Hund(e) als Berufstätige?

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  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #41
Ich finde es ehrlich gesagt auch grenzwertig.

Einerseits finde ich toll, welche Überlegungen die TE anstellt. Ohne Spaziergang in der Mittagspause fände ich es gar nicht machbar.
Aber auch so sind es 8 Stunden täglich, die der Hund allein wäre. Viele Züchter und Tierheime würden da (soweit ich das kenne) gar keine Hunde vermitteln.
Und ich selber habe auch so Hunde, die zu zweit einsam sind, wie Pewees. Meine Jungs spielen zwar miteinander, aber nur wenn ich auch da bin.

Off-Topic
Nun haben sie das große Glück, dass meine Mama eine Wohnung im selben Haus hat und nicht mehr arbeitet. So sind meine Hunde nun eigentlich gar nicht allein. Wenn dann mal 1-2 Stunden an maximal 2 Tagen der Woche.

Mir war allerdings auch schon in früher Jugend klar, dass ich Hunde halten will und dass ich sie nicht 8 oder 9 Stunden allein lassen will. Ich habe meinen Beruf entsprechend gewählt. Ich arbeite als Grundschullehrerin und auch das nur Teilzeit. Der Verdienst reicht trotzdem aus. Selbst wenn ich meine Mama nicht im Haus hätte, wären die Hunde längstens 6 Stunden allein, das aber auch nicht täglich, da ich nur 18 Stunden unterrichte in der Woche. Vor- und Nachbereitungen mache ich von zu Hause. Elternabende u.ä. lege ich mir auf die Abendstunden, in denen mein Mann zu Hause ist. Lediglich an Tagen mit Dienstberatungen bin ich bis 16:30 Uhr außer Haus. Durch meine Teilzeit habe ich es aber so gelöst, dass ich Montags auch erst um 10:00 Uhr aus dem Haus gehe und frühs bereits eine ausgiebige Runde mit den Hunden laufe.

Denn obwohl meine Mama auf die Hunde aufpasst und auch mit ihnen in den Garten oder spazieren geht, bin ich die Hauptbezugsperson.

Ich weiß auch, dass es viele befremdlich finden, sich den Job nach der Freizeit auszusuchen. Anders wäre ich aber nicht glücklich geworden. Denn Hunde brauche ich in meinem Leben.
Und den Grundschullehrerjob in Teilzeit kann ich allen Hundefans, die noch vor der Berufswahl stehen, nur wärmstens empfehlen.


Ich glaube auch wirklich, dass die TE sich intensiv mit dem Hund beschäftigen und kümmern würde und ihre ganze Freizeit auf ihn ausrichtet. Trotzdem sind 8 Stunden eine wirklich lange Zeit. Durch die Unterbrechung ist zwar die Pipi-Situation gelöst, aber ... hach ... 8 Stunden, in denen man nichts machen kann. Ich finde es zu lang und sehe die Obergrenze bei 6 Stunden.
Und ich empfände es schon ein wenig als vom Regen in die Traufe. Besser als jahrelanges im Tierheim sitzen ist es trotzdem.
Bin da mit einer Empfehlung wirklich hin und her gerissen...

Wäre es denn möglich, den Hund frühs 4 Stunden allein zu lassen, dann kommt dein Mann und geht eine halbe Stunde Gassi, dann bleibt der Wuff nochmal 2 Stunden allein und dann kommt einer der professionellen Dogsitter? Oder ist das finanziell oder sonstwie nicht möglich?
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #42
Wäre es denn möglich, den Hund frühs 4 Stunden allein zu lassen, dann kommt dein Mann und geht eine halbe Stunde Gassi, dann bleibt der Wuff nochmal 2 Stunden allein und dann kommt einer der professionellen Dogsitter? Oder ist das finanziell oder sonstwie nicht möglich?
Klar wäre das einzurichten. Es ginge ja "nur" um 4 Tage in der Woche, also ist das auch überschaubar. Finanziell muss sowie alles stimmern erst mal, vorher schaffen wir uns keinen Hund an ;).

