- Katzenschnupfen und anderes Übel - ein Bericht Beitrag #1
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Mi_Ma
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Hallo zusammen,
da ich hier Fragen nach Katzenschnupfen gefunden habe (sehr aktuell) und selbst eine Katze mit dieser schrecklichen Krankheit gesund pflegen durfte, kam ich nun auf die Idee alle meine Erfahrungen und Erlebnisse hier auf zuschreiben.
Ich habe leider nicht alle Medikamentenbezeichnungen im Kopf, leider. Wenn aber gewünscht ist, hole ich die alten TA-Rechnungen heraus, z.B. wenn jemand bestimmte Fragen hat.
Es fing eigentlich damit an, dass meine Mia von einem Vermehrer kam, dessen Treiben geschlossen wurde. Sie war natürlich nicht geimpft und ich was sehr naiv – was soll schon passieren. Schließlich hatte ich als Kind auch ungeimpfte Katzen gehabt. Aber es erwischte sie.
Erst war ein Auge bisschen zugeschwollen, dann leicht rosa. Macht nichts – kann ja nicht schlimm sein – ich nahm sie aber dennoch zum TA. Da wurde das Auge auch nicht als schlimm bewertet, erst als ich fragte, ob es echt nicht schlimm ist und ob Mia schnell gesund wird – und es kam keine Antwort – ab da erst machte ich mir Sorgen.
Sie bekam Augentropfen, aufbauende Spritze mit Vitaminen und etwas auf die Haut (hier erinnere ich mich beim Besten willen nicht mehr was es war). Und dann kam der Hammer: Ohrmilben, und so zo übel, dass die TÄ da ganze Batzen mit der Pinzette rausholte. Nach Hause nahm ich dann Augentropfen und Ohrtropfen mit: Augen 4-5 mal am Tag säubern und Tropfen verabreichen, einmal am Tag Ohren säubern.
Aber am nächsten Tag wurde es schlimmer.
Mia wirkte ganz schwach und das Auge war extrem zugeschwollen und war dunkelrot. NA toll, ein Feiertag. Es blieb uns nichts anderes übrig als in die Tierklinik zu fahren, was aber als das beste rausstellte, was wir machen konnten. Denn da haben wir Mia bis zum Schluss behandeln lassen. Ich denke einfach, eine kleine Praxis kann bei größeren Erkrankungen überfordert sein(ich will nicht alle über ein Kamm scheren, aber so sah das bei mir aus)
In der TK kamen komische gelbe Tropfen ins Auge, die Fremdkörper ausschließen zu können, die Lunge wurde abgehört, Temperatur gemessen (weiss nicht mehr wieviel, aber die Ärztin sagte, erhöht) und die Diagnose – Katzenschnupfen L Sie bekam wieder Vitaminspritzen, Homöopathische Mittel gespritzt, irgendeine Vitaminpaste, Ohren noch mal richtig geputzt und Augen noch mal behandelt.
Nach Hause gingen wir mit folgendem Behandlungsplan:
Ufff… der Kampf ging los.
Ohren putzen war gar nicht so schlimm. Natürlich hat sich die Dame wie ne irre gewehrt und ihr glaubt ja gar nicht was für Kräfte so ein kleines Monsterchen entwickeln kann. Ich muss sagen, ich habe es nicht so wie vorgeschrieben gemacht. Es hieß: Tropfen rein, dann eine Serviette um den Finger wickeln und auswischen. Ich nahm gleich mal Wattestäbchen. Hab das Ohr unter eine Lampe gehalten, damit ich sehe, was da passiert, Wattestäbchen vorsichtig eingeführt und dann entlang der Ohrmuschen wieder raus. Und so bis nichts mehr rauskam. (die abgetöteten Milben waren ja noch tiefer drin und kamen immer nur schubweise hervor) Natürlich kommen aufschreie wie „Man kann doch nicht mit Wattestäbchen ins Ohr..“ Nein, kann man nicht. Dafür war die TÄ beim nächsten Besuch absolut beeindruckt und hat mich gefragt, wie es zu solch schnellen Fortschritten kommt. Ich sagte: Man kann doch mit Wattestäbchen rein. ABER: Unter einer sehr hellen Lampe, damit man so viel wie möglich sieht. Niemals tiefer gehen als man sehen kann und die Reihenfolge und Bewegungsablauf beachten: In der Mitte des Ohres das Wattestäbchen „versenken“, so dass nichts berührt und nichts weiter nach unten geschoben wird und dann an der Ohrmuschel entlang vorsichtig(!) und langsam(!) hochwischen.
