Zwerghamster-Leiden sie alleine?

Diskutiere Zwerghamster-Leiden sie alleine? im Hamster Haltung Forum im Bereich Hamster Forum; Hallo, ich hatte letztens das Vergnügen mehrere Meinungen zu der Zwerghamsterhaltung mitanzuhören. Viele waren der Meinung, dass man sie genau...
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  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #1
CheshireLou

CheshireLou

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Hallo,

ich hatte letztens das Vergnügen mehrere Meinungen zu der Zwerghamsterhaltung
mitanzuhören.
Viele waren der Meinung, dass man sie genau wie Goldhamster alleine halten soll.
Andere unterschieden zwischen den verschiedenen Arten und sagten zum
Beispiel, dass man Roborowskis ruhig zu zweit halten könne (am besten als Päärchen).
Wiederrum andere meinten, dass man Zwerghamster nicht halten sollte, da
ihre Lebensweise noch nicht erforscht ist und sie es als Quälerei ansehen würden,
würde man diese Tiere nun alleine halten, obwohl sie Artgenossen bräuchten
oder umgekehrt.
Ich persönlich bin mächtig verwirrt und weiß gar nicht mehr, was ich dazu sagen soll
und wie ich dazu stehen soll.

LG,

CheshireLou
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #2
Ich halte 2 Campbell Zwerghamster und ich kann die Gruppen/Paarhaltung von ihnen nur empfehlen. Aber wirklich nur bei Campbells und Robos. Die anderen Arten sind NICHT verträglich, die zerstreiten sich zu 99% immer wenn sie älter werden.
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #3
Gibt es denn mittlerweile neue Erkenntnisse darüber, wie diese Zwergis in freier Natur leben?
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #4
Huhu!

Ich beschäftige mich ja auch seit einiger Zeit mit diesem Thema und hab mir ein Buch gekauft, in dem die wilden Zwerge beobachtet/erforscht/untersucht wurden (in ihren natürlichen Habitaten) und dort wird gesagt, dass manche Arten sehr wohl in Pärchen oder Gruppen leben und dann abends gemeinsam auf Beutezug gehen. Ich bin mit dem Buch noch nicht ganz durch, da es leider etwas trocken und wissenschaftlich aber auf jeden Fall sehr interessant ist.

Leider kann man das heutzutage nicht 1:1 übertragen. Nur weil Campbells in Familienverbünden leben, kann man sich nicht einfach zwei Campbells besorgen und zusammensetzen. Durch die Hybridisierung und Überzüchtung sind die meisten Zwerghamster gar nicht mehr in der Lage, sozial ordentlich und angemessen zu interagieren. Da müsste man sich dann wirklich an eine Zucht wenden, die eben diese Sozialverträglichkeit in den Mittelpunkt stellt.

Ich kann dir nicht sagen, inwieweit Zwerge leiden... Bei Wellensittichen sieht man das aber z.B. richtig gut, dass die einzeln gehaltenen regelrecht zu Grunde gehen. Allerdings würde ich einen Zwerg, der sein ganzes Leben Gruppenhaltung gewöhnt ist, nicht ohne Grund alleine leben lassen.
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #5
Ich find das echt schwer, weil ich eben nicht weiß wie das Hamster genau zeigen.
Auch weiß ich nicht, ob sich das Verhalten durch die Domestikation nicht geändert hat.
Frettchen brauchen ja auch den Kontakt zu anderen Frettchen, obwohl Iltisse lieber
alleine bleiben.

Wie heißt denn dieses Buch und behandelt es alle Zwerghamsterarten?
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #6
@Casimir
wie heißt das Buch?

Bounty123 hälte mehrere Gruppen, sie hat schon einiges an Erfahrung :D
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #7
Also ich habe jetzt schon von manchen Fällen gehört, wo eine Verhaltensänderung nach der Trennung von 2 Tieren (haben sich aber nicht zerstritten) eintrat.
Einmal waren es 2 Campbellbrüder, von denen der eine starb. Der andere wurde daraufhin richtig depressiv und wollte nicht mehr fressen, war schlapp und lustlos. Die Besitzerin hat dann unter Anleitung einer Züchterin 2 junge Tiere dazu vergesellschaftet und ab diesem Zeitpunkt war der depressive Zustand verschwunden.

