- kinder, Tiere und das Geld Beitrag #1
Ivy-maire1
- Beiträge
- 6.029
- Punkte Reaktionen
- 0
Mir liegt etwas am Herzen, das ich absolut nicht verstehen kann. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen...
Und zwar hat sich folgender Vorfall vor kurzem in meinem Bekanntenkreis abgespielt:
Kinder wollen UNBEDINGT Haustiere haben, denn jeder hat eines und sie MÜSSEN auch. Also ab in die Zoohandlung gedackelt und geschaut was a.) wenig platz braucht b.) wenig geld kostet und c.) möglichst niedlich ausschaut und sich bekuscheln lässt
Mit den Kindern (12 und 13 Jahre alt) wird folgende abmachung getroffen:
sie bekommen die tiere und das Zubehör, der rest muss selber finanziert werden
natürlich, kinder sagen ohne zu denken "jaja", sie haben ja auch keine vorstellung was das wirklich bedeutet.
Die wahl fällt auf meerschweinchen- sie sind ja soooo niedlich mit ihren Knopfäuglein und wie sie am gehegerand betteln.
Jedes Kind sucht sich eines aus- geschlechter egal, ist sowieso nicht getrennt.
Familie schippert mit den Tierchen, einem säckchen trockenfutter (wohl dem kleinsten das es zu finden gab) und einem mini-packerl heu zuhause an, richtet den 100cm-käfig ein (ein größerer passt ja nicht ins kinderzimmer) und schmeißen die schweine rein.
so weit so gut- ein paar tage später ist das futter und das heu alle. Das taschengeld aber auch. die kinder natürlich verzweifelt- was tun? eltern rücken kein geld raus, die schweine schreien vor hunger.
Aber da ist ja noch "tante Ivy"- die hat schweine. Heulender anruf: "kannst du uns was geben? wir haben kein geld".
ich doofe also rübergeschippert mit 2 sack heu, einer klappbox gemüse und einem Infoheft über die artgerechte ernährung von schweinen.
Gleich mal angeschaut die beiden- und wie zu erwarten.... 1männchen und ein weibchen.
von mir das angebot- ich nehm den kerl zu mir und sie holen sich ein zweites weibchen (oder warten bis die babys da sind :eusa_eh
von den eltern "nein, die wollten sie haben und die behalten sie auch. auf die kastra können sie ja sparen" (naja, bei 10€ taschengeld im monat etwas schwer... hab den beiden angeboten ihn bei meinem TA kastrieren zu lassen wenn sie 30€ gespart haben, den rest bezahle ich) freudenstrahlen seitens der kinder, Ar**tritt für mich gedanklich.
ABER sie müssen ihn trennen- ich gebe ihnen einen käfig (habe ja noch die teile meines etagenkäfigs aufbewahrt- nun weiß ich wieso). sie sollen mich einfach am nächsten tag anrufen und ich bring ihnen das teil.
tags drauf: wieder verheulter anruf- eltern erlauben keinen zweiten käfig ("zu wenig platz, zu viel arbeit") und ob ich nun böse wäre und ihnen das geld nicht mehr leihe.
ich blödi beruhige die kinder und rufe die eltern an... was das bitte soll. "wenn die babys bekommt können wir sie ja gegen zeug eintauschen in der handlung. dann sparen sich die kinder geld" :shock:
naja, ich kann nicht viel tun, hoffe dass das weibchen noch nicht so weit ist dass sich die kastra vor der geburt noch ausgeht.
3 wochen später wieder die kinder am telefon "du, die Baby (weibchen) liegt in einer ecke, atmet schwer". ach du schande- wehen? wie lange geht das schon so?
"naja, bevor wir in die schule gegangen sind lag sie schon da" (8 stunden mindestens)
ich nur freund an den ohren geschnappt- mit auto hingedüst. hab den kindern nur erklärt dass sie sich nicht wohlfühlt und ich sie zum ta bringe. kinder kamen mit- ist ja ihr schweinchen.
Beim TA die befürchtete diagnose: baby steckt fest, alle sind tot und die mutter in extremer lebensgefahr.
ich hab nur meinen freund mit den kindern rausgeschmissen damit sie das nicht mithören müssen:
überlebenschance fürs weibchen: unter 10%- sie dürfte weit über 10 stunden in den wehen gelegen haben. ein wunder dass sie überhaupt noch lebt- magen-darm-tätigkeit gleich null, kreislauf am boden,...
habe sie trotzdem operieren lassen.
ende der geschichte: 2 trauernde kinder ("baby" hats nicht überlebt), ich sitzte auf den Op-kosten von 400€ die die eltern NICHT abzahlen wollen (müssen die kinder machen- ich bezweifle dass ich das geld je wiedersehe), und der bock ist inzwischen wieder in der Tierhandlung. ohne die kinder zu fragen wurde der weggebracht und die beiden fanden am nachmittag als sie heimkamen nur noch den leeren stall vor den sie "sauberzumachen hatten" weil es ja ihre aufgabe ist.
hier also ein Beispiel wie es absolut nicht laufen sollte.... doch wieso sind die eltern so, sry, dämlich?
haben die keinen funken mitleid mit dem tier gehabt (die mutter ist hausfrau und hätte mich auch jederzeit kontaktieren können wenn es dem schwein so schlecht geht)?
wieso denken menschen immer noch sie können kindern die verantwortung für ein lebewesen aufbürden und es wird alles klappen?