Die Ohrmuschel hat ja außerdem so "Falten" weiss nicht wie das richtig heiß. Ich konnte zwei sehr gut sehen und hatte schnell den Dreh raus, dass das meiste sich direkt unter diesen Falten versteckt. Und da habe ich eben mit dem Wattestäbchen sauber gemacht. Aber nur bei den zwei Äußersten. Den ret konnt eich nicht richtig sehen und habs gelassen. Hätt ich wie empfohlen nur mit dem Finger und Serviette gearbeitet, hätte die Ohrbehandlung doppelt so lange gedauert (und ichs age noch mal: TA war beeindruckt, dass es so schnell gehen kann)
Klingt einfach? Stellt euch aber meine kleine Mia dabei vor, die die ganze Zeit schreit und versucht sich zu befreien
Augen: das war schon komplizierter: das einfache Festhalten hat nicht funktioniert. Sie – so krank und so winzig hat jedes Mal ungeheure Kräfte entwickelt die allein dem Wehren galten. Mein Freund (oder ich, je nachdem wer was gemacht hat) hat sie erst mal im sitzen gepackt und kurzerhand in ein Handtuch gewickelt. Es musste so aussehen, dass die Vorderpfoten unter dem Handtuch sind und dann auch an der Stelle die Vorderpfoten unter dem Tuch festhalten. Dann kann sie sich nicht mehr wehren und ich muss mir keine Sorgen, dass ich sie beim Festhalten zufällig erwürge. Wie sie dabei aber gebrüllt hat, könnt ihr euch aber vorstellen. Zum Säubern nahm ich stets das abgekochte Wasser und Küchentücher. Keine kosmetischen Wattepads, weil sie gerne Fuseln. Also: Küchentuch um den Finger wickeln, ins Wasser tauchen und ums Auge wischen. Immer von innen nach außen. Darauf achten, dass der „Schrott“ von einem Auge nicht auf das andere kommt. Bei Verkrustungen war es schlimm. Die mussten ja erst eingeweicht werden, ehe sie weggingen (Wegkratzen ist sehr sehr schmerzhaft). Es war nicht einfach und hat die ganze Prozedur zusätzlich in die Länge gezogen. Zum Schluss: Eine Person hält die Katze, immer noch im Handtuch eingewickelt (damit die Arme nicht blutig werden), zweite macht mit einer Hand das Äuglein auf mit der zweite die Tropfen rein. Danach muss das Kitten aber erst mal noch festgehalten werden, da die Medikamente erst mal „einziehen“ müssen und das Kitten darf ja nicht auf die Gedanken kommen alles aus dem Auge wegzuwischen. Diese paar Minuten habe ich aber dazu genutzt auf meine kleine Mia beruhigend einzureden, sie zu streicheln. Einmal war sie so erschöpft dass sie einfach eingeschlafen ist.
Die homöopathischen Tropfen ins Mäulchen – das kann auch ein Kampf sein. Mia hat sich da auch fürchterlich gewehrt. Klar, wer mag schon wenn das Maul aufgerissen und etwas reingespritzt wird. Aber da hat es gut funktioniert wenn ich sie am Nacken gepackt habe (Vorsicht: nicht zu fest) und damit sie nicht ausbüchst gegen die Couch gedrückt habe(auch Vorsicht: soll ja noch Luft bekommen). Mein Freund hat mit einer hand das Maul aufgemacht und mit der anderen die Tropfen rein. Bei uns war die Dosierung 1ml. Klingt nach wenig ist aber für ein Kitten viel. Man muss es extrem vorsichtig machen, in kleineren Portionen damit sie auch schlucken kann und sich nicht verschluckt.
Der Rest (Pulver ins Essen und Tabletten ins Leckerlie) war immer problemlos. Ich musste nur darauf achten, dass das Leckerlie tatsächlich gegessen und nicht doch noch ausgespuckt wird und die Schüssel mit dem beigemischten Pulver leergegessen wird.
Es folgten irgendwann Kontrolluntersuchungen. Es hies irgendwann dass sie auf gutem Weg ist und die Behandlung nach und nach abgesetzt werden kann. Gesagt – getan. Und dann: Es wird wieder schlimmer L Wieder ab in die Tierklinik. Wieder tausend spritzen und noch mehr Tropfen (für die Augen, zum Schlucken, für die Ohren)
Lange rede kurzer Sinn: Auch wenn das Kitten gesund aussieht, muss man die Behandlung noch paar Tage fortsetzen!
