Fütterung im Winter (Außenhaltung)

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  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #21
Milben sind nahezu immer latent vorhanden, um sie wirklich zuverlässig zu verhindern müsste man praktisch jede hand voll heu und Streu vorher mehrere tage in die Tiefkühltruhe packen - also ganz entgeht man ihnen nicht.
Ganz oft hat auch nur ein Schweinchen in einer ganzen gruppe Milben, warum sollte man dann 15 Kerngesunde Schweine mit starken Giften behandeln, wenn sie sich gar nicht anstecken? Und desinfizieren - nun es kann im Moment eines heftigen Milbenbefalles bei einem Tier leichter passieren, das ein anderes mit nur leichter Schwächung des Immunsystems auch Milben bekommt, aber ob das nun im Verhältnis steht zu dem Aufwand der Desinfektion, wenn man sich so oder so 2 Wochen später mit dem nächsten heuballen neue Milben holt sei dahingestellt.

Es ist sicher kein Grundverkehrter Ansatz alles zu desinfizieren, aber ich persönlich finde, ein leicht erhöhtes Ansteckungsrisiko der gesunden ist jetzt nicht so schlimm wie jeden Tag 2 Stunden schrubben. Du wirst eben auch nicht nur nen Plastikkäfig haben, und da ist das zu viel Aufwand.

Warum Milben nun ausbrechen hat oft mehrere gründe: eine bereits vorhandene Erkankung, Stress, Alter, Pubertät, Ärger mit Artgenossen... was nun die eigentliche Ursache ist, ist oft nicht zweifelsfrei festzustellen, aber wenn gleich zwei Tiere betroffen sind würde ich, wenn ich raten soll, Richtung Stress oder gruppenzoff tippen.

Allerdings sind 150g gewichtsabname schon ein gewaltiger batzen. Da jetztt nur das Herz untersuchen, aber nicht mal nen Teststreifen in den urin zu halten erschließt sich mir jetzt nicht ganz, aber oft sind Tierärzte auch ein wenig betriebsblind - wenn es die mama am Herzen hatte ist das bei der Tochter sicher naheliegend, aber die Ursache kann genauso etwas völlig profanes wie eine Blasenentzündung sein, es ist ja schließlich doch bissi Fußkalt im Moment.

Wie lange werden die Milben denn jetzt schon behandelt, wo es immer noch nicht wesentlich besser ist?


Übrigens: in seltenen Fällen kann E.c. auch auf meerschweinchen übergreifen, das wäre auch noch einen Test wert.

Ich glaub Dir voll und ganz, dass Du im Moment genug um die ohren hast deswegen kann ich dir nur wärmstens empfehlen guten gewissens auf die Desinfiziererei zu verzichten - und wenigstens das Schweinchen das so arg abgenommen hat mit Partner rein zu holen, damit Du Dich da weniger sorgen musst und nich 5x am Tag danach schauen musst. Tiere die im Wohnzimmer stehen hat man eben ganz automatisch sehr intensiv im Auge... auch wenn es blöd ist so nen doofen käfig rumstehen zu haben.

