Wenn Hunde kaum Bewegung gewohnt sind...

Diskutiere Wenn Hunde kaum Bewegung gewohnt sind... im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Labradore gelten, wie schon gesagt, einfach als Familienhunde. Sind ja auch meistens die dicken, guten Esser und da kann man doch gar nicht viel...
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  • Wenn Hunde kaum Bewegung gewohnt sind... Beitrag #41
Labradore gelten, wie schon gesagt, einfach als Familienhunde. Sind ja auch meistens die dicken, guten Esser und da kann man doch gar nicht viel Bewegung brauchen ;)

Schattenseele: In der Folge hat die Besitzerin gesagt, dass sie sich gleich 2 geholt hat, damit sie immer einen zum Spielen und toben haben ...
 
  • Wenn Hunde kaum Bewegung gewohnt sind... Beitrag #42
Find ich ja prinzipiell auch nicht schlimm. Im Gegenteil. Wer schonmal zwei Hunde hat toben sehen, will es nicht mehr missen. Zumal wir Menschen dieses Form des Spielens nicht perfekt ersetzen können. Das war für mich auch einer der Gründe, Hanna zu holen, da hier oben die meisten Hunde eher unverträglich sind und Jerry der leidtragende ist.
Problematisch wird es dann, wenn man meint, dass sich die Hunde gegenseitig erziehen, wo mir persönlich dann auch die Logik fehlt. Wenn ich einen zweiten Hund zu meinem unerzogenen Hund hole, waaaaas genau soll er dem zweiten Hund den beibringen, außer dem Halter auf der Nase rumzutanzen?
 
  • Wenn Hunde kaum Bewegung gewohnt sind... Beitrag #43
Also ich möchte mich auch mal einreihen und was zu dem Thema sagen.

Da wir auf unserem Gasthof viele Leute mit Hunden haben kenne ich beide seiten.

Manche verbringen hier die meiste Zeit mit ihrem Hund und nutzen den Urlaub fast den ganzen Tag draußen in der schönen Umgebung spazieren zu gehen und sind froh wenn sie mit ihrem Tier mal zeit verbringen können weil sie sonst den ganzen Tag arbeiten sind. Von diesen Leuten haben wir auch eine Familie die sogar ein Babyphone mit haben wenn sie draußen noch was sitzen, aber der Hund im Zimmer ist.
Die anderen wieder rum lassen ihren Hund die meiste Zeit auf dem Zimmer und gehen alleine spazieren und sind froh wenn sie mal ruhe haben vor ihrem Hund. Bei diesen Leuten bieten wir spätestens am 2 Tag (wenn wir merken das der Hund nur alleine ist) an den Hund mehrmals am Tag aus dem Zimmer zu holen und uns mit ihm zu beschätigen, dann gehen wir auch je nach dem mit welchem Hund sich der Hund versteht (bei uns ist es vorraussetzung das der Hund zumindest annähernd verträglich ist) mit dem Hund gassi oder lassen sie auf unser eigens dafür angelegten Wiese spielen.

Allerdings gehöre ich auch zu den Leuten die sich nicht immer mit ihren Hunden beschäftigen und auch nicht immer stundenlang spazieren gehen, aber dafür können meine Hunde sich hier immer frei bewegen und gehen auch immer mit (wenn sich der Hund mit meinen versteht) wenn wir mit den Gasthunden spazieren gehen. Aber ich nehme mir auch am Tag ca. eine halbe Stunde pro Hund zeit und mich alleine mit den Hunden zu beschäftigen.
 
  • Wenn Hunde kaum Bewegung gewohnt sind... Beitrag #44
Zoopflegerin, das finde ich schön, dass ihr euch so um die Hunde kümmert!! Was mit diesen Hunden zu Hause geschieht will ich lieber nicht wissen :? Allerdings verstehe ich auch nicht, wieso man ohne den Hund wandern geht?! :eusa_eh:

Wer kann sich schon 24 Stunden am Tag mit seinem Hund beschäftigen? Klar ist er den ganzen Tag bei mir, also Zeit verbringen wir genug miteinander, aber ständig was mit ihm machen kann und will ich auch nicht, der will ja auch mal schlafen :D Und nein, ich mache auch nicht jeden Tag gleich viel mit meinem Hund, wir haben ein Minimum an Bewegung und Beschäftigung, was auch bei Krankheit eingehalten wird, aber je nach meiner Tagesform und der des Hundes kann es auch mal weniger oder mehr sein. Da kann uns aber glaube ich keiner einen Vorwurf machen ;) Auf meine 2 Stunden laufen komm ich immer :D
 
  • Wenn Hunde kaum Bewegung gewohnt sind... Beitrag #45
...

