Schutzdienst, haben da ein Problem

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  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #1
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Bullweih

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Hallo

Bevor ich euch um Hilfe frage stell ich uns erst mal vor :)

Ich bin 36 Jahre und mein dicker ist ein Rottweiler Rüde mit jetzt 2 einhalb Jahren. Zum Hundesport bin ich nur durch Zufall gekommen. Nachdem mein alter Rotti im Alter von 12 Jahren verstarb war mir klar das ich nie wieder eine andere Rasse wollte (er war der perfekte Familienhund). Nachdem ich dann nach 3 Jahren meine Trauer überwunden hatte und mich bereit fühlte für einen neuen Hund bin ich durch Zufall bei Rotti in Not auf meinen gestossen. Na ja, eigentlich sollte es wieder ein Welpe aus guter Zucht werden aber das Herz hat da einfach gesiegt und wir haben den 10 Monate alten Hund aus seiner 3Zimmer Wohnung in der Großstadt rausgeholt.

Er ist ein toller Hund mit sehr starkem Trieb aber genau das war unser Problem. Der Hund kannte nichts (Radfahrer, LKW, andere Hunde etc) und war total unterfordert.

Schnell merkte ich das selbst Stundenlange spaziergänge das nicht ändern konnten und suchte einen Hundeplatz auf in der Hoffnung ihn geistig auszulasten. So begann unsere Odysse nach der Platz suche. Hier lernte ich mal kennen wie manche Leute Hunde aufgrund ihrer Rasse diskriminieren (und die Besitzer auch).

Die einzigen die mit uns sofort und vorbehaltlos arbeiten wollten waren die besuchten Schäferhundplätze. Wenn man mal von kleinen neckerreien absieht :)

So, im Juli 11 haben wir mit Unterordnung angefangen und im November eine tolle BH abgelegt. Weil mir, und vor allem meinem arbeitsfreudigem Dicken, das so viel Spass gemacht hat gings im September mit Fährte und Schutzdienst los. Und es ist klasse, der Hund ist ganz anders, total ausgeglichen und entspannt.

Jetzt zu meinem aufgetretenem Problem:
Wir haben den SD über Beute aufgebaut und er hat schnell wahnsinnige Fortschritte gemacht. Als wir jetzt angefangen haben Belastung mit einzubauen (Stockschlag auf den Arm / Knallen der Geißel) fängt er nachdem er den Arm hat wie verrückt zum schütteln an. Der steigert sich da so rein das er auf kein Kommando mehr hört. An Aus ist da nicht zu denken :(

Liegt das an der Belastung? Hat mir jemand einen Tipp? Der Tipp vom Platz war halt typisch (Stachel) da ich aber nur das beste für meinen Dicken will lehne ich das ab und wollte euch mal fragen.

Sorry dass das jetzt so ein Roman wurde, aber ich dachte mir ein bischen Hintergrund hilft.

Viele Grüße

Oli
 
  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #2
Hallo und Willkommen im Forum :D.

Zunächst möchte ich dir ein Lob aussprechen, dass du dich gegen den Stachel entschieden hast, das ist unter VPG-Sportlern leider nicht oft der Fall, besonders wenn der Ausbilder dazu rät.
Wie arbeitet ihr denn zur Zeit? Hast du ihn noch an der Leine oder beißt er frei ein? Wie beginnt ihr mit dem Schutzdienst (Revieren, Anreizen an der Leine etc.)?
Steht er gut im Gehorsam, wenn ihr den Platz betretet?
Was habt ihr bisher versucht? Hat der Helfer noch eine Idee oder eine Vermutung, woran es liegen könnte?
Was hast du bisher gemacht, wenn er anfing, den Arm zu schütteln?
Wie belohnst du ihn, wenn er den Arm hat? Darf er ihn rumtragen, muss er gleich auslassen, nimmt der Helfer ihm den Arm spielerisch weg...?
Lässt er sich sonst vom Helfer anfassen oder reagiert er auch außerhalb vom Platz aggressiv auf ihn?

