Freigang erst nach Kastration?

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  • Freigang erst nach Kastration? Beitrag #21
Was die einzelnen rassen betrifft, kenne ich mich eigentlich garnicht aus, denn ich hatte bisher nur stinknormale hauskatzen und ich würde auch garkeine andere wollen, da ich sie für wesentlich weniger degeneriert halte, als z.b. jede rassekatze vom züchter.
Hoffentlich erschlagen mich jetzt die rassekatzen-besitzer und – liebhaber nicht :047:
Nee, ich erschlag dich nicht ;). Ich meinte aber auch eher den Charakter: manche Katzen wollen ja auch gar nicht unbedingt raus und sind eher scheu, ängstlich und ruhig - ganz unabhängig von der Rasse. Petra (7M´s) hat z.B. einige von der Sorte "draußen muss gar nicht sein" meine ich. Aber so kleine Wildfänge vom Bauernhof z.B. wird man oftmals wohl schwerer an die reine Wohnungshaltung gewöhnen können (Ausnahmen bestätigen natürlich immer die Regel ;)).
 
  • Freigang erst nach Kastration? Beitrag #22
Nee, ich erschlag dich nicht
Hab ich ein glück!!! :001:
manche Katzen wollen ja auch gar nicht unbedingt raus und sind eher scheu, ängstlich und ruhig - ganz unabhängig von der Rasse. Petra (7M´s) hat z.B. einige von der Sorte "draußen muss gar nicht sein" meine ich
Tatsächlich???!!! Solche gibt es auch??? :shock:
Ich meine, meine beiden sind ja zur zeit auch noch scheu und ängstlich wenn sie draussen sind (sie sind ja aber auch erst 11 wochen und süße, kleine, unerfahrene racker :055:) , allerdings bin ich mir sicher, dass sich das schnell legen wird, wenn sie einige male draussen waren und die große weite welt nicht mehr so fremd für sie ist.
Eventuell waren die katzen von petra ja sehr lange „nur“ whg-katzen, bevor sie nach draussen gelassen wurden???? Anders kann ich mir das garnicht vorstellen, aber ich kenne ja petra und ihre miezen auch nicht. Wäre schön, wenn sie hier vorbeischauen würde :001:
 
  • Freigang erst nach Kastration? Beitrag #23
Ina, da bin ich vollkommen bei dir ;) Die frage stellt sich natürlich nur, wenn man in einem haus mit garten, oder etwas vergleichbaren lebt.
Bzw. würde ich, wenn an dieses haus mit garten eine autobahn angrenzt die katze auch nur im haus halten.
Na dann wünsch ich dir mal die baldige möglichkeit, wieder ein geeignetes heim mit garten zu finden :001:
Was die einzelnen rassen betrifft, kenne ich mich eigentlich garnicht aus, denn ich hatte bisher nur stinknormale hauskatzen und ich würde auch garkeine andere wollen, da ich sie für wesentlich weniger degeneriert halte, als z.b. jede rassekatze vom züchter.
Hoffentlich erschlagen mich jetzt die rassekatzen-besitzer und – liebhaber nicht :047:


Ein sehr guter punkt, den du da ansprichst :)
Welches alter ist am besten geeignet, um einer katze (unbeaufsichtigten) freigang zu gewähren? Warum plädierst du da gerade für 8-10 monate und nicht z.b. für 2 jahre? Und gibt es ferner auch ein alter, in dem es eigentlich schon „zu spät“ wäre, weil die katze schon zu sehr ans haus/an die whg gewöhnt ist und sich draussen garnicht mehr so gut zurecht fände bzw. das alter in welchem sie das optimal lernen könnte bereits überschritten ist??? :eusa_think:

Deswegen schreibe ich ja frühestens, also lieber erst mit 1 Jahr oder 1 1/2 Jahren, hängt natürlich auch von der Katze ab, manche Katzen sind recht vernünftig und passen schon früh auf, andere brettern einfach los, die eine Katze macht vor der Badewanne halt, die andere springt rein und wird nass............... und dann würde ich sie langsam an den Freigang gewöhnen also anfangs nur unter Aufsicht in unmittelbarer Umgebung des Hauses. Manche machen dass sogar angeleint, aber dazu muss man sie wirklich von klein auf an das Katzengeschirr und die Leine gewöhnen.

