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Diskutiere longieren im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; @SoylentGreen: genau das ist der Punkt, gutes Longieren sehe ich leider selten... Egal ob am Kappzaum oder an der Trense. Und für beide Varianten...
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  • longieren Beitrag #21
@SoylentGreen: genau das ist der Punkt, gutes Longieren sehe ich leider selten... Egal ob am Kappzaum oder an der Trense. Und für beide Varianten braucht man jemanden, der es einem beibringt.

@Machtnix: Ausbinden am Kappzaum? Öhm, ich hab das nicht geschrieben... Auf die Idee würde ich auch nicht kommen. Da ich generell dagegen bin, das Pferd mit Ausbindern in eine Position zu zwingen, verwende ich keinerlei Hilfszügel.
Wir longieren nach Schöneich, d.h. wir versuchen das Pferd an der Longe gerade zu richten ( ähnlich wie der Longenkurs ), damit keine ungünstige Belastung der Gelenke entsteht. Gerade bei Korrekturpferden, die extrem schief sind oder bei jungen Pferden eine sehr schöne und hilfreiche Sache. Aber natürlich auch für alle anderen Pferde. Es ist toll zu sehen, wie das Pferd sich loslässt und anfängt über den Rücken zu schwingen, zufrieden in Selbsthaltung geht. Da wir damit schon viele Erfolge erzielt haben, kann ich das nur empfehlen. Natürlich lassen wir erst checken: Zähne, Hufe/Beschlag, "Knochen" etc., bevor wir ein junges oder Korrekturpferd entsprechend arbeiten.

Die einzige Sache, wo ich mal an der Trense longiere, ist mit der Doppellonge. Aber dann sind meine Pferde schon geritten und reagieren auf feine Zügelhilfen.

Genau wegen der Probleme, die aus dem Longieren mit Zäumungen entstehen können habe ich der TE empfohlen, es vielleicht erst mal nur am Halfter im Longierzirkel zu versuchen, damit sie selbst in Ruhe die Position zum Pferd und die Leinenhaltung lernen kann, ohne dem Pferd Schmerzen zuzufügen. Hat er mal schlecht Erfahrung mit dem Longieren gemacht und rennt davon, kann hier am wenigsten passieren.
Natürlich kann sie das Pferd so nicht richtig gymnastizieren, aber das könnte sie auch mit Trense oder Kappzaum noch nicht.

NaKe, generell sollte der Longenführer ruhig und überlegt handeln. Wenn Dein Tinker das schon kennt, um so besser. Dann wird es für Dich leichter. Ansonsten wäre es sinnvoll, wenn die RL Dir an einem bereits ausgebildeten Pferd zeigt, wie es richtig geht.
 
  • longieren

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  • longieren Beitrag #22
Hi

also ich arbeite mein Pferd schon seit einiger Zeit nach Bent Branderup, dieser beschreibt auch recht gut warum man einen Kapzaum (gerade für junge Pferde) nutzen und Hilfszügel weg lassen soll.

warum soll nun ein Kapzaum besser sein als eine trense?, dies habe ich weiter oben schon beschrieben, wir ziehen mit der Trense den Kopf einfach nur zur Seite aber wir bekommen keine Biegung, wir stellen das Pferd mit dem Kapzaum so, das der Unterkiefer unter dem Atlasflügel passt, der winkel zwischen Gnick und Wirbelsäule soll sich am anderen Ende wiederspiegeln(zwischen Rücken und Becken), die innere Hüfte kommt etwas vor, der Brustkorb wird außen etwas angehoben und innen etwas gesenkt (das empfindet der Reiter später als Biegung)
dadurch das die Einwirkung auf der Nase ist, können wir dem Pferd diese Biegung geben und erhalten so die Rotation der Wirbelreihe, damit unser Pferd sich überhaupt biegen kann.