Du, der Käfig drinnen stört mich nicht, ich hab für solche Fälle einen extra Platz im Gästezimmer denn wenn man so viele Tiere hat kann immer mal einer krank sein und rein müssen. Das ist nicht das Problem. Ich denke eher daran, dass der Umzug und die Trennung von der Gruppe und dem gewohnten großen Gehege mit genügend Bewegungsmöglichkeiten dem Tier mehr Stress bereiten als dass ich häufig hinaus gehe und nach ihnen schaue. Im Moment bin ich mindestens drei bis vier mal täglich bei ihnen und setze mich in den Stall um sie zu beobachten. Ich schaue auch ob sie alle immer fressen kommmen, wie sie atmen, ob die Augen klar sind, wie sich das Fell anfühlt usw.... und Lina, frisst eigentlich gut. (Zähne wurden übrigens auch schon konntrolliert. Das mit dem Teststreifen ist ein guter Tip, das werde ich morgen früh mal ansprechen beim Ta. Wobei, er meinte heute, dass eine Entzündung mit erhöhter Temperatur einhergehen müsste.
Mit dem Desinfizieren ist natürlich entlastend für mich wenn ich das nicht ganz so genau nehmen muss denn das ist schon wirklich eine sehr aufwendige Sache, die vielen Hütten und Häuschen.
Die Behandlung haben wir erst letzten Dienstag begonnen, d.h. es kann noch nicht weg sein, weil es sich erst mal auch verschlimmern kann. (sagt der Ta, steht auch in einigen Infos, die ich darüber gelesen habe. ) Ich finde es natürlich auch besser, wenn ich die anderen nicht unnötig mit Medikamenten belasten muss, aber was soll ich den tun, wenn der Ta sagt dass es nötig ist und ich es nicht besser weiß, dann glaub ich das erst mal denn ich will ja nicht, dass die anderen sich auch anstecken. Und jetzt hab ich das Gefühl, ich würde die anderen unnötig mit Medikamenten verseuchen. Da fühl ich mich einfach schlecht und hab ein schlechtes Gewissen.
Mein EC-Kaninchen hat absolut null und nix Kontakt zu den Meeris. Auch nicht über Kleidung, Schuhe und so weiter. Meine Schnupfer-Gruppe, die alle auch EC-Träger sind habe ich in einem ganz anderen Gehege und auch der Freilauf draußen überschneidet sich nicht.

Gruß, Moni
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EDIT (automatische Beitragszusammenführung):

Also Milben sitzen immer auf den Tieren, in kleinen Mengen. Gesunde Tiere haben damit kein problem. Ist das Immunsystem geschwächt durch Streß oder Erkrankungen, vermehren sich die Milben stark und man erkennt dies an Haarausfall, schuppigen Stellen usw.

Was ist das Tier denn für eine Rasse? Wie alt ist sie?

Natürlich können auch schon Milben und die Kälte dazu führen, dass ein Tier so abnimmt. Oft sind die Milben aber nur eine Sekundärerscheinung, wenn die Tiere nicht gerade aus einer total schlechten Haltung kommen, wie wir es eben oft in der Notstation haben. Dann behandelt man die Milben und gut ist.

Das nehme ich jetzt bei dir aber mal nicht an. Wurden die Zähne denn schon kontrolliert, wurde der Kot von mehreren Tagen untersucht? Oder der Urin? Wurde das Tier ansonsten auch durch getastet, wieviel vom Tier konnte man auf dem Röntgenbild sehen? Zysten und andere Knubbel im Körper können ausgeschlossen werden, wurde das Tier vom Ta mal komplett an allen Organen usw. durchgeknetet und abgetastet?

Ich kann dich echt verstehen, der ganze Streß schlägt einem ja auch selbst auf das Gemüt. Wenn ich hier auch schon einige Tiere gleichzeitig päppeln musste, mit Medikamenten nur so um mich schlagen konnte, kommt man irgendwann an Grenzen.

ich drück dir die Daumen. Vielleicht solltest du sie wirklich einfach reinholen, eventuell wird dann auch schon alles gut. Manche Tiere vertragen ab einem gewissen Alter die Außenhaltung nicht mehr.