Ob es irgendwann zu spät ist, weiß ich nicht, keine Ahnung in welchem Alter.

Ich habe jetzt nur noch Wohnungskatzen, weil ich mitten in der Stadt wohne. Früher hatte ich nacheinander zwei Kater noch bei meinen Eltern auf dem Land bzw. Kleinstadtrand, zugegeben unkastriert, aber vor gut 30 Jahren wußte ich es noch nicht besser, der eine war schon 3-5 Jahre ist uns zugelaufen und leider eines Tages auf Nimmerwiedersehen verschwunden, der zweite war so 6-10 Monate als er zu uns kam und wurde dann mit 2-3 Jahren leider überfahren. Ich bin froh, dass ich die Entscheidung über Freigang jetzt nicht mehr treffen musste, die Sorge jeden Abend bzw. Tag, ob sie wieder heil heimkommen oder nicht, bin froh, dass mir dass erspart bleibt. Wenn ich auch durchaus es früher so gesehen habe, dass man Katzen auf keinen Fall einsperren darf, für mich kam Katzenhaltung ohne Freigang nicht in Frage, daher habe ich viele Jahre auf die Haltung verzichtet. Erst nach und nach habe ich mich mit der reinen Wohnungshaltung auseinandergesetzt und mich dann für Rassekatzen entschieden, weil ich eine Katze wollte, die auch gut ohne Freigang zurecht kommt und dass konnte ich mir bei den freilaufenden Hauskatzen die ich von früher kannte einfach nicht vorstellen. Ich habe jetzt 3 BKHs und bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung und vorallem den Katzen natürlich. Ich denke, ich würde sie auch wenn ich nicht in der Stadt leben würde, sie wenn nur noch in den gesicherten Freigang lassen, bei ungesicherten Freigang, hätte ich zwar immer das Bewußtsein, dass es für die Katzen richtig toll, artgerecht usw. ist aber die ständige Sorge, nein, dass wollte ich nicht mehr haben, auch wenn das jetzt recht egoistisch klingen mag, ich bin froh, dass mir die Entscheidung abgenommen worden ist, bei meiner Wohnlage kommt Freigang auf keinen Fall in Frage.

Laut meiner TÄ kann man fast alle Katzen an die reine Wohnungshaltung gewöhnen, wenn sie es von klein auf nicht anders kennen, es gibt aber auch immer wieder welche, die unbedingt raus wollen. Hat natürlich auch viel mit dem Wesen, dem Temperament und den Platzverhältnissen zu tun. Ich habe mich auch wegen meiner kleinen Wohnung für die BKH entschieden, weil die nicht nur recht ausgeglichen und gelassen sind, sondern auch ruhiger vom Temperament her.
 
  • Freigang erst nach Kastration? Beitrag #24
Off-Topic

Mit meiner Aussage wollte ich auch nicht die Todesursache bei (wohnungs)Katzen auf Niereninsuffizienz reduzieren (genau wie das Beispiel mit der Waschmaschine), sondern stehen die beiden Beispiele stellvertretend für sämtliche natürliche Krankheiten oder Unfälle, die einer Katze das Leben kosten kann.

Wenn ich in einer Stadt oder in der Nähe von vielen viel befahrenen Straßen leben würde, würde ich natürlich nicht für Draußenkatzen plädieren.

Ich finde jedoch auch die Aussage von Samyka sehr treffend, nämlich dass das "nicht unglücklich" zwangsläufig "glücklich" heißt.
Wobei mir sich da auch schon wieder die nächste Frage stellt, wie erkennt man, ob eine Katze glücklich mit der Art der Haltung ist?
 