Ich würde vermuten, dass bei deinem Hund ein Schalter umkippt, wenn die Peitsche zum Einsatz kommt. Ich selbst habe zwar VPG gemacht, aber genau wegen dieser Übung nie eine Prüfung abgelegt. Ich denke einfach, dass dein Hund es bisher als ein Spiel angesehen hat, doch wenn der Helfer aggressiv wird wird er es auch. Die Frage ist, ob das ein Weg ist, den man weiter beschreiten sollte, ob man es für ihn wieder zum Spiel machen kann oder ob es für den Hund purer Ernst bleibt und das Training abgebrochen werden sollte.

LG
 
  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #3
Viele Hunde fühlen sich durch sowas angespornt, wie habt ihr die Belastung denn begonnen? Ich würde es in diesem Fall seeehr langsam angehen, zuerst einmal Stock durch die Luft schwingen, dann leicht drüber streichen über den Körper und erst dann ein sanftes Klopfen, das er kaum spürt.
Was macht er denn, wenn der Figurant bewegungslos stehen bleibt?
 
  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #4
Danke euch schon mal für die Antworten und das Willkommen.
Also momentan beisst er noch an der Leine. Der SD läuft so ab... ich komm im Fuß (na ja, beim SD klappts mit dem anschauen noch net so gut) auf den Platz wo der Helfer schon wartet. Ich lass den Hund sitzen, er schaut mich an, und ich schick ihn mit "Voraus" auf den Helfer. Vor kurzem noch ist dann der Helfer etwas "rumgehüpft" hat drohende Geräusche gemacht und den Arm kurz vor dem anbiss wieder weggezogen... hat er 3,4 x schön gebellt durfe er anbeissen. Jetzt ist der Helfer eher passiv und ich lass den dicken an der Leine vor bis er sitzt und verbellt.

Nun wurde vor kurzem eben mit der Belastung angefangen. Aussage war, dann bellt er schöner weil er es ernst nimmt und ich muss auch sagen das bellen hört sich ganz anders an. Aber eben seither auch das Problem mit dem schütteln... und auch das ich der Meinung bin das sich mein Hund jetzt eher auf die Geißel als auf den Arm konzentriert und er nicht mehr dieses ungestüme hat... er geht nicht mehr so druckvoll in den Arm.

Wie gesagt, er wird net gehauen (das würde ich sofort unterbinden) es wird neben der Schnauze auf den Arm geschlagen oder überm/neben dem Hund knallen gelassen.

Ich hab halt leider das gefühl das dort nicht so von Hund zu Hund unterschieden wird sondern man halt eine Linie durchfährt die bisher ja Erfolg hatte. Ich müsste also schon selber sagen wie ichs haben will. Aber für mich ist das halt neuland und ich seh nur die Veränderungen an meinem Hund.

Spass hat er schon noch wie früher dran... er ist im Auto schon ganz heiss und kratzt schon wild am Türchen auf dem Platz. Anfassen (also mal nett knuddeln oder so) tut der Helfer leider nicht... bin schon froh das ich mit meinem Hund Unterordnung mit Ball usw machen kann (das hat am Anfang auch schon zu rollenden Augen geführt) Aber der Erfolg hat uns ja dann doch recht gegeben.

Wenn ihr noch nen Tipp habt oder noch mehr Infos braucht schiesst los. Würde mich freuen und wäre sehr dankbar.

Schönen Abend noch
LG
 
  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #5
Vielleicht dreht er dabei zu sehr auf und sieht es als Zerrspiel an. Habt ihr mal versucht es langsam ihn daran zu gewöhnen?? Vieleicht den Stock erstmal nur auf den Arm zu ticken anstatt voll Wucht drauf zu schmettern? Und den knall (weiss jetzt nicht mit was das gemacht wird) erstmal vor dem SChutzdienst zu festigen? Also ihn erstmal an den Knall zu gewöhnen und dann vielleicht den in den SD einzubauen??

Toll das du keinen Stachell genommen hast. Ichhoffe dir worde nicht gesagt das dein Hund" ungenutzes Potenial" hat. Hört man mal heufiger wenn man sich nicht "fügt";).