Ihre Mutter kam aus sehr schlechter Haltung zu mir, sie war trächtig. Wahrscheinlich stammt Lina auch aus Innzucht.Sie ist ein Rosettenmix, bestimmt wurde hier nicht auf Reinrassigkeit geachtet. Ich weiß auch nicht welcher der Vater war. Ihre beiden Geschwister, die ich vermittelt habe, sind auch in diesem Jahr gestorben, es wurde keine genaue Todesursache festgestellt. (sehr zu meinem Ärger) . Lina blieb bei mir und sie ist nun 4 Jahre und 4 Monate alt.
Sie war bisher immer gesund und hatte noch nie was ernstes. (außer ein mal Milben und einmal Haarlinge )
Sie wurde beim Ta übrigens auch durch und durch abgetastet, das Röntgenbild umfasste den gesamten Bauchraum. Die Tä hat das bewusst so gemacht um auch die anderen Organe anzuschauen. Ach ja, was mir dazu noch einfällt, war dass sie sagte, die Wirbelsäule sähe nach leichter Arthrose aus, was aber ungewöhnlich in diesem Alter wäre. Vielleicht hat sie Rückenschmerzen ? Bei Arthrose denke ich auch, dass sie den Winter nicht draußen verbringen kann denn da braucht sie bestimmt noch viel mehr Wärme. Aber unter der Wärmelampe ist es muckelig warm und sie setzt sich ja auch darunter, also tut ihr das gut. Oder nicht?
Unten siehst du Bilder von ihr. Das erste ist sie als Baby, dann ein Bild vom letzten Sommer , da versteckt sie sich unter einem Brett und das dritte, da sitzt sie in ihrem Lieblingsversteck zusammen mit Paula, die den Tumor am Zeh hat und auch durch die sch... Milben befallen wurde.

Linababy.jpg

Lina versteckt sich.jpg

Lina mit Paula.jpg

L.G. Moni
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #22
Als ich meine jetzige TÄ gefunden habe, hatte sie manche Sachen auch noch nicht so drauf wie jetzt. Sie hatte auch alle Tiere gegen Milben behandelt, bis ich dann selbst einen Fall hatte und sie fragte weshalb und ihr erklärte wieso nicht. Ich hab gesagt ich will das nicht und das kannst du auch sagen :)

Hm, hat der TA Schmerzempfinden beim Abtasten der Rückenwirbel bemerkt. Das wäre nämlich wirklich noch eine Sache die man verfolgen sollte. Ich hatte nämlich auch mal solch ein Tier und sie hat dadurch abgenommen. Sie musste daher dauerhaft mit Schmerzmittel (da bitte auf Rimadyl achten) eingestellt und behandelt werden und das Gewicht ging dann auch superschnell wieder nach oben. Bei ihr fing es auch ungefähr im Alter deines Tieres an, also es müssen nicht unbedingt nur sehr alte Tiere eine Arthrose haben.

Zu der Rasse, ich hatte überlegt ob es eventuell ein Tier mit Kraushaarfaktor ist, denn diese haben oft auch sehr empfindliche Haut und Milben haben leichter Chancen und wir haben solch ein Tier aus Außenhaltung aufgenommen, welche Außenhaltung garnicht vertragen hat. Aber eine Rosette hat solche Hautprobleme eigentlich nicht.
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #23
Wenn ein Meerschweinchen in sehr schlechter Haltung trächtig ist kann es passieren,d ass schon die Mutter zu wenig Vitamin C und Kalzium aufnimmt. Einen Teil dessen was für die Entwicklung der Jungen benötigt wird kann die Mutter aus eigenen vorräten beisteuern (und leidet deswegen selber oft im Alter an Arthrose), aber manchmal reicht es eben trotzdem nicht für die Jungen.

Solange sie jung sind können starke Muskeln die Schwachen Knochen und Gelenke kompensieren, aber schon im mittleren Alter kann es schwere Probleme geben, eben durch Arthrose. So ungewöhnlich ist das bei dieser Vorgeschichte also nicht.

Bekommt sie denn Schmerzmittel? Manche Schweinchen reduzieren eben schon bei Schmerzen an eienr ganz anderes Stelle die Menge die sie fressen.
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #24
Kann ich denn die Behandlung der anderen Tiere abbrechen, obwohl sie schon die erste Spritze und die ersten Tropfen in den Nacken bekommen haben?
Schadet das nicht? Bei Ab z.B. darf mann nie zu früh abbrechen weil dann die Erreger immun werden können. Ich weiß nicht, wie das bei diesen Mitteln ist.