Am Kapzaum kann man ein junges Pferd sehr gut und leicht stellen, der Kapzaum sollte auch nicht zu fest sitzen, da die Zähne des Oberkiefers etwas breiter sind als die des Unterkiefers, ist das Nasenteil zu fest verschnallt kann dies die Wangen verletzen.(dazu noch kann man daran erkennen ob man zu stark einwirkt, wenn der Kapzaum verrutscht)
Hilfszügel brauchen wir keine, wir möchten unser Pferd ja nicht in einer Position festbinden sondern diese mit ihm erreichen und dazu noch möchten wir, das unser Pferd uns eventuelle Fehler deutlich zeigt, mit Ausbindern können wir jedoch nur das Symptom und nicht die Ursache lösen.
Somit bringt es uns nichts, wenn wir unser Pferd an sich selbst festbinden, dazu noch verhindern Hilfszügel das 3 dimensionale Schwingen der Wirbelsäule und damit die sanfte Schwingung des Rückens.

Da Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule ein Stück sind, schwingen sie auch zusammen oder eben gar nicht. Wenn wir nun aber den Kopf am Körper festbinden, nehmen wir der gesammten Wirbelsäule die Möglichkeit zu schwingen.


Ich habe mein Pferd nach dieser Methode gearbeitet und er geht so locker und rund wie kein anderes Pferd auf der Weide, ich habe mit ihm nur mit Kapzaum, Longe und Gerte (ohne irgentwelche Hilfszügel) gearbeitet und ihm auch so das Vorwärts Abwärst beigebracht, er geht im Schulterherein wie ne 1 und selbst auf dem Zirkel geht er gebogen, beide Hinterhufe arbeiten gut nach vorne zum Schwerpunkt und er bricht auf der gebogenen Linie nicht aus.
Inzwischen sind wir beim Kruppeherein angelangt und auch da sind die ersten Ansätze recht gut zu erkennen.(ebenfals nur mit kapzaum und Gerte)
und in punkto Peitsche ist das Wichtigste... wenn mein Pferd willig ist und nicht faul, dann brauche ich diese nicht, denn ich möchte ja erreichen das mein Pferd auf feine Hilfen reagiert und die gewünschte Gangart beibehält und sie erst ändert wenn ich das wünsche, ich möchte nicht ständig nachtreiben müssen, auch auf dem Pferd nicht, demnach sollte man evtl. mal überlegen, woran es liegt wenn man ständig nachtreiben muss. (bzw. das Pferd schon auf der Weide sagt "oh nein nicht schon wieder")

Hat mein Pferd Spaß ander Arbeit, kommte es auf der Weide schon zu mir und fragt mich was er heute für mich tun kann, mein Pferd ist ganz begierig darauf zu arbeiten und nun muss ich ihn schon bremsen, damit er nicht überfordert wird.

LG

Integra
 
  • longieren Beitrag #23
...
Hat mein Pferd Spaß ander Arbeit, kommte es auf der Weide schon zu mir und fragt mich was er heute für mich tun kann, mein Pferd ist ganz begierig darauf zu arbeiten und nun muss ich ihn schon bremsen, damit er nicht überfordert wird...

Meine Pferde kommen, wenn ich auf die Wiese gehe, sie kommen auch, wenn sie frei in der Halle laufen und ich das Fenster von Casino öffne, sie kommen eigetlich immer, wenn ich mich bemerkbar mache.
Allerdings hat mich noch kein Pferd gefragt, was es heute für mich tun soll. Ich denke, sie genießen es einfach der King zu sein und mich ganz für sich zu haben. Egal ob das dann nun Longieren, Bodenarbeit, Reiten, Turnier oder nur Putzen ist. Das hat nix mit Longieren zu tun, sondern mit Dominanz, Vertrauen und Freunde an jeglicher Aufmerksamkeit.

Zur Arbeit mit der Peitsche. Longieren ohne Peitsche ist wie Reiten ohne Schenkel. Die Peitsche ist nicht dazu da, das Pferd zu scheuchen oder ihm gar Angst zu machen. Sie ist eine Hilfe, wie die Stimme z.B. auch. Sie ist dazu da, das Pferd zu aktivieren, zu beschleunigen, zu bremsen, zu Biegen, ihm den Weg zu weisen. Arbeit mit der Longe ist für mich irgendwie immer mehr Arbeit mit der Peitsche als am Gebiss (oder was sich immer am Ende der Longe befindet). Selbst Pferde, die gut vorwärtsgehen arbeite ich mit der Peitsche, da auch hier Biegungsbedarf etc. herrscht.
An der Doppellonge (gerade wenn ein Pferd zu Aufbauzwecken ausschließlich longiert wird) zeigt sich das dann ganz enorm. Wer hier zu viel Longenarbeit und zu wenig Peitschenarbeit leistet, bastelt sich schnell ein schwerrittiges Pferd, das stumpf im Maul ist.
Beim Longieren wie auch beim Reiten sind die treibenden Hilfen unabdingbar - auch wenn sie sehr sanft und quasi unsichtbar gegeben werden. Der Schenkel darf beim Reiten nie abgespreizt werden, die Peitsche darf beim Longieren nie weggenommen werden.
Genau aus diesem Grunde bin ich immer unglücklich über Pferde, die Angst vor der Peitsche haben (z.B. viele Traber oder Galopper von der Rennbahn) und sich eben nicht arbeiten lassen, sondern losdüsen. Hier hat man viel Arbeit vor sich.
 