Off-Topic
Und den Grundschullehrerjob in Teilzeit kann ich allen Hundefans, die noch vor der Berufswahl stehen, nur wärmstens empfehlen.
Befremdlich finde ich das nicht unbedingt, nach dem Privatleben auszuwählen, zumindest bedingt - nur muss der Job auch ein bißchen zu mir passen und ich z.B. wäre kreuzunglücklich und überfordert als Lehrerin :roll:. Genauso wie mich ein Job als reine Buchhalterin zu Tode langweilen würde wahrscheinlich. Das ist also auch seeeeeeehr relativ.
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #43
Wenn das so möglich wäre für die 4 Tage, dann denke ich, dass ein Hund bei euch sehr glücklich werden kann. Besonders weil du dir so viele Gedanken zu machen scheinst und offensichtlich sehr pro Tier eingestellt bist. Das finde ich schön.

Off-Topic
Ja, ein bissl muss der Job schon zu einem passen. Sonst wird es nichts. :D Grundsätzlich war mein Job also schon unter meinen Favoriten. Die endgültige Entscheidung haben dann aber die Hunde "getroffen". Alle anderen Berufe waren zeitlich zu demanding, um sie mit der Hundehaltung zu vereinbaren.
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #44
Hallo!

schreibt euch doch mal einen Stundenplan.

Also von 8:00-8:30 Uhr geht dein Mann die morgendliche Runde
von 12:00-12:30 Uhr Mittags.
Ab 17:00 Uhr dann 2 Stunden Hauptrunde - das müsstest dann eher Du machen, sonst ist ja nur Dein Mann dran.
Ca. 19:00 Uhr konmst Du wieder heim mit Hundi: noch schnell einkaufen, kochen, Hausarbeit, noch ne Stunde Katzen kuscheln, und dann wird es eigentlich auch schon wieder Zeit schlafen zu gehen.

Es hieße also praktisch gesehen, dass ihr vier Tage die Woche kaum Freizeit habt neben dem Hund.

Oder ihr sucht gezielt einen richtigen Opa, der abends nur noch ne Stunde Gassi will...

Was ich auch wichtig finde: bei den Zeiten habt ihr von Oktober bis Februar nur wenig Tageslichtspaziergänge. Einfach weil es da abends schon wieder dunkel ist. Das heißt, ihr könntet euren Hund öfter nur am Wochenende mal ableinen... ist auch nicht ideal.
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #45
Off-Topic
Bella, es wird so aussehen, dass Jerry komplett bei meinen Eltern bleibt. Es ist ihr Hund so gesehen. Jerry liebt meine Mutter abgöttisch, ich würde ihn niemals aus seiner Umgebung rausholen. Hanna ist "mein" Hund, sie hängt auch sehr an mir. Ich möchte sie gerne mitnehmen und je nachdem, wohin es mich treibt, würde ich sie gerne zur Arbeit mitnehmen oder mein Freund würde das je nachdem machen. Das ist natürlich jetzt alles schwierig zu sagen, weil ich weder weiß, in welchem Beruf/Firma wir genau landen, noch in welcher Stadt. Sollte sich aber herausstellen, dass ich trotz allen Versuchen und Verbiegen Hanna regelmäßig zu lange (für meine Verhältnisse) allein lassen müsste, würde sie auch bei meinen Eltern bleiben. Es wüde mir zwar das Herz brechen, aber letztlich muss es ihr ja gut gehen ;)

