- Euthanasie - Methoden, Erfahrungen, etc. Beitrag #1
Nienor
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Hallo miteinander,
ich moechte heute ein ernsthaftes Thema ansprechen, dass wir Rattenhalter nicht totschweigen sollten, schliesslich trifft es uns irgendwann. Kaum einem Tier ist es leider vergoennt, friedlich zuhause einschlafen zu duerfen, vielen Tieren muessen wir auf ihrem Weg ueber die Bruecke helfen.
Ich moechte hier einfach die Erfahrungen sammeln, die wir Rattenhalter bisher bei Euthasien gemacht haben und Neulingen auch Beispiele zeigen, damit sie auch wissen, was sie erwartet, welche Methoden schonend sind etc.
Daher meine Fragen :
Welche Methode wendet euer Tierarzt an ? (vorherige Inhalation / Injektion, dann die finale Spritze (evtl. welches Mittel), direkt eine Ueberdosierung Narkosemittel, etc.) ?
Wie empfindet ihr die Euthanasie fuers Tier ?
Geht euer Tierarzt auf eure Wuensche ein, was die Euthanasie angeht ?
Erklaert er euch, was er tut und warum ?
Wie lang muesst ihr auf einen Euthanasietermin warten ?
Was wollt ihr sonst noch zum Thema Euthanasie los werden ?
___
Nun zu uns. Meine erste Ratten (Honey) verstarb direkt nach einer OP - sie ist aus der Narkose nicht mehr aufgewacht.
Jedoch standen wir trotzdem frueh genug vor der Entscheidung und mussten dann Sunny, spaeter Crazy und auch Juno bei unserem ehemaligen Tierarzt einschlaefern.
Die Tiere wurden mittels Inhalationsnarkose betaeubt - von einer Injektion wurde immer abgeraten, weil das Injektionsnarkotikum stark brennen soll. Danach gab es ein Pentobarbital in den Bauchraum oder direkt ins Herz.
Ich kann diese Methode nicht empfehlen, die Tiere haben in der Narkosebox Panik, sie durchleben alle Stufen der Narkose inklusive Ataxie. Es ist schwer anzuschauen. Jedoch blieb uns in dem Moment nichts anderes uebrig, denn die Tiere sollten nicht weiter leiden und die Angst vor einem brennenden Schmerz bis zum Tod war staerker.
Auch hatte ich zum Teil Probleme, einen Termin fuer die Euthanasie zu bekommen. Da ich nicht rund um die Uhr zuhause bin, bin ich zum Teil darauf angewiesen, kurz vor Ende der Sprechstunde zu kommen. Jedoch musste ich 2mal auf gut Glueck hoffen, ob denn dann ueberhaupt ein Arzt da ist, der das Tier fuer uns euthanasiert.
Alles in allem war ich nicht sonderlich zufrieden mit dem Arzt und bin froh, dass wir mittlerweile eine sehr nette Tieraerztin gefunden haben.
Yuki und Luna wurden beide bei unserer neuen Aerztin eingeschlaefert. Dort bekommen wir generell schnell einen Termin, bei Luna direkt innerhalb einer halben Stunde.
Eigentlich wollte sie auch mit Inhalation arbeiten. Da aber beide Tiere Atemnot hatten, war mir nicht wohl dabei und sie bestaetigte mir, dass es besser waere, ihnen eine Injektion zu geben. Damit diese aber schnell wirkt, musst es eine i.p. Injektion sein, also in den Bauchraum. Dafuer mussten sie fixiert werden, was fuer die Tiere stressig ist, jedoch nur sehr kurz. Danach konnten beide auf meinem Arm einschlafen. Da sie ruhig lagen, durchlebten sie keine Ataxie, sie wirkten ruhig und schliefen sanft ein - ein krasser Gegensatz zur Inhalationsnarkose, die ich bisher nur mit Panik beobachten konnte.
Die Injektion selbst war fuer die Tiere scheinbar nicht unangenehm, allein das Festhalten war das Problem. Ich denke, wenn man mit den Tieren das fixieren im Laufe des Lebens uebt, kann auch da ein wenig Stress genommen werden, zumindest habe ich bei Cleo bisher gute Erfahrung gemacht und es hat ihr eine Narkose erspart, als wir Wundwasser punktieren mussten.
Sie leckten die Stelle auch nicht danach, was fuer ein Brennen sprechen wuerde. Sie bekamen auch keine Injektionsnarkose, sondern direkt das Pentobarbital. Da ich die Tiere auf dem Arm hatte, konnte ich z.B. die Augreflexe testen, die bisher immer weg waren, deutlich bevor die Atmung aufhoert. Luna ist direkt auf meinem Arm gestorben, sie brauchte keine zweite Dosis. Die Tieraerztin hat nochmal das Herzchen abgehoert und sie fuer tot erklaert. Yuki brauchte noch den Rest der Dosis.
Die Tieraerztin meinte bei Luna auch, dass sie die Injektion fuer die humanste Methode haelt. Von dem, was ich beobachtet habe, kann ich ihr nur zustimmen.
