- Der Fährtenthread Beitrag #1
Schattenseele
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Huhu ihr lieben!
Da ich mit Maxi ja Fährtenarbeit mache und einige Kurse belegt habe dachte ich,ich mache einen Thread für Interssierte und Gleichgesinnte auf.
Manchmal hat man ja doch eine Frage oder hängt irgendwo fest.
Ich beginne einfach mal das für die Fährtenneulinge zu beschreiben ohne weiter auf die Nasenanatomie einzugehen.
Wir wissen ja, wie gut Hunde riechen können
Also beschreiben wir die erste Fährte.
Was brauchen wir?
- Einen Hund (
)
- viele kleine gut riechende Kekse (z.B Wurst- oder Käsewürfel
- im besten Fall eine große Wiese ohne viel Ablenkung
- Gute Laune und Geduld
- Eine Fährten- oder Schleppleine
- im besten Fall einen Helfer
Man sollte darauf achten das der Hund nicht satt und nicht zu ausgepowert ist.
Eine Runde zum lösen sollte er vorher gehen dürfen um sich auch etwas aufzuwärmen.
Vielleicht kann das auch der Helfer machen, dann können wir die erste Fährte vorbereiten.
Wir treten ein Dreieck
etwa in den Maßen von 50*30 cm aus.
Hier müssen wir fest treten, die Füße nicht schleifen lassen!
Sonst wird der Boden schlecht oder gar nicht verletzt und es bilden sich keine Gerüche die der Hund später in der Nase haben sollte.
Dort wo das Dreieck nach vorne zeigt, beginnt die Spur.
Wir gehen also lansam(!) vorwärts. Anfangs können sich die Schuhe bei jedem Schritt berühren.
Die Füße treten parallel!
So gehen wir anfangs 10 bis höchstens 20m geradeaus. Ohne Bögen oder Winkel. Das wäre noch viel zu schwer für den Hund.
In jeden, wirklich jeden Fußabdruck kommt ein Stückchen Futter.
Auch in das Dreieck werden ein paar Bröckchen gelegt damit der Hund dort den Geruch in die Nase bekommt und diesem dann folgen kann.
(Das Dreieck wird auch Fährtenabgang genannt und kann auch rechteckig sein).
Wichtig ist, das der Hund auf jeden Fall ein Geschirr oder spezielles Fährtengeschirr trägt, denn wir nutzen eine Schleppleine.
Sinnvoll ist ein Ritual.
Trägt der Hund z.B immer ein Halsband, wäre das Ritual eben dann das Anlegen des Geschirrs.
Bei Maxi nutze ich ein Halstuch als Ritual.
Wichtig ist das deshalb, das der Hund den Unterschied lernt wann er den Weg bestimmen und auch mal ziehen darf, und wann das nicht seine Aufgabe ist. Er lernt das so gut zu unterscheiden und das ist für alle angenehm.
Dann geht es los.
Der Hund wird ruhig an das Abgangsfeld geführt und sitzt davor ab.
Ruhig loben und streicheln. Der Hund muss auf alle Fälle ganz ruhig sein oder gemacht werden.
Dann wird das Kommando gegeben. Auch ganz ruhig.
Entweder "such" oder "Fährte" oder auch "Spur" eben eins, was noch frei ist
Wenn der Hund in der Spur ist, immer wieder stimmlich ruhig loben.
Unterwegs findet er noch Futterbrocken die das Lob noch verstärken.
Kommt der Hund aus der Spur kommt auch ein Kommando (bei mir ist das "Nöö") und wir bleiben stehen.
Geben dem Hund die Chance allein wieder auf die Spur zu kommen.
Schafft er das: Lob.
Schafft er das nicht, helfen wir ihm mit einer Handbewegung und dem Kommando zum suchen.
Wir lassen den Hund die Fährte nicht bis zum Schluß absuchen.
Ein paar Meter vor Ende nehmen wir ihn von der Spur und freuen uns wie Bolle.
Der Hund wird überschwänglich gelobt, bekommt Futter und/oder eine ausgiebige Tobe- und Spielrunde.
Wir zeigen unserem Hund was er für ein Held ist und das er eben das für uns größte erreicht und gemacht hat.
Wir gehen die Spur nicht bis zum Ende, weil der Hund weiß, das es noch weitergeht.
Somit bleibt es spannend und die Erwartungshaltung steigt beim Hund.
Er freut sich noch viel mehr auf die nächste Fährte.
Diese Übung machen wir 2,3 mal die Woche.
Man sollte nicht mehr als 2 Fährten am Tag abgehen und zwischen den einzelnen Fährten und Fährtenabgängen muss ein größerer Zwischenraum sein damit sich die Gerüche nicht vermischen und den Hund verwirren.
Erkennt man eine Leistungssteigerung und Sicherheit beim Hund können die Fährten länger werden und die Fußabdrücke können kleinere Pausen bekommen.
Heißt wir beginnen langsam "normal" zu gehen.
Klappt auch das immer besser, kommt das Futter nur noch in jeden 2. Abdruck und so weiter.
Nach und nach werden dann auch Schlangenlinien oder Winkel mit eingebaut.
Aber alles der Reihe nach.
Wir wollen vor allem unseren Hund glücklich und zufrieden machen.
Und das gelingt am besten wenn wir uns dem Tempo des Hundes anpassen und ihn nicht überfordern
So ich weiß nicht, ob sich den Roman nun wer durchgelesen hat,
aber ich wünsche allen Interessierten ein gutes Gelingen und viel Spaß!