Vielleicht zieh ich auch nach Hamburg und schicke meine total katzenfreundliche Hanni zu Mina und Herzensmann :mrgreen:
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #46
Off-Topic
Bella, es wird so aussehen, dass Jerry komplett bei meinen Eltern bleibt. Es ist ihr Hund so gesehen. Jerry liebt meine Mutter abgöttisch, ich würde ihn niemals aus seiner Umgebung rausholen. Hanna ist "mein" Hund, sie hängt auch sehr an mir. Ich möchte sie gerne mitnehmen und je nachdem, wohin es mich treibt, würde ich sie gerne zur Arbeit mitnehmen oder mein Freund würde das je nachdem machen. Das ist natürlich jetzt alles schwierig zu sagen, weil ich weder weiß, in welchem Beruf/Firma wir genau landen, noch in welcher Stadt. Sollte sich aber herausstellen, dass ich trotz allen Versuchen und Verbiegen Hanna regelmäßig zu lange (für meine Verhältnisse) allein lassen müsste, würde sie auch bei meinen Eltern bleiben. Es wüde mir zwar das Herz brechen, aber letztlich muss es ihr ja gut gehen ;)

Vielleicht zieh ich auch nach Hamburg und schicke meine total katzenfreundliche Hanni zu Mina und Herzensmann :mrgreen:


Das würde mir ja das Herz brechen und zerreisen, wenn ich meinen Kurzen "ganz weg" geben müsste. Da würde ich glaube ich nicht mit klar kommen. Aber du hast natürlich recht, es geht darum, dass es dem Tier gut geht.
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #47
Es hieße also praktisch gesehen, dass ihr vier Tage die Woche kaum Freizeit habt neben dem Hund.
Der Hund würde aber durchaus (zum Großteil) als Freizeit zählen ;). Tiere sind mein Hobby, auch wenn es viel Arbeit/Verantwortung/Verpflichtung bedeutet - mir macht das Spaß.
Mich nervt es ja auch nach 10 Jahren nicht, zweimal täglich stinkende Würstchen aus den Katzenklos zu pulen :roll:.

Das Argument mit der Arbeitszeit ist für mich ehrlich bedeutend und da werde ich mir jetzt reichlich Gedanken zu machen. Mir sind aber wirklich auch die "unangenehmen" Dinge bewusst, ich habe ja schon Tiere und hatte immer welche, also kann ich mir da schon in etwa vorstellen, was das heißt für mich ;).

Was ich auch wichtig finde: bei den Zeiten habt ihr von Oktober bis Februar nur wenig Tageslichtspaziergänge. Einfach weil es da abends schon wieder dunkel ist. Das heißt, ihr könntet euren Hund öfter nur am Wochenende mal ableinen... ist auch nicht ideal.
Das ist auch noch ein interessanter Aspekt: ich müsste mich mal schlau machen, wo das ableinen hier überhaupt "erlaubt" ist. In dem Gelände, in dem wir immer mit Pepe (Dobermann) und Quinni (Schäferhundmix) laufen war das früher zumindest nicht gestattet (ist ein ehemaliges Übungsgelände der Bundeswehr). Keine Ahnung ob man das heute da darf :eusa_think:. Pepe läuft sowieso nur an der langen Leine bei uns (starker Jagdtrieb und dafür sind wir einfach nicht vertraut genug mit ihm) und Quinni läuft bei mir zwar ohne Leine mit, hört aber auch perfekt und lässt sich problemlos abrufen. Da er Angst vor Fahrrädern hat, habe ich ihn sowieso immer im Blick und wegen seiner Gier nach Leckerchen klebt er mir auch immer an den Hacken, da ist die fehlende Leine wahrscheinlich noch keinem aufgefallen :lol:.
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #48
Hallo,

eigentlich ist schon alles gesagt, aber ich tue trotzdem mal meine Meinung kund, bzw. erzähle wie ich es mache...;)
Momentan studiere ich, d.h. meistens um 7 Uhr aus dem Haus und um 14 Uhr wiederkommen, das sind dann defacto 7 Stunden Alleinesein für meine Hunde. An manchen Tagen auch mehr, aber auch manchmal weniger, einen Tag plus WE habe ich komplett frei, wobei ich da dann an zwei halben Tagen arbeiten gehe... Werde ich berufstätig sein, so werden es vermutlich auch insgesamt um die 8-9 Stunden aufgesplittet und zwei 4-5 Stundenblocks (so war es zumindest während meines Praktikums in den Semesterferien).