Es ist extrem wichtig, das Kitten genau zu beobachten. Wenn Mia schlafen wollte, hat sie geschlafen, wenn sie spielen wollte, hat sie gespielt. Ich selbst habe sie zu der Zeit nie zum Toben animiert. So ein Baby ist ja zu schwach und muss geschont werden. Getobt wurde nur dann, wenn sie es selbst wollte und auch nur solange bis sie sich selbst wieder hingelegt hat.
Die Krankheit hat insgesamt über ein Monat gedauert und wir haben 5-6 TA-Besuche hinter uns.
Obwohl ich Angst hatte, sie schafft es nicht (TA konnte keine genaue Prognose geben und das Niesen und die Augen waren zeitweise wirklich übel) hat sie es überstanden. Sie hat eine ganz besondere Bindung zu ihren Dosis, obwohl wir sie damals so „gequält“ haben. Heute spielt sie mit uns, kuschelt und lässt sich sogar durch die Gegend tragen und schnurrt dabei.
Es war alles sehr nervenaufreibend und das Geldbeutel ist auch mager geworden – aber es hat sich gelohnt.
Leider muss ich zugeben, dass ich mich nicht stark mit den Medikamenten auseinandergesetzt habe (habe das einfach dem TÄ vertraut), dafür aber umso mehr wie man das Kitten behandelt, beobachtet und auf das Kitten richtig eingeht.
Ich hoffe sehr, ich kann hier einigen mit den Beschreibungen meiner Behandlungsmethoden helfen. (Sollte ich doch was falsch gemacht habe lasse ich mich gerne belehren)
Ich hoffe diese Geschichte zeigt anderen, die vielleicht auch so ein „Exemplar“ haben wie ich, dass es sehr wohl möglich ist, das Kitten gesund zu pflegen auch wenn die Ärzte keine rosige Prognose schreiben.
Die Katze wird dankbar sein!
da ich hier Fragen nach Katzenschnupfen gefunden habe (sehr aktuell) und selbst eine Katze mit dieser schrecklichen Krankheit gesund pflegen durfte, kam ich nun auf die Idee alle meine Erfahrungen und Erlebnisse hier auf zuschreiben.
Ich habe leider nicht alle Medikamentenbezeichnungen im Kopf, leider. Wenn aber gewünscht ist, hole ich die alten TA-Rechnungen heraus, z.B. wenn jemand bestimmte Fragen hat.
Es fing eigentlich damit an, dass meine Mia von einem Vermehrer kam, dessen Treiben geschlossen wurde. Sie war natürlich nicht geimpft und ich was sehr naiv – was soll schon passieren. Schließlich hatte ich als Kind auch ungeimpfte Katzen gehabt. Aber es erwischte sie.
Erst war ein Auge bisschen zugeschwollen, dann leicht rosa. Macht nichts – kann ja nicht schlimm sein – ich nahm sie aber dennoch zum TA. Da wurde das Auge auch nicht als schlimm bewertet, erst als ich fragte, ob es echt nicht schlimm ist und ob Mia schnell gesund wird – und es kam keine Antwort – ab da erst machte ich mir Sorgen.
Sie bekam Augentropfen, aufbauende Spritze mit Vitaminen und etwas auf die Haut (hier erinnere ich mich beim Besten willen nicht mehr was es war). Und dann kam der Hammer: Ohrmilben, und so zo übel, dass die TÄ da ganze Batzen mit der Pinzette rausholte. Nach Hause nahm ich dann Augentropfen und Ohrtropfen mit: Augen 4-5 mal am Tag säubern und Tropfen verabreichen, einmal am Tag Ohren säubern.
Aber am nächsten Tag wurde es schlimmer.
Mia wirkte ganz schwach und das Auge war extrem zugeschwollen und war dunkelrot. NA toll, ein Feiertag. Es blieb uns nichts anderes übrig als in die Tierklinik zu fahren, was aber als das beste rausstellte, was wir machen konnten. Denn da haben wir Mia bis zum Schluss behandeln lassen. Ich denke einfach, eine kleine Praxis kann bei größeren Erkrankungen überfordert sein(ich will nicht alle über ein Kamm scheren, aber so sah das bei mir aus)
In der TK kamen komische gelbe Tropfen ins Auge, die Fremdkörper ausschließen zu können, die Lunge wurde abgehört, Temperatur gemessen (weiss nicht mehr wieviel, aber die Ärztin sagte, erhöht) und die Diagnose – Katzenschnupfen L Sie bekam wieder Vitaminspritzen, Homöopathische Mittel gespritzt, irgendeine Vitaminpaste, Ohren noch mal richtig geputzt und Augen noch mal behandelt.
