Blaumeisenaufzucht - Ein paar Fragen

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  • Blaumeisenaufzucht - Ein paar Fragen Beitrag #1
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Angel21

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Hallo liebes Forum.

Vor einigen Tagen kam mit einer Windböhe ein Meisenästling auf unseren Balkon geweht, sehr zur Freude meiner Katze die ihn dann im Wohnzimmer als Spielball missbrauchte :uups:. Ich rupfte beide Katzen aus dem Wohnzimmer und fischte den kleinen Vogel unter dem Sofa raus um ihn wieder nach draußen zu bringen - Da sah ich das er sein rechtes Beinchen nicht bewegen konnte und er immer zu der Seite umkippte.

Wir riefen also den TA an, dieser meinte wir sollen mit dem Vogel herkommen. Gesagt getan, Vogel in gelöcherter Schachtel verstaut (Er war so schlapp und am Pumpen das ich dachte der TA wird ihn erlösen müssen) und so vorsichtig+leise wie möglich mit dem Tier zum TA getuckert. Er hat den Vogel dann in die Hand genommen und sich kurz die Beinchen angeschaut, das rechte war auf jeden Fall kaputt.

Naja, TA fing dann an nen ausschweifenden Vortrag zu halten "Würde jeder Vogel überleben wäre der Himmen schwarz, ich kann ihnen nicht helfen, jeden Tag kommen Jungvögel zu mir, sie können ihn ja wieder raussetzen aber das wird er nicht packen mit dem Bein - Sie haben ihn jetzt damit das sie zu mir gefahren sind die Verantwortung, er muss alle halbe Stunde fressen !" :shock: Ich bin Schichtdienstler ! Der Abschuss war dann noch als er sagte "Fahren sie sonst nach *****, zur Vogelstation und geben ihn dort ab" Die Fahrt dort hin dauert ü. 2Stunden und wir hatten es schon spät am Abend... :eusa_think: Da stand ich nun "Was soll ich tun ?", ich hatte selbst noch nie einen Vogel und hatte da auch nie so den Bezug zu. TA war wenigstens so nett eine Schachtel Mehlwürmer mitzugeben, er sagte "Die reichen die 2 Wochen in der sie ihn pflegen müssen, ist aber auch blöd das sie jetzt Mehlwürmer töten damit ein Vogel überlebt" :roll:... (davon das ein Vogel nach einem Katzenangriff vll Antibiotika braucht sagte er uns nichts, ich hab erst vor 3 Tagen gelesen das es zu einer Infektion kommen kann, da war der Kleine aber schon über den Berg)

Den Abend hat ich zuhause einige Würmer kleingeschnitten, der Vogel wollte nichts und ich dachte er überlebt die Nacht garnicht. Den nächsten Morgen stand ich um 7:00 auf, probierte es wieder - Der Vogel fraß nicht :(. Da das kleine Tier in der Schachtel übernachten musste (Besitze keinen Käfig und Freunde+örtlicher Vogelgzüchter hatten auch keinen mehr über) bin ich morgens gleich zu Fressnapf gefahren und hab einen Käfig, Vogelstand, einen Wassernapf, Kanarienbabyfutter (zum aufweichen) und 2x Naturholzstangen/1x Naturholzleiter gekauft.

Habe den Käfig eingrichtet, Wasser und Futterschüssel reingestellt und den Vogel umgesetzt. Eine Std später habe ich nochmal versucht ob er frisst, er schnappte sich alles von der Pinzette :D. So verbrachte er dann das Wochenende, alle 2 Std bettelte er nach Futter, ich gab ihm geschnittene Melhlwürmer mit der Pinzette, Kanarienbabyfutter vom Holzstäbchen und Wassertropfen mit der Plastikspritze. Er fraß so viel das am Dienstag alle Mehlwürmer weg waren (vonwegen die reichen für 2 Wochen :roll:) und wir uns bei allen Tiershops der Gegend nach Insekten erkundigten - hatte keiner :eusa_think:. Dann irgendwann beim Anglershop angerufen "ja wir haben welche da", wir also los und sie hatten zur Auswahl Tauwürmer, große harte Mehlwürmer und Fliegenlarven ... Mager, ich hatte auf Heimchen und etc gehofft :eusa_eh:. Wir haben dann 2 Dosen lebende Fliegenlarven mitgenommen, diese abgekocht und eingefrohren.