Meine momentane Regelung:
Meine Vermieterin (hat selbst drei Hunde) lässt die Hunde zwei bis drei Mal raus in den Garten zusammen mit ihren. Meistens ist sie dann dabei macht iwas an den Hecken, fegt oder liest einfach ein Buch (jaa- auch im Winter, sie ist da hart im Nehmen und gerne draußen! :D) während die Hunde spielen, buddeln, sich sonnen oder bei ihr Streicheleinheiten einfordern. An langen Tagen oder bei schlechtem Wetter dürfen meine Hunde mit zu ihr, wobei Lupina das immer etwas unheimlich ist und sie schon lieber in "ihrer" Wohnung bleibt - das Schisserchen, das...:roll:

Sobald ich heimkomme, geht es eine große Runde Gassi (2-3 Stunden) außer es herrscht Sturmflut oder dergleichen. Morgens gehe ich meistens ne halbe Stunde (im Winter...dunkel, kalt...finden auch meine Hunde *bäh*), im Sommer manchmal auch fast ne Stunde, obwohl Tom mich dann jedes Mal für bekloppt erklärt, wenn ich um 6 Uhr mit ihm an die frische Luft will...:lol: Abends gibts dann ne kurze Wiesenrunde inklusive Apportierspiele/Suchspiele oder ne Gartenparty mit Vermieter's Hunden. Alles in allem kann man sagen, dass meine Hunde im Schnitt bei gutem Wetter so um die 5-6 Stunden an der frischen Luft sind, davon mind. 4 Stunden mit mir, bzw. mit Vermieterin und anderen Hunden.

Bei meinem Praktikum in den Semesterferien hatte ich die Regelung getroffen, dass ich schon um 7 Uhr anfange, dafür 1 1/2-2 Stunden Mittag machen konnte (was für ne große Runde Gassi reicht bei einem kurzen Anfahrtsweg) und dann um 16/17 Uhr fertig war. So werde ich das auch versuchen bei einem anderen Job zu handhaben und ja- ich bin zuversichtlich, dass sich das regeln lässt! :) Wenn ich beim TA arbeite kommen die Hunde entweder mit und dürfen dann im Helferinnenzimmer auf Sofas und Sesseln chillen oder sie bleiben zuhause und werden bei Bedarf von meiner Vermieterin "gelüftet".

Für den Notfall habe ich eine Tante und eine gute Bekannte die einspringen können mit "Hunde hüten" und es gäbe auch eine Tierpension in der Nähe, wobei da schon echt Notstand herrschen müsste damit ich meine Herzileins da hin bringe...:roll:

Alles in allem kann ich sagen, ich würde das NIE mit einem einzelnen Hund machen! Meine bleiben gut zusammen alleine und ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass sie nicht "zusammen einsam" sind - selbst Giotto, der lange Einzelhund war und ne Weile brauchte sich ins Rudelleben einzufinden war ein echter Alleinbleibproblematiker bei seiner Vorbesi, hier ist er die Ruhe selbst, kläfft nicht, pennt oder watschelt wie selbstverständlich mit zu meiner Vermieterin hoch. Ich würde es NIE machen, wenn ich nicht die Garantie hätte, dass sie spätestens nach 3 Stunden mal die Möglichkeit bekommen "aufs Klo" zu gehen und ich würde es NIE machen, wenn ich nicht garantieren könnte, dass ich spätestens am Nachmittag noch Zeit für ne große Runde habe!
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #49
Huhu nochmal,

Ina, das wegen der Diskussion hatte ich geschrieben, weil ich nicht wollte, dass Dein Thread darin ausartet, dass sich wieder alle darüber auslassen, ob nur Arbeitslose, Hausfrauen und Rentner (evtl. sollte man in diese Reihenfolge noch Lehrer aufnehmen *lach*) einen Hund halten dürfen - es geht ja hier um Deine Situation und ich finde es immer schade, wenn sich jemand Gedanken macht, einen Thread eröffnet, Meinungen und Infos möchte und dann eine allgemeine endlos Diskussion daraus wird, die vom Thema abweicht. ;)

Die Idee mit der Mieterin - sofern Du denn damit kein Problem hast, dass auch Dritte einen nicht unerheblichen Einfluss auf Deinen Hund haben und die Frau einigermaßen zuverlässig ist - finde ich übrigens schon mal einen ganz guten Lösungsansatz. Ich schrieb ja schon im ersten Post, dass ich alle anderen Punkte (Wohnsituation, Vorhaben, Erfahrung, Einstellung usw.) bei Dir perfekt finde für den Einzug eines Hundes.