Nach Hause gingen wir mit folgendem Behandlungsplan:
- 1 mal am Tag Ohren putzen,
- 1 Mal am Tag das homöopathische Mittelchen verabreichen,
- 3 mal am Tag irgendein Pulver ins Essen mischen (irgendwas gegen Schnupfen, damit sie mehr niest und schneller den ganzen schleim raus hat)
- 2 mal am Tag Tabletten im Leckerlie versteckt
- 3-5 mal Augenbehandlung.
Ufff… der Kampf ging los.
Ohren putzen war gar nicht so schlimm. Natürlich hat sich die Dame wie ne irre gewehrt und ihr glaubt ja gar nicht was für Kräfte so ein kleines Monsterchen entwickeln kann. Ich muss sagen, ich habe es nicht so wie vorgeschrieben gemacht. Es hieß: Tropfen rein, dann eine Serviette um den Finger wickeln und auswischen. Ich nahm gleich mal Wattestäbchen. Hab das Ohr unter eine Lampe gehalten, damit ich sehe, was da passiert, Wattestäbchen vorsichtig eingeführt und dann entlang der Ohrmuschen wieder raus. Und so bis nichts mehr rauskam. (die abgetöteten Milben waren ja noch tiefer drin und kamen immer nur schubweise hervor) Natürlich kommen aufschreie wie „Man kann doch nicht mit Wattestäbchen ins Ohr..“ Nein, kann man nicht. Dafür war die TÄ beim nächsten Besuch absolut beeindruckt und hat mich gefragt, wie es zu solch schnellen Fortschritten kommt. Ich sagte: Man kann doch mit Wattestäbchen rein. ABER: Unter einer sehr hellen Lampe, damit man so viel wie möglich sieht. Niemals tiefer gehen als man sehen kann und die Reihenfolge und Bewegungsablauf beachten: In der Mitte des Ohres das Wattestäbchen „versenken“, so dass nichts berührt und nichts weiter nach unten geschoben wird und dann an der Ohrmuschel entlang vorsichtig(!) und langsam(!) hochwischen.
Die Ohrmuschel hat ja außerdem so "Falten" weiss nicht wie das richtig heiß. Ich konnte zwei sehr gut sehen und hatte schnell den Dreh raus, dass das meiste sich direkt unter diesen Falten versteckt. Und da habe ich eben mit dem Wattestäbchen sauber gemacht. Aber nur bei den zwei Äußersten. Den ret konnt eich nicht richtig sehen und habs gelassen. Hätt ich wie empfohlen nur mit dem Finger und Serviette gearbeitet, hätte die Ohrbehandlung doppelt so lange gedauert (und ichs age noch mal: TA war beeindruckt, dass es so schnell gehen kann)
Klingt einfach? Stellt euch aber meine kleine Mia dabei vor, die die ganze Zeit schreit und versucht sich zu befreien
Augen: das war schon komplizierter: das einfache Festhalten hat nicht funktioniert. Sie – so krank und so winzig hat jedes Mal ungeheure Kräfte entwickelt die allein dem Wehren galten. Mein Freund (oder ich, je nachdem wer was gemacht hat) hat sie erst mal im sitzen gepackt und kurzerhand in ein Handtuch gewickelt. Es musste so aussehen, dass die Vorderpfoten unter dem Handtuch sind und dann auch an der Stelle die Vorderpfoten unter dem Tuch festhalten. Dann kann sie sich nicht mehr wehren und ich muss mir keine Sorgen, dass ich sie beim Festhalten zufällig erwürge. Wie sie dabei aber gebrüllt hat, könnt ihr euch aber vorstellen. Zum Säubern nahm ich stets das abgekochte Wasser und Küchentücher. Keine kosmetischen Wattepads, weil sie gerne Fuseln. Also: Küchentuch um den Finger wickeln, ins Wasser tauchen und ums Auge wischen. Immer von innen nach außen. Darauf achten, dass der „Schrott“ von einem Auge nicht auf das andere kommt. Bei Verkrustungen war es schlimm. Die mussten ja erst eingeweicht werden, ehe sie weggingen (Wegkratzen ist sehr sehr schmerzhaft). Es war nicht einfach und hat die ganze Prozedur zusätzlich in die Länge gezogen. Zum Schluss: Eine Person hält die Katze, immer noch im Handtuch eingewickelt (damit die Arme nicht blutig werden), zweite macht mit einer Hand das Äuglein auf mit der zweite die Tropfen rein. Danach muss das Kitten aber erst mal noch festgehalten werden, da die Medikamente erst mal „einziehen“ müssen und das Kitten darf ja nicht auf die Gedanken kommen alles aus dem Auge wegzuwischen. Diese paar Minuten habe ich aber dazu genutzt auf meine kleine Mia beruhigend einzureden, sie zu streicheln. Einmal war sie so erschöpft dass sie einfach eingeschlafen ist.
