- Es ist unbegreiflich... Beitrag #1
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Sunny0307
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Hallo,
ich schreibe diesen Beitrag aus purer Verzweiflung, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.
Ich weiß das ich an vielem leider selbst schuld bin, aber für mich macht das momentan alles überhaupt keinen Sinn. Daher setze ich auf eure Erfahrungen und Tipps (soweit dies in meinem Fall überhaupt noch möglich ist).
Ich habe eine mittlerweile 8-jährige Stute (habe sie gekauft da war sie grade erst frische 5 Jahre alt). War damals mehrmals beim Probereiten, super brav gewesen, lief einwandfrei, kaum ritt man eine Diagonale durch die Bahn sprang sie in den Mitteltrab, kinderleicht anzugaloppieren, einfach toll. Auch Sprünge ganz einfach gemeistert und mit viel Begeisterung dabei.
Dann kam die Ankaufsuntersuchung (haben sogar Blut abnehmen lassen wegen Doping Kontrolle, etc.). Alles einwandfrei.
Mir wurde aber damals schon gesagt, dass die Stute ihren eigenen Kopf hat und sich liebend gern über sich selbst aufregt.
Ich natürlich total verliebt und wollte nur dieses Pferd..
Die erste Zeit war auch alles prima, bis die Stute merkte das sie mich verarschen konnte.. Heute weiß ich: ich war hoffnungslos mit so einem jungen Pferd überfordert, OBWOHL ich über 10 Jahre Reiterfahrung hab und sie nicht mein erstes Pferd war/ ist. Mein anderes habe ich auch mit 6 Jahren gekauft, klar Zickigkeit war da auch an der Tagesordnung, aber alles im Rahmen.
Ich könnte ewig erzählen, aber kurz auf den Punkt: irgendwann fing sie nicht nur das bocken, sondern auch das steigen an. Entzog sich den Hilfen und versuchte sogar beim spazieren gehen vorne hochzugehen und sich loszureissen.
Dann kam eine lange Winterpause ohne Halle (ja ich weiß, junges Pfer, keine Halle, wie dumm muss man sein :roll
.
Danach ging gar nichts mehr. Die ersten Male beim reiten ging sie nur schwer vorwärts (sonst immer Temperament ohne Ende) und der Galopp war eine Katastrophe. Rodeopferd in Zeitlupe kann ich dazu nur sagen..
Ich bat dann einige Freundinnen, gute Springreiterinnen, um Hilfe, die auch kurzzeitig Erfolgserlebnisse beim Reiten verbuchen konnte, aber auf Dauer gab das auch nichts.
Ich wusste nicht was ich machen sollte und gab sie in Beritt - wie gesagt, ich war hoffnungslos überfordert und hatte keine ruhige Minute mehr.
Ich kannte den Bereiter, hatte dementsprechend auch Vertrauen. Anfangs hatte der auch ohne Ende zu kämpfen, steigen, bocken, Kreuzgalopp.. einen Tag lief sie im Trab wie ein Engel, an einem anderen blieb sie einfach stehen und stieg.
Schritt und Trab wurden immer besser, nicht mehr dieses verkrampfte sondern viel lockerer und man merkte auch, dass sie das ganze vom Kopf her gelassener sah.
Aber der Galopp. Eine reine Katastrophe. Bocken, steigen, bocken, steigen, Kreuzgalopp, 2 Schritte gut galoppiert, wieder bocken steigen, umspringen umspringen umspringen..
Nach einigen Monaten wurd das aber besser! Kurz bevor sie zurück kam, ist sie nur noch die ersten max. 2 male beim angaloppieren umgesprungen und hat den Arsch hochgeworfen. Danach war komplette Ruhe! Galoppiert als ob nix wär, aus jeder Lage angesprungen und kein bocken und steigen mehr.
Dann kam sie wieder. Ich wollte erstmal nicht drauf, ehrlich gesagt aus purer Angst. Wollte sie dementsprechend verkaufen (es macht für sie und für mich so einfach keinen Sinn), dieses umspringen am Anfang des Galopps war natürlich jedem Interessenten unheimlich und so blieb sie erstmal wieder bei mir.
Eine gute Freundin war neugierig geworden und wollte sich der Sache annehmen, damit die Stute 1. im Training bleibt und 2. diese Galoppsache ein für alle mal verschwindet.
Aber kaum war sie hier ging das Theater los. Bocken und ein einziges umspringen. Wenn sie richtig galoppierte, dann 2 Runden ganze Bahn in einem irren Tempo. Im Gelände war es komischerweise besser. Wenn sie merkte sie kam den anderen nicht hinterher, legte sie dieses umspringen komplett beiseite.
In der Halle wurde es durch Unterricht besser, aber es gab Tage da war wieder alles auf Anfang gestellt.
