Es macht keinen Spaß mehr ...

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  • Es macht keinen Spaß mehr ... Beitrag #1
deutzia

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Ich verstehe meinen Hund einfach nicht! Gassi gehen wird mehr und mehr zur Qual für mich! Und auch zu hause nervt sie einfach nur noch!

Okay, die Zicke hörte nicht, ich arbeite also an der Bindung zwischen uns! Und sie ist auch unwahrscheinlich glücklich, wenn ich mit ihr spiele und mich mit ihr intensiv beschäftige. Da kann ich sie sogar in einem "wilden" Hundeauslaufgebiet frei laufen lassen. Da hört sie und ich kann sie auch inzwischen meistens aus dem "Hundeknäul" zurückrufen. Wenn nicht kommt sie aber bedingungslos hinterher, wenn ich einfach gehe.

Aaaaber: Dort sind wir in der Regel nur 1x am Tag - zum ausgiebigen Nachmittagsspaziergang! Und der Weg dorthin! Einfach nur eine Katastrophe! Sie zottelt und zerrt - gerade jetzt bei dem Glatteis was war - nicht schön! Sie zerrt und zottelt solange extrem, reagiert erst mal überhaupt nicht auf irgendwelche Kommandos, bis sie ihr Platz fürs Häufchen gefunden hat! Dann hat sie Zeit für ihre anderen Unarten. Wenn uns irgendwelche Leute begegnen, die sie kennt, muß sie diese anspringen! Sie stemmt sich in die Leine, steht auf den Hinterpfoten - ich habe nur zu tun! Bei fremden Leuten geht sie zwar inzwischen auf Ansage vorbei, aber meine Nerven sind trotzdem noch gespannt wie Drahtseile! Auch mich versucht sie zwischendurch anzuspringen! Aber da reicht ein böser Blick und "Laß es!" Das ganze hört wirklich erst auf wenn ich die Nerven verliere ihr in die Seite kicke und grob werde! Dann begreift sie, daß sie zu hören hat und reagiert auf jedes Kommando - sie kanns also! Naja und kommen wir dann auf dem Hundeplatz an, ist alles dann toll! Ich war sauer - sie hört jetzt! Perfekt!

Und bei der nächsten Runde? Wieder genau das selbe!

Zu Hause hatten wir bis jetzt eigentlich keine Probleme. Wenn es klingelt und Besuch kommt - alles top! Aber jetzt? Hat sie nassse Pfoten, muß sie erst mal im Flur auf der Decke bleiben, bis die trocken sind! Hat alles bis jetzt wunderbar funktioniert! Jetzt probiert sie den Aufstand! Ich schicke sie auf die Decke - sie tut als ob sie mich nicht versteht! Sie legt sich daneben auf die Fliesen! Ich soll ja konsequent bleiben, also bestehe ich drauf, daß sie drauf bleibt. Okay geklappt! Und jetzt? Wieder runter von der Decke, sieht ja keiner und bellen! Tonlage: "Da kommt jemand" - Aber: Blick ins Wohnzimmer! Ich habe jetzt mehrere Abende durchgehalten und sie dort gelassen, weil ich einfach keine Gelegenheit hatte sie reinzurufen! Aber es streßt!

Liege ich auf meinem Sofa und versuche ein kurzes Schläfchen zu machen, sie aber der Meinung ist, rausgehen wäre jetzt toll kuschelt sie mich aufdringlich bis zum geht nicht mehr, sie stubst und schmust - gibt null Ruhe! Mein Mann und mein Sohn können sie nicht mal in den Garten lassen, weil sie da so träge ist und sich einfach nicht bewegt, wenn ich nicht da bin!

Morgens wiederum funktioniert alles top! Sie schläft (meistens) neben meinem Bett. Dort würde sie auch ohne zu nerven und raus zu müssen oder Freßchen haben zu wollen bis Mittags bleiben! Werde ich wach begrüßt sie mich kurz und geht dann sofort raus (ist ein bischen eng zwischen meinem Bett und dem Schrank - wenn sie dort liegt, kriege ich kein Fuß auf den Boden:D) Stehe ich also auf, geht sie auf ihre Decke in den Flur und wartet dort brav, bis ich mich fertig gemacht habe und wir gehen - und das Theater beginnt!

Ich verstehe das einfach nicht!!!!
 
  • Es macht keinen Spaß mehr ... Beitrag #2
Hallo-
Mensch das hört sich ja nicht gut an. Ich hab schon ein wenig von Dir gelesen und weiß daher, dass Du einiges versuchst. Und wenn das denn nicht funktioniert ist man schnell gefrustet, kann ich gut verstehen, aber bitte lass diesen Frust nicht durch "kicke" und grob werden an DeinerSüßen aus.