  • longieren Beitrag #25
Zur Arbeit mit der Peitsche. Longieren ohne Peitsche ist wie Reiten ohne Schenkel. Die Peitsche ist nicht dazu da, das Pferd zu scheuchen oder ihm gar Angst zu machen. Sie ist eine Hilfe, wie die Stimme z.B. auch. Sie ist dazu da, das Pferd zu aktivieren, zu beschleunigen, zu bremsen, zu Biegen, ihm den Weg zu weisen. Arbeit mit der Longe ist für mich irgendwie immer mehr Arbeit mit der Peitsche als am Gebiss (oder was sich immer am Ende der Longe befindet). Selbst Pferde, die gut vorwärtsgehen arbeite ich mit der Peitsche, da auch hier Biegungsbedarf etc. herrscht.

Reiten ohne Schenkel, kommt drauf an wie du das meinst.
Meinst du jetzt ständig treiben oder einsetzen um kleine Hilfen zu geben?
Um ständig zu treiben brauche ich keine Schenkel, denn ich möchte ja mein Pferd nicht stumpf machen.
Dazu noch lernt mein Pferd ja an der Hand schon mit der Gerte die Hilfen, somit kann ich diese beim Einreiten bzw. Reiten auch nutzen und mein Pferd versteht.
(weiß nur nicht was das mit der Peitsche an der Longe zu tun haben soll)
Wenn mein Pferd an der Kurzen Leine gelernt hat sich zu biegen, dann kann er es an der langen Leine auch.

Die Peitsche ist, da hast du völlig Recht, nicht da um zu scheuchen.

aber zum biegen brauche ich sie nicht, wenn mein Pferd die Biegung verliert versuche ich ihn entweder zu korrigieren, (ganz leichtes zupfen am Kapzaum) oder ich hole ihn rein und stelle ihn neu, bisher klappt das sehr gut und ich habe mein Pferd noch nicht einmal mit der Peitsche gearbeitet, mein Pferd hat auch keine Angst vor Gerte, Peitsch etc. aber er respektiert sie und wenn mein Pferd auf Stimme hört und das beibehält was er soll, warum brauche ich dann eine Peitsche zum Longieren?

und von Gebiss beim longieren halte ich einfach nichts, weil ich dem Pferd damit im grunde nur schaden kann und richtig biegen kann ich ihn damit auch nicht. (Grund oben schon beschrieben)

LG

Integra
 
  • longieren Beitrag #26
Reiten ohne Schenkel, kommt drauf an wie du das meinst.
Meinst du jetzt ständig treiben oder einsetzen um kleine Hilfen zu geben?
Um ständig zu treiben brauche ich keine Schenkel, denn ich möchte ja mein Pferd nicht stumpf machen.
Ich meine nicht ständiges Treiben, das ist mir ein Gräul. Der Schenkel ist jedoch immer locker ohne Druck am Pferd. Man nennt das den haarfühlenden Schenkel. Das ist eben auch die Peitsche. Sie ist immer passiv auf das Sprunggelenk bzw. (je nach Pferd) beim einfachen Longieren auf die Schenkellage gerichtet.

