1991 an.
Ab Mitte der 70er Jahre wurde der Pferdezucht wieder die gehörige Aufmerksamkeit gewidmet, es wurden mehrere Zucht Orte erneuert und neue Ställe gebaut. Im Jahre 1977 wurde die erste Winterreithalle gebaut. Die Arbeit an der Lettischen Pferderasse ging weiter und konzentrierte sich auf den Sportlichen Typ der Pferderasse, da das Pferd seine Bedeutung in der landwirtschaftlicher Arbeit verlor, hinzu kam die zunehmende Anfrage nach Sportpferden.
Gegen Ende der 80er Jahre und in der 90ern sank zwar die Gesamtzahl der Pferde in Lettland, aber die Letten wurden weiterhin erfolgreich gezüchtet und auch exportiert.
Erfolgreiche Lettische Pferde:
Erfolgreiche lettische Pferde waren danach auch international zu sehen.
Die talentiertesten Letten im Sport sind zum Bespiele:
Ulla Salzgeber's Derssurpferd Rusty 049, der seit vielen Jahre am Anfang der Leistungsliste der FEI steht und Olympiamedallist ist. Rusty ist ein Lette und wurde als Rotors (von Rebuss durch Arka) im Gestüt Burtnieki geboren.
Auch Helena Weinberg's Turnierpferd und S-Springer Kasting Horses Vento ist ein reinrassiger Lette, der als Vejs (von Vanduss durch Erfa) im Gestüt Tervere geboren wurde.