Sie zeigte keine deutlichen Schmerzreaktionen beim Abtasten und die Arthrose ist noch so minimal, dass man es nur ansatzweise erkennen kann. Also eigentlich bin ich ja froh, dass die Tä das schon so früh festgestellt hat. Ich hatte mal ein Kaninchen aus dem Th das hatte Spondylose im Endstadium und das war eine ziemliche Quälerei.

Ich denke, wir werden das weiter verfolgen, erst mal ist wichtig, ob sie weiter abnimmt oder ob das jetzt so stabil bleibt. Ich werde sie täglich wiegen und Montag gleich noch mal beim Ta anrufen. (Heute hatten die zu und weil es kein Notfall ist rufe ich erst Montag dort an. Falls sich was verschlimmert, kann ich sowieso jederzeit dort anrufen.

Hab den Tumor fotografiert, werde ihn mal hier zeigen, nur mein Mann muss erst Ab`s runterladen um das Foto vom Iphone auf den Pc kopieren zu können
L.G. Moni
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #25
ja, bei den anderen Tieren kanst Du ruhig abbrechen, da waren ja nicht mal so viele Milben. Ist auch die Frage was genau sie bekommen haben, Stronghold wirkt ja sowieso vier Wochen und muss daher nur bei sehr starkem Befall überhaupt wiederholt werden.
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #26
Ich sehe es so wie Susanne, einfach abbrechen. Dadurch das du dir sowieso immer wieder neue Milben in den Stall holst, auch zwischen zwei Milbenbehandlungen, könnten sich so oder so Resistenzen bilden. Wobei ich das bei Milben noch nicht gehört habe, dass dies schon passiert ist.
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #27
O.K. danke für den Tip.

Jetzt könnt ihr glauben, ich spinne, ich glaube es ja selber. Hab Lina gewogen und musste feststellen dass sie (auf meiner Waage ) 1120 gr. wiegt. Wie kann das denn sein, vielleicht wiegt die Waage beim Ta anders? Dort hatte sie vorgestern 1008 gr. Nach meinen Unterlagen hab ich sie beim letzten Mal auf meiner Waage gewogen. Dementsprechend kann sie gar nicht so viel abgenommen habenm, nur 30 gr. Aber sie fühlt sich einfach anders an und vielleicht täuscht das dann und man meint sie hätte so viel abgenommen. Die Wirbelsäule kann man so spitz oben am Rücken ertasten und das war vorher nicht.( Dadurch wirkt sie einfach dünner, obwohl sie vielleicht doch nicht so viel abgenommen hat) Vielleicht liegt die ganze Geschichte tatsächlich an dieser Arthrose, ich hab sie beobachtet, wie sie sich bewegt und ich bilde mir ein zu sehen, dass ihre Hinterfüße nicht so schnell wie sonst gehen, ich finde sie setzt sie etwas schwerfällig und langsam nebeneinander ab, so dass es aussieht, als würde sie sich beim gehen so lang strecken. Auch dass könnte ein Hinweis sein, dass ihr das Gehen Schmerzen bereitet, oder? Mit der Gewichtsabnahme, das muss ich nun erst mal genauer kontrollieren, inwieweit die Waage vom Ta nicht mit meiner übereinstimmt.
Gruß, Moni
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #28
Wenn die Batterie einer Waage schwach wird spinnen die schon mal, ebenso spielt der Untergrund und die Temperatur auch eine Rolle.
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #29
Ich bin auch Aussenhalter. ;)

Nach 20 Jahren Innenhaltung musste ich die Ernährung auch grundlegend umstellen. In Aussenhaltung müssen wesentlich mehr Dickmacher gefüttert werden und auch den viel verteufelten Kohl. Ich selbst möchte meine Tiere bis zum Tod draussen halten. Das klappt bisher ganz gut, auch mit alten Tieren.
Ich füttere:

Möhren, Sellerie, Kohlrübe, rote Beete

Kohlrabi, Spitzkohl, Chinakohl, Wirsing, Grünkohl, Rotkohl

Paprika

in kleinen Mengen, da nicht energiehaltig genug: Eisberg, Gurke, Salatherzen, Endiviensalat, Chiccorree u.a.

besonders die Kohlsorten langsam und vorsichtig anfüttern. Wenn die Schweinchen erst mal Kohl gewohnt sind, sind sie ein sehr guter Energielieferant.

dazu stelle ich ein Schälchen rein , wo in wechselnder Zusammensetzung Dillstengel, Petersilienstengel, Pfefferminze, Haselnussblätter, Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Ebsenflocken, Ackerbohnen und anderes reinkommen.

Dazu jeden Tag eine Schale voll Hartog Kompaktgras. Ist eine beliebte Abwechsung zum herkömmlichen Heu.

Mit dieser Fütterung bin ich auch mit alten Tieren immer gut über den Winter gekommen.

Von direkter Pelletsfütterung halte ich nicht so viel. Schon wegen des extremen Aufquellens im Magen beim Zusammentreffen mit Wasser.

Wegen der Temperatur: Mit der Zeitschaltuhr find ich etwas willkührlich. Besser finde ich ein Thermostat. Damit kann man besonders für ältere Tiere die Temperatur konstant halten und die Tiere damit entlasten. Sie brauchen dann keine Energie für ständig wechselnde Temperaturen aufbringen.

Wegen des Tumors: Vorsicht wenn das Tier nicht mehr so viel läuft. Damit steigt die Gefahr eines Ballenabszesses. Das solltest du regelmässig kontrolieren.
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #30
Ich bin auch Aussenhalter. ;)

Nach 20 Jahren Innenhaltung musste ich die Ernährung auch grundlegend umstellen. In Aussenhaltung müssen wesentlich mehr Dickmacher gefüttert werden und auch den viel verteufelten Kohl. Ich selbst möchte meine Tiere bis zum Tod draussen halten. Das klappt bisher ganz gut, auch mit alten Tieren.
Ich füttere:

Möhren, Sellerie, Kohlrübe, rote Beete

Kohlrabi, Spitzkohl, Chinakohl, Wirsing, Grünkohl, Rotkohl

Paprika

in kleinen Mengen, da nicht energiehaltig genug: Eisberg, Gurke, Salatherzen, Endiviensalat, Chiccorree u.a.

besonders die Kohlsorten langsam und vorsichtig anfüttern. Wenn die Schweinchen erst mal Kohl gewohnt sind, sind sie ein sehr guter Energielieferant.

dazu stelle ich ein Schälchen rein , wo in wechselnder Zusammensetzung Dillstengel, Petersilienstengel, Pfefferminze, Haselnussblätter, Haferflocken, Sonnenblumenkerne, Ebsenflocken, Ackerbohnen und anderes reinkommen.

Dazu jeden Tag eine Schale voll Hartog Kompaktgras. Ist eine beliebte Abwechsung zum herkömmlichen Heu.

Mit dieser Fütterung bin ich auch mit alten Tieren immer gut über den Winter gekommen.

Von direkter Pelletsfütterung halte ich nicht so viel. Schon wegen des extremen Aufquellens im Magen beim Zusammentreffen mit Wasser.

Wegen der Temperatur: Mit der Zeitschaltuhr find ich etwas willkührlich. Besser finde ich ein Thermostat. Damit kann man besonders für ältere Tiere die Temperatur konstant halten und die Tiere damit entlasten. Sie brauchen dann keine Energie für ständig wechselnde Temperaturen aufbringen.

Wegen des Tumors: Vorsicht wenn das Tier nicht mehr so viel läuft. Damit steigt die Gefahr eines Ballenabszesses. Das solltest du regelmässig kontrolieren.