@Bella88: Zu Deiner Frage, wie wir/ich das mache - klar habe ich kein Problem damit, darauf zu antworten.;)

Bisher gab es in meinem Leben immer Hunde (ich bin mittlerweile 38 Jahre alt) und immer war dafür gesorgt, dass sie nicht täglich länger als ca. 4 Stunden alleine bleiben mussten. Ich denke da ein wenig wie Pewees Mutti, bei mir sind 4 Stunden täglich die Obergrenze (Ausnahmen kommen natürlich immer mal vor).

Und es ist so "abgelaufen":

- Während Schul- und Ausbildungszeit habe ich zu Hause gewohnt, zusammen mit meiner Mutter, die ganztags zu Hause war. Vormittags bzw. bis ich nach Hause kam hat Mutter sich um den Hund gekümmert. Wenn ich am nachmittag heimgekommen bin, war der Tisch gedeckt, der Haushalt erledigt und ich konnte mich voll uns ganz meinem Hund widmen (oder eben auch anderen Sachen) - mit anderen Worten, das Paradies auf Erden. :mrgreen: Der Hund mußte lediglich mal alleine bleiben, wenn Mutter einkaufen oder sonstwas ging.

- Nach der Ausbildung mußte ich zu Hause ausziehen (wegen meiner Arbeitsstelle). Ich habe meinen Hund bei meiner Mutter gelassen, weil ich es ihm nicht zumuten wollte, den ganzen Tag alleine in meiner Mietwohnung zu sitzen, während er zu Hause meine Mutter, ein Haus, Garten und ländliche Umgebung hatte. Das war hart, jedes Wochenende und jeden freien Tag bin ich heimgefahren. Bin ich am Wochenende zu meinem damaligen Freund (jetzt Mann) oder im Urlaub, habe ich den Hund immer mitgenommen.

- Nach einem Jahr starb mein Hund (wurde vergiftet). Ich war komplett hundelos - für drei Monate. Dann habe ich es nicht mehr ausgehalten, meine Mutter wollte aber keinen Hund mehr sitten (sie hatte mittlerweile ihre Leidenschaft für Urlaubsreisen entdeckt ;)). Also habe ich mir einen neuen Job gesucht, mit geringerer Stundenzahl und weniger Anfahrtsweg, so dass ich einen Hund halten konnte. Das war finanziell natürlich ein Einschnitt, aber ich wußte damals schon, dass mein Mann und ich heiraten und wir sowieso bald umziehen, sprich ich auch meine Arbeitsstelle wechseln mußte.

- Nach Hochzeit und Umzug habe ich wieder ganze Tage gearbeitet. Morgens mit dem Hund eine große Runde, dann den Hund zu den Schwiegereltern gebracht und wer zuerst nach Hause kam, hat den Hund dort wieder abgeholt. Der Hund war versorgt - wurde aber leider von meiner Schwiegermutter arg verwöhnt und naja; für mich keine ideale Lösung und für das Verhältnis zwischen Schwiegermutter und mir auch nicht gerade förderlich. :eusa_shhh:

- Dann kam die Zeit, als ich meine Kinder bekam und zu Hause war ... (insgesamt fünf Jahre). In dieser Zeit ist mein alter Hund verstorben und Hugo zog ein. In dieser Zeit war es für mich auch problemlos möglich, einen Welpen aufzunehmen.

