Die Autofahrt ist kein Problem. Kleintiere haben nicht wirklich ein zeitempfinden - ob amn die nun fängt, einpackt und 10 minuten fährt, oder fängt, eipackt und eine Stunde fährt ist vom Stresspotential her kein Unterschied. Oft sind sie nach einer etwas weiteren Fahrt sogar eher wieder ruhiger, weil sie Gelegenheit haben, sich an die Situation zu gewöhnen. Und wer Farbmäuse als Haustier hält muss ja auch mal zum Tierarzt, im Wartezimmer sitzen, wieder heim fahren, das ist auch Stressig, aber zumutbar.
Ehrlich gesagt finde ich eine Woche alleine jetzt auch nicht so dramatisch. Nicht toll, aber auf jeden Fall besser als eine Frostfutterzucht. Da leben die Tiere wirklich mit dem lebensnotwendigen Minimum, das eben notwendig ist, damit sie sich vermehren, aber auch nicht ein Sonnenblumenkern darüber hinaus. Und sobald sie die Größe erreicht haben werden sie eher grob gepackt und getötet. Die haben auch ein absolutes Minimum an Platz, keine Versteckmöglichkeiten, kein Nistmaterial - das alles würde ja Kosten verursachen, und die Kostenbewussten Kunden wollen ja oft nur 50 Cent pro Stück zahlen, da bleibt kein Polster für eine bessere Haltung.
Es kommt auf die Schlange an, ob man tot oder lebend verfüttert. Grundsätzlich ist beides Möglich, aber manche Schlangen wollen eben etwas warmes, was sich bewegt und nehmen totes futter nicht gut an, andere dagegen sind zu zaghaft und können von einer Lebenden ratte übel zugerichtet werden.
Wenn man das Futtertier selber töten will muss man aber einen Sachkundenachweis machen, das ist ein kleiner Kurs, in dem einen das Handling geziegt wird, und wie man es schmerzfrei und schnell machen kann. Der kostet aber auch nicht die Welt und wäre den Aufwand wert. Ohne Sachkundenachweis darf man keine Wirbeltiere töten.
ich vermute dabei aber, dass eine Würgeschlange schneller und sauberer tötet als ein Mensch, und auch stressärmer als in einer Futtermausfabrik, wo eben hunderte Mäuse auf einmal in die Gaskammer kommen...