LG
Schatti
Da ich mit Maxi ja Fährtenarbeit mache und einige Kurse belegt habe dachte ich,ich mache einen Thread für Interssierte und Gleichgesinnte auf.
Manchmal hat man ja doch eine Frage oder hängt irgendwo fest.
Ich beginne einfach mal das für die Fährtenneulinge zu beschreiben ohne weiter auf die Nasenanatomie einzugehen.
Wir wissen ja, wie gut Hunde riechen können
Also beschreiben wir die erste Fährte.
Was brauchen wir?
- Einen Hund (
- viele kleine gut riechende Kekse (z.B Wurst- oder Käsewürfel
- im besten Fall eine große Wiese ohne viel Ablenkung
- Gute Laune und Geduld
- Eine Fährten- oder Schleppleine
- im besten Fall einen Helfer
Man sollte darauf achten das der Hund nicht satt und nicht zu ausgepowert ist.
Eine Runde zum lösen sollte er vorher gehen dürfen um sich auch etwas aufzuwärmen.
Vielleicht kann das auch der Helfer machen, dann können wir die erste Fährte vorbereiten.
Wir treten ein Dreieck
etwa in den Maßen von 50*30 cm aus.
Hier müssen wir fest treten, die Füße nicht schleifen lassen!
Sonst wird der Boden schlecht oder gar nicht verletzt und es bilden sich keine Gerüche die der Hund später in der Nase haben sollte.
Dort wo das Dreieck nach vorne zeigt, beginnt die Spur.
Wir gehen also lansam(!) vorwärts. Anfangs können sich die Schuhe bei jedem Schritt berühren.
Die Füße treten parallel!
So gehen wir anfangs 10 bis höchstens 20m geradeaus. Ohne Bögen oder Winkel. Das wäre noch viel zu schwer für den Hund.
In jeden, wirklich jeden Fußabdruck kommt ein Stückchen Futter.
Auch in das Dreieck werden ein paar Bröckchen gelegt damit der Hund dort den Geruch in die Nase bekommt und diesem dann folgen kann.
(Das Dreieck wird auch Fährtenabgang genannt und kann auch rechteckig sein).
Wichtig ist, das der Hund auf jeden Fall ein Geschirr oder spezielles Fährtengeschirr trägt, denn wir nutzen eine Schleppleine.
Sinnvoll ist ein Ritual.
Trägt der Hund z.B immer ein Halsband, wäre das Ritual eben dann das Anlegen des Geschirrs.
Bei Maxi nutze ich ein Halstuch als Ritual.
Wichtig ist das deshalb, das der Hund den Unterschied lernt wann er den Weg bestimmen und auch mal ziehen darf, und wann das nicht seine Aufgabe ist. Er lernt das so gut zu unterscheiden und das ist für alle angenehm.
Dann geht es los.
Der Hund wird ruhig an das Abgangsfeld geführt und sitzt davor ab.
Ruhig loben und streicheln. Der Hund muss auf alle Fälle ganz ruhig sein oder gemacht werden.
Dann wird das Kommando gegeben. Auch ganz ruhig.
Entweder "such" oder "Fährte" oder auch "Spur" eben eins, was noch frei ist
Wenn der Hund in der Spur ist, immer wieder stimmlich ruhig loben.
Unterwegs findet er noch Futterbrocken die das Lob noch verstärken.
Kommt der Hund aus der Spur kommt auch ein Kommando (bei mir ist das "Nöö") und wir bleiben stehen.
Geben dem Hund die Chance allein wieder auf die Spur zu kommen.
Schafft er das: Lob.
Schafft er das nicht, helfen wir ihm mit einer Handbewegung und dem Kommando zum suchen.
Wir lassen den Hund die Fährte nicht bis zum Schluß absuchen.
Ein paar Meter vor Ende nehmen wir ihn von der Spur und freuen uns wie Bolle.
Der Hund wird überschwänglich gelobt, bekommt Futter und/oder eine ausgiebige Tobe- und Spielrunde.
Wir zeigen unserem Hund was er für ein Held ist und das er eben das für uns größte erreicht und gemacht hat.
Wir gehen die Spur nicht bis zum Ende, weil der Hund weiß, das es noch weitergeht.
Somit bleibt es spannend und die Erwartungshaltung steigt beim Hund.
Er freut sich noch viel mehr auf die nächste Fährte.
Diese Übung machen wir 2,3 mal die Woche.
Man sollte nicht mehr als 2 Fährten am Tag abgehen und zwischen den einzelnen Fährten und Fährtenabgängen muss ein größerer Zwischenraum sein damit sich die Gerüche nicht vermischen und den Hund verwirren.
Erkennt man eine Leistungssteigerung und Sicherheit beim Hund können die Fährten länger werden und die Fußabdrücke können kleinere Pausen bekommen.
Heißt wir beginnen langsam "normal" zu gehen.
Klappt auch das immer besser, kommt das Futter nur noch in jeden 2. Abdruck und so weiter.
Nach und nach werden dann auch Schlangenlinien oder Winkel mit eingebaut.
Aber alles der Reihe nach.
Wir wollen vor allem unseren Hund glücklich und zufrieden machen.
Und das gelingt am besten wenn wir uns dem Tempo des Hundes anpassen und ihn nicht überfordern
So ich weiß nicht, ob sich den Roman nun wer durchgelesen hat,
aber ich wünsche allen Interessierten ein gutes Gelingen und viel Spaß!
LG
Schatti