Es ist schwier
ich moechte heute ein ernsthaftes Thema ansprechen, dass wir Rattenhalter nicht totschweigen sollten, schliesslich trifft es uns irgendwann. Kaum einem Tier ist es leider vergoennt, friedlich zuhause einschlafen zu duerfen, vielen Tieren muessen wir auf ihrem Weg ueber die Bruecke helfen.
Ich moechte hier einfach die Erfahrungen sammeln, die wir Rattenhalter bisher bei Euthasien gemacht haben und Neulingen auch Beispiele zeigen, damit sie auch wissen, was sie erwartet, welche Methoden schonend sind etc.
Daher meine Fragen :
Welche Methode wendet euer Tierarzt an ? (vorherige Inhalation / Injektion, dann die finale Spritze (evtl. welches Mittel), direkt eine Ueberdosierung Narkosemittel, etc.) ?
Wie empfindet ihr die Euthanasie fuers Tier ?
Geht euer Tierarzt auf eure Wuensche ein, was die Euthanasie angeht ?
Erklaert er euch, was er tut und warum ?
Wie lang muesst ihr auf einen Euthanasietermin warten ?
Was wollt ihr sonst noch zum Thema Euthanasie los werden ?
___
Nun zu uns. Meine erste Ratten (Honey) verstarb direkt nach einer OP - sie ist aus der Narkose nicht mehr aufgewacht.
Jedoch standen wir trotzdem frueh genug vor der Entscheidung und mussten dann Sunny, spaeter Crazy und auch Juno bei unserem ehemaligen Tierarzt einschlaefern.
Die Tiere wurden mittels Inhalationsnarkose betaeubt - von einer Injektion wurde immer abgeraten, weil das Injektionsnarkotikum stark brennen soll. Danach gab es ein Pentobarbital in den Bauchraum oder direkt ins Herz.
Ich kann diese Methode nicht empfehlen, die Tiere haben in der Narkosebox Panik, sie durchleben alle Stufen der Narkose inklusive Ataxie. Es ist schwer anzuschauen. Jedoch blieb uns in dem Moment nichts anderes uebrig, denn die Tiere sollten nicht weiter leiden und die Angst vor einem brennenden Schmerz bis zum Tod war staerker.
Auch hatte ich zum Teil Probleme, einen Termin fuer die Euthanasie zu bekommen. Da ich nicht rund um die Uhr zuhause bin, bin ich zum Teil darauf angewiesen, kurz vor Ende der Sprechstunde zu kommen. Jedoch musste ich 2mal auf gut Glueck hoffen, ob denn dann ueberhaupt ein Arzt da ist, der das Tier fuer uns euthanasiert.
Alles in allem war ich nicht sonderlich zufrieden mit dem Arzt und bin froh, dass wir mittlerweile eine sehr nette Tieraerztin gefunden haben.
Yuki und Luna wurden beide bei unserer neuen Aerztin eingeschlaefert. Dort bekommen wir generell schnell einen Termin, bei Luna direkt innerhalb einer halben Stunde.
Eigentlich wollte sie auch mit Inhalation arbeiten. Da aber beide Tiere Atemnot hatten, war mir nicht wohl dabei und sie bestaetigte mir, dass es besser waere, ihnen eine Injektion zu geben. Damit diese aber schnell wirkt, musst es eine i.p. Injektion sein, also in den Bauchraum. Dafuer mussten sie fixiert werden, was fuer die Tiere stressig ist, jedoch nur sehr kurz. Danach konnten beide auf meinem Arm einschlafen. Da sie ruhig lagen, durchlebten sie keine Ataxie, sie wirkten ruhig und schliefen sanft ein - ein krasser Gegensatz zur Inhalationsnarkose, die ich bisher nur mit Panik beobachten konnte.
Die Injektion selbst war fuer die Tiere scheinbar nicht unangenehm, allein das Festhalten war das Problem. Ich denke, wenn man mit den Tieren das fixieren im Laufe des Lebens uebt, kann auch da ein wenig Stress genommen werden, zumindest habe ich bei Cleo bisher gute Erfahrung gemacht und es hat ihr eine Narkose erspart, als wir Wundwasser punktieren mussten.
Sie leckten die Stelle auch nicht danach, was fuer ein Brennen sprechen wuerde. Sie bekamen auch keine Injektionsnarkose, sondern direkt das Pentobarbital. Da ich die Tiere auf dem Arm hatte, konnte ich z.B. die Augreflexe testen, die bisher immer weg waren, deutlich bevor die Atmung aufhoert. Luna ist direkt auf meinem Arm gestorben, sie brauchte keine zweite Dosis. Die Tieraerztin hat nochmal das Herzchen abgehoert und sie fuer tot erklaert. Yuki brauchte noch den Rest der Dosis.
Die Tieraerztin meinte bei Luna auch, dass sie die Injektion fuer die humanste Methode haelt. Von dem, was ich beobachtet habe, kann ich ihr nur zustimmen.
Es ist schwier