Es ist unbegreiflich...

Diskutiere Es ist unbegreiflich... im Pferde Verhalten Forum im Bereich Pferde Forum; schau mal hier https://www.tierforum.de/t76265-wie-oder-was-ist-parelli-genau.html?highlight=pat+parelli LG Integra
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #22
Mal ein ganz anderer Gedanke, der im Zweifelsfall auch mit dem Ausbalancieren in Zusammenhang steht, dazu aber auch mit einer erlernten Streßsituation eines jungen zu früh angerittenen Pferdes zu tun hat ... bevor ich das Pferd abgeben würde ... nimm den Galoppstreß von dem Pferd (sagtest du nicht, im Gelände wäre es besser?) und reite das Pferd mal versuchsweise ohne Gebiß (gebißlose Zäumung).

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Kombination von Gebiß als offensichtliches Zwangsmittel mit der frühzeitigen Überforderung des Galopps durch das Pferd verbunden wird, ist ziemlich groß ... dann rausgehen, Zügel geben (damit sich das Nackenband zur Stabilisierung des Rückens strecken kann).

Und mal ehrlich: Die Wahrscheinlichkeit, dass das Pferd bei seinen ersten Galoppversuchen unter dem Reiter das Gebiß zu spüren bekommen hat, ist bei dem offensichtlichen Temperament auch nicht gerade gering.

Wäre nicht das erste Pferd ...

Ich halte das nicht für ein Dominanzproblem, sondern für eine erlernte Streßsituation der Faktoren Halle / Reiter / Galopp / Gebiß.

LG,

Chiron
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #23
hmmm.... ist das video mit dem bereiter entstanden? denn da sehe ich bis auf ein paar unregelmäßigkeiten im takt keinerlei probleme. und sie galloppiert ja auch schön aus der ecke heraus an.

Chiron, du könntest wirklich recht haben. sie wäre nicht das erste pferd bei dem eine besserung ohne gebiss eintritt (warum zerren die menschen nur dermaßen am zügel herum? da wäre ich als pferd auch gnatschig)

wobei ich da erst mal im schritt und trab testen würde wie sich sich ohne gebiss reiten lässt. es gibt ja auch das gegenteil- pferde die gebisslos nur schwer bis gar nicht kontrollierbar sind.

@sunny:

ich würde nicht sagen dass die stute bösartig ist. ich denke eher unsicher bis ängstlich, wenn sie wirklich so mies zugeritten wurde. sie verbindet mehrere faktoren (bei chiros beispiel wären das das gebiss und die hilfe) mit schmerzen oder auch nur unwohlsein.

versuche es noch mit bodenarbeit, denn da kann wirklich ein vertrauensdefizit sein.
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #24
Hey,

habe heute mit meinem Trainer über dein Problem gesprochen und ihm das Video gezeigt. Wir reiten zwar beide Western aber waren auch mal bei der Dressur und dem Springen.

Seine erste Meinung, Ferndiagnose und hat den Thread nicht glesen sondern ich hab es im Groben geschilder, -> Kommunikationsproblem.

Er meint, da man am Bild keine gravierenden Gleichgewichtsprobleme erkennt und sie unter dem Trainer auch wirklich schön gegangen ist, dass vielleicht ein Verständigungsproblem bei euch herscht. Vielleicht sind es ja nur minimale Dinge in der Hilfengebung oder eben auch von dem wie sie gestellt wird.

Wenn ich richtig in Erinnerung habe, hast du oben geschrieben, dass ihr sie habt einfach laufen lassen. Also nicht großartig gestellt sondern darauf geschaut dass sie einfach galoppiert. Vielleicht braucht sie gerade das. Wenn sie wirklich etwas unsicher ist im Gleichgewicht tut sie sich vermutlich leichter wenn sie eine Anlehnung an den Reiter hat.