Lg Yvi
 
  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #6
Ich glaube, die Tipps die ich dir geben werde, werden deinem Figuranten gar nicht schmecken.^^

Zum Hund: Dass er noch an der Leine ist ist sehr gut. Er scheint das schon recht ernst zu nehmen seit die Peitsche knallt bzw. will er seinen Willen durchsetzen, wenn der Helfer ihm zu ruhig ist. Aber da können du und der Figurant etwas tun:

Zuerst zum Helfer: Er soll den Hund - auch in voller Montur - mal außerhalb vom Platz streicheln, einfach kurz vor dem Reinlaufen. Er muss ihn nicht knuddeln und knutschen, er soll nur mal freundlich zu dem Hund sein. Wenn er dann den Platz betritt beginnt er ihn anzuheizen, nicht vorher. So sollte dein Hund lernen, dass es ein nur auf den Platz bezogenes Spiel ist und der Mann im Anzug kein Monster ist ;).
Er hat aber auch einen Zwischenschritt "vergessen", nämlich das aktive Anheizen mit Peitsche, bei dem der Hund sich daran gewöhnen soll.
Außerdem soll er vorerst nicht direkt neben den Hund schlagen sondern er soll sich selbst auf/neben den Oberschenkel schlagen. Und das nicht erst, wenn der Hund eingebissen hat, sondern wie beschrieben schon vorher. Und er soll dann eben auch wieder etwas aktiver werden.

Jetzt zu dir: Wenn der Helfer stoppt und der Hund schüttelt bist du gefragt: Der Helfer soll einfach mal stehen bleiben und wegsehen, du gehst hin und streichelst deinen Hund und gibst ein Kommando wie "ruhig". Er soll lernen, sich zu beruhigen und nicht so hochzudrehen. Aber wie gesagt - vielleicht vorher erst nochmal ein bisschen langsamer vorwärts machen ;).
Außerdem würde ich das Einlaufen noch ein paar mal üben, mit Helfer auf dem Platz aber ohne Schutzdienst. Immer wieder einlaufen und wieder raus, bis er dich anschaut und schön konzentriert ist.

Liebe Grüße
 
  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #7
Vielen lieben Dank für die guten Tipps und eure Mühe, mir hilft das sehr wenn ich da verschiedene Meinungen höre.

Gestern war schon ein kleiner Erfolg. Es geht eigentlich immer sehr schnell aufm Platz zu (reizen, anbeissen, aus, wiederholen 3-4x, kurze Flucht und der nächste is dran). Mir wurde von einem Bekannten noch der Tipp gegeben ihn einfach laufen zu lassen bis er selbst nimmer will. Hab ich gestern gemacht und siehe da, kein schütteln (gut, dem Helfer hats nicht gefallen weils halt n Weilchen gedauert hat).

Vielleicht hab ich das auch etwas undeutlich beschrieben, am Helfer hat er einen guten Griff, kontert stark und schüttelt nicht. Das schütteln ging erst los wenn er den Arm dann hatte und ich oder der Helfer näher kamen oder der Hund stehen blieb.

Ich hoffe dass es jetzt besser wird und werde auf jeden Fall die Tipps von Dir (Mischling) einbauen. Fands eh immer schade das da so ne Distanz zwischen Helfer und Hund gehalten wird (glaub au net das der den streichelt ;) ) Und bei Yvi179 hab ich schmunzeln müssen weil genau den Satz ich schon mehr als einmal gehört habe :)

Ich werde euch auf dem laufenden halten und falls noch jemand was einfällt nur raus damit.

Hier noch 2 Bilder damit ihr wisst wie der Lump aussieht.

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Danke und viele Grüße
 
  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #8
Ach, du hast auch einen Hund mit ungenutztem Potential? :mrgreen:

Freut mich, dass es nun besser klappt. Wenn er den Arm erst schüttelt wenn er ihn hat ist das natürlich was anderes ;).
Ich würde mich auch freuen, wenn die Helfer hier mehr auf die Hunde eingehen würde, das wäre für beide Seiten wichtig.

Einen wirklich süßen Hund hast du da übrigens ;).
Halte uns auf dem Laufenden :D.

LG
 
  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #9
Hallo Zusammen

erstmal Danke @Mischling :) find den dicken auch total süß :)

So mal ne kurze Zusammenfassung der letzten Male SD.