Dazu noch lernt mein Pferd ja an der Hand schon mit der Gerte die Hilfen, somit kann ich diese beim Einreiten bzw. Reiten auch nutzen und mein Pferd versteht.
(weiß nur nicht was das mit der Peitsche an der Longe zu tun haben soll)
Wenn mein Pferd an der Kurzen Leine gelernt hat sich zu biegen, dann kann er es an der langen Leine auch.
Ahhhh OK, wir reiten unterschiedlich an.
Bei mir ist die Erziehung vom Boden und vom Sattel immer gleich, was bedeutet, dass ich vor dem Anreiten nicht ellenlang Longiere oder Bodenarbeit mache. Nach der Grunderziehung läuft beides gleichmäßig ab.
Beim Anreiten dann beginne ich mit 5-10 Min. Halten-Anreiten, lenken.

Die Peitsche ist, da hast du völlig Recht, nicht da um zu scheuchen.
Klar.

aber zum biegen brauche ich sie nicht, wenn mein Pferd die Biegung verliert versuche ich ihn entweder zu korrigieren, (ganz leichtes zupfen am Kapzaum) oder ich hole ihn rein und stelle ihn neu,
Eben Stellung, nicht Biegung.
Mit der Longe (wie beim Reiten dem seitwärtsweisenden Zügel) gebe ich Stellung, nicht Biegung. Gerade bei jungen Pferden oder Korrekturpferden (steif, Muskelprobleme...) schwenkt leicht die HH aus und spurt nicht mehr zur VH sondern tritt nach außen weg. Das korrigiere ich durch geschicktes Parieren an der Longe und eben Peitscheneinsatz an der richtigen Stelle.
Da die Peitsche niemals zum Schlagen da ist, sondern nur als Hilfe geworfen wird, haben die Pferde auch keine Angst davor.
Nur wenn ich einem Problempferd sagen 'bieg dich' macht es das noch lange nicht.

bisher klappt das sehr gut und ich habe mein Pferd noch nicht einmal mit der Peitsche gearbeitet, mein Pferd hat auch keine Angst vor Gerte, Peitsch etc. aber er respektiert sie und wenn mein Pferd auf Stimme hört und das beibehält was er soll, warum brauche ich dann eine Peitsche zum Longieren?
Stimme ist bei mir auch sehr wichtig. Gerade bei den Westernpferden unumgänglich, da Zügelhilfen durch Schenke, Stimme und Gewicht ersetzt werden müssen.
Angst vor der Gerte oder der Peitsche hat bei mir kein Pferd. Egal ob Englisch oder Western, egal ob Longe oder Doppellonge. Sie kennen die Peitsche nur als Hilfe, nicht als Strafe. Meine Strafe ist eigentlich meine Stimme. Selbst bei den Hengsten ist meine Stimme immernoch die schlimmste Strafe, wenn ich mal laut werden sollte stehen sie stramm.

und von Gebiss beim longieren halte ich einfach nichts, weil ich dem Pferd damit im grunde nur schaden kann und richtig biegen kann ich ihn damit auch nicht. (Grund oben schon beschrieben
Nur schaden? Warum denn das? Ich reite doch auch mit Gebiss und schade dem Pferd damit nicht.
Beim Longieren nehme ich nur die Hilfsmittel, die ich beim Reiten auch habe, also bekannte Hilfen. Je nach Pferd, Problem und Ausbildungsstand kann ich die Longe mehr oder minder stark seitwärtsweisend, rückwärtsweisend oder nach oben weisend verschnallen, eben wie die Zügelführung auch.
Das an der Longe erlernte, lässt sich so leicht vom Pferd auf das Reiten umsetzen.
Biegen kann ich ein Pferd weder mit Trense, noch mit Kappzaum, Knotenhalfter oder sonstwas was am Kopf befestigt ist. Das ist sowieso immer nur Stellung. Die Biegung hole ich mir dann mit der Peitsche oder bei Problempferden mit der Doppellonge.
Dabei ist natürlich zu beachten, dass die Doppellonge noch sehr viel mehr kann als nur Biegung herzustellen. Hier kann ich ein Pferd komplett ausbilden ohne zu reiten (An alle Mitleser: Bitte nicht versuchen, das ist für Könner. Selbst nach 1 Jahr Doppellongenunterricht mit täglich mehreren verschiedenen Pferden unterschiedlichem Ausbildungsstands traue ich mir DAS nicht alleinig zu).
 