- Mittlerweile ist es so, dass zwei Hunde hier wohnen, ich halbe Tage arbeiten gehen (3 - 4 mal die Woche). Meine Hunde sind dann alleine, ca. 3,5 Stunden. Im Notfall oder wenn ich länger arbeiten muss, kann ich sie auch mit an die Arbeit nehmen. Das habe ich auch mit Luna gemacht, als sie einzog und nur aus diesem Grund konnte ich einen Welpen bzw. jungen Hund nehmen.

So, nun hast Du aber eine ausführliche Antwort bekommen ... :D

LG Ida
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #50
Die Idee mit der Mieterin - sofern Du denn damit kein Problem hast, dass auch Dritte einen nicht unerheblichen Einfluss auf Deinen Hund haben und die Frau einigermaßen zuverlässig ist - finde ich übrigens schon mal einen ganz guten Lösungsansatz. Ich schrieb ja schon im ersten Post, dass ich alle anderen Punkte (Wohnsituation, Vorhaben, Erfahrung, Einstellung usw.) bei Dir perfekt finde für den Einzug eines Hundes.
Ja, sie ist sehr zuverlässig und wir sind schon ziemlich auf einer Wellenlänge. Beim ersten Besichtigen habe ich die 5 Katzen kennengelernt und mich mit ihr über die Streuner draußen unterhalten: sie füttert die wilden Katzen an, fängt sie dann und lässt sie kastrieren, dafür hätte ich sie schon knutschen können. Ihre Katzen sind alle Notfellchen, sie ist da wirklich ganz schön aktiv. Und sie ist natürlich auch glücklich, dass sie jetzt ihre Streuner "behalten" darf und wir uns sowieso mitkümmern werden :roll:. Und wegen ihres Hundes hat sie auch schon gefragt für den Notfall - logisch, dass wir da einspringen. Er ist ein bißchen sehr groß und das ist nun mal nicht jedermanns Sache (Buddy ist ein ).
Naja, so habe ich zumindest auf jeden Fall einen Hund im Haus, wenn es mit einem eigenen nichts werden sollte ;).
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #51
Vielen lieben Dank Ida! :058:
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #52
bei einem normalen erwachsenen hund (hier meine ich keinen arbeitswütigen mali) finde ich 6 stunden absolut vertretbar. denke da braucht man sich keinen kopf zu machen...
oberste grenze ist bei uns 8h alleine... sooo prickelnd finde ich 8 stunden nicht, aber vertretbar ist auch das. WENN danach nur noch hundezeit ist. Für mich ist das absolut klar, wen ich heim komme, gehe ich ohne hund nemmer ausm haus :)

bei einer 5tage arbeitswoche würde ich mich aber schon noch etwas wie ne hundekita oder ne betreuung suchen wo hundi 1-2 mal in der woche hin kann...
vergesst nicht, das jeder von uns irgendwelche termine hat, diverse veranstaltungen oder man mal abends essen geht etc.... es sollte immer eine ausweichmöglichkeit gegeben werden bei vollzeitberufstätigen.

hat mein freund frühschicht ist chiara 8h alleine. das ist garkein Problem, sie verhält sich auch genauso, wie in den wochen wo er nachschicht hat und sie 24h jmd um sich hat...

vielleicht sollte man auch nochmal drübernachdenken, das ein hund im schnitt 15h schläft!

Bei sowas finde ich es ganz wichtig das der Rest des Tages ganz auf den Bedarf des Hundes zugeschnitten ist und dieser dann auch im Mittelpunkt steht.

