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Sunbeat_94

Sunbeat_94

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Hallo zusammen,

ich brauche mal Antworten auf meine Fragen. Also, Bekannte von uns haben sich vor einigen Tagen nach einigem Informieren einen Berner Sennen - Rüden geholt.
Er heißt Johnny, ist 12 Wochen alt und hält jetzt alle ordentlich auf Trab. ;)

Das was ich eigentlich fragen will ist folgendes: Sie haben den Hund aus einer Familie, die eine Hobbyzucht betreibt.
Die Welpen (Johnny war der letzte), wurden an Kinder und Katzen gewöhnt, die Elterntiere konnten beide besichtigt werden, die Welpen wurden geimpft und entwurmt. (ich glaub gechippt auch, bin mir aber nicht sicher)
Weil die Hund keine Papiere haben, könnten sie sie billiger abgeben. (490 Euro)

War es unvernünftig, sich dort einen Hund zu holen? Machen die Papiere so viel aus?
Ich wäre ins Tierheim gegangen, einfach weil so viele Hunde dort sind und warten. Habe auch mit ihnen darüber gesprochen, aber dann haben sie sich für diese Rasse entschieden und na ja. ;)


Ich möchte einfach mal wissen, was ihr dazu meint.

LG Doddi
 
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  • Was sagt ihr? Beitrag #2
Was heißt "war es schlimm".... Man muss es von verschiedenen Seiten sehen denke ich.
Meistens werden die neuen Halter mit einem Hund aus einer Hobbyzucht nicht glücklich, da er schlecht sozialisiert ist, keine anderen Tiere, Garten, Wiese usw. kennt. Meist sind die Hunde dann auch nicht ganz so gut aufgezogen (teils aus Faulheit, teils aus Unwissenheit) und das Problem bleibt am neuen Halter hängen. Es kommt ja z.B. auch auf den Charakter der Mutterhündin an usw., auch wenn es Hobbyzüchter gibt, die da sehr gewissenhaft sind, meiner Erfahrung nach sind das aber meist jene, bei deinen ein Unfallwurf ins Haus steht. Jene, die das planen, sind da seltsamer Weise viel "lockerer" und achten nicht auf alles.

Das andere sind die Krankheiten, die der Hund haben könnte. Die Papiere bescheinigen u.a., dass die Zucht auf einem gesunden Stammbaum beruht, sodass Erbkrankheiten und andere unerwünschte Mutationen vermieden werden können. Züchter lassen ihre Hunde auch gesundheitlich checken, und zwar nicht nur abhören, sondern wirklich auf genetische Krankheiten untersuchen. Wir gehen hier ja immer vom seriösen Züchter aus ;).

Bei solchen "Züchtern" frage ich mich immer:
- Wie kann der Hund so günstig sein, wenn er so gut aufgezogen wurde? Ein normaler Züchter wird mit 600-800 nicht gerade reich, wenn man seine Ausgaben berechnet. Wie machen die das dann? Da muss es doch an irgendetwas fehlen?
- Wieso sind sie nicht in einem Verband zugelassen, wenn sie so gut qualifizierte Züchter sind?
- Wieso muss der Hund schon bei der Anschaffung so günstig wie möglich sein?? Klar würde ich es nicht einsehen, für einen TS-Hund z.B. 800 Euro zu zahlen, da würde ich schon nach dem Warum fragen, aber wenn es unbedingt ein Rassehund sein soll muss ich eben auch seinen Preis bezahlen, der ja auch nicht aus dem Nichts kommt.

Fazit: Es kann für den Hund und die neuen Halter gut und günstig ausgehen. Aber zum einen würde ich das Risiko nicht eingehen wollen, wenn ich schon solchen Wert auf einen "echten" Rassehund lege und nicht einmal einen aus dem TH möchte. Zum anderen würde ich solche Leute nicht unterstützen, denn im Endeffekt machen die das doch nicht nur zum Spaß und betreiben ein Verlustgeschäft, sondern wollen Geld damit verdienen oder was weiß ich. Ich finde einfach, man muss nicht unterstützen, dass einfach mal so immer mehr Hunde produziert werden, im TH sitzen genug.

Liebe Grüße
 
  • Was sagt ihr? Beitrag #3
Das Hauptproblem sind für mich immer die Krankheiten. Bei einer seriösen Zucht müssen Erbkrankheiten bei Eltern und Großeltern der Rasse ausgeschlossen sein. Bei einer Rasse wie dem Bernersennenhund sollte man unbedingt darauf bestehen, dass Papiere entsprechendes belegen. Der SSV (Schweizersennenhund Verein) hat ohnehin Probleme, dass ihre großen Rassen ein gutes Leben jenseits der 10 erhalten. Die meisten werden mit Gück 8. Mühseelig versuchen sie die Lebensqualität und das Lebensalter zu erhöhen und so hart es klingt "Hobbyzüchter" machen das einfach kaputt, indem sie willkürlich und meist ohne Untersuchungen ihre Tiere verpaaren.

500 Euro finde ich im Übrigen sehr viel. Wenn man bedenkt, dass es ja oft nur Würfe zum "einmal ausprobieren" sind. Die werden damit gewiss Gewinn gemacht haben und das stört mich am meisten. Ich habe einen Ups- Wurfhund. Aber die wollten damit nichts verdienen. Hanna hat tatsächlich nur das Nötigste gekostet, sozusagen als Schutzgebühr.