  • longieren Beitrag #27
Hey ich longiere in letzter Zeit viel und wollte fragen wie ich meinen Friesen Sam nach außen bekomme im Trab weil ich möchte nicht das er sich dann mal in der Longe verheddert.
Und wenn ich ihn vom Trab in Schritt gehen lasse,dann kommt er gleich auf mich zu was kann ich nur machen.
Oh ja und wenn wr unseren Tinker longieren,dann lassen wr ihn auch manchmal so über einen kleinen Sprung gehen. Ist das ok ??
Wir longieren unsere Pferde immer mit Longierbrille weil ich finde dass muss doch nerven wenn einem die Longe andauernd auf der Nase herumtanzt .
Ich weiß nicht
GLG
 
  • longieren Beitrag #28
Erstmal die Longierbrille weg. Bei Zug der Longe, kommt der Zug am äußeren Gebissring an und kantet den Kopf. Zieht man (oder das Pferd) mehr an der Longe, wird der äußere Gebissring zusätzlich zur Wirkung im Maul außen gegen den Kopf gedrückt und kann schmerzhaft von außen gegen die Zähne drücken.
Das braucht man irgendwie kein Pferd, auch wenn es der Bequemlichkeit des Longenführers dient.

Zum nach-Außen-bringen des Pferdes treibt man mit der Peitsche an der Pferdeschulter. Dabei wird nicht wild mit der Peitsche gefuchtelt, sondern sie wird von hinten nach vorn von oben nach unten, halbmondförmig geworfen. Der Peitschenschlag wird also hinter dem Pferd in Höhe des Knies in einem nach unten führenden Bogen am Pferd vorbei nach vorn geführt und endet etwas hinter dem Bugspitz.
Je nach Pferdetyp darf die Peitsche das Pferd dabei berühren (nicht schlagen, sondern eine feine Berührung).
Richtet sich das Pferd nicht danach oder ist noch zu unerfahren um diese Hilfe einzusortieren, nehme ich es schonmal kurzfristig etwas enger und pieke es an dieser Stelle mit der Peitsche (ohne Schlag). Pferde hassen es gepiekt zu werden und verstehen sehr schnell, was die Peitsche an dieser Stelle bedeutet.
Zusätzlich erfolgt das Stimmkommando (bei mir 'geh' aber man kann natürlich jedes Kommando -meinetwegen auch 'Joghurt'- nehmen, was einem beliebt. Es muss nur prägnant sein und die Stimmlage ist wichtig).
 
  • longieren Beitrag #29
oh achso aber wir haben kein Kappzaun
soll ich mir das jetzt kaufen ???
 
  • longieren Beitrag #30
Ich hab auch mal eine Frage zum longieren. Meine RB kennt das longieren eig. Aber da der Dicke lang nicht mehr richtig longiert wurde, dreht der da voll durch. Er fängt immer an zu rennen, total unkontrolliert und ich kann ihn auch nicht mit stimme lenken..
Wie kann ich ihm das longieren richtig beibringen ? Und ist es okey die Longe am Halfter festzu machen. Weil er wird Western geritten und das hat er ja kein Gebiss.

lg annika
 
  • longieren Beitrag #31
Hallo,

ja am Halfter ist ok! Du könntest ihn erstmal kleine kreise laufen lassen, dann kann er nicht so lospreschen. Versuch ihn so an deine Stimme zu gewöhnen, dann kann man langsam die Kreise vergrößern.

Longierst du mit Peitsche?

lg
 
  • longieren Beitrag #32
also das mit der Peitsche hat überhaupt nicht funktioniert egal ob ich ihn in die Schulter gepieckt habe oder ihn damit nach außen getrieben habe
Er ist immer nur schneller geworden.
Hat jemand noch einen anderen Tipp?
 
  • longieren Beitrag #33
Vielleicht einfach mal ohne longieren. Mein Shetty würde auch lospreschen mit Peitsche aber ohne ist alles gut.

lg
Anni
 
  • longieren Beitrag #34
Ohne Peitsche zu longieren, ist für mich als wenn ich ohne treibende Hilfen reite. Die Peitsche muss für mich genauso da sein, wie auch der Schenkel - auch wenn beide oft inaktiv sind. Sie sind da.
Ein weggestreckter Schenkel ist wie eine weggenommene Peitsche - das Pferd läuft nur und arbeitet nicht aktiv.