Ich hatte viele Osteophaten (während des Beritts und auch als sie bei mir stand) und auch einen Sattler an dem Pferd, die mir versicherten das das Pferd einen top Rücken hat. Gut, reingucken können sie auch nicht und deswegen fuhren wir in die Klinik mit Verdacht auf Kissing Spines.
Fehlalarm. Die Röntgenbilder sind wirklich einwandfrei!
Der TA hat sich viel Zeit für uns genommen, sich die Stute genau angeguckt und anschließend gesagt das es eine reine Kopfsache sei und das sie sich nicht ausbalancieren kann.
Da ich mir etwas Geld für den Klinikaufenthalt ansparen musste, stand sie nun wieder einige Wochen (jetzt wissen wir umsonst).
Nun wird sie seit einer Woche wieder geritten und es ist alles wieder auf Anfang.
Schritt und Trab sind einwandfrei, da lässt sie sich mit zwei Fingern reiten. Sobald man angaloppiert ist sie aber wie ausgewechselt.
Sie kommt einfach nur bösartig rüber, bockt, steigt, springt um, durchgehend! Ohne Pause! Es ist nicht möglich sie 2 Schritte normal zu galoppieren und das ganze ist echt gefährlich - für jeden von uns.
So im Umgang ist sie ein Traum - schmusig, steht ganz brav beim putzen, Schmiede- und verladefromm, total unerschrocken (auch mit Reiter drauf) und total personenbezogen.
Aber sobald der Galopp kommt denkt man das ist ein komplett anderes Pferd.
Da mir die reiterlichen Kenntnisse für diese Stute fehlen, sowie die Zeit für zwei Pferde muss ich sie so oder so verkaufen.
Jetzt bin ich bereit sie als Beistellpferd wegzugeben, aber es nervt mich und meine Freundin so, dass wir einfach nicht herausfinden, was diese Stute hat?
Das ist alles so extrem geworden und wir wissen echt nicht mehr weiter..
Ein befreundeter Reitlehrer hat vorgeschlagen die Stute eine Stunde an der Longe auszupowern und sich dann nochmal eine viertel Stunde draufzusetzen, nur um zu schauen ob sie dann immer noch steigt, bockt etc.
Das wollen wir jetzt auf jeden Fall noch probieren, aber ich bin echt am verzweifeln.
Ich weiß jetzt auch, das dieses Pferd für mich viel zu jung war und ich der Stute reiterlich einfach nicht gewachsen bin.
Aber ich will nur das Beste für sie und so gerne herausfinden, wieso das alles so ist...
Hilfe! :eusa_doh:
Achja, eines noch: die Zähne wurden vor kurzem gemacht.
ich schreibe diesen Beitrag aus purer Verzweiflung, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.
Ich weiß das ich an vielem leider selbst schuld bin, aber für mich macht das momentan alles überhaupt keinen Sinn. Daher setze ich auf eure Erfahrungen und Tipps (soweit dies in meinem Fall überhaupt noch möglich ist).
Ich habe eine mittlerweile 8-jährige Stute (habe sie gekauft da war sie grade erst frische 5 Jahre alt). War damals mehrmals beim Probereiten, super brav gewesen, lief einwandfrei, kaum ritt man eine Diagonale durch die Bahn sprang sie in den Mitteltrab, kinderleicht anzugaloppieren, einfach toll. Auch Sprünge ganz einfach gemeistert und mit viel Begeisterung dabei.
Dann kam die Ankaufsuntersuchung (haben sogar Blut abnehmen lassen wegen Doping Kontrolle, etc.). Alles einwandfrei.
Mir wurde aber damals schon gesagt, dass die Stute ihren eigenen Kopf hat und sich liebend gern über sich selbst aufregt.
Ich natürlich total verliebt und wollte nur dieses Pferd..
Die erste Zeit war auch alles prima, bis die Stute merkte das sie mich verarschen konnte.. Heute weiß ich: ich war hoffnungslos mit so einem jungen Pferd überfordert, OBWOHL ich über 10 Jahre Reiterfahrung hab und sie nicht mein erstes Pferd war/ ist. Mein anderes habe ich auch mit 6 Jahren gekauft, klar Zickigkeit war da auch an der Tagesordnung, aber alles im Rahmen.
Ich könnte ewig erzählen, aber kurz auf den Punkt: irgendwann fing sie nicht nur das bocken, sondern auch das steigen an. Entzog sich den Hilfen und versuchte sogar beim spazieren gehen vorne hochzugehen und sich loszureissen.
Dann kam eine lange Winterpause ohne Halle (ja ich weiß, junges Pfer, keine Halle, wie dumm muss man sein :roll
Danach ging gar nichts mehr. Die ersten Male beim reiten ging sie nur schwer vorwärts (sonst immer Temperament ohne Ende) und der Galopp war eine Katastrophe. Rodeopferd in Zeitlupe kann ich dazu nur sagen..
Ich bat dann einige Freundinnen, gute Springreiterinnen, um Hilfe, die auch kurzzeitig Erfolgserlebnisse beim Reiten verbuchen konnte, aber auf Dauer gab das auch nichts.