Und nicht vergessen, wenn der hund da ist, dann lebt ihr für den Hund und habt diverse Einschränkungen und jeder schritt aus dem Haus muss so geplant sein das hundi glücklich ist



Bei der Haltung wird hier vom optimalen gesprochen, aber was ist optimal??? die einzelhaltung eines Hundes ist genauso wenig optimal, die haltung in der wohnung, im Zwinger.. oder fütterung von aldifutter ... blablablabla und blubb

und wenn man dann an einen misshandelten hund denk, der dankbar wäre, wenn die themeneröffnerin ihm ein zu hause gibt... der würde sich ein loch in arsch freuen wenn er eine couch bekommt auf der er keine todesängste und qualen erleiden muss... dem ist das sowas von schnuppe wenn er zweimal am tag 4 h alleine ist

natürlich sollte man sich mehr am optimalen orientieren als am pessimalen.... garkeine frage
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #53
bei einer 5tage arbeitswoche würde ich mich aber schon noch etwas wie ne hundekita oder ne betreuung suchen wo hundi 1-2 mal in der woche hin kann...
vergesst nicht, das jeder von uns irgendwelche termine hat, diverse veranstaltungen oder man mal abends essen geht etc.... es sollte immer eine ausweichmöglichkeit gegeben werden bei vollzeitberufstätigen.
Es wären bei uns "nur" 4 Tage, weil ich freitags immer schon mittags Feierabend mache ;).
Ich habe aber gestern noch mal ausführlicher geschaut, wie es mit "Hundesitting" aussieht bei uns im Umkreis. Privat ist das recht schwierig, weil sich meist Schüler anbieten, die natürlich nur abends und am Wochenende könnten, wenn wir sowieso da sind. Aber in der Nähe gibt es eine Tierbetreuung, die sehr seriös wirkt: das ganze läuft nur mit vorherigem Kennenlernen und "Betreuungsvertrag" und die bieten viele individuelle Leistungen an. Tagesbetreuung bei denen vor Ort oder auch im eigenen Zuhause, Notfalleinsätze oder, was für uns dann interessant wäre, eine Art Komplettpaket, das dann Fütterung im Zuhause und Spaziergang, insg. 1 Stunde, beinhaltet. Alles jetzt auch nicht unerschwinglich, vor allem, weil es ja nicht täglich erforderlich wäre. Wenn dann mal wirklich terminlich was anstehen würde, wo wir beide nicht verfügbar wären für den Hund, wäre das natürlich auch eine gute Lösung. Vor allem hätte ich bei so etwas dann das gute Gefühl, dass die einen Vertrag zu erfüllen hätten und nicht mal eben spontan abspringen könnten wie Privatleute. Da würde ich dann nämlich dumm da stehen :eusa_eh:.
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #54
Huhu,

sowas im Hinterkopf zu haben, ist sicherlich nicht die schlechteste Idee. ;)

Du mußt Dir eben darüber im Klaren sein, dass dann auch Dritte in Eure Hund-Mensch-Beziehung mit einwirken. Das ist erstmal für die meisten Hunde kein Problem; sie wissen doch deutlich zu unterscheiden, wo sie hingehören. Aber es gibt eben auch Kandidaten, die sich damit schwer tun - darauf würde ich bei der Auswahl des Hundes achten.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich kein wirklicher Freund von solchen "Freundschaftsdienste" bin und eher was professionelles bevorzugen würde. Vielleicht liegt es an schlechten Erfahrungen ... :? Anfangs schreien viele "hier", wollen Hundesitten und "alles kein Problem" - nach einer gewissen Zeit ist aber oft auch die Luft raus und wenn man dann jemanden braucht, der sich um den Hund kümmert, hat plötzlich gerade keiner Zeit ...

Gerade weil ihr ja schon regelmäßig auf einen zuverlässigen Sitter angewiesen seid, würde ich so einen Dienst bevorzugen. Es ist was anderes, ob ich ab und an mal jemanden nötig hätte, der meinen Hund mal für einen halben Tag nimmt oder aber ob es wirklich regelmäßig ein- zweimal die Woche ist.

Darf ich mal ganz indiskret fragen, was sowas kostet? Hast Du evtl. einen Link? Gerne auch per PN ...