Es geht mir hier in dem Thread nicht darum, dass manche mal mehr, mal weniger mit ihren Hunden machen und dass es auch mal Ruhetage gibt, etc.
Ich denke, jeder Hund hat auch schon mal nen Tag erlebt, wo sich nur mal 30 Minuten am Tag kurz Gassi gegangen wurde. - Aber wenn so etwas nun zum Regelfall wird, tut es mir oft sehr leid um den Hund und ich kann eine Hundehaltung nicht gut nachvollziehen. *seufz*

Wenn ich mir so ein Tier wie einen Hund ins Leben hole, dann trage ich dafür doch auch Verantwortung. Dann kümmere ich mich doch auch um das Tier und plane Zeit und Geld ein.

Was ich oft erlebe ist, dass sich Menschen relativ spontan einen Hund ins Haus holen. Manchmal nen Welpe, manchmal ein adulter Tierheimhund...
Die ersten Wochen sind immer noch okay... Es wird sich mit dem Tier beschäftigt und auch ein wenig mit Erziehung probiert. - Oft geht aber letzteres recht häufig schief und die Beschäftigung mit einem Hund, der so gar nicht hört macht den Menschen wieder keinen Spaß und innerhalb von ein paar Monaten wird der Hund schon zur Last.
Da gehen sie dann mit dem ziehenden Hund 2-3 Mal am Tag die kurze Runde, damit er sich lösen kann, füttern den Hund im Haus dumm und dämlich und es gibt noch 4-5 Streichler am Tag.
Den Rest des Tages ist der Hund auf sich alleine gestellt. Manche suchen sich dann eigene Beschäftigung (z.B. Sachen kaputt machen, Spielzeug/Haus aufpassen, etc.) - wovon die Menschen nicht begeistert sind und sich noch mehr über den Hund ärgern.

Wirkliches Interesse an der Erziehung zu ARBEITEN haben die wenigsten. - Und das ist natürlich vatal, wenn sich diese Menschen dann auch noch eine 'Arbeitshund' in die Wohnung geholt haben.

Ja... Und natürlich ist es für ältere Menschen schön, wenn sie einen so treuen Gefährten wie einen Hund bei sich haben.
Wir haben hier im Dorf eine sehr alte Frau mit einem inzwischen älteren Dackel.
Es ist herzallerliebst die beiden zu sehen.
Ja - der Hund ist unterwegs immer an der Leine und auch als der Hund jünger war, konnte die Oma schon nicht so schnell laufen, geschweige denn Bällchen werfen oder so.
Aber der Dackel ist immer dabei und die Oma geht mehrmals täglich mit ihrem Gehwagen durch das Dorf. Der Hund jammert das ganze Dorf zusammen, wenn er mal für 5 Minuten vor einem Laden festgebunden ist, weil sein Frauchen ja fort ist.
Bei den beiden passt es zusammen und ich weiß ja auch nicht, ob es vielleicht auch Engelkinder oder ähnliches gibt, die mit dem Dackel gespielt und gemacht haben, als er noch jünger war.

Ein anderes Mal begegnete ich einer ebenso alten Frau mit einem kleinen Terrier-Mix. (5 oder 6 Jahre war der glaube ich)
Der Hund hätte die Frau fast umgeworfen, wenn ich ihr nicht geholfen hätte, weil der so wild ist der an der Leine rumgesprungen und hat gezogen wie ein ganz Großer. ;p
Diese Oma hat den Hund tagsüber, weil es der Hund ihrer Tochter ist die arbeitet. Dann geht sie 1-2 Mal am Tag eine kleine Runde vor die Tür. Aber länger als 20 Minuten Fußmarsch hält die alte Frau schon nicht mehr durch.
Ihre Tochter selbst ist nach der Arbeit kaputt und so bleibt es in den meisten Fällen bei den 40 Minuten an der Leine zerren für den Hund.
Und je mehr der Hund zieht, desto kürzer fallen dann auch die Spaziergänge aus. :/

--
Was ich auch noch sehr traurig finde ist, wenn ich dann sogar von Leuten die ich vom Hundeplatz kenne schief angeschaut werde, wenn ich tatsächlich länger als eine Stunde am Stück mit meinen Hunden spazieren gehe.
Irgendwie erwarte ich wohl grade von Leuten, die im Hundeverein sind, dass sie sich auch etwas mehr als der Otto-Normal-Hundehalter mit ihrem Tier beschäftigen. ... hm...

--
Nun hatte ich letzten Samstag ja wieder die beiden Hunde meiner Bekannten, die ich Eingangspost schon erwähnt hatte.
Ich hatte an dem Tag extra nicht viel mit ihnen gemacht. (War zudem ja auch recht warm gewesen.) - Aber sie konnten auf einem großen eingezäunten Platz auch mal richtig laufen und sich austoben.

