Also Machtnix jetzt übertreib mal nicht!
1. soll das Pferd nicht 1cm von die weg in einem kleinen Kreis laufen sondern nur etwas verkleinern. Ich kenne es nur von den meisten so das sie die Longe komplett auslasten und man kann es ja verkleinern ohne das dem Pferd gleich die Beine abfallen!
Mal ein wenig Anatomie und Reitlehre:
Die Volte ist ein kleiner Kreisbogen mit 6-8m Durchmesser und ist die kleinste Längsbiegung, die ein Pferd ohne Taktunterbrechung gehen kann.
Bedeutet im Klartext, dass ein Pferd in höchstmöglicher Versammlung (so man sich denn mit den Weltklassereitern vergleichen möchte) auf einem solchen Kreisbogen gehen darf. Im geregelten Arbeitstrab sind 10m möglich, ohne, dass das Pferd entweder nach innen oder außen ausweichen muss, ausgleichen muss und enormen Fliehkräften ausgesetzt wird. Bei einem Pferd, das mal schneller läuft als geregeltes Arbeitstempo, muss der Kreisboden entsprechend größer sein.
Das auch noch wenn das Pferd geritten, also zu mindest im Rahmen seiner Möglichkeiten gebogen ist.
Beim Longieren kommt also bei einem rennenden Pferd die fehlende Biegung dazu.
Am Deutlichsten sieht man das bei Jungpferden. Pferde gehen nicht kaputt, weil sie springen oder als 2-jährige Rennen laufen. Sie gehen kaputt, wenn sie zu früh zu enge Wendungen gehen (Stellungsfehler und schlechter Hufbeschlag und Genetik tun das Ihrige dazu).
Weil Cookie kein frust sondern Panik hat sodas er mir die Longe fast aus der Hand reißt und einfach nur rast. Das ist sicher sehr gesund :roll:.Soll ich ihm wirklich diesen Stress aussetzen wenn es auch anders geht.
Warum hat das Pferd Stress. Das ist erstmal die Grundfrage. Kein Jungpferd hat anfangs ein Problem mit der Peitsche, wenn es diese noch nicht kennt. Mit der Übung Peitsche auf dem Rücken (oben recht genau beschrieben) kann man Pferden übrigens solche Ängste nehmen. Eine Übung, die Zeit, Souveränität und Ruhe braucht.
Warum muss man immer alles so machen wie es im Buche steht? Warum kann man nicht individuell für das Pferd entscheiden? Wenn er ohne Peitsche sehr viel entspannter läuft ist das falsch?
Ob Jemand die Sachen in ein Buch geschrieben haben oder nicht ist mir vollkommen egal. Es handelt sich einfach um eine vernünftige, nachvollziehbare und auf sehr lange Jahre hinweg bewährte Art des Longierens.
Wenn das Pferd ohne Peitsche einfacher und gelassener geht, stößt man beim Longieren sehr schnell an seine Grenzen. Wie willst du denn ein Pferd dann biegen, zum vermehrten Untertreten (ohne Takterhöhung) bringen, die Schulter anheben oder nach außen schicken und nur stellen? Das Longieren avanciert dann sehr schnell in ein im-Kreis-laufen. Weder Muskulatur noch Rittigkeit werden damit erhöht, sondern nur Entspannung und Kondition (ich halte eine Erhöhung der Kondition ohne gleichzeitige Erhöhung der Rittigkeit für neg.).
Wieso leichtester Weg! Es muss nicht alles sofort gehen aber das hat hier auch niemand behauptet! Meine Pferde bekommen soviel Zeit wie sie brauchen und wenn Nano mal seine 5 Minuten an der Longe hat, denn darf er diese auch haben.
5 Minuten sind für ein Pferd eine lächerliche Zeit. Sicher uns Menschen erscheinen 5 Minuten Rennen sehr lang aber das reicht eben für ein Pferd oft nicht um Stress abzubauen und aufnahmefähig zu sein.
Nach 20 -30 Min. (je nach Pferd) kann man mal anfangen zu überlegen ob man nicht einen Fehler gemacht hat und zum Schritt 'Gerte auf den Rücken' zurückkehrt. Das Pferd ist bis dahin müde. Man sieht ihm jedoch deutlich an ob es verstanden hat oder ob es einfach aufgrund von Erschöpfung aufgegeben hat. Kein Pferd kann lernen, wenn es aufgegeben hat, es erträgt dann nur. Man muss also den Trainingszustand, das Alter und die Rasse des Pferdes auf jeden Fall beachten.
In dieser Zeit sollte man absolute Souveränität, Konsequenz, Freundlichkeit und Ruhe bewahren, ohne das Pferd mit Stimmkommandos oder etwas anderem zu belästigen - es hört sowieso nicht zu.
Wenn ich ein Kommando gebe, muss dieses auch befolgt werden - ich gebe keine leeren Hilfen. Eine Hilfe muss umgesetzt werden, daher lasse ich ein hektisches Pferd erstmal in Ruhe und bin nur bei ihm, wenn es anzeigt, dass es mich braucht. Diesen Zeitpunkt abzupassen braucht allerdings etwas Erfahrung.
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Ich finde du übertreibst maßlos!
lg
Anni
Jedem seine eigene Meinung, ich möchte nur Schaden abwenden, wo das noch geht.
Sprich einfach mal mit einem guten TA über Belastungskurven, Wachstumsspalten, Training etc. und lies etwas darüber.
Ich meine das nicht böse und bin auch nicht böse über pausenlose Nachfragen nach dem Warum.
Das Für und Wider sollte ausdiskutiert werden.
Erst wenn man genau versteht, warum man etwas tun soll, macht man es auch mit der entsprechenden Disziplin, dem Durchhaltevermögen und Enthusiasmus - auch wenns dann mal länger dauert.