  • Freigang erst nach Kastration? Beitrag #25
Off-Topic

Off-Topic

Ich finde jedoch auch die Aussage von Samyka sehr treffend, nämlich dass das "nicht unglücklich" zwangsläufig "glücklich" heißt.
Wobei mir sich da auch schon wieder die nächste Frage stellt, wie erkennt man, ob eine Katze glücklich mit der Art der Haltung ist?
Das ist mal eine richtig gute Frage :eusa_think:. Katzen sind ja unglaublich anpassungsfähig und wie oft hört man von Leuten, die überzeugt ihre Katze alleine in der Wohnung halten, dass ihre Katze ja "absolut glücklich" ist. Woran macht man das fest?
Meine Katzen kennen außer Balkon, Terasse/Garten die "große Freiheit" nicht und ich würde deswegen annehmen, dass sie auch nichts vermissen. Glücklich wirken sie auf mich, weil sie keinerlei Verhaltensauffälligkeiten zeigen, sehr schmusig, menschenbezogen und vor allem sehr ausgeglichen sind und sich viel miteinander beschäftigen. Über Abwechslung freuen sie sich immer, sei es beim Futter oder beim Spielzeug oder neuen Schlafplätzen - aber ob das alles ausreicht um zu sagen, dass sie glücklich sind? Oder passen sie sich einfach nur an, weil sie eh keine andere Wahl haben?
Mein älterer Kater hat letzten Winter in der damaligen Wohnung auf der Terasse seine erste Maus gefangen und war völlig durch den Wind über seine eigene Courage danach :lol: - wie soll man das dann interpretieren ;)?
Als Gegenbeispiel dazu dann der Kater meiner ehemaligen Nachbarn: der wurde nur draußen gehalten und hat sich immer wie Bolle gefreut, wenn er bei uns in den Keller flitzen konnte oder sich Streicheleinheiten abholen durfte - das richtige Mittelmaß scheint da schwierig zu finden zu sein.
 
  • Freigang erst nach Kastration? Beitrag #26
Off-Topic
Das mit dem "glücklich/unglücklich" ist so´ne Sache, weil man es wohl wirklich schwer erkennen kann...
Gerade allerdings merke ich, dass unsere Katzen - vor allem die Jungs - todunglücklich sind...
Sie sind es gewöhnt, unsere 55qm-Dachterrasse nutzen zu können - und gerade der John-Boy ist ein echter Frischluftgenießer, der kann wirklich den ganzen Tag draußen im Blumentopf liegen, Fliegen jagen, sich die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Gerne toben die beiden Jungs auch gemeinsam über die Terrasse und können da so richtig flitzen... Dank Katzenklappe können die Katzen auch jederzeit raus und rein, wie sie lustig sind.
Blöd ist nur, dass wir gerade neue Balkongeländer bekommen und die Katzen daher schon seit 3 Wochen Stubenarrest haben :( Katzenklappen verriegelt, Terrassentür zu (oder nur einen winzigen Spalt offen, denn irgendwie müssen wir ja auch mal lüften...) Dann kleben die Katzen immer direkt am Spalt und wollen raus.... Oder sie sitzen auf der Fensterbank und starren sehnsüchtig nach draußen... Sie finden´s schlichtweg doof und verstehen natürlich auch nicht, warum sie nicht rausdürfen.... Diesen Zustand werden sie wohl noch mindestens 2 Wochen ertragen müssen, und sie tun mir total Leid... Sie langweilen sich - wir versuchen zwar, uns noch mehr als sonst mit ihnen zu beschäftigen, aber das finden sie auch nur mäßig interessant...
 
