hi,
nachdem ich das alles gelesen habe, möchte ich doch mal meinen Senf dazugeben, vielleicht hilft es Dir ja.
also erstmal kenne ich jemanden, die einen Kuvasz hat, der sie und auch ihren Lebensgefährten schon richtig doll
gebissen hat, weil er irgendwas nicht tun sollte und sie das unterbinden wollten. Der Lebensgefährte, kann seitdem
seine rechte Hand nicht mehr gebrauchen, trotz vieler OPs. Ansonsten macht der Hund einen gemütlichen Eindruck, aber er rastet auch mal ganz plötzlich aus!!!! Sowas würde ich mir persönlich keinesfalls zumuten, dafür hätte ich
einfach zuviel Angst. Vor allem lebt der Hund mit denen im Haus. Ganz schrecklich finde ich die Vorstellung, daß so
ein Kuvasz mit einem Kind zusammen ist, womöglich noch unbeaufsichtigt. NIEMALS würde ich einen Kuvasz mit einem Kind zusammen lassen!!!! Es sind schöne Hunde, machen sicherlich auch total toll ihren Dienst, aber die
Eigenständigkeit, d.h. sie entscheiden im Zweifel was zu tun ist, würde mir einfach Angst machen. Man ist ja kein
Kuvasz und weiß, was er wann und wie denkt.
Ich hatte vor 30 Jahren einen Hovawart. Für mich immer noch einer der tollsten großen Hunde überhaupt. Meine
Kinder waren damals noch klein (6.5 und 1.5 Jahre alt). Ich fand ihn so toll, weil diese Rasse so eine hohe Reizschwelle hat, d.h. die rasten nicht mal eben so aus. Er hatte einen natürlichen Schutztrieb, den man keinesfalls
fördern sollte, denn dann ist er eine Waffe. Ich habe ihn als Familienmitglied aufgezogen, normal erzogen und er war
NIEMALS ein Problem. Er war total verschmust und meine Kleine ist ganz oft mit ihm, auf dem Bobbicar sitzend,
auf den Hinterrädern, ihn an der Leine haltend durch den Garten geflitzt. Jeder in der Familie konnte jederzeit an
sein Fressnapf und den nach belieben wieder wegnehmen, egal ob aufgefressen oder nicht. Aber er hat auf uns aufgepaßt. Einmal hat mein Mann mich gerempelt (so zum Spaß) da hat sich Askan dann zwischen uns geschoben und meinen Mann nur angeguckt. Als ich dann sagte "na los rempel doch noch mal" verzichtete mein Mann dann doch lieber darauf. Wobei Askan nur geguckt hat, kein Geknurre und keine Lefze hat sich bewegt. Wir haben in
der Nähe eines Waldes gewohnt, sehr große Grundstücke rundum, und haben, wenns sehr heiß draußen war, immer
im EG mit weitoffenen Fenstern geschlafen. Also wäre ich in Deiner Situation, würde ich mir ganz sicher einen
Hovawart (hofewart) zulegen, wobei so ein Hofewart, wenn er die Gelegenheit hat, ganz schnell zum Sofawart wird:mrgreen:. Ganz wichtig ist, daß man einen guten Züchter findet, der die Hunde schon früh sozialisiert und auch familiär hält.
Ich hoffe, daß Dir das jetzt ein bisschen geholfen hat.
Übrigens las ich neulich mal, daß ein Hovawart nur in erfahrene Hände gehört. Hmmm mein Askan war damals mein
1. Hund und war soooo einfach zu händeln, wie ich es jetzt mit meinem Scottisch-Cairn-Terrier-Mix wünschte ;-).
Aber mit viel Arbeit bekommt man auch einen Terrier in den Griff:lol:. Vielleicht waren die Hovawarte vor 30 Jahren
auch noch anders???? Keine Ahnung, aber meiner und die der Züchterin und der meiner Freundin damals, die waren
alle totale super Hunde, die schon wußten, wie Schutz geht, aber führbar waren.
lg mara mit henry