Die Meise fraß nun alle 2 Stunden gut 10 dieser Maden+BabyCare Kanarienbrei und wurde immer fitter und lauter :D.
Sie fing langsam an den rechten Fuß zu belasten, kletterte an der Käfigwand, flatterte von Stange zu Stange, badete im Wassernapf :clap:

So, seit 2-3 Tagen ist mir aber folgendes aufgefallen:

- Die Meise ruft nun jede Stunde nach Futter und legt dieses typische Bettelverhalten an den Tag (Mit Flügelspitzen flattern und Sperren), sie frisst nun aber pro Mahlzeit viel weniger. - Ist das normal ?

- Sie wird immer agiler im Käfig und macht den Lauten bis sich jemand den sie kennt in ihrer Nähe aufhält. Ich möchte das eigentlich nicht da sie ja wieder ausgewildert werden soll. Scheinbar liegt trotz Vorsicht (ich habe extra auf Stundenlanges davorgestehe und "Duziduzi" verzichtet) eine
Fehlprägung vor, ist das schlimm im späteren Meisenleben, verliert sich das ?

- Wenn es dunkel wird scheint sie seit 2 Tagen die ersten Minuten in Panik zu geraten, es kam zu kurzen "Nightfrights" wenn das Licht aus war, auch wenn ich es wieder anmachte regte sich der Vogel auf. Wenn ich sie abdecke ist es schlimmer... sie bleibt die ersten Minuten nur ruhig sitzen wenn ich am Käfig stehe. Nachdem gestern im Käfig Ruhe einkehrte, hing sie 1x wie Batman von der Decke und versuchte zu schlafen :shock: den Rest der Nacht verbrachte sie seelig auf ihrer Leiter - Ich hatte den Raum total abgedunkelt und alle Geräuschquellen beseitigt die sie sonst nicht störten. Woran kann so ein Verhalten liegen ? Die Katzen sind nicht im Raum.

- Vögelchen ist ganz schön faul... sie sollte denke ich schon etwas selbst für Futter sorgen können und hat auch ein Schälchen mit ihrem Futter im Käfig - Sie Pickt ab und an mal lustlos rein und schreit weiter nach Futter obwohl es erreichbar vor ihr steht. Manchmal macht sie total Randale, man gibt ihr eine Fliegenlarve, sie pickt drin rum und lässt es liegen wenn es runterfällt ... danach kommt sie ans Gitter und bettelt nach einer neuen :shock:. Wie kann man sie langsam "entwöhnen", ist dieses Verhalten normal wenn sie anfangen selbst zu fressen ? Babycare schmeckt ihr momentan auch besser als Larven.


Und : Woran erkenne ich das sie bereit ist allein zu überleben ?

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  • Blaumeisenaufzucht - Ein paar Fragen Beitrag #2
Der Vogel ist bereit alleine zu leben, wenn er kein Futter mehr von euch annimmt,aus Angst vor euch wegfliegt, selbstständig lebendes Futter erbeuten kann und natürlich voll flugfähig ist.
Letzteres dürfte jetzt aber bald so weit sein.
Den Rest wird er vermutlich nicht hinkriegen, wenn er keine Artgenossen hat, an denen er sich orientieren und von denen er natürliches Verhalten erlernen kann.

Würdest du mir per PN deinen PLZ-Bereich nennen?
Ich schaue mal nach einer privaten Auswilderungsstelle in deiner Nähe- eine 2Std-Fahrt entfernte Station wird nicht die einzige Möglichkeit sein.
 