Ich wusste nicht was ich machen sollte und gab sie in Beritt - wie gesagt, ich war hoffnungslos überfordert und hatte keine ruhige Minute mehr.
Ich kannte den Bereiter, hatte dementsprechend auch Vertrauen. Anfangs hatte der auch ohne Ende zu kämpfen, steigen, bocken, Kreuzgalopp.. einen Tag lief sie im Trab wie ein Engel, an einem anderen blieb sie einfach stehen und stieg.
Schritt und Trab wurden immer besser, nicht mehr dieses verkrampfte sondern viel lockerer und man merkte auch, dass sie das ganze vom Kopf her gelassener sah.
Aber der Galopp. Eine reine Katastrophe. Bocken, steigen, bocken, steigen, Kreuzgalopp, 2 Schritte gut galoppiert, wieder bocken steigen, umspringen umspringen umspringen..
Nach einigen Monaten wurd das aber besser! Kurz bevor sie zurück kam, ist sie nur noch die ersten max. 2 male beim angaloppieren umgesprungen und hat den Arsch hochgeworfen. Danach war komplette Ruhe! Galoppiert als ob nix wär, aus jeder Lage angesprungen und kein bocken und steigen mehr.
Dann kam sie wieder. Ich wollte erstmal nicht drauf, ehrlich gesagt aus purer Angst. Wollte sie dementsprechend verkaufen (es macht für sie und für mich so einfach keinen Sinn), dieses umspringen am Anfang des Galopps war natürlich jedem Interessenten unheimlich und so blieb sie erstmal wieder bei mir.
Eine gute Freundin war neugierig geworden und wollte sich der Sache annehmen, damit die Stute 1. im Training bleibt und 2. diese Galoppsache ein für alle mal verschwindet.
Aber kaum war sie hier ging das Theater los. Bocken und ein einziges umspringen. Wenn sie richtig galoppierte, dann 2 Runden ganze Bahn in einem irren Tempo. Im Gelände war es komischerweise besser. Wenn sie merkte sie kam den anderen nicht hinterher, legte sie dieses umspringen komplett beiseite.
In der Halle wurde es durch Unterricht besser, aber es gab Tage da war wieder alles auf Anfang gestellt.
Ich hatte viele Osteophaten (während des Beritts und auch als sie bei mir stand) und auch einen Sattler an dem Pferd, die mir versicherten das das Pferd einen top Rücken hat. Gut, reingucken können sie auch nicht und deswegen fuhren wir in die Klinik mit Verdacht auf Kissing Spines.
Fehlalarm. Die Röntgenbilder sind wirklich einwandfrei!
Der TA hat sich viel Zeit für uns genommen, sich die Stute genau angeguckt und anschließend gesagt das es eine reine Kopfsache sei und das sie sich nicht ausbalancieren kann.
Da ich mir etwas Geld für den Klinikaufenthalt ansparen musste, stand sie nun wieder einige Wochen (jetzt wissen wir umsonst).
Nun wird sie seit einer Woche wieder geritten und es ist alles wieder auf Anfang.
Schritt und Trab sind einwandfrei, da lässt sie sich mit zwei Fingern reiten. Sobald man angaloppiert ist sie aber wie ausgewechselt.
Sie kommt einfach nur bösartig rüber, bockt, steigt, springt um, durchgehend! Ohne Pause! Es ist nicht möglich sie 2 Schritte normal zu galoppieren und das ganze ist echt gefährlich - für jeden von uns.
So im Umgang ist sie ein Traum - schmusig, steht ganz brav beim putzen, Schmiede- und verladefromm, total unerschrocken (auch mit Reiter drauf) und total personenbezogen.
Aber sobald der Galopp kommt denkt man das ist ein komplett anderes Pferd.
Da mir die reiterlichen Kenntnisse für diese Stute fehlen, sowie die Zeit für zwei Pferde muss ich sie so oder so verkaufen.
Jetzt bin ich bereit sie als Beistellpferd wegzugeben, aber es nervt mich und meine Freundin so, dass wir einfach nicht herausfinden, was diese Stute hat?
Das ist alles so extrem geworden und wir wissen echt nicht mehr weiter..
Ein befreundeter Reitlehrer hat vorgeschlagen die Stute eine Stunde an der Longe auszupowern und sich dann nochmal eine viertel Stunde draufzusetzen, nur um zu schauen ob sie dann immer noch steigt, bockt etc.
Das wollen wir jetzt auf jeden Fall noch probieren, aber ich bin echt am verzweifeln.
Ich weiß jetzt auch, das dieses Pferd für mich viel zu jung war und ich der Stute reiterlich einfach nicht gewachsen bin.
Aber ich will nur das Beste für sie und so gerne herausfinden, wieso das alles so ist...
Hilfe! :eusa_doh:
Achja, eines noch: die Zähne wurden vor kurzem gemacht.