Danke für die vielen guten Tips. Das was du oben beschrieben hast, bekommen meine Tiere auch . Sie sind auch an Kohl gewöhnt und den suchen sie sich immer zuerst raus. (Den geb ich natürlich nicht in Übermengen) Die getrockneten Kräuter geb ich auch und dazu viel Brennessel und Pfefferminze, Löwenzahn, denn gibt es im Moment nicht frisch, und einiges anderes. Hartog kenne ich nicht. Was ist das, wo bekommt man das? Die Fütterung mit Pellets ist bei mir nur zweitrangig , eigentlich nicht mehr als ein Leckerli, aber ich hab mir vorgenommen sie sobald es nicht mehr so kalt draußen ist langsam abzugewöhnen. Nur bei den Temperaturen möchte ich nicht gerade eine Ernährungsumstellung starten. Also zu 90 % gibt es bei mir Heu, frisches Grünzeug, Kräuter, Gemüse und Obst, getr. Kräuter, getr. Gemüse und Blätter, Äste von Haselnuss, Apfel, Weide, Zweige von Johannisbeeren usw. Ich denke, bis auf die Pellets kann das doch eigentlich alles gar nicht so verkehrt sein , oder?
Mit der Zeitschaltuhr, das hast du missverstanden. Die ist nur für die Wärmelampe. Ich hab an erster Stelle einen Fostwächter mit Thermostat drin, der die Temperatur nie auf die eigestellte Gradzahl absinken lässt. Also ich kann ihn z.B. auf zwei Grad einstellen und immer wenn es kälter ist, heizt er auf. Die Wärmelampe hängt zusätzlich in einer Ecke. Die geht auf Zeitschaltuhr an.Die kann ich aber auch manuell mehr oder weniger eischalten, wenn ich das brauche. Aber das mache ich auch nur, wenn ich das Gefühl habe dass eines evtl. aus krankheitsgründen mehr Wärme braucht als im Normalfall. Lina z.B. sitzt oft darunter, weil ihr die zusätzliche Wärme gut tut. Wenn sie wirklich an Arthrose leidet, dann kann ich auch verstehen, dass sie die Wärmequelle aufsucht.
Paula läuft im Moment noch so wie immer. Hab noch keine Einschränkung bemerkt. Wie kann man denn erkennen ob sich da ein Abzess bildet? Hat sie dann Schmerzen ? Kann man das erfühlen? Nur Lina zeigt ein anderes Gangbild als vorher. Aber das kann auch mit der beginnenden Arthrose zusammenhängen.

Gruß, Moni
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #31
Die Ernährung ist hervorragend (bis auf die Pellets). ;)
Ein, das kann so aussehen (ich hab mal die gute alte Wiki wegen dem Bild genommen.....Therapien o.ä. lass ich mla aussen vor)
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #32
Oh, das sieht schlimm aus , aber so sieht es bei meinem nicht aus. Ich werde meinen Mann noch mal bitten, sein Ab runterzuladen, damit ich das Bild von seinem Handy hier reinsetzen kann.
Moni
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #33
Die Ernährung ist hervorragend (bis auf die Pellets). ;)
Ein, das kann so aussehen (ich hab mal die gute alte Wiki wegen dem Bild genommen.....Therapien o.ä. lass ich mla aussen vor)
*zustimm*
Ich habe Nachbarn, die verwenden auch Pellets und die Meerschweinchen haben jetzt solche ekligen Ballenabszesse. :S
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #34
Meinst du, die Abzesse können von den Pellets kommen? Da fehlt mir jetzt dich Logik um einen Zusammenhang herzustellen. Ich kann mir vorstellen, dass durch die Pellets eher Verdauungsprobleme, und ernährungsbedingte Mangelerscheinungen und so was auftreten können. Wie kann da ein Zusammenhang zu Abzessen bestehen?
Also hier handelt es sich nicht um einen Abzess, denn die Tä hat schon genau drauf geschaut und einen Abzess würde sie sicherlich von einem Tumor unterscheiden können. Hier mal die Bilder:

Tumor Paula.jpg

Tumor Paula 1.jpg
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #35
Ich glaube, Hawk meint jemand, der Pellets als Einstreu verwendet, da gibt es ja auch welche, die gerade bei meerschweinchen völlig ungeeignet sind.