Das andere Mal hat eine Userin in einem anderen Forum einen Robo gekauft, der in einer Gruppe lebte. Nach dem Kauf war er sehr zahm und neugierig. Nach und nach zog er sich immer weiter zurück. Er starb auch relativ früh.
Da kam eben auch die Idee auf, dass es an der fehlenden Gesellschaft liegt.

Züchter von Campbells sagen auch, dass diese in der Gruppe mutiger und schneller zutraulicher werden. Ob das aber auch gleichzeitig das Wohlbefinden fördert kann ich nicht sagen, würde es aber vermuten, da weniger Angst und folglich Stress postive Auswrikungen auf die Gesundheit haben müssten.
Negative Auswirkungen hätte die Gruppenhaltung natürlich, wenn Stresssituationen zwischen den Tieren in der Gruppe entstehen. Solche Situationen gibt aber aber auch immer wieder in harmonischen Gruppen.

Ich denke aber auch, dass man das Verhalten von den wilden Hamstern nicht immer 100%ig auf unsere domestizierten Hamster übertragen kann. Unterschieliche Eigenschaften und Anlagen gehen bei der Domestikation immer verloren, wer sagt uns, dass es bei manchen Tieren nicht auch die Sozialverträglichkeit ist?
Vielleicht war das soziale Leben in der Natur eher eine Zweckgemeinschaft, die gelöst wird, sobald wie in der Heimtierhaltung ausreichend Ressourcen vorhanden sind.
Es gibt einfach zu wenig Studien und zu viele ungelöste Fragen bezüglich dieses Themas. Generell sehe ich aber an meinen beiden, dass ich sich zu zweit sehr wohl fühlen und eigentlich nicht gestresst oder ähnilches wirken. Hier habe ich aber auch nicht den Gegenvergleich, denn einzeln saßen sie hier natürlich noch nicht;).
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #8
Das heißt "Die Zwerghamster der paläarktischen Fauna". Sehr alt, aber ich glaub mich zu erinnern, dass da auch mal was von mehreren Tieren pro Bau erzählt wurde... Da werden sehr viele Zwerghamster behandelt, nur leider nicht die Campbells.
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #9
schwierige frage... ich hatte jetzt schon mehrere einzelne zwerge.. campbells und hybrid... nie hat es auf mich den eindruck gemacht, dass ihnen etwas fehlt. meine schwester jedoch hat nun zwei schwestern (dsungaren) die seit geburt miteinander leben. gibt manchmal zoff, hält sich aber wirklich in grenzen. beide sind ausserdem superzahm und neugierig. die eine ist zwar der chef, aber die andere kommt nicht zu kurz. (wir sind uns allerdings nicht ganz sicher, aber wir glauben, das chefsein wechselt sich nach längeren perioden ab. beide sehen einfach so gleich aus! :uups:) natürlich haben wir einen leeren käfig, damit man die zwei auch notfallmässig trennen könnte. glaube aber nicht das das so weit kommt. ;)
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #10
Ich dachte, dass man Dsungaren gar nicht zusammen halten kann, da sie sich irgendwann zwangsläufig zerstreiten.
Zumindest habe ich das gehört.:eusa_think:
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #11
hab ich auch gedacht....:silence:
funktioniert jetzt aber schon sehr lange so... aber ausprobieren würde ich es auch kein zweites mal..
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #12
Sind das denn wirklich reine Dsungaren? Also vom seriösen Züchter?
Ansonsten würde ich sagen, dass das eben Hybdriden sind, bei denen die Saozialverträglichkeit der Campbells mehr durchkommt.
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #13
ja, kann auch sein... ist ja sehr schwierig reine dsungis zu bekommen..:|
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #14
Hallo,

mit der Thematik habe ich mich noch nicht wirklich auseinander gesetzt, allerdings habe ich in beide "Richtungen" Erfahrungen.
In meinem Ausbildungstierheim bekamen wir eines schönen Tages eine Dschungarenfamilie (ob nun echt oder nicht echt, keine Ahnung, sie sahen zumindest alle aus wie Dschungis...;)): Mutter, Vater und vier Söhne.

