unfreiwillige Gesellschaftung

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Hallo miteinander!

Mir ist heute etwas für mich noch immer unerklärliches passiert und ich hoffe ihr könnt mir mit eurer Erfahrung helfen.

Ich habe seit 3-4 Jahren ein Kaninchenweibchen, das leider bisher alleine leben musste. Vor einer Weile habe ich beschlossen ihr einen Partner anzuschaffen - ein junges Böckchen, das ich erst einmal alleine gehalten habe bis es kastriert wurde. Die Kastration ist nun 5 Wochen her, übernächstes Wochenende wären die 6 Wochen 'Quarantäne' vorbei gewesen und ich wollte sie zusammenführen. Ich wollte alles richtig machen - neutraler Ort, viel Platz, Versteckmöglichkeiten usw......

Als ich heute nach Hause kam hätte mich aber fast der Schlag getroffen!
Das Männchen hat seinen Käfig unten, mein Zimmer, wo das Weibchen lebt ist einen halben Stock höher unter dem Dach.
Er ist ein unheimlich freches und aufgedrehtes Kerlchen und ist uns schon eine ganze Weile lang mehrmals täglich trotz aller Bemühungen immer wieder aus dem Käfig inklusive Freilaufgitter ausgebüchst und durch die ganze Wohnung gehoppelt.
Heute war er allerdings in meinem Zimmer bei der Häsin, ist also über die Treppen dort hochgekommen!!!

Die Häsin war in ihrem Freilaufgitter eingesperrt, allerdings war das komplett vom Käfig weggeschoben und die beiden sind frei im Zimmer herumgelaufen... Meine Häsin habe ich nach einigem Suchen völlig verängstigt unter meinem Schreibtisch in der Ecke gefunden, das Männchen war total normal wie immer.
Dazu sollte ich vielleicht sagen, dass sie nie wirklich handzahm war, sehr ängstlich und teilweise auch sehr aggressiv (hat mich ständig angegrunzt und angegriffen beim füttern etc). Sicher durch die Vereinsamung.
Er dagegen war von Anfang an das zutraulichste und neugierigste Kaninchen überhaupt.

Jetzt weiß ich allerdings überhaupt nicht, was ich tun soll.......
Ich hab oft gelesen, dass man sie nicht mehr trennen soll, wenn sie einmal zusammen waren (ich weiß leider nicht wie lange er schon da oben war), daher habe ich jetzt einen sehr großen Auslauf aufgebaut, beide Käfige und einen Karton mit zwei Ausgängen zum Verstecken reingestellt.

Nachdem aber alles schief gelaufen ist und sie in ihrem Revier zusammengekommen sind und zunächst auch noch auseinandergesperrt waren, weiß ich nicht ob ich sie wirklich zusammen lassen soll??
Wie gesagt, er ist völlig normal und gar nicht aggressiv, er geht sogar in ihren Käfig rein und frisst da aus der Heuraufe, aber sie wirkt vollkommen verängstigt. Sie versteckt sich nur andauernd irgendwo oder sitzt hyperventilierend in irgendeine Ecke gequetscht und hin und wieder jagt er sie dann wieder wie verrückt.
Sie beißen sich allerdings nicht, es fliegt nur büschelweise Fell von ihr durch das Gerenne, bei dem sie auch ständig irgendwo dagegen knallt vor Panik...

Ich mach mir auch etwas Sorgen, weil sie nichts frisst.
Sobald ich Gemüse reinlege frisst er alles auf bis sie sich überhaupt trauen könnte zu fressen und auch wenn ich es ihr direkt hinhalte sitzt sie nur weiter starr da. Heu ist aber genug da.

Was meint ihr? Macht es Sinn sie weiterhin zusammenzulassen oder sollte ich sie lieber nochmal eine Weile komplett trennen und es dann neu und richtig angehen?
Ich bin morgen leider auch den ganzen Tag in der Arbeit und kann nicht aufpassen. Dass er sie beißen würde kann ich mir allerdings gar nicht vorstellen und sie hat so viel Angst, dass ich auch nicht glauben kann, dass sie plötzlich aggressiv werden könnte. Vielleicht ist es daher ja auch eher förderlich, dass sie nun in ihrem Revier zusammengekommen sind, wo sie sich vielleicht zumindest etwas sicherer fühlt? Er fühlt sich da pudelwohl (hat eben sogar in ihren Käfig reingemacht...) und sie zeigt auch überhaupt kein verteidigendes Verhalten.


Ich wäre für ein paar Ratschläge wirklich dankbar!!
Das ist meine erste Vergesellschaftung und ich hab zwar sehr viel darüber gelesen und mir Videos auf Youtube angesehen, aber bin jetzt trotzdem total unsicher, weil es eben so plötzlich und ungeplant war.
 
  • unfreiwillige Gesellschaftung

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  • unfreiwillige Gesellschaftung Beitrag #2
Naja ein gewisses Risiko besteht natürlich schon, bezüglich einer Schwangerschaft, weil er ja erst seit 5 Wochen kastriert ist.
Aber da die beiden jetzt schon zusammen sind, würde ich sie eher zusammen lassen, als zu trennen.
Es ist zwar nicht optimal, wie es gelaufen ist, aber da der Kleine eher ein friedfertiges Kerlchen zu sein scheint, sollte es bei der Vergesellschaftung eigentlich keine größeren Probleme geben.
Kaninchen die sehr lange alleine gehalten wurden bzw noch nie richtige Gesellschaft hatten, kommen aber häufig nicht so schnell damit klar, wenn plötzlich ein Partnertier dazu kommt. Sie sind meist total verunsichert und wissen sich nicht richtig zu verhalten, statt sich einfach unterzuordnen rennen sie aus Angst immer wieder davon.
Rechne also damit, daß das etwas länger dauern könnte, bis die beiden sich als Pärchen zusammen gerauft haben.
 
