Hallo,
von zwei Hunden würde ich - genau aus den von Pewee genannten Gründen - auch abraten. Zwei Hunde bedeuten doch auch ein ganzes Stück mehr Arbeit, Zeitaufwand und natürlich auch Geld als einer und nicht immer ist es so, dass zwei Hunde sich die Zeit (sinnvoll) vertreiben, während sie alleine sind. Meine beiden spielen z. B. draußen sehr viel miteinander, sie liegen auch mal zusammen auf dem Sofa, sie balgen sich auch mal auf dem Teppich wenn jemand hier ist - aber sobald sie alleine sind, geht jeder in seinen Korb und wartet ...
Ich finde es erstmal super, dass Du Dich so lange vorher informierst und vor allem auch, dass Du Dir so viele Gedanken machst. Alles was Du über Eurer Zuhause, Deine bisherige Erfahrung mit Hunden und Deinen Vorstellungen schreibst, finde ich klasse und perfekt.
Aber ich sage ganz klar - und das ist meine ganz persönliche Meinung - ich würde mir keinen Hund anschaffen, wenn er an vier Tagen die Woche 2 x 4 bis 5 Stunden alleine bleiben müßte, kurz "Pinkelpause" am Mittag mal ganz außen vor. Das mag in Außnahmefällen mal ok sein, aber nicht dauerhaft.
Der erste Grund wäre für mich, dass der Hund ein Rudeltier ist. Das bedeutet nicht, dass man nun 24 Stunden am Tag seinen Hund belustigen und beschäftigen muss. Auch die reine Anwesenheit, der Zuspruch, die Ansprache, die Beschäftigung durch ganz alltägliche Dinge (Zugucken beim Kochen, mal über den Kopf gestreichelt bekommen, mal mit in den Garten zu laufen, etc.) - einfach das Miteinander- und Zusammenleben, sind einfach Dinge, die ein Hund braucht. Das kann ich ihm nicht geben, wenn er 8 bis 10 Stunden am Tag alleine im Haus (oder Garten) sitzt und wartet. Das würde ich keinem Hund antun.
Der zweite Grund wäre, dass ich mir das nicht antun würde ... Bei "normalen" Arbeitszeiten (also von morgens bis in den nachmittag) wirst Du in vielen Monaten im Jahr in der Woche kaum mit Deinem Hund im Hellen laufen gehen können - das heißt eben auch, wenig Kontakt mit anderen Hunden, der Hund kann evtl. nicht frei laufen. Das heißt, morgens vor der Arbeit eine dicke Runde gehen und nach der Arbeit auch gleich wieder ... das kann bei schönem Wetter gut tun und Spaß machen, nach einem anstrengenden Arbeitstag, mit hungrigem Bauch, den 1000 Dingen im Kopf die noch erledigt werden wollen und Regenwetter aber auch ganz gehörig auf den Geist gehen ...
Wenn ich zu der Arbeitszeit noch die Zeit wegnehme, die man für Schlafen, Essen, Körperpflege, Einkaufen, andere Termine, Gartenarbeit, Haushalt usw.aufwendet, bleibt da nicht viel ...
Ich - an dieser Stelle sei nochmal betont, dass das meine persönliche Meinung ist und ich weiß, dass viele Leute das a) anders machen und b) anders sehen - würde mir nie einen Hund anschaffen, wenn ich ihn regelmäßig so lange alleine lassen müsste.
Ehe nun wieder die endlose Diskussion anfängt, ob sich dann nur Arbeitslose, Hausfrauen und Rentner einen Hund anschaffen dürfen ... es gibt diverse Möglichkeiten (Hundesitter, verschiedene Schichten der Partner, Hund mit an die Arbeit, usw.) dieses Problem zu lösen und auch einige Thread zu diesem Thema ...
LG Ida