Dass das Longieren mit der Peitsche nicht sofort klappt, ist fast klar. Auch das Pferd muss erstmal lernen und man muss ihm zeigen was man möchte. Kein Pferd wird mit dem Verständnis für Hilfengebung geboren, sie müssen es erlernen. Ein Ruckzuckverfahren um ein Pferd an der Longe nicht nur zu bewegen -dann kann ich es auch besser und Gelenkschonender frei laufen lassen - sondern so zu arbeiten, dass sich Muskulatur und Rittigkeit zum pos. Verändern, kenne ich leider nicht.

Manche Pferde reagieren erstmal gar nicht - andere rennen um ihr Leben.
Hier heißt es Ruhe bewahren.
Die Peitsche nicht wegnehmen, nur ein wenig weiter unten ansetzen. Eben 1/2 Gang zurückschalten, wenn das Pferd in Hektik ausbricht. Der Longenführer sollte dabei sehr souverän und ruhig sein.
Pferde, die mir beim Anblick der Peitsche nicht mehr zuhören und nur noch um ihr Leben rennen, lasse ich erstmal rennen. Hauptsache sie halten die Zirkellinie halbwegs ein. Ich achte jedoch darauf, dass die Peitsche an korrekter Stelle knapp über dem Boden immer da ist.
Genauso achte ich darauf, dass das Pferd in Stellung läuft. Genau wie beim Reiten bedeutet das eine weiche an- und nachgebende Hand. Dauerzug ist auf jeden Fall zu vermeiden, genauso das totale Durchhängen der Longe.
Sollte das Pferd beim Anblick der Peitsche nicht sofort losflitzen lege ich die Peitsche nach einigen Runden im Schritt auf seinen Rücken und benutze sie so als Abstandshalter. Ich gehe dabei einen kleinen Kreis mit, um die Linie nicht zu eng werden zu lassen. Ich streiche mit der Peitsche -oder einem langen Stock- den Rücken und Hals (bis zum 4. Halswirbel) ab und zu auf und ab, bis ich das Pferd überall berühren kann.
Anfangs sind einige Pferde -gerade meine Jungpferde, die noch nichts kennen- ängstlich. Durch souveränität und Ruhe legt sich das meist nach 2 Runden und das Pferd ist einfach nur aufmerksam oder sogar gelangweilt.

Bei Pferden, die ich erst laufen lassen weil sie einfach losdüsen, mache ich diese Übung später, wenn sie die erste Hektik überwunden haben und ich merke, dass sie mir zuhören.

Das Pferd muss die Peitschenhilfen genauso lernen, wie die Hilfen beim Reiten.
Glücklicherweise geht das recht schnell und dauert eben nicht monatelang wie beim Reiten.
Nach 3-5 Mal Longieren ist der Lernprozess normalerweise abgeschlossen und man kann beginnen dem Pferd die Arbeit an der Longe näher zu bringen.
Das bedeutet, dass das Pferd nun lernt, die verschiedenen Peitschenhaltungen auch entsprechend sofort umzusetzen. So lernt das Pferd in weiteren 4-10 Longiereinheiten, dass Peitschenhaltungen oder Treffer (immer nur berühren, d.h. abstreichen mit dem Peitschenschlag) auch verschiedene Bedeutungen haben. Diese sind nach Außen gehen, Biegen, Takt erhöhen, Aktivität der HH erhöhen (ohne Erhöhung des Taktes), Stellung bis hin zum Seitwärts.

Der Zeitpunkt, wann ich ein Pferd beginne an der Longe auszubinden ist unterschiedlich. Er wird bestimmt von der Psyche des Pferdes, von seinem Exterieur, von seiner Gangmechanik und dem Verhalten an der Longe.
Einige Pferde binde ich schon recht früh aus, während andere nach Jahren noch keine Ausbinder brauchen und allein durch Biegung und Aktivierung der HH den Hals korrekt tragen.
Man muss immer bedenken, dass die Gewöhnung an die Arbeit (!) an der Longe sehr umsichtig und gleichzeitig konsequent erfolgen muss.
Ist die Gewöhnung abgeschlossen, muss man darauf achten, dass das Pferd -wie beim Reiten auch- die korrekte Haltung länger einnehmen muss als die nicht korrekte Haltung.
Das bedeutet, dass ich nichts gewonnen habe, sondern eher der Verlierer bin, wenn ich ein Pferd 40 Min. arbeite und es schon 30 Min. braucht um die korrekte Haltung anzunehmen. So hätte ich 30 Min. die falsche Muskulatur trainiert und nur 10 Min. die richtige.