Wenn ich ihn, nach dem er den Arm hat, so lange laufen lasse bis er ihn selbst fallen lässt schüttelt er nicht mehr. (Ausser ich laufe langsam, da legt er sich ab und ab hin und würde ihn dann auseinander nehmen

Wenn der Helfer ihn mir dirket mit Arm übergibt gehts auch meistens gut.

Nur wenn er merkt das ihm jemand vorher den Arm wegnehmen will kommt wieder dieses extreme schütteln.


Am Helfer lässt er aber aufs erste "AUS" auch aus.

Vielleicht sollte ich ja darauf bestehen mit der Belastung (Geißel) wieder zurückzufahren, da ich jetzt die letzten Male den anschein hatte das mein kleiner mehr auf die Geißel schaut und die anbellt wie auf den Arm/Helfer. Was meint ihr dazu?
Außerdem viel mir auf dass er nicht mehr diesen ungestümen Druck nach vorn hat wenn ihm der Arm angeboten wird. Er beisst wohl kräftig und mit sauberem Griff, aber eben nicht mehr so.... wie soll ich sagen.... draufgängerisch. Kann das auch an der Belastung/Bedrohung liegen?

Gibts eigentlich nen Anhalt wie oft man trainieren sollte? Ab wann ist es zuviel? Mir macht einfach mit dem Kerl alles soviel Spass dass ich grad befürchte vielleicht zuviel mit ihm zu machen (3-4 Fährten, 4 SD, und 2-3 Unterordnung die Woche)

Lieben Dank schon mal und schönen Abend noch

LG
 
  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #10
Ich würde das fährten auf 2-3 x reduzieren, SD ebenfalls.
Ihr macht 4x SD, aber nur 2-3x UO? Wie kommt das, dass ihr teilweise vor dem SD keine UO macht?

Dein Pensum ist für einen Rotti schon recht heftig, gönn ihm auch mal Freizeit und lass ihn Hund sein :)
 
  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #11
Hallo
Ja, dachte mir fast schon dass das ein wenig viel ist. Kommt ja noch hinzu das ich wirklich sehr viel mit ihm noch spazieren (und jetzt wieder schwimmen) geh.

Mit der Unterordnung kommt daher dass 1. es eigentlich super läuft (gut ne Baustelle haben wir immer mal, aber ich hab mir schon abgewöhnt da ewig dran rumzudoktoren. Hat sich meistens von allein wieder erledigt), 2. Unterordnung mir persönlich am wenigsten Spass macht (könnt dafür jeden Tag Fährten gehn) und 3. Wir Fuß und Apport auch oft zuhause oder auf unseren spaziergängen "spielen"

Na und Schutzdienst eben weil mir gesagt wurde "die Wiederholung machts" und ich mich da halt net auskenn... Für Fährte und Unterordnung kann man sich ja bis zum Hals mit verschiedensten Büchern etc eindecken.

LG
 
  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #12
Du brauchst nen Zweithund :mrgreen:

Dein Programm ist schon echt heftig, ich schick dir per PN einen Link. Dort findest du Infos ohne Ende, hier lassen sich zwar Kleinigkeiten Besprechen, aber um wirklich in die Materie einzusteigen, ist es dennoch der falsche Ort :)

Du magst keine UO?......gut, du kannst gerne mit meinen fährten, ich mach dafür mit deinem die UO :mrgreen:
Ich kann das doofe, 10 m hinter dem Hund über nen Acker latschen, nicht ausstehen! Aber die Unterordnung, die ist genial :)
 
  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #13
Haha, bei diesem Job/Dog Sharing würde ich sofort mitmachen :mrgreen: Ich finde das super, Frühmorgens, alles ist still, niemand unterwegs und ich lauf mit meinem Hund über die Felder :)

Auch auf diesem Weg hier noch mal vielen lieben Dank für die Links und die Infos, hab da schon paar interessante Sachen gelesen/gesehn.

Viele Grüße und schönen Sonntag noch
Oli
 
  • Schutzdienst, haben da ein Problem Beitrag #14
Vor jeden Schutzdienst gehört für mich auch eine Unterordnung.
Wenn ein Hund die beherrscht,reichen da auch 10 Minuten.
Allerdings würde ich ihm auch ab und an mal einen freien Tag gönnen
mit nur spazieren oder schwimmen.
 
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