mir ist grad etwas zum heulen zumute- baby war noch sehr jung und hatte das ganze leben vor sich. und die kinder sind natürlich auch vollkommen fertig
Und zwar hat sich folgender Vorfall vor kurzem in meinem Bekanntenkreis abgespielt:
Kinder wollen UNBEDINGT Haustiere haben, denn jeder hat eines und sie MÜSSEN auch. Also ab in die Zoohandlung gedackelt und geschaut was a.) wenig platz braucht b.) wenig geld kostet und c.) möglichst niedlich ausschaut und sich bekuscheln lässt
Mit den Kindern (12 und 13 Jahre alt) wird folgende abmachung getroffen:
sie bekommen die tiere und das Zubehör, der rest muss selber finanziert werden
natürlich, kinder sagen ohne zu denken "jaja", sie haben ja auch keine vorstellung was das wirklich bedeutet.
Die wahl fällt auf meerschweinchen- sie sind ja soooo niedlich mit ihren Knopfäuglein und wie sie am gehegerand betteln.
Jedes Kind sucht sich eines aus- geschlechter egal, ist sowieso nicht getrennt.
Familie schippert mit den Tierchen, einem säckchen trockenfutter (wohl dem kleinsten das es zu finden gab) und einem mini-packerl heu zuhause an, richtet den 100cm-käfig ein (ein größerer passt ja nicht ins kinderzimmer) und schmeißen die schweine rein.
so weit so gut- ein paar tage später ist das futter und das heu alle. Das taschengeld aber auch. die kinder natürlich verzweifelt- was tun? eltern rücken kein geld raus, die schweine schreien vor hunger.
Aber da ist ja noch "tante Ivy"- die hat schweine. Heulender anruf: "kannst du uns was geben? wir haben kein geld".
ich doofe also rübergeschippert mit 2 sack heu, einer klappbox gemüse und einem Infoheft über die artgerechte ernährung von schweinen.
Gleich mal angeschaut die beiden- und wie zu erwarten.... 1männchen und ein weibchen.
von mir das angebot- ich nehm den kerl zu mir und sie holen sich ein zweites weibchen (oder warten bis die babys da sind :eusa_eh
von den eltern "nein, die wollten sie haben und die behalten sie auch. auf die kastra können sie ja sparen" (naja, bei 10€ taschengeld im monat etwas schwer... hab den beiden angeboten ihn bei meinem TA kastrieren zu lassen wenn sie 30€ gespart haben, den rest bezahle ich) freudenstrahlen seitens der kinder, Ar**tritt für mich gedanklich.
ABER sie müssen ihn trennen- ich gebe ihnen einen käfig (habe ja noch die teile meines etagenkäfigs aufbewahrt- nun weiß ich wieso). sie sollen mich einfach am nächsten tag anrufen und ich bring ihnen das teil.
tags drauf: wieder verheulter anruf- eltern erlauben keinen zweiten käfig ("zu wenig platz, zu viel arbeit") und ob ich nun böse wäre und ihnen das geld nicht mehr leihe.
ich blödi beruhige die kinder und rufe die eltern an... was das bitte soll. "wenn die babys bekommt können wir sie ja gegen zeug eintauschen in der handlung. dann sparen sich die kinder geld" :shock:
naja, ich kann nicht viel tun, hoffe dass das weibchen noch nicht so weit ist dass sich die kastra vor der geburt noch ausgeht.
3 wochen später wieder die kinder am telefon "du, die Baby (weibchen) liegt in einer ecke, atmet schwer". ach du schande- wehen? wie lange geht das schon so?
"naja, bevor wir in die schule gegangen sind lag sie schon da" (8 stunden mindestens)
ich nur freund an den ohren geschnappt- mit auto hingedüst. hab den kindern nur erklärt dass sie sich nicht wohlfühlt und ich sie zum ta bringe. kinder kamen mit- ist ja ihr schweinchen.
Beim TA die befürchtete diagnose: baby steckt fest, alle sind tot und die mutter in extremer lebensgefahr.
ich hab nur meinen freund mit den kindern rausgeschmissen damit sie das nicht mithören müssen:
überlebenschance fürs weibchen: unter 10%- sie dürfte weit über 10 stunden in den wehen gelegen haben. ein wunder dass sie überhaupt noch lebt- magen-darm-tätigkeit gleich null, kreislauf am boden,...
habe sie trotzdem operieren lassen.
ende der geschichte: 2 trauernde kinder ("baby" hats nicht überlebt), ich sitzte auf den Op-kosten von 400€ die die eltern NICHT abzahlen wollen (müssen die kinder machen- ich bezweifle dass ich das geld je wiedersehe), und der bock ist inzwischen wieder in der Tierhandlung. ohne die kinder zu fragen wurde der weggebracht und die beiden fanden am nachmittag als sie heimkamen nur noch den leeren stall vor den sie "sauberzumachen hatten" weil es ja ihre aufgabe ist.
hier also ein Beispiel wie es absolut nicht laufen sollte.... doch wieso sind die eltern so, sry, dämlich?
haben die keinen funken mitleid mit dem tier gehabt (die mutter ist hausfrau und hätte mich auch jederzeit kontaktieren können wenn es dem schwein so schlecht geht)?
wieso denken menschen immer noch sie können kindern die verantwortung für ein lebewesen aufbürden und es wird alles klappen?
mir ist grad etwas zum heulen zumute- baby war noch sehr jung und hatte das ganze leben vor sich. und die kinder sind natürlich auch vollkommen fertig