  • Blaumeisenaufzucht - Ein paar Fragen Beitrag #3
Hallo Urizen, danke für die Antwort :)
Eine Käfiglänge schafft er schon zu fliegen, zu Anfang war es nur von Stange zu Stange.
Er versucht auch schon die Larven die ich ihm gebe zwischen die Füße zu klemmen und Stücke rauszupicken (vorher kam alles einfach in den Schnabel und wurde geschluckt) er pickt auch auf den Naturholzstangen rum (ein bisschen wie ein Specht :roll:), die eine hat Rinde - Das wird er wohl brauchen um sich irgendwann Insekten aus Baumrinden zu holen ? Das Problem ist jetzt halt noch das der Dussel so viel fallen lässt bei seinem "gespiele" und es nicht wiedersucht, in der Natur ist die Beute dann weg und keiner kommt um ihm was neues zu geben... alles was lebt wird ihm wohl abhauen :eusa_think:

Ist problematisch, draußen finde ich weder Blattläuse noch Raupen damit er an Lebendfutter üben kann, der Anglershop hat sowas nicht, alle Aqua/Terrarienshops hier haben nacheinander dicht gemacht und ich weiss nicht welcher Onlineshop was taugt :( "Grüne Raupen" hab ich da bisher nicht gefunden.

Ich schicke dir gleich mal eine PN mit der PLZ, wäre toll wenn du in der Nähe was weisst, vll gibs auch jemanden der das Privat macht und Ahnung hat. Das Beinchen ist auch wieder voll funktionsfähig, er klettert damit wie ein Weltmeister und sollte "Körperlich" in der Lage sein irgendwann klar zu kommen.
 
  • Blaumeisenaufzucht - Ein paar Fragen Beitrag #4
Wenn dir die Station, die ich dir per PN nannte, zu weit ist, dann gibt es immer noch die Möglichkeit dort mal unverbindlich anzurufen.
Oft kennen die nämlich auch noch Privatpersonen und haben die manchmal sogar auf einer speziellen Liste stehen.
Zumindest dürften denen Privatpersonen eher bekannt sein als mir, zumal die dann auch alle irgendwie vernetzt sind.

Das mit dem Fallenlassen ist so eine Sache.
Das passiert denen in der Natur auch, aber sie merken dann, dass es folglich eben kein Futter gibt und kein Mensch mit einer neuen Raupe vor'm Schnabel rumfuchtelt.
So gesehen sind die Handaufzuchten immer ein wenig "verwöhnt".

Du kannst die Abstände zwischen den Fütterungen vergrößern- das animiert die Meise, sich selber etwas zu suchen.

Heimchen wären klasse zum Üben.
Kleine Heimchen vorallem, die gut in den Schnabel passen.
Gibt es bei euch wirklich keine Möglichkeit die zu kaufen?
Eigentlich gibt's die doch in gängigen Tiershops..?:eusa_think:
 
  • Blaumeisenaufzucht - Ein paar Fragen Beitrag #5
Anrufen werde ich da auf jeden Fall, danke. Die werden mir ja sagen können ob sie irgendwo Platz für den Piepmatz haben :)
Und nein diese Dinge bekommt man hier scheinbar nicht, das Futterhaus hat keine, Fressnapf hat keine (Nichtmal Beoperlen ! :evil:), diese komische "Tierwelt" in der Stadt hat verkleinert, da bekam man früher vom Haustier bis zum Futtertier alles - Nun ist da nurnoch Zubehör und eben der Anglershop mit Maden,Tauwürmern und Mehlwürmern. Sämtliche andere Aquaristik und Anglershops hier im Ort haben dicht gemacht.

Scheint sich hier wohl nicht zu verkaufen, wüsste auch keinen der hier privat oder gewerblich Reptilien hat :eusa_think:
Eine Vogelstation haben wir hier auch aber die ist nur für Störche.
 
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