Erziehung bei Tagesbetreuer

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  • Erziehung bei Tagesbetreuer Beitrag #1
Sandra90

Sandra90

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Meinen Hund, den ich mir im Sommer anschaffen möchte, wird tagsüber bei meinem Onkel bleiben. Also erstmal habe ich 6 Wochen frei und würde den Kleinen dann langsam daran gewöhnen, ohne mich dort zu bleiben.

Nur habe ich Bedenken, dass mein Onkel ihn falsch erzieht bzw. Dinge erzieht, die der Hund gar nicht soll. Wie könnte ich das denn machen?

Habe schon überlegt einen "Hefter" anzufertigen, wo Regeln drinne stehen und Erziehungsmethoden, die ich anwende. Ich sage mal ein Beispiel, damit ihr es richtig versteht. Regel: Er darf an der Leine nicht ziehen. Methode: Wenn er zieht, stehen bleiben bis sich die Leine lockert. usw.
Aber dennoch sieht die Praxis dann ganz anders aus.

Wie ist es dann: Weis der Hund, dass er bestimmte Sachen nur bei meinem Onkel darf und bei mir nicht oder besteht die Gefahr, dass er im Allgemeinen nicht gut erzogen wird??? Es geht ja auch um die Sicherheit. Wenn dem Kleinen dort etwas passiert und ich bin nicht da. Ich will gar nicht dran denken.

Es gibt sicher von euch auch welche, die den Hund tagsüber betreuen lassen. Wie ist es bei euch?

Habe irgendwie Bauchschmerzen, wenn ich daran denke, dass der Kleine bei meinem Onkel ist und ich ihn nicht "unter Kontrolle" habe. Ich meine, dass wird sich mit der Zeit ja legen, wenn ich merke, dass alles klappt und beide gut miteinander auskommen.
 
  • Erziehung bei Tagesbetreuer Beitrag #2
Nun, wieviel Erfahrung hat denn der Onkel? Und natürlich lernt der Hund recht schnell, bei wem er Mätzchen machen kann und bei wem nicht. Vielleicht solltest Du mit deinem Onkel mal darüber reden, was Dir wichtig ist, und worüber du hinweg sehen kannst.
 
  • Erziehung bei Tagesbetreuer Beitrag #3
Ich würde auch sagen das ihr euch genau absprechen müsst was der Hund darf und was nicht.
Allerdings ist es so das er auch genau weiß wo er was darf. Zum Beispiel wenn er bei einem auf das Sofa darf und beim anderen nicht, das merkt der ganz schnell weil doof sind die ja auch nicht.
Aber es sollten möglichst die gleichen Befehle sein weil das könnte ihn sonst durcheinander bringen. Also sich einigen ob "Nein", "Aus", "Pfui" und ähnliches.
 
  • Erziehung bei Tagesbetreuer Beitrag #4
Hallo.

Prinzipiell finde ich es ja gut wenn ein Hund nicht alleine ist. Aber Du musst auch bedenken, dass ein Hund nur einen Rudelchef, also auch nur eine direkte Berugsperson hat, die er Ernst nimmt. Meine Hunde sind tagsüber bei meinem Großvater. Sie haben einen Zwinger, einen Garten und ein Hundekörbchen. Das einzigste was mein Opa sagt ist "nein", wenn sie was nicht sollen. Erziehen durfte er sie nicht. Auch an der Leine gehen habe ich mit meinem Großvater intensiv geübt, sie sollen ihn ja nicht durch die Gegend ziehen. Ich glaube du solltest erst deinen Onkel erziehen und dann deinen Hund :)
 
  • Erziehung bei Tagesbetreuer Beitrag #5
Wie schon Emmalein gemeint hat, kann sich ein Hund bei verschiedenen Personen komplett anders verhalten. Etwas anderes ist es, wenns um die Erziehung geht. Denn ein Welpe, der in seiner Jugend nichts kennengelernt hat (Stadtlärm, andere Hunde, Katzen, fremde Menschen) hat es später auch beim besten Rudelführer schwer. Auch verwirrt es den Hund, wenn der eine ,,Nein" sagt und der andere ,,Pfui" (Mal davon abgesehen, dass Hunde eh nicht besonders verbal kommunizieren, wird es ihnen hier noch viel schwerer gemacht). Ich habe damals, als ich gemerkt habe, dass sowieso jeder zum Hund sagt was er will, eine Liste mit allen wichtigen Worten und Kommandos gemacht + einer kleinen Erklärung was dabei vom Hund erwartet wird. Ich fand die Liste eigentlich ganz gut, nur hat sie sich später kaum einer angesehen :lol: Insgesamt ist das aber trotzdem eine gute Hilfe, wenns um Kommandos geht.
Wieder was anderes ist die Erziehung. Der Hund kann bei dir anders sein, lernt sein Verhalten aber trotzdem auch bei anderen Menschen. Sprich: Wenn dein Onkel ihm erlaubt fremde Leute anzuspringen, (im Extremfall) anzuknurren usw., wird er das bei dir auch versuchen. Er geht also zuerst davon aus, dass sein Verhalten vollkommen normal ist.

Außerdem ist es bei Welpen ohnehin sinnvoller ihnen nicht besonders viel Beachtung zu schenken (hast du schonmal einen Althund gesehen zu dem ein Welpe kam? Gut sozialisierte Alttiere werden den jungen Hund kaum beachten, denn so einen kleinen Hosenscheißer nimmt ja keiner ernst :)) Aus Erfahrung lässt sich sagen, dass die meisten erwachsenen älteren Männer Hunden noch nicht so viel Beachtung zut teil werden lassen, wie unsere liebessprühende Generation und Zuwendung ist für einen Welpen zwar auch wichtig, aber an 1. Stelle steht noch die Welt entdecken, Action und das Lernen :)

Btw: Diese Technik beim Leinenziehen kann ich dir nicht unbedingt empfehlen. Ich hab das bis jetzt bei allen Hunden und Welpen probiert, aber keiner hat es wirklich verstanden (ich auch nicht :lol:). Würde eine andere Methode wählen ;) Und im Leineziehen sehe ich jetzt kein besonderes Erziehungsproblem, immerhin verbringst du ja doch 6 Wochen mit ihm und da hat der kleine Scheißer das meist schon gelernt :mrgreen:)
 
  • Erziehung bei Tagesbetreuer Beitrag #6
Danke für die vielen hilfreichen Antworten. :clap:

Ich werde sehen, wie es wird. Es ist ja noch etwas Zeit bis dahin.

In den sechs Wochen werde ich sicher oft bei meinem Onkel sein und dem Welpen beibringen, dass er dort alleine bleibt. Dann merke ich ja auch, wo noch Probleme sind.


Aber ich bin jetzt erstmal beruhigt. Danke. :)
 
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