Hast du vielleicht eine Möglichkeit mal für ein Wochenende zu dem Trainer fahren, bei dem sie in Beritt war, damit er euch gemeinsam Verbessern kann? Warst du denn in dem Beritt mit einbegriffen?
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #25
So... noch jemand, der seinen Senf dazu gibt:
Ich denke, es ist ein (fast) rein psychisches Problem!
Ich habe hier einen ähnlichen Fall! Sehr jung eingeritten - gleich in die Vollen gegangen! Immer 1000% vom Pferd verlangt - das Ergebnis: ein (Alb-)Traumpferd, top (!) ausgebildet, total verkorkst! Durch den zu großen und viel zu frühen Druck, auf ein sowieso schon sehr sensibles Pferd ist die ganze Leistungsgeschichte aber sowas von nach hinten losgegangen!
Bocken, steigen, durchgehen - alles dabei! Durch viele Hände gewandert - jeder hat dran "rumgebastelt" oder das Pferd gleich abgeschoden! Im Umgang (und sonst) eigentlich ganz brav - ja, da weis das Pferd auch, dass NICHTS schlimmes von ihmerwartet wird - aber wehe wenn du etwas "Druck" (psychisch gesehen) auf es ausübst oder etwas von ihm erwartest..... Explosion! Das Pferd setzt sich selbst permanent unter Druck und Stress, versucht sich in seinen Zwangsverhalten in sich zurückzuziehen, all dem auszuweichen..... was alles nur noch verschlimmert!

Nicht aufgeben, auf Leves 0 runterfahren, Stress und Druck völlig nehmen, Vertrauen gewinnen, daran arbeiten und ganz langsam alles wieder sanft aber konsequent wieder hochfahren - solche Pferde brauchen viel Vertrauen und Führung, da sie mit dem Stress und Druck auch noch Leittier sein zu müssen und Entscheidungen treffen zu müssen vollends scheitern!

Wir fahren auf dieser Schiene langsam und vorsichtig, aber mit stetigen (leider sehr, aber immerhin ;))kleinen Fortschritten.

LG
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #26
Hallo,

danke danke danke für eure Antworten!
Es gibt Neuigkeiten - sogar gute!

Meine Freundin hat auf Rat ihres Trainers die Stute heute erstmal richtig lang und auf jeder Hand longiert und vorallem galoppiert. Danach hat sie sich draufgesetzt.
Stütchen war nach kurzer Zeit schon total locker und und meine Freundin hat sie dann nochmal ein paar Runden galoppiert und sich dann draufgesetzt. Erst nur Schritt und Trab und dann wirklich nur im leichten Sitz (sie meinte, sie stand richtig im Sattel) galoppiert und hat sie einfach laufen gelassen. Die ersten male (nur beim direkten angaloppieren) hat sie den Hintern etwas hochgeschmissen und danach war Ruhe. Ohne umzuspringen, ohne zu steigen, ohne weiter zu bocken ist sie ihre Runden galoppiert. Natürlich jetzt nicht schön gestellt, da meine Freundin sie wirklich laufen gelassen hat.
Auf beiden Händen gleich gut. Danach hat sie auch direkt aufgehört und sie fleißig gelobt.
Jetzt wird wohl der Plan sein, sie erstmal nur im leichten Sitz zu galoppieren und nach und nach erst nur mal 2 Galoppsprünge in den Sattel setzen und sofort wieder in den leichten Sitz wechseln usw. Ganz langsam das ganze steigern.

Was sagt ihr dazu? Es könnte wirklich so sein, dass sie sich nicht ausbalancieren kann mit Reitergewicht und wenn man sie weiter treibt regt sie sich auf, weil sie es einfach nicht kann, pusht sich selbst hoch, weiß nicht weiter und steigt deswegen um sich dem zu entziehen, oder?
Zusätzlich war sie ja durch das longieren schon ziemlich ausgepowert und hatte vielleicht auch gar nicht mehr die Kraft um sich so extrem hochzupushen.. man müsste das ganze noch mal ohne vorheriges longieren probieren, oder?

So sehe ich es jetzt und meine Freundin auch, aber ich würde gerne eure Meinung hören!
Wir hoffen natürlich nicht, das sie heute einfach nur einen guten Tag hatte.. haben grad wieder Hoffnung geschöpft, dass das nochmal wird.

Danke schon einmal!
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #27
wie schon gesagt..... ich glaube nicht, dass es an der Balance liegt.....!


Aber bin gespannt, ob dieses "Training" anschlägt.

