Also sagen tut mir die Rasse was, aber persönlich kennen tu ich nur zwei Exemplare des Tschecheslowakischen Wolfhundes...ich denke mal, dass es da schon Ähnlichkeiten gibt...(wenn nicht korrigiere mich bitte jemand, der es besser weiß!

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Also die beiden Tschechen (Rüde und Hündin, verschiedene Besitzer) sind sehr eigenständig und auch recht ausdauernd, was das austesten von Grenzen und Regeln angeht. Die Erziehung ist eine echte Herausforderung.
-Der Rüde (inzwischen kastriert) gehört einer Dame, die viel unterwegs ist, auch zu Pferd und mit dem Fahrrad, fehlt diese Auslastung ist er ziemlich schlecht gelaunt. Also er braucht auch ein hohes Maß an körperlicher Beschäftigung. Bei Regenwetter einfach mal ein paar "Intelligenzspiele" und ne einstündige Waldrunde oder so reichen da vorne und hinten nicht. Kann man vielleicht mit dem Husky vergleichen, die ja nicht nur im Kopf gefordert werden wollen, sonder auch laufen, laufen, laufen wollen. Er hat zudem einen starken Jagdtrieb und ist draußen nur bedingt ableinbar. Fremden gegenüber ist er sehr misstrauisch, zuweilen hat er auch Ansätze zu richtig aggressivem Verhalten (was Gott sei Dank dank der Fähigkeit der Halterin soweit unterbunden wird wie möglich und das ist tägliche, nervenaufreibende Arbeit).
-Die Hündin gehört zu einer Familie (mit zwei Kindern im Grundschulalter). Sie ist meistens recht unausgelastet und zerlegt so ziemlich alles, was man zerlegen kann (Türen, Fensterrahmen, Sofas, Kühlschränke (und nein sie hat ihn nicht nur leer gefressen, sondern ihn auch auseinander gebaut, Gott sei Dank ist nichts passiert!) usw.). Sie hat kaum Jagdtrieb, sodass sie trotz recht mangelhafter Erziehung zumindest Freilauf genießen darf. Sie ist sehr freundlich zu ihrer Familie, bekommt regelrecht Panik, wenn mal einer fehlt, Fremde hingegen meidet sie und man braucht eine ganze Weile bis sie sich dann mal nähert. Mit anderen Hunden ist sie sehr stürmisch und aggiert recht heftig mit Beißen und Rempeln, sodass nicht jeder Hund als geeigneter Spielpartner anzusehen ist.
Allgemein würde ich also sagen, wenn der Saarloos ähnlich "gestrickt" ist, handelt es sich um einen aktiven, selbstständigen Hund mit viel Urspründlichem.
(ob wirklich direkt Wölfe und Hunde verpaart werden weiß ich nicht, soweit ich weiß wird nur alle paar Generationen ein Wolf eingekreuzt..."echte" Wolfshybriden sind mehr Wolf als Hund, sodass eine Haltung als Hund in meinen Augen unmöglich ist- und schon die Haltung von Wolfhunden, die keine direkten Hybriden sind, ist eine wahre Herausforderung)