  • unfreiwillige Gesellschaftung Beitrag #3
Danke für die Antwort!
Ich glaube mittlerweile auch, dass es wirklich das Beste ist sie zusammen zu lassen. Es läuft nun aber schon seit ich zu Hause bin immer gleich - das Weibchen sitzt in einer Ecke gedrängt oder im Karton und dann geht die Verfolgungsjagd wieder los. Er lässt sie dann aber auch von selbst wieder in Ruhe und tut nichts weiter als ihr hinterherzulaufen, ich hab nicht mal beobachet, dass er versucht sie zu berammeln, selbst wenn sie nur still in der Ecke sitzt.
Vorhin ist sie allerdings auch schon wieder von sich aus ein wenig herumgehoppelt, während er mit Fressen beschäftigt war...
Ich hoffe, das ergibt sich mit der Zeit!
Hab halt nur ein wenig Angst sie den ganzen Tag alleine lassen zu müssen und dass sich einer weh tut (besonders das Weibchen). Nicht gegenseitig, sondern einquetschen oder so beim Herumrennen, immerhin haben sie's heute Nachmittag auch geschafft den ganzen Gitterauslauf wegzuschieben, obwohl alles bestmöglich befestigt und zugestellt war.
 
  • unfreiwillige Gesellschaftung Beitrag #4
Das Verhalten von deiner Häsin kenn ich von meiner ;)

Als meine beiden ihre Rangordnung neu geklärt haben,war meine Häsin genauso.

Das legt sich wieder ;)
Beobachte sie weiterhin und gib ihr Versteck und Rückzugsmöglichkeiten.
 
  • unfreiwillige Gesellschaftung Beitrag #5
Hm, ich würde sie trennen. Mir wäre das Risiko einer Trächtigkeit einfach zu hoch - die 6 Wochen werden ja nicht umsonst angesetzt. Und sie 1,5 Wochen zu trennen und dann nochmal in aller Ruhe zu vergesellschaften, dagegen spricht meiner Meinung nach nichts. Du müsstest nur seinen Käfig besser sichern.
 
  • unfreiwillige Gesellschaftung Beitrag #6
Danke für die Ratschläge!
Ich habe sie jetzt nicht getrennt und hat auch gut geklappt (mal abgesehen davon, dass mein Zimmer aussieht wie nach einem Bombenanschlag...). Seit ich zu Hause bin ignorieren sie sich zwar mehr oder weniger und er rennt auch kaum noch hinterher, wenn sie flüchtet, aber ich denke, dass sie sich nicht verletzen ist ein gutes Zeichen.
Heute Mittag hat sie sich auch schon wieder von meiner Mutter füttern lassen :D

Ich werde mich also einfach weiterhin gedulden und beobachten was passiert.

Meint ihr denn es kann sein, dass sie irgendwann, wenn sie sich an ihn gewöhnt hat doch noch anfängt ihr Revier zu verteidigen und ihn bekämpft?

Bisher zeigt sie da wirklich nicht das geringste Anzeichen und sie hat einfach nur Angst vor ihm und versteckt sich, daher kann ich es mir auch eigentlich absolut nicht vorstellen.
Bin nur verwundert, weil eben wirklich überall steht jedes Kaninchen würde sein Revier verteidigen, besonders die Weibchen...
 
  • unfreiwillige Gesellschaftung Beitrag #7
freut mich für dich, wenn es deiner häsin schon wieder besser geht :)
ich habe mal eine vergesellschaftung miterlebt, da hat das kaninchen sein revier auch überhaupt nicht verteidigt weil es so ängstlich war..
ich würde sie jetzt auf jeden fall nicht trennen, gerade wenn sie dabei sind sich aneinander zu gewöhnen.. das wäre sehr stressig für die tiere sie jetzt zu trennen und in 1 1/2 wochen nocheinmal zusammen zu setzen.. dann müsste deine häsin alles nocheinmal "durchmachen"

noch zu deiner frage: ich glaube nicht, dass sie ihr revier später noch gegen ihn verteidigen wird.
 
  • unfreiwillige Gesellschaftung Beitrag #8
Ich werde sie nun auch nicht mehr trennen und ich denke, das war die beste Entscheidung!
Mittlerweile machen sie in meinen Augen große Fortschritte :D
Sie gehen sich zwar immernoch aus dem Weg, beziehungsweise sie läuft weg, wenn er auf sie zukommt, aber ansonsten sind sie absolut entspannt, mümmeln munter vor sich hin und manchmal schnuppert sie sogar kurz an ihm bevor sie wegläuft lach
Vorhin lagen sie auch schon für ein kurzes Weilchen nur 30cm oder so auseinander und haben gedöst :)

Ich denke und hoffe also, dass sie sich bald noch mehr annähern werden, wenn es am dritten Tag schon so entspannt zugeht!

Was mir nur ein wenig Kopfzerbrechen bereitet ist das gemeinsame Futtern.
Ich würde gerne versuchen sie zusammen ihr Gemüse fressen zu lassen, nur er ist so gefräßig, dass er ruckzuck alles aufgefuttert hat bis sie überhaupt ihren Mut zusammennehmen könnte...
Vorhin habe ich ein wenig Karottenkraut in die Mitte ihres Auslaufs gelegt, er hat sofort angefangen zu mümmeln und sie kam sogar an und hat kurz an ihm und am Futter geschnuppert, aber ist doch wieder geflüchtet.
Hab ihr also dann doch wieder einen Teil in ihre Ecke gelegt, weil sonst alles weg gewesen wäre und ich will ja auch nicht, dass er jetzt ständig die doppelte Menge frisst :|
 
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