Wie sieht es denn mit professioneller Hilfe aus bei Dir? Ich meine keine Hundeschule undern einen Hunderverhaltenstherapeuten (keinen Hundetrainer). Jemanden, der zu Dir nach Hause kommt und Dich von dort unterstützt.
Deine Unsicherheit und Anspannung überträgt sich automatisch auf den Hund, weißt Du ja sicher.

Von hier aus, finde ich, kann man dieses Verhalten schlecht einschätzen. Das kann von Unterforderung bis Überforderung, aufmüpfiges Verhalten vieles sein, was bei Euch im Argen liegt.

Hat denn Deine Süße irgendwelche Allergien, ist gesundheitlich alles in Ordnung mit ihr? Was fütterst Du denn?
 
  • Es macht keinen Spaß mehr ... Beitrag #3
Zuerst einmal muss ich sagen, dass das Abrufen aus der Gruppe für einen Hund schonmal eine große Leistung ist! Behalte dir das bei, das können die wenigsten Hunde. Immerhin geht dort die große Party ab, da sind alle Hundekumpels und da soll sie weg? Respekt ;) Such auch die positiven Eigenschaften deines Hundes. Unser kleiner Jungspund ist auch kein Engel, aber er hat trotzdem Eigenschaften, die ihn ganz einzigartig machen.

Zu deinem Problem, schließe ich mich der Meinung von Braunini an. Du wohnst in Berlin, vllt kennst du das Dog Institut ( ich hoffe, Links sind erlaubt) von Maike Nowak. Ich war zwar noch nicht persönlich bei ihr, doch ihre ursprüngliche Methode mit Hunden zu arbeiten ist außergewöhnlich und sie schafft auch nicht an den Symptomen, sondern packt das Problem an der Wurzel. Denn das Problem das du und dein Hund habt ist klar: falsche Kommunikation.
Fürs erste - damit du nicht rutschst - kann ich dir als Übergangslösung empfehlen einfach umzudrehen, sobald der Hund zieht. Lass sie gar nicht erst an deinen Beinen vorbeilaufen, sondern vollführe eine 180 Grad Wendung. Sprich dabei kein Wort zu ihr und zieh auch nicht an der Leine, laufe einfach deinen Weg und achte nicht auf sie. Dein Hund wird schon bald merken, dass es angenehmer ist in deiner Nähe zu bleiben und nicht mitgezogen zu werden ;)

Wie alt ist dein Hund denn überhaupt?
 
  • Es macht keinen Spaß mehr ... Beitrag #4
Die Zicke ist 1 Jahr, 7 Monate! Das mit der Leine mache ich auch - jedes Mal am Anfang beim Gassigehen! Manschmal, wirklich nur manschmal reicht das dann auch aus! Und das mit dem "Kicken" ist jetzt wirklich nicht brutal! Was ich damit sage wollte war, daß ich ihr draußen jedes Mal aufs neue intensiv beibringen muß, daß ich der Boß bin! Vorher muß sie voller Übermut erst mal gucken, wie weit sie gehen kann!

Nein Allergien usw denke ich nicht, eher Unterforderung! Sie will 100 Prozentige Aufmerksamkeit und Beschäftigung! Heute hatte ich allerdings das Gefühl, daß sie ausgepowert und zufrieden war - sie war stundenlang im Garten und wollte auch nicht rein! Sie hat einfach nur den Leuten und Autos hinterhergeschaut und war zufrieden. Drinne hat sie dann wieder bei jedem Geräusch von draußen erstmal wieder gebellt...
Beim ausgedehnten Spaziergang, anfangs wieder das gleiche Theater wie immer - ich habe sie dann gleich an der kurzen Leine gelassen bis zum Hundeauslaufplatz. Danach Power ohne Ende, zurück glücklich aufs Wort gehorchend!

Aber dieses Gemotze mit mir, macht sie übrigens auch mit den Hunden! Sie geht wild rein und versucht die anderen Hunde mit der Schnautze unter deren Bauch auszuhebeln. Erst wenn die sie souverän zurechtweisen, spielt und rennt sie vernünftig! Nicht jeder Hund ist aber souverän und da ist dann auch des öfteren Gefahr in Verzug und ich muß sie zurücknehmen, weil sie sich dann austesten will und das nicht schön! Gott sei Dank kennt man sich inzwischen und weiß jetzt wo es funktioniert und wo nicht!
 
  • Es macht keinen Spaß mehr ... Beitrag #5
Nicht aufgeben! Sie ist jetzt in dem Alter wo man noch mal testet. Mach zu Hause auch klare Grenzen und Strukturen.
Meine ist jetzt fast 17 Monate und es gibt Tage wo ich auch denke das die alles vergessen hat ;) da hilft nur tiefdurchatmen und ruhig bleiben. JAA es ist nicht einfach :)
 
  • Es macht keinen Spaß mehr ... Beitrag #6
Was ist dein Hund denn für eine Rasse? Bzw. wenns ein Mix ist, was steckt drin? Dieses Hebeln kenne ich jetzt nur von den Hütehundrassen. Beim Spielen zwicken oder schieben sie meist in den Bauch oder die Flanke des Spielkameraden, wie beim Schafetreiben. Das ist nicht schlimm, sondern typisch für solche Hunderassen.