Ich bin ohnehin ein Befürworter der Tierheime und Notseiten (wenn es unbedingt eine bestimmte Rasse sein muss), also hätte ich persönlich eher da nachgeschaut.
 
  • Was sagt ihr? Beitrag #4
Hi,

Es geht nicht darum, was es wert ist, dass der Hund Papiere hat. Es geht darum für was die papiere stehen (deshalb sind für mich auch nur bestimmte papiere von wert. Kati hat auch eine AT, die kann man aber auch getrost in die tonne werfen)
Die Papiere stehen für einen Züchter, der im Verband züchtet und somit strenge Auflagen und Kontrollen zu erfüllen hat. Es geht darum dass kontrolliert wird, wie die Hunde gehalten werden, wie die welpen aufgezogen werden, wie die Elterntiere ausgewählt werden, dass der Züchter entsprechende fortbildungen besucht hat und genetische kenntnisse vorweisen kann, dass die hündin erst ab einem gewissen alter und mit entsprechend großen abständen belegt wird und dass die Tiere auf eventuelle Krankheiten untersucht wurden.
Die Ahnentafel ist für mich für eine seriöse Zucht unerlässlich. Nur so kann man auch varangegangene Generationen überprüfen und Erbkrankheiten vermeiden. Hat man keine AT, hat das ganze mehr was von russian roulette.

Dafür gebe ich auch gern 1500€ aus. und zwar für einen Hund von einem seriösen Züchter, der sich wirklich gedanken macht und weiß, was er da tut.
500€ für einen Hund ohne Papiere finde ich dagegen viel zu teuer.

Von demher die antwort auf deine Frage aus meiner sicht: JA, Papiere machen einen großen Unterschied.
 
  • Was sagt ihr? Beitrag #5
Danke für eure klasse Erklärungen. :) Mir wird einiges klar, ist gar nicht so einfach alles. ;)
Also, wenn sie Glück haben, bleibt der Hund gesund, wenn nicht...nicht so toll. :| Wobei man bei einem Hund aus dem Tierheim auch nicht sicher sein kann, was er vererbt bekommen hat. :eusa_think: Nelly war in den bald 6 vergangenen Jahren nicht einmal "richtig" krank, da bin ich auch froh drüber.


Wie gesagt, ich bin auch eher für Tierheim oder eben Notstation, stimmt da gibt es ja auch welche auf verschiedene Rassen bezogen. Gibt es da eig. auch Welpen?
Das war ihnen nämlich schon wichtig, weil auch noch kleinere Kinder im Haus sind und man bei einem erwachsenen Hund eben nie 100% sicher sein kann, was er schon für Erfahrungen hatte.
Jetzt ist es ja eh schon zu spät, aber ich will es einfach mal wissen. ;)

Das der Anschaffungspreis nicht die einzigen Kosten sind/waren, darüber werden sie sich, denk ich mal, im klaren sein...
 
  • Was sagt ihr? Beitrag #6
Aber bei einem TH-Hund weiß ich, dass ich nichts weiß ;). Und auch im TH sitzen ab und an Hunde mit Papieren z.B., oder besonders auch bei Nothilfen.
Klar haben die ab und an auch Welpen, kommt immer drauf an. Es ist eben wie im TH, man kann sich nicht aussuchen, wie alt die Hunde dort sind und muss u.U. auch mal längere Zeit warten oder andere THs abklappern.

LG
 
  • Was sagt ihr? Beitrag #7
ich denke einen reinrassigen welpe einer bestimmten rasse im TH/TS/Nothilfe zu finden, ist schon ziemliche glückssache. Junghunde da schon eher.
 
  • Was sagt ihr? Beitrag #8
Nein das stimmt. Bei Tierheimen und Nothilfen weißt du es nicht. Aber bei den Nothilfen sind meist schon erwachsene Hunde da, die man ja nicht wegradieren kann ;) Die können zwar krank sein - darüber muss man sich auch bewusst sein! Gerade Jagdhunde - die kommen oft aus Spanien oder überhaupt südlichen Ländern - aber sie sind nunmal da. Die Welpen der Hobbyzüchter hätten nicht unbedingt sein müssen. Die hätte man verhindern können ;)

Außerdem sind bei vielen Rassehundnothilfen auch ganz andere Bedingungen. Zum Beispiel kommen viele Setter in den Nothilfen aus Spanien. Sie sind ausrangierte Jagdhunde, die eigentlich zur Tötung abgegeben wurden. Manchmal sind sie nichtmal reinrassig. Da sind die "Zucht"bedingungen oft ganz andere, weswegen sie nicht immer (aber natürlich noch oft genug!) von den typischen Erbkrankhieten betroffen sind. Teilweise sind es sogar "gute Zuchten", wenn man zumindest nach der Leistung des Hundes geht.

Bei den Nothilfen würde ich mich auch nie auf Welpen spezialisieren. Die, bei denen ich regelmäßig nachgucke haben meist schon adulte Hunde - mit Glück Junghunde. Aber darauf würde ich auch irgendwie nicht achten, wenn ich in die Nothilfen gehe mit dem Ziel eine Rasse meiner Wahl zu holen. Aber ich bin da auch nicht repräsentativ - ich nehme, was mir in die Hütte kommt ;)
 
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