Ja wenn nur 3 bis 4 mal pro Tag und dafuer ausgiebig waere ja toll, aber leider auch nicht wirklich ausgiebig. Die erste Fuetterung, da wollte er kaum mehr aufhoeren, aber das war vermutlich, weil er grossen Hunger hatte. Ich weiss ja nicht wie lange zuvor er nichts bekam. Erhalten habe ich ihn von einem Bewohner aus dem Nachbardorf, und wenn ich ihn richtig verstanden habe, dann stammt er aus einer Farm. Es gibt ja in Asien (mitunter auch in Thailand) solche Farmen, wo die Tiere gehalten werden wegen dieser speziellen Kaffeproduktion. Bis vor 2 Tagen wusste ich davon noch nichts, aber im Internet kann man darueber lesen und auch teils Bilder sehen. Gar keine schoene Sache!! Aber wie er von so einer Farm ins Nachbardorf kam, ist mir nicht bekannt, evt durch einen Mitarbeiter der Farm. Und da man hier in der Gegend weiss, dass ich auf meinem Grundstueck viele Tiere halte, kommt immer mal wieder jemand vorbei und bringt was. Bis jetzt waren es meistens Schlangen oder Grossechsen, aber zwischendurch eben auch mal was anderes. Also eigentlich sind es zwei Musangs, aber das eine Tier ist schon deutlich groesser und bereitet mir keine Schwierigkeiten, nur der kleinere macht mir etwas Sorgen. Ich konnte heute nun aber feststellen, dass er immerhin mal 8 Gramm zugenommen hat. Kotausscheidungen sehen gut aus, und er uriniert auch regelmaessig beim Massieren. Ich koennte mir aufgrund meiner bisherigen Beobachtungen eben doch vorstellen, dass die Aufzucht der Musangs deutlich von den Hauskatzen unterscheidet. Eine Hauskatze ist ja wenn ich richtig informiert bin nach ca 5 bis 6 Wochen weg von der Milch und wird danach vermutlich rel bald ziemlich selbststaendig. Musangs sind aber anscheinend bis zu 8 oder 9 Monaten von der Mutter abhaengig. Daher koennte davon ausgegangen werden, dass die Jungtiere deutlich langsamer wachsen, und daher auch deutlich weniger Nahrung zu sich nehmen. Er macht einen gesunden und recht aktiven Eindruck, und ich muss wohl einfach davon ausgehen, dass diese geringe Nahrungsmenge ausreichend ist. Der kleine hat jetzt ein Gewicht von 171 Gramm, der groessere 360 Gramm, und hat heute auf seiner ersten Entdeckungsreise das halbe Wohnzimmer beschnuppert und ist ueberall raufgeklettert. Aber auch der frisst fuer seine Groesse eigentlich erstaunlich wenig, aber dies scheint wohl normal zu sein bei den Musangs.
Auswildern werde ich die Tiere eher kaum. Ich weiss nicht, ob sie hier in meiner Gegend ueberhaupt noch wild vorkommen, und in einem Nationalpark darf man keine Tiere aussetzen. Und in einem Wald ausserhalb eines Nationalparks sehe ich die Ueberlebenschancen eher klein, zumal ich ja nicht weiss, wo diese Art genau lebt und vorkommt, da die Tiere aus einer Farm stammen. Ich habe aber genuegend Land, und werde den beiden ein grosszuegiges unterteilbares Freilandgehege bauen, wie ich dies schon fuer diverse andere Tiere gemacht habe. Ich hoffe einfach, dass ich den kleinen durchbringe. Sollte wider Erwarten doch noch jemand meinen Beitrag lesen und Erfahrungen mit Musangs haben, wuerde ich mich auf eine Rueckmeldung sehr freuen.
Und dir Urizen vielen Dank fuer deine Infos!
Gruss Martin