Und wie gesagt, die Probleme, die bei euch auftauchen sind alles Symptome und die kann man nicht einfach einzeln ausmerzen, sondern man muss das Tiefenproblem erkennen. Ich würde dir wirklich raten, einen guten Hundetrainer oder Hundepsychologen auf zu suchen und dort einmal ein paar Stunden zu nehmen. Uns hat das damals so geholfen und das Ergebnis das man danach hat ist ohnehin unbezahlbar :)

Für mich hört sich das ganze auch nach einem Hund an, der viel Beschäftigung fordert, vllt. sogar unterbeschäftigt ist. Es gibt Hunde, die sind nach einer halben Stunde Gassi k.o.. Widerum gibt es Powerpakete mit denen man 4 Stunden lang joggen kann und die dann noch immer fit sind. Von so einem quicklebendigen Hund kann man nicht erwarten still zu sein und zu gehorchen, wenns ihm im Hintern kitzelt. ;)

Die Methode von Maika Maja Nowak (Den Hund quasi einschränken, also den Platz vor den Beinen - dort hin wo er ziehen will - für sich beanspruchen) habe ich erst vor kurzem noch einmal mit unserem Hund ausprobiert, als ich gemerkt hab, dass er doch sehr unkonzentriert ist. Ich hab ihn sich erstmal ausrennen lassen und dann gings an die Leine. Er hats ziemlich schnell verstanden, sobald er nach vorne wollte ,,Ssss" und in den Weg gestellt, dann ganz normal weiter. Sobald er wieder kam, das selbe Spiel. Nach etwa einer halben Stunde in der ich auch an anderen Leuten geübt habe vorbeizulaufen, ect. hatte ich einen so tiefenentspannten Hund, der total relaxt hinter/neben mir hergetrottet ist. Beim nächsten Spaziergang reichte ein ,,Sss" und er wurde wieder dran erinnert. Das ist allerdings eine Methode wo ich sage, dass der Hund sie nicht immer versteht (was aber an der Körperspache des Menschen liegt, denn so kann mans schlecht erklären, wie das geht). Ich habs auch noch nie gesehen wie diese Methode wirklich funktioniert, denn sie baut nur auf Körpersprache auf. Du kannst es ja mal probieren, versprechen kann ich dir allerdings nichts davon. Das ,,Sss" wendet man auch an, wenn sich derHund um eine Angelegenheit ,,kümmern" will.

Übrigens ist es bei vielen, ich sag jetzt mal intelligenteren Rassen so, dass diese sich mit geistiger Beschäftigung viel eher auspowern lassen. Das Denken strengt Hunde im Allgemeinen sehr an, dabei reichen oft auch schon 15 Minuten Hirntraining. Dazu gibts viele Bücher, Seiten im Internet und auch Threads hier im Forum :)
 
  • Es macht keinen Spaß mehr ... Beitrag #7
Hallo,

sie ist ein Labrador-Berner Senn / Schäferhund-Mix - Mischling! Nee - Hütemäßig scheint sie nicht drauf zu sein, eher jagdmäßig... Und ja, sie fordert unwahrscheinlich viel Beschäftigung und Bewegung alleine scheint nicht auszureichen. Sie tobt eine kurze Zeit und powert sich relativ schnell aus und ist körperlich fertig aber ist dann nach kurzer Zeit Erholung gehts von vorne los! Ich muß mir ständig was neues einfallen lassen. Und das wiederum fordert sie dann auch ein - sie versucht es zumindest! Und ich habe auch das Gefühl, daß zum Beispiel die Anspringerei nicht unbedingt Motzen bei ihr ist sondern purer Übermut! Wenn wir nämlich zusammen losgehen, springt sie erst mal wie ein Pflommi durch die Gegend, nimmt hier ein Stöckchen, da ein Blatt springt mich kurz an und dann gehts erst los!

Heute vormittag bin ich übrigens wieder mal mit ihr ohne Leine gegangen. Es lag überall Schnee und schneite, Autos fuhren so gut wie gar nicht und ich habe vermutet, daß Katzen bei dem Wetter nicht unbedingt unterwegs sind! Ich hatte wieder einen springenden vor Lebensfreude übermütigen Hund! Und hat trotzdem heute top gehört! Habe sie mal über einen Graben springen lassen, mal den Ball geworfen, mal Leckerlis im Schnee versteckt - es hat sie null interesiert was noch um uns drumrum war! Nicht einmal die schneeschiebenden Leute oder andere Hunde hat sie interessiert! Es geht also phasenweise!

Und das mit dem in den Weg stellen, wenn sie an der Leine zerrt, werde ich ausprobieren!
 
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