Die Elterntiere wurden gleich getrennt, da wir eine weitere Trächtigkeit vermeiden wollten und die Mutter auch in einem erbärmlichen Zustand war (Bisswunden etc.). Den Vater beließen wir erstmal bei seinen Söhnen, ging aber nicht wirklich gut. Er wurde dann recht schnell als Einzeltier vermittelt und war denke ich nicht besonders beeinträchtigt dadurch, er war zeitlebens zutraulich, handzahm und wurde ca. 3 Jahre alt (gute 2 Jahre war er bei der neuen Besitzerin). Die Brüder zerstritten sich auch irgendwann, es bildeten sich Zweierpaare. Frodo und Sam, sowie Merry und Pippin...;)

Frodo und Sam wurden zusammen vermittelt und blieben auch, meines Wissens, bis zum Tod des Einen zusammen, was danach gemacht wurde, weiß ich leider nicht, also ob eine weitere VG gewagt wurde oder nicht. Merry und Pippin zogen dann zu mir (eigentlich als Pflegestelle :roll:), erstmal gemeinsam. Ging aber gar nicht gut. Ich musste sie nach wenigen Wochen trennen. Merry bekam dann innerhalb kürzester Zeit mehrere Tumoren und verstarb recht schnell. Pippin blieb dann bei mir. Alleine. Er lebte 2 1/2 Jahre bei mir und war somit auch fast 3 Jahre alt. Er war leider nie zahm, hasste jegliche Annäherung und durfte einfach Hamster sein. Man konnte ihn gut beobachten, er lief viel draußen herum, aber reinfassen/anfassen war nicht seine Welt. Ob das nun daran lag, dass er alleine war, weiß ich natürlich nicht. Ich hatte aber immer das Gefühl, dass er auch Merry nicht wirklich "gebraucht" hatte, was nun aber vermutlich daran gelegen haben könnte, dass er die Krankheit von Merry bemerkt hat und ihn deshalb "verstoßen" hat...wer weiß...
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #15
So, soweit ich weiß gibt es ja folgende Zwerghamsterarten:

Dsungarische Zwerghamster
Campell Zwerghamster
Roborowski Zwerghamster
Chinesische Zwerghamster

Bei welchen weiß man jetzt ganz genau, wie sie in der Natur leben?

Ich möchte nämlich niemals ein Tier halten, von dem ich nicht weiß, wie es in der Natur lebt und wie man es halten sollte.
Obwohl man ja leider nicht sagen kann, ob sie dann in Gefangenschaft einzeln oder zu mehreren gehalten werden können/dürfen/müssen.

Und bei den Dsungis weiß man ganz genau, dass man sie alleine halten soll?
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #16
als anfänger hält man lieber nur einen hamster.. da das noch schwierig ist, zu beurteilen, ab wann das richtige kämpfe werden, und man die tiere sofort trennen muss..(ausser evtl. bei robos, aber da kenne ich mich nicht aus) also lieber nur einen halten, als zwei, die sich gegenseitig bekämpfen.. so hat der hamster sicher ein stressfreieres leben..;)
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #17
Also Dsungis finde ich schon toll, aber wenn man nicht genau weiß, wie sie gehalten werden werde ich wohl von ihnen, wie auch von allen anderen Zwerghamstern die Pfoten lassen.
 
  • Zwerghamster-Leiden sie alleine? Beitrag #18
Soweit ich das weiß leben Dsungaren wohl als gegengeschlechtliches Paar. Sie bleiben aber bei der Wurfaufzucht zusammen und bestreiten diese auch im Teamwork. Ansonsten bleiben sie aber eher für sich.


Chinesischen Streifenhamstern sagt man auch nach, dass sie alleine leben, wobei ich auch schonmal ein Geheg für 3 Chinesen gesehen habe.

Campbells leben in großen Verbänden, man kann sie ja auch als Haustier in großen Gruppen mit über 10 Tieren halten.

Zu den Robos kann ich nur sagen, dass sie wohl auch in kleineren Gruppen leben. Ich kenne eine Halterin, die hatte eine harmonische 3er Gruppe und später wurde sogar noch ein 4tes Notfalltier hinzuvergesellschaftet.

Im Internet findet man ja leider nicht viele Infos, wenn du aber einen reinen Dsungaren alleine hälst und reine Campbells in Gruppen, sollte das der Natur relativ nah kommen. Zumindest klappt es ja bei den meisten ganz gut.
 
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