  • Freigang erst nach Kastration? Beitrag #27
Off-Topic
Natürlich kann auch eine noch so große Wohnung den Freigang nicht ersetzen, es ist nicht nur die Freiheit soweit zu laufen, wie man will, sondern Freigang heißt jeden Tag alles neu, neue Gerüche, neue Eindrücke, neue Erlebnisse usw. usw. aber es liegt an den Wohnungskatzenhaltern, das Leben ihrer Katzen so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, jede Menge Spielzeug, dass nicht nur einfach rumliegt, dass man regelmässig auswechselt, auch mal versteckt, verändert usw. immer wieder sich nach neuem umschaut. Bei Katzen geht viel über den Geruchssinn, man kann ihnen ab und zu Sachen aus dem Wald mitbringen (Äste, Steine, Tannenzapfen als Spielzeug und zum ausgiebig daran riechen. Kratzbäume austauschen, woanders hinstellen, neue Blumentöpfe aufstellen nicht nur mit Katzengras auch Zimmerbambus, Papyrus usw. Futtersuchspiele in der Wohnung veranstalten, dafür sorgen, dass die Katzen immer wieder neue Eindrücke bekommen und wirklich Abwechslung haben. Die Wohnung so katzengerecht wie möglich einrichten, dreidimensional denken, damit die Katzen wirklich viele und vorallem unterschiedliche Liegeplätze und Kratzstellen haben.
 
  • Freigang erst nach Kastration? Beitrag #28
Hallo!

ich würde ganz pragmatisch einfach mal abwarten, was denn nun die Hauptpersonen eigentlich wollen - die Katzen.

Wenn die jetzt als Babys noch wild sind muss das ja nicht so bleiben, und man kann ja einfach beobachten.

- Sitzen sie jeden Tag mehrere Stunden am Fenster? oder gucken sie zwar mal raus, aber jetzt nicht den halben Tag?
- Versuchen sie durch geöffnete Fenster oder Türen raus zu kommen - nicht nur neugierig von wegen "was ist dann da noch" sondern immer und halsbrecherisch?
- haben sie einen großen Bewegungsdrang oder sind sie eher ruhig, spielen zwar miteinander, aber jetzt nicht so viel?
- haben sie einen enorm großen Jagdtrieb, oder reichen 30 Minuten mit der Katzenangel vollauf?


Man sollte dabei auch bedenken, dass auch Bauernhofkatzen oft nur wenige 100m² bewohnen - den Kuhstall mit Heuboden, und den Platz davor, um auch mal in der Sonne zu liegen, aber wesentlich weiter laufen sie oft gar nicht. Wenn sie genug Beute finden, Wasser, Gesellschaft und Ansprache in unmittelbarer Nähe ausreichend vorfinden gehen sie oft gar nicht weiter.
Hat man aber einen Freigänger in einem Wohngebiet sieht es da mit Jagdbeute oft nicht so toll aus, deswegen läuft der Tendenziell weiter, um ordentliche Jagdreviere zu finden. Oder er muss schon ein Stück weit laufen, um mal artgenossen zu treffen.

Meine Katzen wollen übrigens auch nicht raus - ich habe sie einfach dafür ausgesucht, ind er Wohnung zu leben. Ganz bewusst welche gesucht, die entweder draußen nicht überleben würden, oder die bereits erwachsen waren und nie übermässiges Interesse an Draußen gezeigt haben.
 
  • Freigang erst nach Kastration? Beitrag #29
Eventuell waren die katzen von petra ja sehr lange „nur“ whg-katzen, bevor sie nach draussen gelassen wurden???? Anders kann ich mir das garnicht vorstellen, aber ich kenne ja petra und ihre miezen auch nicht. Wäre schön, wenn sie hier vorbeischauen würde :001:

Und da bin ich schon!;) Also meine Katzen sind grösstenteils ehemalige spanische "Strassenkatzen", bzw. halbwilde Streuner, die vom Tierschutz draussen eingefangen wurden. Und man sollte meinen, sie sind in Wohnungshaltung nun total unglücklich und zerlegen mir die Bude. Aber das Gegenteil ist der Fall: ALLE wollen nicht raus! Nur Momo ist schon ihr Leben lang eine reine Wohnungskatze, die hatte ich vor 15 Jahren als Kitten gekauft und sie kennt nichts anderes. Und mein Neuzugang Mütze, der seit letzten Freitag hier wohnt, war wohl beim Vorbesitzer auch eine reiner Stubenkater. Ich habe ihn letzte Woche von der Pflegestelle geholt, wo es allerdings noch 2 Freigänger (und Katzenklappe) gab. Aber Mützchen hat die Katzenklappe ignoriert und ist nicht rausgegangen.

