Hallo Hoeth.
Ich habe mir jetzt die Mühe gemacht und alles durchgelesen. Ich finde es schön, dass ihr euch nun Gedanken um einen Artgenossen macht :clap:, weil ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann, dass das die Lösung - zumindest teilweise - sein kann.
Ja, ich sehe die Tat. Und zu sowas darf es einfach niemals kommen. Die Gründe sind mir schnurz-piep-egal ehrlichgesagt. Mal abgesehen davon, dass es für diese "Tat" keinerlei Gründe gibt, die das rechtfertigen könnten. Man schlägt einfach keine Katze oder verpasst ihr zur Strafe eine Volldusche. Punkt aus.
Da muss ich Petra allerdings absolut Recht geben (jaja, ich weiß, keiner will´s mehr lesen und du erst recht nicht, aber man kann das einfach nicht oft genug sagen: Tiere gehören nicht geschlagen oder sonstwie hart bestraft).
Ich bin keine Halterin von Schmusekatzen, ich habe 8 Jahre mit einer absoluten "Kampfkatze" verbracht, die sich nicht mit Kratzern im Bein begnügt hat, sondern immer ins Gesicht gesprungen ist, kleine Kinder angegriffen hat und einer echt netten Arzthelferin zu einem Arztbesuch verholfen hat :?. Tisha hatte beim TA sogar eine Warnmeldung in der Kartei :shock:. Und wieso? Weil ich sie dazu gemacht habe - aus Unwissenheit klar, aber es war meine Schuld. Mit knapp 7 Wochen kam sie zu uns, hat fast 6 Jahre alleine in der Wohnung gelebt, war verhaltensgestört und agressiv ohne Ende. Ich war oft mit den Nerven am Ende, vor allem nach der ersten absolut unglücklich versuchten Vergesellschaftung. Ich kann dich also wirklich verstehen. Und trotzdem: ich habe sie nie bestraft und ihr nie weh getan oder Angst gemacht, weil´s eben mein Fehler war und sie es eh nicht verstanden hätte. So viel Einsicht solltest du zeigen und dich nicht immer wieder rechtfertigen (nimm´s nicht böse, aber so kommt es leider wirklich rüber).
Die zweite Vergesellschaftung (in unserem Fall mit einem jungen gut sozialisierten Kater) hat dann mit endlos viel Geduld und nach vielen Monaten halbwegs geklappt. Und in ihrem Verhalten hat sich nach und nach doch noch einiges zum Positiven verändert. Nicht alles ist toll gewesen - klar, dafür lief es zu lange falsch und dafür hatte sie auch zuviel einfach nicht gelernt. Aber es hat sich gelohnt. Sie ist leider viel zu früh gestorben, hat aber noch 2 spannende Jahre in Gesellschaft von Artgenossen verbracht - ich würde es wahrscheinlich ewig bereuen, wenn ich das nicht noch mal versucht hätte. Fehler einzugestehen ist also gar nicht so schlimm, vor allem, wenn dabei schlussendlich was richtig gutes raus kommt

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Also: ich wünsche euch viel Glück und viel Geduld und dass ihr es schafft, an eurem Kater das gut zu machen, was ihr falsch gemacht habt. Und hebe bitte niemals wieder die Hand oder gar den Stock gegen ihn.