Wisst ihr - das hat mich ein wenig an früher erinnert, wo ich bei nem Reitstall geholfen hatte.
Wenn es darum ging die Pferde in der Halle oder auf dem Platz 'laufen' zu lassen.
In den Ferienzeiten oder an Gut-Wetter-Tagen, wo die Pferde auch etwas beschäftigt wurden, sind sie dann im Schritttempo über den Platz getrottet, haben sich Futter gesucht oder sich neugierig den Platz und die Umgebung angeschaut.
An anderen Tagen, wo die Pferde mehrere Tage hintereinander kaum bis gar nicht beschäftigt wurden, sah es dann ganz anders aus. Da rannten und rannten und rannten sie und liesen sich kaum wieder einfangen.

Ähnlich erscheint es mir da eben auch mit Hunden.
Diejenigen die von ihren Menschen Beschäftigung und Bewegung erhalten sind einfach viel ausgeglichener. Klar freuen sie sich auch über ein Spiel mit anderen Hunden oder ihrem Menschen und toben dabei rum. - Aber wenn es so aussieht, dass ich meinen Hund sobald die Leine ab ist erst mal nur noch von hinten sehe und sich seine eigenen Beschäftigungen sucht oder im gegenteiligen Fall sich von seinem Menschen null motivieren lässt und allgemein eher lustlos wirkt, obwohl er gesund ist, mache ich mir persönlich eben doch so meine Gedanken, ob die Haltung von solchen Hunden wirklich so ideal ist...
~§~
 
  • Wenn Hunde kaum Bewegung gewohnt sind... Beitrag #46
Hey,

dying- ich verstehe dich. allerdings muss ich zugeben dass meine beiden z.b dein pensum nie schaffen würden- und cici würde es auch nicht wollen.

ich sehe es ja an meinen beiden- sie leben ja abwechselnd bei uns und bei meinen eltern.

wir gehen nicht so viel und nicht so lang- aber dafür gibt es spiele unterwegs, übungen,.. und auch mal einen stop auf einer wiese wo sie ohne leinen gehen können.
meine eltern gehen jeden tag mind. 3 stunden- aber nur an der leine, so ein typisches "hund geht mit dem menschen gassi" eben.

und ich sehe den unterschied- bei uns wird nicht in der wohnung getobt- das erledigen sie beim gassigang. bei uns wird nicht an der leine gezerrt- dafür sind sie viel zu beschäftigt mit leckerlie suchen. und sie keifen beide nicht an der leine- die spiele sind da deutlich interessanter.


es kommt auf die qualität und nicht die quantiät der gassigänge an. meine beiden wären wohl nach einer 3std. wanderung immer noch aufgedreht wenn sie nur an der leine nebenherlaufen.
 
  • Wenn Hunde kaum Bewegung gewohnt sind... Beitrag #47
...

Nee... Das die Leute so viel machen, wie ich mit meinen mache, erwarte ich ja nun auch nicht. ;P

Wie sagt man so schön?
30 Minuten Kopfarbeit am Tag lasten den Hund besser aus als 2 Stunden -nur- Spazieren gehen.

Ich mache mit meinen auch nicht jeden Tag so viel. Nen straffes Programm mit Hang zur Überfordung finde ich mindestens genauso schlimm, wie gar kein Programm mit Unterbeschäftigung des Hundes.

Eine Stunde spazieren gehen, wo man sich zu 60% auch wirklich mit dem Hund beschäftigt. (Also Suchspiele, Ballspiele, Kommandos üben, Abenteuer erleben, etc.)
Und eben nicht -nur- den Hund laufen lassen und selbst mit anderen quatschen oder in Gedanken das nächste Wochenende durchplanen.
Das reicht im allgemeinen ja dann auch schon, wenn der Hund dann noch 2-3 Mal am Tag für 10-15 Minuten noch mal wieder im Haus/Garten eine Beschäftigung bekommt, sind die meisten Hunde ja schon ganz glücklich.
Arbeitshunderassen mal ausgenommen, weil da m.E. nach noch etwas mehr Beschäftigung dazu gehört.
~§~
 
  • Wenn Hunde kaum Bewegung gewohnt sind... Beitrag #48
Eine Stunde spazieren gehen, wo man sich zu 60% auch wirklich mit dem Hund beschäftigt. (Also Suchspiele, Ballspiele, Kommandos üben, Abenteuer erleben, etc.)
Und eben nicht -nur- den Hund laufen lassen und selbst mit anderen quatschen oder in Gedanken das nächste Wochenende durchplanen.
Das reicht im allgemeinen ja dann auch schon, wenn der Hund dann noch 2-3 Mal am Tag für 10-15 Minuten noch mal wieder im Haus/Garten eine Beschäftigung bekommt, sind die meisten Hunde ja schon ganz glücklich.
Arbeitshunderassen mal ausgenommen, weil da m.E. nach noch etwas mehr Beschäftigung dazu gehört.
~§~

ich geb zu, ich mach das schon. ganz einfach weil mein hund kein spieler ist sondern mehr der schnüffler.
hätt ich das allerdings mit meiner retriever-mix-hündin oder meinem dobi so gemacht hätt ich genauso gut mit ihnen zuhause bleiben können. ;)
 
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