Von daher kann man es gar nicht so einplanen, ob man eine Katze zum Freigänger "machen" will. Die Entscheidung trifft ganz allein die Miez;)
 
  • Freigang erst nach Kastration? Beitrag #30
Von meinen Vieren hat eine sogar Monate gebraucht, um sich auf den Balkon zu trauen...

Nein, es gibt wirklich Katzen, die zieht es gar nicht so nach draußen. Klar, wenn man dann mit voller Absicht über Wochen weg jeden Tag die tür offen lässt sieht dann doch irgendwann mal die Neugier - aber es ist nicht gesagt, dass das eine unsichere, ängstliche Katze glücklicher macht. Genauso gut kann Freigang auch zusätzlicher Stress sein (Ärger mit Nachbarskatzen oder einem Marder, immer wieder Panik bei lauten Geräuschen, oder auch häufig krank werden durch ein schlechtes Immunsystem oder das Talent in jeden Platzregen zu geraten).

Du solltest Dir auch echt Deine Wohngegend sehr genau anschauen:
- wie weit weg ist die nächste größere Straße?
- gibt es Landwirtschaftliche Nutzflächen in der Nähe?
- gibt es im Umkreis Nachbarn, die sehr großen Wert auf einen gepflegten Garten legen? Kot im Gemüsebeet, Rattengift im Schuppen und vermutlich entsprechend oft Kunstdünger und Schneckenkorn im Garten sind Problematisch.
- Gibt es Spielplätze, Kitas oder viele Familien mit kleinen Kindern? ein Sandkasten ist das tollste Katzenklo überhaupt, aber derjenige dessen Kleinkind dann da drin rumbuddelt und Schaufelweise Sand futtert ist nicht so glücklich über vergrabenen Kot, das ergibt oft unschöne Situationen
- Haben Nachbarn besonders tolle Vogelfutterplätze und immer zig Nistkästen? die sind auch nicht glücklich wenn Deine Tiger "ihre" Rotkehlchen erlegen

am besten suchst Du das Gespräch mit den Nachbarn - auch einige Querstraßen weiter - bei denen Du Dir Gedanken machst, wie die mit noch zwei Tigern draußen klar kommen. Wenn Deine Tiger erst mal unterwegs sind kannst Du sie nicht mehr einsperren - und wenn Du erst dann merkst, dass ein nachbar zwei Querstraßen weiter der größte Katzenhasser auf Gottes Erdboden ist, dann hast Du ein Problem.

Ich hatte einmal einen Freigänger - nach drei Monaten draußen habe ich sie tot auf der Straße gefunden, die Obduktion ergab Rattengift, absichtlich ausgelegt.
 
  • Freigang erst nach Kastration? Beitrag #31
Ich denke, ich würde sie auch wenn ich nicht in der Stadt leben würde, sie wenn nur noch in den gesicherten Freigang lassen, bei ungesicherten Freigang, hätte ich zwar immer das Bewußtsein, dass es für die Katzen richtig toll, artgerecht usw. ist aber die ständige Sorge, nein, dass wollte ich nicht mehr haben, auch wenn das jetzt recht egoistisch klingen mag, ich bin froh, dass mir die Entscheidung abgenommen worden ist, bei meiner Wohnlage kommt Freigang auf keinen Fall in Frage.
Ich kann dich sehr gut verstehen und ich finde das überhaupt nicht egoistisch! Ich mache mir ja auch jetzt schon sorgen und gedanken, obwohl mika und samy ja noch garnicht rausgehen. Und das mit deinem hinweis darauf, dass ein freigang erst ab einem bestimmten alter sinnvoll bzw. sicherer ist, finde ich super! Außerdem hab ich dadurch auch noch ein wenig zeit, um die entscheidung, ob freigang oder nicht, endgültig zu treffen :001:

Off-Topic

Mit meiner Aussage wollte ich auch nicht die Todesursache bei (wohnungs)Katzen auf Niereninsuffizienz reduzieren (genau wie das Beispiel mit der Waschmaschine), sondern stehen die beiden Beispiele stellvertretend für sämtliche natürliche Krankheiten oder Unfälle, die einer Katze das Leben kosten kann.
Ich habe das ja auch bloß deshalb erwähnt, weil ich (ich glaube vorwiegend von barfern…?? ) schon des öfteren die hypothese gelesen habe, dass reine wohnungskatzen beinahe ausnahmslos, irgendwann an niereninsuffizienz erkranken und daran sterben (bzw. deswegen eingeschläfert werden müssen) und sich dies durch richtige ernährung der katze (mäuse, vögel,...) vermeiden ließe :eusa_think:

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Katzen sind ja unglaublich anpassungsfähig und wie oft hört man von Leuten, die überzeugt ihre Katze alleine in der Wohnung halten, dass ihre Katze ja "absolut glücklich" ist. Woran macht man das fest?
Meine Katzen kennen außer Balkon, Terasse/Garten die "große Freiheit" nicht und ich würde deswegen annehmen, dass sie auch nichts vermissen. Glücklich wirken sie auf mich, weil sie keinerlei Verhaltensauffälligkeiten zeigen, sehr schmusig, menschenbezogen und vor allem sehr ausgeglichen sind und sich viel miteinander beschäftigen.
Ich halte das auch für einen recht eindeutigen hinweis darauf, dass es ihnen wirklich gut geht und sie „glücklich“ sind :001:

Off-Topic
Dann kleben die Katzen immer direkt am Spalt und wollen raus.... Oder sie sitzen auf der Fensterbank und starren sehnsüchtig nach draußen... Sie finden´s schlichtweg doof und verstehen natürlich auch nicht, warum sie nicht rausdürfen.... Diesen Zustand werden sie wohl noch mindestens 2 Wochen ertragen müssen, und sie tun mir total Leid... Sie langweilen sich - wir versuchen zwar, uns noch mehr als sonst mit ihnen zu beschäftigen, aber das finden sie auch nur mäßig interessant...
2 wochen sind ja zum glück eine absehbare zeit (wenn auch leider nur für uns menschen :roll: ), aber bald haben es deine süßen ja überstanden und dann werden sie die frischluft sicher wieder umso mehr genießen ;)

Hallo! ich würde ganz pragmatisch einfach mal abwarten, was denn nun die Hauptpersonen eigentlich wollen - die Katzen.
Eine ausgezeichnete idee! :idea: Bisher dachte ich immer, das JEDE katze gerne draussen ist, aber nachdem was ihr mir schildert, ist das ja offenbar doch nicht so. und wer weiß: vielleicht nehmen mir meine beiden die entscheidung in rund 1 jahr ab, indem sie mir zeigen, dass auch sie zu den miezen gehören, die ein leben innerhalb des hauses bevorzugen :043:

Und da bin ich schon!;)
Schön, dass du so rasch hierher gefunden hast! :001:
Also meine Katzen sind grösstenteils ehemalige spanische "Strassenkatzen", bzw. halbwilde Streuner, die vom Tierschutz draussen eingefangen wurden. Und man sollte meinen, sie sind in Wohnungshaltung nun total unglücklich und zerlegen mir die Bude. Aber das Gegenteil ist der Fall: ALLE wollen nicht raus!
Könnte das vielleicht daran liegen, dass sie froh sind, sich endlich nicht mehr tagtäglich selbst um ihr futter kümmern zu müssen, endlich ein sicheres dach über dem kopf zu haben, wenn es draussen regnet oder gar stürmt und schneit…? :eusa_think: Ich denke mal, als strassenkatzen bzw. streuner hatten sie ja früher keine wahlmöglichkeit, so wie die „normalen“ freigänger, die eben raus können, wenn sie das wollen, aber auch wieder ins haus kommen können, wenn ihnen danach ist…

