Wieso sprießen eigentlich gerade diese ganzen Hunde-Veggies aus dem Boden? Muss der Mensch denn immer sein Essverhalten auf alle seine Tiere übertragen?
Ich möchte etwas loswerden zum Thema "die sind damit alt geworden": Person A sagt dir, mein Hund hat ALDI-Futter bekommen und wurde damit 10 Jahre. Du gehst los und kaufst das. Eine Woche später kommt Person B und sagt "mein Hund wurde mit RC 12 Jahre alt", also stellst du um. Dann kommt Person C und sagt "mein Hund wurde als Veggie 14 Jahre alt", also nochmal umstellen. Und schließlich kommt Person D und sagt "mein Hund bekommt zwei Mal die Woche eine Riesenportion Essensreste, sonst nichts, und wird nächste Woche 16 Jahre alt". Machst du das dann auch? Worauf ich hinaus will ist, dass du für jede Fütterung jemanden findest, dessen Hund damit alt wurde. Zum einen ist aber nicht jeder Hund gleich, zum anderen sind viele davon einfach Glücksfälle und es hätte auch ganz anders kommen können.
Ich wiederhole mal aus dem anderen Thread: Der Speichel des Hundes, seine Zähne, sein Magendarmtrakt, sein ganzer Körper sind nicht auf eine rein pflanzliche Ernährung ausgerichtet. Ihr alle verwechselt Domestizierung mit Evolution. Ein Tier an den Menschen zu gewöhnen ist nicht dasselbe wie eine evolutionäre Veränderung vom Carnivor zum Omnivor, wobei auch ein Omnivore Fleisch frisst. Evolution des Körpersystems hat rein gar nichts mit Domestizierung zu tun.
Außerdem reagiert dein Hund ja schon negativ auf das Futter, immerhin ist sein Kot nicht gerade optimal. Zudem ist das Getreide in diesen Futtern Allergieauslöser Nummer eins, kein Schlachtabfall, denn die wenigsten Hunde reagieren auf Fleisch. Mangelerscheinungen lassen auch auf sich warten, mal ganz angesehen vom Glücksgefühl des Hundes, wenn er Fleisch bekommt.
Schlachtabfälle sind übrigens nichts Schlimmes, das denkt der Mensch nur aufgrund der Wortwahl. Aber an einer Kuh findet sich außer Innereien, Knochen und Muskelfleisch nicht viel. Die Wirbelsäule, das Gehirn und der Kopf sowie der Darm und der Labmagen müssen wegen BSE sofort im Schlachthof gefärbt und entsorgt werden. Was dann noch bleibt ist alles essbar und auch gesund für den Hund (übrigens auch für den Menschen). Weder Innereien noch Fleischabschnitte schaden dem Hund (im richtigen Verhältnis versteht sich). Natürlich sollte man bei der Futterauswahl trotzdem darauf achten, dass es sich um ein gutes Futter handelt, aber ich wiederhole: Kein in Deutschland verkauftes Futter enthält giftige Rückstände, gammeliges Fleisch o.Ä., was ja anscheinend oft angenommen wird. Auch enthalten alle den normalen Vitaminbedarf des Hundes, die Frage ist, ob das künstlich oder durch die Inhaltsstoffe erreicht wurde. Aber fast jedes Fleischfutter ist besser als vegetarisches.
Ich bitte dich nur zum Wohle deines Hundes eine Lösung zu finden, die Fleisch beinhaltet. Sei es ein gutes Fertigfutter oder ein Teilbarf, wie Collie schon schrieb.
Liebe Grüße