LG
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #28
und, wie gets mittlerweile mit ihr...ichhoffe forwärts... :p
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #29
Hey,will unbedingt Monty Roberts Methoden empfehlen ,die wirken Wunder. Ohne Longe vom Boden aus. Macht Mensch und Pferd Spass.Leider ist die Methode immer noch belechelt von denen die sie nicht gelernt haben,aber sie funktioniert 100%tig.Der Mensch muss diese Art mit Pferden zu komunizieren wie eine Sprache lernen. ABER DAS MACHT SOOO VIEL SPASS!!!!
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #30
@geigenbauer
Monty Roberts würde ich wirklich niemanden empfehlen, der es nicht wirklich ordentlich gelernt und verstanden hat und/oder keinen Lehrmeister hat, der ihm dabei hilft. Monty Roberts hat Jahre damit zugebracht Pferde zu studieren, nur weil man ein Buch liest oder einen Film von ihm gesehen hat, sollte man niemals einfach anfangen Join up zu betreiben, das kann schnell in die Hose gehen und mehr kaputt machen, als es hilft.

@sunny
Finde dein Training mal gut, wenn die Stute darauf anspringt ist das gut und somit kann man sie ja fördern. Wäre interessant, wie es sonst so läuft bei euch, klingt stark nach dem Hafi meiner Freundin, gleiche Geschichte mit dem Einreiten und Überforderung von Reiter und Pferd....und ich kann nur Hoffnung machen, wir haben es geschafft mit ihm gemeinsam zu arbeiten und nicht gegeneinander. Also ja nicht Stütchen verkaufen sondern mit Mut ran gehen ;)

lg
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #31
hey

wie läufts denn eigentlich zur Zeit?
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #32
Würde mich auch interessieren :)
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #33
Ich habe deinen Thread auch verfolgt udn auch mich würde Interessieren,ob ihr weiter gekommen seid :)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Oh,sorry,hab gerade deinen Thread im Reiterstübchen gesehen ^^
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #34
Genau wie bei mir! Aber exakt. Bin mittlerweile auch arg überfordert und wirklich schon traurig, wenn alle ihren Spaß haben und ich steh da mit meinem Pferd. Reitunterricht bringt mir persönlich nur noch mehr Enttäuschung. Im Moment ist meine Stuti auf dem Trichter steigen zu wollen, sobald die Zügel mal kürzer sind. Und beim angaloppieren buckeln oder reinrasen wollen, wegen dem mangelnden Gleichgewicht im Galopp. Trainiere auch viel an der Longe, seitdem ist der Trab auch super! Hoffentlich klappts mitm Galopp genau so gut. Im Gelände rast sie meistens rein. Aber ich verkaufe sie nun auch, mir ist das alles zu viel und ich will kein Pferd, wo ich immer Hilfe brauche oder als Einzigste dann sowieso nie Spaß habe an der Sache. Irgendwie ist in den zwei Jahren keine Bindung von meiner Seite da. Könnte sie weggeben ohne traurig zu sein.
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #35
Manchmal passen Pferd und Reiter halt nicht zusammen, wir mögen ja auch nciht jeden Menschen.
Schade, aber ich hätte an deiner Stelle wohl schon viel früher 'aufgegeben'. Allein das losrasen im Galopp wäre der Horror gewesen.

LG
 
  • Es ist unbegreiflich... Beitrag #36
Das was Bec sagt denke ich auch. Manchmal passt es wirklich nicht, egal wie toll das Pferd sein mag. Ist, finde ich, auch nicht wirklich dran zu arbeiten.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Thema:

Es ist unbegreiflich...

Es ist unbegreiflich... - Ähnliche Themen

Nervenschnit Pferd fragen: Hallo liebe Gruppe unsere Stute (18) hatte vor 12 Wochen einen tiefen Nervenschnitt vorne bds. Die Heilung verlief komplikationslos und das...
Kaninchen alleine halten: Hallo Zusammen, ich bin ein wenig ratlos und hoffe ihr könnt mir helfen. Es geht um meinen 2 jahre alten Zwergwidder Bagheera. Zur Vorgeschichte...
Hund ist krank, aber Tierarzt findet nichts: Hallo ihr Lieben, ich wollte mal fragen, ob jemand von euch vielleicht schonmal eine ähnliche Erfahrung gemacht hat, da ich langsam echt nicht...
Übergewichtiger Shakir mit Lipomen und Organproblemen kann kaum noch fliegen: Hallo, mir macht derzeit eines meiner männlichen Wellensittiche etwas Sorgen und wollte nachfragen, ob vielleicht hier jemand Erfahrungen oder...
Vorstellung im Forum: Guten Tag an alle, mein Name ist Marlene und ich bin neu hier. Ich bin 24 Jahre alt und habe zusammen mit meinen Eltern und meiner Tante...
Oben