Man darf eben keine Wunder erwarten, wenn man einem Pferd etwas Neues korrekt beibringen will. Man braucht Zeit, Geduld, Ruhe und Souveränität.
 
  • longieren Beitrag #35
Als Vorbereitung auf das Longieren lernen meine Pferde erst mal über Bodenarbeit, dass sie auf "Druck" weichen sollen. Das fängt mit Führtraining an und geht dann über arbeit am Leitseil weiter. Das lernt man aber nicht über ein Forum, sonder über Kurse oder Unterricht.

Oder eben den "Longenkurs" ausprobieren ( siehe oben ).
Da wird ganz detaiiert in kleinen Schritten beschrieben, wie man sein Pferd vernünftig longiert.
 
  • longieren Beitrag #36
Ohne Peitsche zu longieren, ist für mich als wenn ich ohne treibende Hilfen reite. Die Peitsche muss für mich genauso da sein, wie auch der Schenkel - auch wenn beide oft inaktiv sind. Sie sind da.
Ein weggestreckter Schenkel ist wie eine weggenommene Peitsche - das Pferd läuft nur und arbeitet nicht aktiv.
Sehe ich anders! Mein Shetty hat Panik vor der Peitsche und es bedeutet nur Stress wenn man mit der Peitsche arbeitet. Sobald ich eine Peitsche in der Hand habe prescht er los und zieht an der Longe. Er läuft ohne Peitsche sehr entspannt und meine Stimme genügt. Und meine Nano läuft auch aktiv egal ob ich eine Peitsche habe oder nicht.

lg
Anni
 
  • longieren Beitrag #37
@ daisy : nein ohne peitsche. Mit peitsche wird das nur noch schlimmer weil er dann erst recht losprescht. Ich werds mal mit kleinen Kreisen versuchen ;)
 
  • longieren Beitrag #38
Ja versuch das einfach mal;)
Scheint er den angst zu haben oder ist er übermütig? Longierst du mit Trense oder Halfter?
Hast du einen Longiergurt? Ist das Pferd ausgebunden?
 
  • longieren Beitrag #39
Ne, angst hat er keine.
Also soweit ich das sehe, werde nächstes mal drauf achten.
Und ich longier eig nur mit halfter. ;)
 
  • longieren Beitrag #40
@ daisy : nein ohne peitsche. Mit peitsche wird das nur noch schlimmer weil er dann erst recht losprescht. Ich werds mal mit kleinen Kreisen versuchen ;)

Klar, versuchs erstmal mit kleinen Kreisen. Bis er dann ruhig ist, kannst du mal spaßeshalber ausrechnen, wie viel Druck auf die äußeren Gliedmaßen kommt.
Keine korrekte Biegung möglich, da Tempo und Kreisbogen nicht zum Biegungsgrad des Pferdes passen, Masse, Beschleunigung, Drehung der äußeren und inneren Gliedmaßen...
Bei nem Shetty geht das alles noch ganz locker, weil Gebäude und Schwerpunkt einfach supergünstig bei diesen Pferden liegt - die sind unkaputtbar.
Mit einem Warmblut könntest du für solche Mätzchen schon locker 2 S-Springen gehen und das Springpferd wäre nicht so belastet wie dein longiertes Tier.

Warum dürfen sich eure Pferde eigentlich nichtmal den Frust von der Seele laufen?
Warum muss alles sofort gehen und der leichteste Weg wird als Richtig angesehen?

Na macht mal schön.
Hoffentlich steht das Pferd wenigstens absolut korrekt auf den Beinen, sonst ist er schneller kaputt als man so denkt. Aber dafür ist dann vermutlich auch irgendjemand Anderes Schuld. Außerdem wollen Schmiede ja auch leben und Spezialbeschläge sind beliebt und teuer, nicht zu vergessen die ganzen Tierärzte, Ostheopathen, Akkupunkteure ...
 
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