LG Ida
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #55
hallo Ida,

da bin ich deiner Meinung was die zuverlässigkeit der dienste anbelangt.

in Hessen haben wir aber doch gaaaaaanz viele Kitas ;) *nur so als tipp*
hab auch eine, quasi vor der haustür ;)
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #56
Heute hätte ich ja bald an Schicksal geglaubt ;): wir waren im neuen Haus gerade dabei, das Schlafzimmer fürs Streichen vorzubereiten als ich vom Fenster aus einen Hund im Garten sah. Er freute sich seines Lebens und kackte erst mal mitten auf die Wiese :roll:. Ohne Leine, ohne Halsband, keine Besitzer in Sicht - toll. Mein Freund ist dann raus und hat sich mal vorsichtig genähert. Er war ganz lieb, ein kastrierter Rüde wie´s aussah. Kurz danach ist er dann fast vor ein Auto gelaufen, als er über die Straße rannte. Was macht man also? Man lockt den Hund und plötzlich saßen wir mit einem hungrigen großen Wauwau in der frisch renovierten Küche. Tierheim angerufen (nur AB gekriegt), dann Feuerwehr und Ordnungsamt. Er war nirgends als vermisst gemeldet und der Mann vom Ordnungsamt meinte, er könne ihn kurzfristig abholen und ins Tierheim bringen. Haben wir natürlich nicht übers Herz gebracht und gefragt, ob wir ihn über Nacht behalten können und dann morgen ggfs. selbst ins Tierheim bringen. Joa, er war glücklich, weil er sich damit Arbeit gespart hat und hat ganz schnell aufgelegt :eusa_eh:.
Wir haben dann fix Futter, eine Leine und ein Geschirr besorgt und mein Freund ist dann zum Gelände gefahren und hat geschaut, ob irgendwelche Leute ihren Hund suchen. Nix.
Nach 4 Stunden kam dann der erlösende Anruf von unserer Mieterin: ja, sie kennt ihn, das wäre Chester aus der Nachbarschaft. Mein Freund hat ihn dann mit ihr nach Hause gebracht, weil er wohl öfter ausbüchst und auf unserem Grundstück rumturnt. Jetzt wissen wir, wo wir ihn beim nächten Mal abliefern dürfen.
Große Freude herrschte da wohl leider nicht: er soll wohl abgegeben werden (wegen Überforderung?) und hängt auch schon beim TA aus. Tja, wenn ich könnte wie ich wollte... aber so war es jetzt deutlich besser. Wenn auch nicht toll für ihn. Aber wir wohnen ja noch nicht da und keiner hätte ihn mal eben in die Mietwohnung mitnehmen können.
Hier mal unser Besuch :) :

hv134o.jpg


dw26tg.jpg
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #57
ach was ein hübscher :)
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #58
Große Freude herrschte da wohl leider nicht: er soll wohl abgegeben werden (wegen Überforderung?) und hängt auch schon beim TA aus. Tja, wenn ich könnte wie ich wollte...

oha, so ein süßer :D ich glaub ich wäre da schwach geworden :roll:
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #59
Jaaa, ein Traumhund *seufz*. Und ich hab auch irgendwie das Gefühl, dass ich so was manchmal anziehe. Das war nicht der erste Hund, der mir zugelaufen ist :roll:. Nur behalten kann ich sie leider nie :(. Allerdings haben sich beim letzten Mal die Besitzer ehrlich gefreut, als sie ihre kleine Yorkshire-Dame wohlbehalten abholen konnten. Die Dame hier hatte zwar irgendwann die Polizei angerufen, aber sonst wohl nichts gemacht und saß TV schauend auf dem Sofa. Und als mein Freund mit ihm vor der Tür stand kam nur ein "ach, da isser ja wieder" und im zweiten Satz dann gleich "wir wollen ihn ja eh abgeben" :(. Tat mir schon leid ihn da wieder hin zu geben, wo er ja eigentlich gar nicht mehr richtig erwünscht ist.
 
  • Hund(e) als Berufstätige? Beitrag #60
das glaub ich dir gern... da wäre ich wohl auch schwach geworden und angeboten ihn zu nehmen *lach*

ikke will doch so gern nen 2. hund haben... :( aber das geht nicht in der wohnung... sau doof, aber ich muss mich am riehmen reisen
 
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