Die homöopathischen Tropfen ins Mäulchen – das kann auch ein Kampf sein. Mia hat sich da auch fürchterlich gewehrt. Klar, wer mag schon wenn das Maul aufgerissen und etwas reingespritzt wird. Aber da hat es gut funktioniert wenn ich sie am Nacken gepackt habe (Vorsicht: nicht zu fest) und damit sie nicht ausbüchst gegen die Couch gedrückt habe(auch Vorsicht: soll ja noch Luft bekommen). Mein Freund hat mit einer hand das Maul aufgemacht und mit der anderen die Tropfen rein. Bei uns war die Dosierung 1ml. Klingt nach wenig ist aber für ein Kitten viel. Man muss es extrem vorsichtig machen, in kleineren Portionen damit sie auch schlucken kann und sich nicht verschluckt.
Der Rest (Pulver ins Essen und Tabletten ins Leckerlie) war immer problemlos. Ich musste nur darauf achten, dass das Leckerlie tatsächlich gegessen und nicht doch noch ausgespuckt wird und die Schüssel mit dem beigemischten Pulver leergegessen wird.
Es folgten irgendwann Kontrolluntersuchungen. Es hies irgendwann dass sie auf gutem Weg ist und die Behandlung nach und nach abgesetzt werden kann. Gesagt – getan. Und dann: Es wird wieder schlimmer L Wieder ab in die Tierklinik. Wieder tausend spritzen und noch mehr Tropfen (für die Augen, zum Schlucken, für die Ohren)
Lange rede kurzer Sinn: Auch wenn das Kitten gesund aussieht, muss man die Behandlung noch paar Tage fortsetzen!
Es ist extrem wichtig, das Kitten genau zu beobachten. Wenn Mia schlafen wollte, hat sie geschlafen, wenn sie spielen wollte, hat sie gespielt. Ich selbst habe sie zu der Zeit nie zum Toben animiert. So ein Baby ist ja zu schwach und muss geschont werden. Getobt wurde nur dann, wenn sie es selbst wollte und auch nur solange bis sie sich selbst wieder hingelegt hat.
Die Krankheit hat insgesamt über ein Monat gedauert und wir haben 5-6 TA-Besuche hinter uns.
Obwohl ich Angst hatte, sie schafft es nicht (TA konnte keine genaue Prognose geben und das Niesen und die Augen waren zeitweise wirklich übel) hat sie es überstanden. Sie hat eine ganz besondere Bindung zu ihren Dosis, obwohl wir sie damals so „gequält“ haben. Heute spielt sie mit uns, kuschelt und lässt sich sogar durch die Gegend tragen und schnurrt dabei.
Es war alles sehr nervenaufreibend und das Geldbeutel ist auch mager geworden – aber es hat sich gelohnt.
Leider muss ich zugeben, dass ich mich nicht stark mit den Medikamenten auseinandergesetzt habe (habe das einfach dem TÄ vertraut), dafür aber umso mehr wie man das Kitten behandelt, beobachtet und auf das Kitten richtig eingeht.
Ich hoffe sehr, ich kann hier einigen mit den Beschreibungen meiner Behandlungsmethoden helfen. (Sollte ich doch was falsch gemacht habe lasse ich mich gerne belehren)
Ich hoffe diese Geschichte zeigt anderen, die vielleicht auch so ein „Exemplar“ haben wie ich, dass es sehr wohl möglich ist, das Kitten gesund zu pflegen auch wenn die Ärzte keine rosige Prognose schreiben.
Die Katze wird dankbar sein!