Du solltest Dir auch echt Deine Wohngegend sehr genau anschauen:
- wie weit weg ist die nächste größere Straße?
- gibt es Landwirtschaftliche Nutzflächen in der Nähe?
- gibt es im Umkreis Nachbarn, die sehr großen Wert auf einen gepflegten Garten legen? Kot im Gemüsebeet, Rattengift im Schuppen und vermutlich entsprechend oft Kunstdünger und Schneckenkorn im Garten sind Problematisch.
- Gibt es Spielplätze, Kitas oder viele Familien mit kleinen Kindern? ein Sandkasten ist das tollste Katzenklo überhaupt, aber derjenige dessen Kleinkind dann da drin rumbuddelt und Schaufelweise Sand futtert ist nicht so glücklich über vergrabenen Kot, das ergibt oft unschöne Situationen
- Haben Nachbarn besonders tolle Vogelfutterplätze und immer zig Nistkästen? die sind auch nicht glücklich wenn Deine Tiger "ihre" Rotkehlchen erlegen.
Die nächste „wohnstrasse“ grenzt in einer entfernung von ca. 100m an die eine seite unseres grundstücks. An die anderen 3 seiten grenzen nur felder und windschutzgürtel. Die nächste bundesstrasse ist ca. 1km entfernt.
Was die nachbarn betrifft weiß ich bisher nur, dass unser direkter nachbar jäger ist :evil:…..was er allerdings von freilaufenden katzen hält, weiß ich NOCH nicht...
Jedenfalls habe ich den sommer über immer mindestens 3 verschiedene freigänger beobachtet, die draussen rumlaufen (zuweilen auch in unserem garten :D ) – aber ich weiß natürlich nicht, wie lange es die schon hier gibt, da mein freund und ich erst seit mai dieses jahres hier leben….

Ich hatte einmal einen Freigänger - nach drei Monaten draußen habe ich sie tot auf der Straße gefunden, die Obduktion ergab Rattengift, absichtlich ausgelegt.

Das tut mir sehr leid! :( Und auch noch dazu nach nur 3 monaten! :022:
Das mit „absichtlich ausgelegt“ versteh ich jetzt aber nicht so ganz. Wird das gift nicht immer absichtlich ausgelegt (im gegensatz zu einem z.b. unachtsam liegengelassenen rattengift innerhalb des hauses – wobei soetwas für mich auch nur schwer nachzuvollziehen ist…..wer läßt so ein zeug schon irgendwo herumliegen???)? Und wie läßt sich diese ABSICHT durch eine obduktion feststellen??? :eusa_think:
 
  • Freigang erst nach Kastration? Beitrag #32
Wenn man es auf Ratten abgesehen hat würde man das Gift z. B. in Nutella einarbeiten in schlecht erreichbaren Ritzen verstecken, eben da wo die Ratte sich geschützt fühlt... wenn man dieerwischen will gehen Katzen da eher nicht dran, eben anders platziert und mit falschem Ködergeruch.

wenn man Katzen erwischen will ist das zeug in katzenfutter, hackfleisch oder Leberwurst, genau da ausgelegt, wo regelmäßig Katzen vorbei kommen...

es gibt solche Leute, leider.
 
  • Freigang erst nach Kastration? Beitrag #33
wenn man Katzen erwischen will ist das zeug in katzenfutter, hackfleisch oder Leberwurst, genau da ausgelegt, wo regelmäßig Katzen vorbei kommen...

es gibt solche Leute, leider.
so etwas sollte bestraft werden! :evil: wäre es eigentlich strafbar, wenn man nachweisen könnte, wer es war?
ich verstehe solche leute nicht....:confused:
 
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Thema:

Freigang erst nach Kastration?

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