Also den Tumor würde ich eher früher entfernen lassen, das muss doch weh tun, wenn die Zehen so auseinander gedrückt werden...
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #36
Ja, das mit den Pellets kann sein, auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen.
Und ja, der wird entfernt aber wir wollen jetzt nur sehen wie schnell der wächst weil der Tumor so mit dem Zeh verwachsen ist, dass der ganze Zeh amputiert werden müsste. Wächst er nicht, dann müssen wir testen inwieweit er Schmerzen bereitet. Im Moment läuft sie noch ganz normal und schnell wie immer.
Gruß, Moni
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #37
Das mit dem Ballenabszess hab ich übrigens geschrieben, weil gerade bei Meeris mit Vorerkrankungen (z.B. falsches Belasten oder einseitiges Belasten eines Fusses oder Fehlstellungen der Krallen) sowas verstärkt auftreten kann. Man muss also immer einen Blick drauf werfen, öfter als zu gesunden Zeiten.

Deine Fütterung find ich ganz ok. Wollte nur das mit dem Kohl noch mal erwähnen, weil ja jahrelang immer vor Kohl gewarnt wurde.

Du fragst, was Hartog Kompaktgras ist. Es kommt eigentlich aus der Pferdehaltung. Ich geb es immer zusätzlich zum normalen Heu. So ein Ballen reicht eeeewig. (ich hab meinen schon ca 1 Jahr auf dem trockenen kühlen Dachboden und entnehme immer soviel vom Ballen, wie für die nächsten 4 Wochen erforderlich) Ich geb jeden Tag eine kleine Auflaufform voll und sie fressen es auch immer noch gern.

Guckst du hier, wenn du da nach unten scrollst da hast du auch viele Infos
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #38
Was genau ist an diesem Heu so gut bzw. anders?
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #39
Was genau ist an diesem Heu so gut bzw. anders?

Das wollte ich auch gerade fragen.

Mit dem Ballenabzess, ja, darauf achte ich sowieso immer beim Krallen schneiden. Hatte aber noch niemals Probleme damit. Bei Paula, schau ich natürlich soweiso öfter auf die Füße, sie ist ja auch in ärztlicher Behandlung und da würde ein Abzess sicherlich rechtzeitig auffalllen. Aber trotzdem, danke für den Tip.
Liebe Grüße, Moni
 
  • Fütterung im Winter (Außenhaltung) Beitrag #40
Gepresstes heu eben... es ist mal von einer anderen Wiese als das normale und deswegen willkommene abwechslung, aber den selben Effekt erreicht man, wenn man 5 Ballen Heu vom Bauern A und Ahausen kauft und 2 Ballen vom Bauern B aus Bdorf und dann eben mal dieses, mal jenes gibt (am besten mehrere Ballen anbrechen und gleich gemischt füttern).

Es ist einfach so, dass die Qualität vom heu von einer Wiese zur nächsten stark schwankt. Auf lehmigem Boden wachsen andere gräser und Blumen als auf sandigem Boden, eine Wiese die an einem Fluss liegt und öfter Überwemmt ist schmeckt ganz anders als eine Wiese an einem Berghang. Deswegen macht es Sinn da etwas Abwechslung zu bieten, auch einmal heu vom Frühjahr, einmal Heu vom Sommer, einmal heu vom herbst, auch hier unterscheiden sich Gräser und Blumen.

Abwechslung beim Heu sorgt dafür, dass insgesamt mehr gefressen wird, die Schweinchen können besser selektieren was ihnen gerade wirklich gut tut und sie bekommen ganz automatisch viele verschiedene getrocknete Kräuter mitgeliefert - mal Löwenzahn, mal Kamille, mal klee.
 
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